Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5284
Themen:   87730
Momentan online:
159 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
betrachtungsweise
Eingestellt am 31. 07. 2001 22:51


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Naciye
???
Registriert: Jul 2001

Werke: 33
Kommentare: 18
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Nun beginnen die B├Ąume wieder gr├╝n zu sein. Wirklich gr├╝n. Auch die Menschen um mich herum werden bunter, der alte Mann mit seinem noch ├Ąlteren Dackel, wie er im Schneckentempo die Stra├če ├╝berquert. Blumen duften, Motorr├Ąder sind lauter, die Sinne ge├Âffnet nach einer dunklen Zeit.

Der Blick zur├╝ck, birgt Angst und Zweifel. Der nach vorn Zuversicht und Hoffnung.

Das Prinzip der Schwere ist wie das der Leichtigkeit. Behandele beide gleich, dann wird die Schwere ebenso sehr vermi├čt wie die Leichtigkeit.
Die Liebe ist ein sch├Ânes Beispiel. Gerade hatte ich sie noch gef├╝hlt, jetzt ist sie fort. Ich darf sie nicht vermissen, denn dann bin ich verloren. Ich ersuche im Zustand dem ich zugeh├Ârig bin das Gl├╝ck zu holen, sch├Ąrfer werde ich so bald nicht wieder sehen. Trauer allein nur schafft Stumpfheit. So wie die Liebe nur vollkommen ist wenn Verstand und Gef├╝hl sich paaren zu dem einen grandiosen. In dieser Form nur darf auch Trennungsschmerz von statten gehen. Eine Mischung aus Schmerz und Offenheit dem Neuen gegen├╝ber. Nichts ist f├╝r die Ewigkeit. Sich seine Tr├Ąume zur├╝ckholen, den Durst nach Wissen l├Âschen, sich selbst wieder als oberstes Prinzip entdecken. Zu oft vergessen wir uns.

Die Angst vor uns selber veranla├čt uns zu den unm├Âglichsten Absurdit├Ąten. Alleine sein eine Strafe f├╝r die Menschheit, f├╝r fast jeden der heutigen Zeit. Dabei, und das verstehen nur wenige, rufen wir das Ungl├╝ck in einem solchen Dasein durch das Abgetrenntsein von uns selber hervor.
Wir kette uns an das Ungl├╝ck, an den Schmerz in dem wir nicht zu uns selber finden k├Ânnen. Wie ein Stahlseil das unsere einzige Verbindung zur ÔÇÜAu├čenweltÔÇť darstellt, die Br├╝cke aus uns heraus in jemanden oder etwas anderen hinein. Wir m├╝ssen aufh├Âren damit Geld, oder G├╝ter oder Glauben oder den Geliebten, die Geliebte als Lebensmaxime zu betrachten. Im gleichen Ma├če wie wir Seile spannen die uns halten, sind wir auch abh├Ąngig und verletzbar. Seile k├Ânnen rei├čen und die fallen werden wir sein.
Es wird nicht leicht zu erkennen, da├č das wahres Gl├╝ck in der Erkenntnis liegt, das nichts, kein Gl├╝ck, kein Leid, keine Freude, Beziehung, Liebe, Verzweiflung ewig w├Ąhrt. Allen Dingen sind Grenzen gesetzt, durch die Zeit. Jedes kommt und geht zur rechten und wir k├Ânnen nur durch uns selber diesen Kreis unterbrechen. Denn unsere Seelen sind unsterblich, werden immer existieren ├╝ber Raum und Zeit, verweilen in der Ewigkeit.
Wir verlieren uns durch immer mehr Unterhaltungeinrichtungen, Methoden zur Zerstreuung und ausget├╝ftelten Ma├čnahmen der Medien zum ertr├Ąumen in bessere Welten. Wir sind diejenigen die dies geschehen lassen und wir freuen uns dar├╝ber, noch mehr Leid auf unsere Schulter zu laden.

Die Welt w├Ąre besser ohne Fernsehen, das selbst gescheite Menschen dazu verleitet den Kopf abzuschalten. Das ist in Mode gekommen, den Kopf ausschalten und relaxen. Sicher lastet ein unwahrscheinlicher Durch auf der heutigen Gesellschaft. Sei gut im Job damit Du Dir die gleichen Statussymbole zulegen kannst wie dein Nachbar.

Die Welt existiert auf gro├čen Fl├Ąchen dieser Erde aus Mode. Unterschiede d├╝rfen nur in dem Muster und den Schnitt der Kleidung fallen. Vielleicht noch im Zeichen am K├╝hlergrill des Autos.

