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Leselupe.de > Ungereimtes
Wo bin ich hier?
Eingestellt am 20. 01. 2001 10:54


Autor
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Eagon Wellington
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2000

Werke: 51
Kommentare: 41
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Wo
ist das Herz geblieben,
wo
der Wert?

Ertrunken im
high-tech Blitzgewitter,
zwischen bunten
Werbefenstern,
eingerahmt
und ausgelacht.

Wo
ist die Seele geblieben,
wo
das Wort?

Erdrückt
in tausend Zeilen
voller leerer
Wortgespinste.
Eitelkeit
statt Sinn(lichkeit).

Kenn mich nicht aus
in dieser Runde,
doch frag ich mich,
ist es nicht im Grunde
bloß „publish or perish":
schmeiß raus
(egal welch Kunde)
und zeige dich
oder geh zugrunde?

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tstauder
Hobbydichter
Registriert: Nov 2000

Werke: 46
Kommentare: 76
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Kritisch, sehr kritisch

Irgendwie bin ich betroffen,
der seine Worte
zum Betrachten ins weltumspannende Netz stellt
und gerne ganz oben steht.
Und gelesen wird.
Obwohl,
was hat er schon zu sagen.
Und wenn,
es sagen doch
so viele so vieles.
Wie kann man hören,
wie verstehen
wie fühlen
wo doch alles
Gedicht um Gedicht
Gedanke um Gedanke
angeklickt,
konsumiert,
ausgeklickt
wird?

__________________
Thomas

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Eagon Wellington
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2000

Werke: 51
Kommentare: 41
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WOW!!! Ich hab ja mit so ziemlich allem (vornehmlich verbaler Prügel) gerechnet, aber diese Kritik ist wirklich umwerfend! Dank Dir,tstauder, das Du nicht einfach weggeklickt hast, sondern es gelesen und auch verstanden zu haben scheinst.
Das macht Mut!
Im Grunde sind es die Perlen, nicht der Morast, weswegen ich immer wieder gerne die Leselupe besuche.
Und Du hast recht. Man kann nichts gegen Poesiekonsum machen, nur seinen eigenen verändern, indem man vom Schnellklicker und Schlinger zum Genießer der stillen Worte wird. Und vielleicht wirklich nur etwas sagt, wenn man etwas zu sagen hat. Denn das Schweigen ist auch wunderschöne Poesie, an der sich jeder Text zu messen hat.

Eagon

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Tobias
Hobbydichter
Registriert: Jan 2001

Werke: 7
Kommentare: 33
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Ich verstehe den Schmerz angesicht einer wahnwitzig erscheinenden Welt. Ich verstehe des Dichters Ungemach angesichts der Kommerzialisierung auch seines Meziers.
Trotzdem: Wenn Schmerz zum Selbstzweck wird, dann sehe ich keine Zukunft und um die geht es doch. Wo ist der Hoffnungsstrahl?
Alle Zeiten, alle Systeme, die sich ihrem Ende entgegen neigten (das noch mehrere Hundert Jahre entfernt liegen mag) haben Dichter und Denker hervorgebracht, geboren aus der ungemütlichen Erkenntnis, dass da etwas nicht stimmt. Geschichtstragend wurden aber nicht die Abgesangsapostel mit ihren Oden an den Untergang, sondern nur jene, die hoffnungsfroh nach vorne schritten. All diese Werbefenster, schmerzlich wie sie sind, dennoch tragen sie dazu bei, dass zum Beispiel wir hier und jetzt kommunizieren können.
Am Ende des 21. Jahrhunderts wird die ganze Welt in Friede und EIntracht esistieren. Das ist die Hoffnung und nur so kann es überhaupt je geschehen.

TT
__________________
Love and Respect

Manic Mango

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Eagon Wellington
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2000

Werke: 51
Kommentare: 41
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Sicherlich hast Du in vielen Punkten recht, doch mir geht es hierbei nicht um eine Weltkritik im allgemeinen, sondern schlicht und ergreifend darum, daß mir scheint, daß die Leselupe sich seit ihrer großen Erneuerung nicht nur zum Vorteil entwickelt hat.
Wie Du wissen solltest, war ich damals in den frühen Anfängen dabei und vielleicht bin ich, was das betrifft, nun ein konservativer virtueller Greis, der von der guten, alten Zeit erzählt. *gg*
Und was den Hoffnungsschimmer angeht: es geht mir hierbei nur um das Stellen einer Frage, nicht um das Vorwegnehmen einer Antwort. Die Antwort muß sich, wie ich meine, jeder Leser selbst geben.

Wenn sie so positiv und hoffnungsvoll wie Deine ausfällt, freut es mich. Aber ich lasse auch andere Antworten gelten.

Eagon.

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