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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Zelluloid 3
Eingestellt am 16. 05. 2002 22:24


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Kir
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2001

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Zelluloid 3

Zelluloid 3

"Darling, you┬┤ve won, it┬┤s no fun,
Martinis, girls & guns."
Sheryl Crow, "tomorrow never dies"


Hab┬┤ ich Talent? Aber wenigstens hab┬┤ ich ┬┤n Kuli. A. traf ich sogar, wenn ich mich recht entsinne, unverhofft ein weiteres Mal in einer Disco, eher Katakomben. Phunk lief, glaube ich. Ich wei├č erst heute, dass sie es gewesen sein muss, weil ich an dem Abend wohl doch recht betrunken war. Sie stand da so unbeteiligt rum, mit einem wirklich entr├╝ckten L├Ącheln um die Lippen, und nat├╝rlich war sie genauso, wie ich sie in Erinnerung hatte ÔÇô mit einer Portion Stil, bei dem elegantes Understatement vorherrschte. Ich stand genauso unbeteiligt daneben rum; das Leben schreibt die besten Geschichten. Wie das wohl auf dem taktischen Bildschirm des Schicksals aussehen mag? Eine leuchtende Wand mit fluoreszierenden Zeichen, Vektoren, Wellen, Schnittpunkten, und die einzelnen Leben verkn├╝pfen sich auf einem seligen Schlachtfeld. Tausendfach existieren diese geheimen Kommandozentren, ins Dunkle, Verborgene getaucht. Sie entscheiden f├╝r uns, wir handeln f├╝r sie.

Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, dass ich ihr ein K├Âlsch (oder vielleicht ┬┤ne Cola) ausgab. Sie bedankte sich artig und ihr L├Ącheln entfaltete sich zu voller St├Ąrke. Herr, was h├Ątte ich tun sollen angesichts ihres h├╝bschen Begleiters, ihrem Freund und ihrer beider Harmonie - mich dazwischen schmei├čen? Ehrlich, mir tut es nicht leid um das Getr├Ąnk und auch nicht um meine M├╝he um sie und meine Sehnsucht nach ihr. Es war vorgesehen, vorherbestimmt, so wie man absehen kann, dass eine bestimmte Sternenkonstellation am Himmel stehen wird. Man w├╝rde meinen, ich w├Ąre in A. verliebt. Dabei ist es doch weit mehr: Seelenverwandtschaft!
Und wie lustig geht das immer aus...
Analyse ├╝ber A.: Sie und ihr Freund sind auch vorherbestimmt gewesen, dabei wirkt sie gl├╝cklich, zufrieden, ausgef├╝llt.
Beweisf├╝hrung: Ich bin wirklich zum Aufnehmen verdammt. Sah sie zum letzten Mal im Bus. Sie war ein Traum, gleich einer vom Himmel gefallenen, wandelnden Prinzessin. Und ihr h├Ąttet ihre Bleibe sehen sollen: eine Plattenbautensiedlung. Diese ├╝berragende Sch├Ânheit inmitten von Betonw├╝sten!
Die Antwort auf meine kl├Ągliche Verwirrung steht fest, sie wird mir offenbart ÔÇô alles zu seiner Zeit. So geht es immer. Aber ihr wisst: Die Bestimmung zu kennen hei├čt, ihr zu folgen. Ganz einfach.
A., K., sch├Ânste Frau der Welt usw., eines Tages macht es mir nichts mehr aus (ÔÇ×Nothing really mattersÔÇť, Moloko!). Euch macht es doch auch nichts aus, euch allen. Ja, traurig ist es! Und ein Achselzucken werfen wir hinterher.
Wisst ihr, jetzt kopiere ich euch, lebe euerm Vorbild nach. Ihr geht Wege - ich laufe hinterher und sauge den Duft der Eindr├╝cke auf, die ihr hinterlasst, wie ein perverser Unterw├Ąschefetischist.
Geht! Macht doch! Packt euern Freund, sch├Ânste Frau, A., K.! Ihr alle! Packt sie und habt Freude! Ich dagegen bin ausgestiegen.
Ein weites Feld, stiller Raum, Triumph! Mir behagt die ├╝berw├Ąltigende Schicksalsf├╝lle nicht, aber ich sch├Ątze sie doch sehr und bete sie an.


Mir gef├Ąllt die Leselupe, deshalb unterst├╝tze ich sie... ... indem ich bereits regelm├Ą├čig die Leselupen-Shop-Links nutze.
... indem ich die Leselupen-Shop-Links in Zukunft nutzen werde.

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