Wir haben Angst davor, Anders zu sein, m├Âchten nicht das unsere m├╝hsam gekn├╝pften Seile die uns halten rei├čen. Fremdgesteuert kaufen wir Dinge von denen wir meinen sie w├╝rden unser Leben erleichtern. Mit einem tollen Auto ist es nat├╝rlich einfacher seine Umwelt zu beeindrucken.
Es gibt tausend Dinge um seine pers├Ânlichen Seile zu festigen.
Und doch: Nur eine Schnitt und sei es der einer unheilbaren Krankheit, kann dieses Netzt zum rei├čen bringen. Dann erkennen wir, vielleicht..


Wir alle k├Ânnen entdecken wie freudvoll das Leben ist, wenn wir den Mut haben Augen und Sinne zu ├Âffnen. Den Film abschalten der in unseren K├Âpfen l├Ąuft. Wir m├╝ssen uns befreien von dem Gedanken, da├č alles kommen wird, wie wir es berechnen. So wenig wie Liebe unter Zwang entsteht, herrscht Freiheit in einer Welt in der die Menschen sich an Seile zu ketten.

Es ist falsch zu glauben Seile w├Ąren unsere Rettung. Viel wichtiger ist die Herstellung des nat├╝rlichen Verh├Ąltnisses zu sich selber. Wir d├╝rfen dieser Aufforderung allerdings nur in Verbindung mit dieser Welt nachkommen. Nicht Abgeschnitten sein, ist hier gemeint.

Wer sich selbst kennt, erkennt die Welt und die Natur und begreift sich als einen Teil des Ganzen.

Ist es nicht furchtbar einfach sich in Abh├Ąngigkeiten zu st├╝rzen? Dann ist da immer eine Person oder ein Umstand welcher f├╝r das Ungl├╝ck verantwortlich gemacht werden kann. Dadurch entsteht unserer Rastlosigkeit, Machtlosigkeit, Ergebenheit und der Mangel an Entscheidungen. Wenn wir uns umsehen in dieser hochgelobten und modernisierten Gesellschaft, sind wir umgeben von kleinen Wichten, die nicht mehr in der Lage sind ihrem Herz und ihrerer Berufung folge zu leisten.

F├╝r jedes Glied dieser Gesellschaft ist es ein Graus Entscheidungen zu f├Ąllen, die im schlimmsten Fall nur nicht richtig, in keinem Fall aber falsch sein m├╝ssen. Wir haben Angst uns in eine Richtung zu bewegen oder uns selbst einzubringen, weil wir uns nicht kennen und aus diesem Grunde nicht vertrauen.

Wir sollten anfangen, jeder nur bei sich selbst, das Leben als Aufforderung zu sehen. Als Appell an uns, unser Bestes zu geben, in moralischer Hinsicht. Am Ende m├╝ssen wir vor uns selber bestehen, da├č istÔÇÖs was gern vergessen wird. Durch andauernde Ablenkung ist es uns weitgehendst gelungen uns zu verlieren und mit uns auch die Verantwortung f├╝r uns selbst als Teil EINES g├Âttlichen Plans.

Wir m├╝ssen beginnen mit der Neuordnung in unseren K├Âpfen. Heute!
Juli 2001

Naciye Schmidt

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Gegge
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Naciye,

Erstmal Herzlich willkommen in der Leselupe.

Bevor Du Dich wunderst, will ich Dir erkl├Ąren, da├č die von Dir get├Ątigten Mehrfachpostings gel├Âscht wurden.

Wir haben hier mehrere Rubriken, damit die User schneller die von Ihnen bevorzugten Texte finden und damit sie die Textrichtungen die sie nicht m├Âgen gezielt au├čen vor lassen k├Ânnen.
Auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, erwarten wir, da├č jeder Autor sich bei seinem Text f├╝r eine einzige Rubrik entscheidet in der er den Text postet.

Mit Mehrfachpostings ben├Âtigt ein einzelner Text unverh├Ąltnism├Ą├čig viel Platz und verdr├Ąngt damit andere Texte.

Konntest Du ja nicht wissen. ;-)
Ich hab den Text jetzt mal in Sommerimpression stehen lassen - wenn Du ihn lieber woanders haben m├Âchtest sag mir Bescheid.

Gr├╝├če Gegge

Bearbeiten/Löschen    


Naciye
???
Registriert: Jul 2001

Werke: 33
Kommentare: 18
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
was soll ich jetzt

schreiben? Vielen Dank da├č Du meinen Fantastischne Beitrag auf eine Rubrik reduziert hast??

Wu├čte ich echt nicht, deswegen w├╝rde ich mich sehr freuen wenn du mich und meine Text in die Rubrik "Poesie" (ich wei├č das passt nicht, aber egal) katapultieren w├╝rdest!!

DANKE IM voraus...

├╝brigens...
w├╝rde gern wissen wie du ihn findest!!

Gru├č anna


Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.



Leselupe-Bücher





Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!