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Leselupe.de > Ungereimtes
buchenstäbe
Eingestellt am 10. 09. 2000 10:24


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Bernd
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buchenstäbe
warf ich
die zukunft zu erforschen
in den sand

raunend
gaben sie
und der wind
ihre geheimnisse preis

als aus buchstaben
lettern wurden
verliebten sie sich
in Papier

sie drückten und drückten
und hinterließen doch immer nur
ihr spiegelbild
welches uns als original erscheint
__________________
Copy-Left, samisdada

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TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
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mal wieder eine schöne wortschöpfung von dir: "buchenstäbe"! du verwendest es aber im gleichen sinn wie buchstaben, oder? die wortschöpfung bringt ausser sich selbst nichts mit. die erste strophe heisst was? deine gedichte sind deine fühler? der zweite teil scheint klarer. oberflächlich passiert nichts aussergewöhnliches. buchstaben drücken texte auf papier! trivial! aber was bedeutet es, dass wir immer nur ein spiegelbild der lettern sehen und dann auch noch meinen, es sei das original? heisst das, schau genauer hin? schau zwei-, drei-, ja viermal hin, bevor du etwas glaubst?

nicht schlecht! es hat mich zum nachdenken gebracht!

gruss nach dresden!
__________________
(c) Jürgen Erbe

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Bernd
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Stäbe wurden geworfen, um die Zukunft zu erforschen. Später entstand daraus das Wort "Buchstaben". Vergleiche auch Herkunft des Wortes "Buch".

Buchstaben bargen (bergen) Geheimnisse. Wir haben heute noch das Wort "raunen" - abgeleitet von "Runen", Buchstaben des Altertums, die wir vor Mißbrauch schützen sollten.

Die Buchstaben wurden zunächst in hartes Material geritzt. (Vergleiche ritzen -Englisch -write - schreiben)

Später wurde die "schwarze Kunst" des Buchdrucks erfunden. Blei ersetzte Holz. Blei --- vergleiche Lot, Löten ---> Lettern = Buchstaben aus Blei.

Der Druck setzt das Spiegelbild aufs Papier. (Man spricht auch von Satzspiegel.)

Handschriften wurden durch Kopien ersetzt.

Das ist die Oberfläche des Gedichtes.

Die Tiefenstruktur birgt mehr.

Bernd grüßt TheRealCure
__________________
Copy-Left, samisdada

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TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
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je länger man sich damit beschäftigt, je tiefer man einsteigt, desto mehr findet man in einem gedicht! das macht es so interessant!
__________________
(c) Jürgen Erbe

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