Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87730
Momentan online:
159 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erzählungen
Zwischen zwei Stühlen
Eingestellt am 03. 06. 2001 19:28


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Sternschnuppe
Hobbydichter
Registriert: Apr 2001

Werke: 17
Kommentare: 38
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Wir sassen in einem Club an der Theke. Da sagte sie zu mir: "Weisst du, weshalb das überhaupt alles so weit kam?" Ich war überrascht und wusste nicht so ganz, was sie wollte. Dachte immer, weil sie sich gegenüber ihrer älteren Schwester benachteiligt fühlte. "Ja, das war auch ein Grund, aber nicht der Hauptgrund." Diese Situation war merkwürdig. Das letze Mal, als sie mir auf einmal alles erzählte war, als sie in der Aufwachphase lag, da sie sich versucht hat umzubringen - das zweite Mal. Sie begann zu erzählen. Ihr erster Freund, den sie mit 15 hatte, hatte sie sexuell missbraucht. Was sie mir alles erzählte, brachte mich völlig durcheinander. Ich hätte ihm das niemals zugetraut und vor allem, liess sie sich nie was anmerken. "Ich war so verliebt in ihn, dass ich ihm immer wieder verziehen habe. Sogar seine Schläge..." Auf einmal fühlte ich mich wie ein kleines Kind. So machtlos. Die schlimmsten Filme musste sie mit ihm ansehen und immer wieder erpresste er sie. Auf einmal kam ein ganz anderes Bild von dieser Sache auf. Konnte sie glaub langsam verstehen, trotz all dem. Doch so hart es klingt, ich wusste nicht, ob ich ihr glauben konnte. Sie ist oder eben war eine Person, die viel gelogen hat. Sogar ihren Freunden erzählte sie Dinge, nur um dessen Mitleid zu ernten. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Komme mir so vor, als ob ich zwischen zwei Stühlen stehe. Nun hat sie mein Mitleid, aber nur innerlich. Bin ihr gegenüber misstrauischer geworden, obwohls mir schwer fällt. Doch zu oft habe ich Menschen geglaubt, von denen ich dachte, ich könne ihnen vertrauen. Und nun? Wie weiter? Ich kann sie ja wohl schlecht fragen, ob sie lügt. Denn falls sie es nicht täte, hätte ich sie so ziemlich verletzt. Aber ich will auch kein weiteres Mal auf sie hineinfallen. Am besten wäre es wohl, es wäre niemals so weit gekommen....
__________________
"Die wichtigste Stunde
ist immer die Gegenwart.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Erzählungen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!