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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Wie Tanja meine Freundin wurde
Eingestellt am 01. 10. 2002 22:28


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Stella
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2002

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Wie Tanja meine Freundin wurde

"Heute abend wirst du uns fahren!" hatte Svenja an jenem Abend mit unerbittlicher Stimme am Telefon gesagt und ich wu├čte, keine noch so gute Ausrede h├Ątte sie, oder eines der anderen M├Ądels umstimmen k├Ânnen.
Es ist wirklich nicht so, dass ich mich nur wegen des Genusses alkoholischer Getr├Ąnke um das Fahren dr├╝cken will. Nein, es ist das Autofahren im Allgemeinen, was mir Kummer bereitet. Vor allem Nachts auf unbekannten Stra├čen und dann noch mit 3 H├╝hnern im Auto, die wenn sie etwas getrunken haben und das tun sie so gut wie immer wenn wir am Wochenende unterwegs sind (zugegebenerma├čen ich auch des ├ľfteren), recht laut und zuweilen auch sehr nervig sein k├Ânnen.
An diesem Abend waren wir sogar zu f├╝nft. Eine Arbeitskollegin von Svenja und mir hatte sich damals vor kurzem von ihrem Mann getrennt und war somit, wie man so sch├Ân sagt, nun auch wieder auf dem Markt.
Seit eineinhalb Jahren arbeitet sie bei uns, aber da unsere Firma recht gro├č ist, kannten wir sie bis dato nicht gerade gut. Wir w├Ąren auch nie auf die Idee gekommen, sie zu fragen ob sie Interesse h├Ątte einmal etwas mit uns zu unternehmen. Im Prinzip empfand ich sie eigentlich auch immer als etwas unnahbar, bis zu dem Tage als Svenja und ich gleichzeitig eine E-Mail von ihr bekamen in der Stand:

Hallo ihr zwei,
ich habe geh├Ârt, dass ihr sehr unternehmungslustig seit und am Wochenende viel um die H├Ąuser zieht. Ich w├╝rde mich gerne einmal bei euch anschlie├čen. Was unternehmt ihr denn heute abend?

Liebe Gr├╝├če
Tanja

Da wir von ihrer Trennung schon geh├Ârt hatten (das ist auch so etwas in gro├čen Firmen: Man kennt einander kaum, wei├č aber fast alles von einander) beschlossen wir sie an jenem Abend probeweise einmal mitzunehmen. Allerdings, wie ich zugeben muss, mit einem etwas gemischtem Gef├╝hl.
Die Hinfahrt verlief noch ganz gut. Da die M├Ądchen wissen wie ungern ich nachts Auto fahre, wagte es auch keine mich darauf hinzuweisen, dass trotz Landstra├če und Richtgeschwindigkeit 100, meine Tachonadel nicht von der 80 abwich. Etwas langsam aber ohne Komplikationen kamen wir an dem Zeltfest an. Wir mussten nur noch einen Parkplatz finden. Und da war er auch, eine rie├čige freie L├╝cke in der Wiese, fast vor dem Zelt. W├Ąhrend ich mein Auto parkte, dachte ich so bei mir, dass dies wohl mein Gl├╝ckstag sein m├╝sse, bis ich bemerkte, dass der Boden unter den Reifen ungef├Ąhr die Konsistenz eines Sumpfloches hatte. Ich versuchte nat├╝rlich sofort wieder auf die Stra├če zur├╝ckzufahren, aber es war zu sp├Ąt. Bei jedem Versuch das Auto aus dem Rasen zu fahren schienen sich die Reifen noch tiefer in den Schlick zu graben.
Wir hatten die Wahl entweder das Auto gleich aus dem Schlamm zu schieben und wom├Âglich unsere Schuhe dreckig zu machen, oder damit zu warten bis das Fest vor├╝ber war. Wir entschlossen uns f├╝r letzteres, da wir dachten, dass dann mit Sicherheit bestimmt mehrere kr├Ąftige Jungs gewillt w├Ąren uns armen M├Ądchen zu helfen.
Das Fest war auch sehr gut. Es spielte eine tolle Band und wir konnten uns alle vor Verehrern kaum retten. Auch Tanja hatte sehr viel Spass und passte sich uns sehr gut an. Allerdings war es auch wie immer sehr schwer die M├Ądchen irgendwann aus der Bar zu bekommen. Als wir dann endlich aus dem Festzelt hinaus kamen, standen nur noch ein paar vereinzelte Autos auf der Wiese. Darunter meines.
Die Jungs mit denen wir in der Bar waren stellten sich als wirklich sehr betrunken heraus. Au├čerdem auch als pingelig, was eine sehr schlechte Eigenschaft ist, wenn es darum geht ein Auto aus dem Schlamm zu schieben. Ich will nicht sagen, dass sie es nicht einmal versuchten, aber schon nach kurzer Zeit gaben sie auf und boten uns statt dessen an, dass wir sehr gerne bei ihnen ├╝bernachten d├╝rften.
F├╝r mich kam dies unter diesen Umst├Ąnden nicht in Frage.
Bei diesen arroganten, betrunkenen Jungs ├╝ber Nacht bleiben? Mit Sicherheit h├Ątten sie, wenn sie sich etwas mehr M├╝he gegeben h├Ątten, mein Auto leicht aus dem Schlamm befreien k├Ânnen! Nein ich war gewillt zu k├Ąmpfen und Tanja auch, wie ich es mit einem Blick auf ihr Gesicht sehen konnte.
Unsere anderen 3 M├Ądels waren allerdings ziemlich betrunken und somit zu nicht mehr besonders viel zu gebrauchen. Also setzten wir Svenja ans Steuer und beschlossen zu zweit von hinten zu schieben. Wir schoben und schoben und schlie├člich 1 Stunde sp├Ąter, mit Einsatz meiner Fu├čmatten die wir unter die R├Ąder legten, schafften wir es tats├Ąchlich das Auto wieder auf die Stra├če zu bringen.
├ťbergl├╝cklich und furchtbar dreckig flogen Tanja und ich uns in die Arme.
Seit dieser Nacht habe ich eine Freundin mehr und was auch gut ist: Ich muss am Wochenende wenn wir ausgehen noch weniger fahren wie bisher!




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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo Stella,

Feste feiern, aber den M├Ądels nicht helfen k├Ânnen *gg*, so sind sie die M├Ąnner von Heute.

Dene Geschichte zeigt sehr sch├Ân: In der Not erkennst du deine Freunde.

Hat mir sehr gut gefallen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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Stella
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2002

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Das ist wahr !!!

Liebe Gr├╝├če und sch├Ânes Wocheende!!!

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