leselupe.de Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   4338
Themen:   67714
Momentan online:
23 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?

 Leselupe Werke   Werke suchen
Foren-Übersicht
Prosa-Foren
Lyrik-Foren
Das Beste
Das Neueste
Werke des Monats
Die LL empfiehlt
Schreibwerkstatt
Diskussionsforen
Anonymus

 Leselupe Service
Anthologien u. Reihen
Ausschreibungen
Fan-Shop
Für Webmaster
Lektorat
Neues von der LL
Rezensionen
Literatur-Webkatalog


Leselupe.de > Ungereimtes
unrasiert
Eingestellt am 31. 01. 2012 22:18


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
gitano
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

Werke: 83
Kommentare: 659
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gitano eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

unrasiert (überarbeitet)

traumgelaugt
aufgehangen am kliff
angespültes
morgengrauen
durchs schwarzlicht
im kopf
schießen blitze ins blau
stechende sekundenbilder
durch graue massen
straßenbankettierender
schreiter und chiffonsilhouetten
treffen mich
eispickelblicke auch
in den rücken
einzigartig
das sonnengesicht der bäckerin
strahlt:

„...drei Brötchen, wie immer?“


__________________
Ich aber trank, gebannt und gleichsam wie im Wahn aus Ihren Augen wie ein Himmel im Orkan...die Süsse, die entzückt, die Lust, die Tod bereitet(Charles Baudelaire)

Version vom 31. 01. 2012 22:18
Version vom 01. 02. 2012 08:31
Version vom 01. 02. 2012 15:05
Version vom 01. 02. 2012 23:31
Version vom 02. 02. 2012 14:36
Version vom 02. 02. 2012 15:25

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 1363
Kommentare: 7621
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo, Gitano, Schwartlicht im Kopf erinnert mich an die Tagnachtlampe von Korf, die Morgenstern beschrieben hat, und die, wenn sie angeschaltet ist, das hellste Licht in Nacht verwandelt.
In unserem Fall ist sie angeschaltet. Im Kopf herrscht das Schwarzlicht, Dunkelheit, die nicht einfach Dunkelheit ist, sondern das Licht auslöscht. Total. Wahrscheinlich auch ohne Schall. Ein Symbol des Todes am Strand oder unter dem Einfluss des Todes in abstürzenden Hängen.
Und doch dringt Licht durch, durch durch das Auslöschende, und erobert langsam die Hoheit, bis der Morgen strahlt. Aber er strahlt in den Anderen.

Das ist eine der Deutungen, die andere ist, dass das Licht die Dunkelheit überwindet, am Morgen. Und es bleibt das Wissen: In der Nacht oder im Schlaf kommt sie wieder.

Die Schreibweise "3 Brötchen" ist in Lyrik in deutscher Sprache ungewöhnlich, 3 schreibt man im Satz normalerweise aus. In Lyrik ist "3" möglich, erzielt aber eine besondere Wirkung: Es wird formalisiert, mathematisiert, entlyrisiert.
Natürlich werden in Kochrezepten Ziffern verwendet, es ist vielleicht eine entfernte Art.

__________________
Copy-Left, samisdada

Bearbeiten/Löschen    


gitano
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

Werke: 83
Kommentare: 659
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gitano eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Kaleidoskop!
Vielen Dank für Dein lesendes Eintauchen und das Benennen der "Untiefen".
Es ist einer dieser Texte von denen ich wußte, daß er zwar Potential hat, aber dass in ihm auch noch zwei, drei Dinge nicht ganz stimmig sind...mal abgesehen von tippfehlern und einer schlechten Schreibweise der Schlußzeile.

Das LI hat scheinbar einen anderen Tagesablauf als die morgendlichen Massen im Straßenbankett...und es wird auch so gesehen...teilw. sogar "mit mörderischen Blicken separiert"...und anscheinend ist es nicht leicht, die nächtlichen Bilder im Halbwachzustand hinter sich zulassen...vielleicht eine empfindsame Seele?..steht fürhmorgens auf, geht zum Bäcker, frühstückt anscheinend...beginnt seinen Tag!...eben nur nicht wie viele andere.

Nach Deinem Kommentar, der nach meiner Meinung sehr treffend die Schwachstellen bekrittelt, wurde mir relativ schnell klar, was ich denn ändern muß...Dies hat Dein Kommentar angestoßen

1. Zeile "schrecklich" entfällt, dafür steht nun "traumgelaugt" als eine Wortschöpfung die aber genau dies ausdrückt was ich sagen möchte
2.Z3 und Z4 werden völlig umgestellt.
3."morgengrauen" wird herausgestellt als visueller Eindruck und als Empfindung
4.Chiffonsilhouetten (klar!...)
5.am Ende wird "morgen " gestrichen...braucht es nicht..Tempus ist eh klar dadurch wirkt der Schlußteil homogener
6. letzte Zeile; "...drei Brötchen, wie immer?" normale, orthografische und grammatikalisch Schreibung. Auslassungszeichen weil kein vollständiger Satz und "Brötchen" groß, als Realitätssymbol...wach werden, nix Traumlyrik mehr im Kopf!

Obwohl ich nur schwer zufrieden bin mit meinen Texten...Ich bin nun mit dem Text sehr viel zufriedener als vorher!

...und manchmal brauche ich einfach neue / andere Wörter um treffender auszudrücken was ich meine

Vielen Dank an Dich
Ich hoffe die neue überarbeitete Fassng gefällt Dir besser.
gitano

__________________
Ich aber trank, gebannt und gleichsam wie im Wahn aus Ihren Augen wie ein Himmel im Orkan...die Süsse, die entzückt, die Lust, die Tod bereitet(Charles Baudelaire)

Bearbeiten/Löschen    


Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 1363
Kommentare: 7621
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Bernd eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Damit entfällt der Tageszusammenhang mit einem angespülten Mädchen und es wirkt konzentrierter.
__________________
Copy-Left, samisdada

Bearbeiten/Löschen    


AchterZwerg
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2011

Werke: 24
Kommentare: 917
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Gitano,
vorhin bekam ich deinen Kampf mit den Chiffonsilhouetten mit ... du hast mir richtig leid getan! Ich selber ärgere mich schibbelig, wenn ich 3mal ändern muss, für nix und wieder nix.
Und jetzt komme ich noch angedackelt:

quote:
unrasiert

traumgelaugt
aufgehangen am kliff (Enjambement)
angespültes
morgengrauen
durchs schwarzlicht
im kopf
schießen blitze ins blau
stechende sekundenbilder
durch graue massen
straßenbankettierender
schreiter und chiffonsilhouetten
treffen mich
eispickelblicke auch in den rücken
einzigartig
das sonnengesicht der bäckerin
strahlt:

„...drei Brötchen, wie immer?“

Den letzten Vers würde ich absetzen. Nee?
Zwergengrüße, Heidrun
__________________
Die große Kunst der kleinen Funzel - Lichter in den Schatten stellen. (TassoTuwas)

Bearbeiten/Löschen    


gitano
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

Werke: 83
Kommentare: 659
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gitano eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Vielen Dank ZwergIn!
Der Text muß nun mal so lange "bearbeitet" werden bis er formal stimmt und inhaltlich auf den Punkt...Manchmal ist dies für mich noch problematisch weil ich dann doch häufiger ins andaluz verfalle..z.B. beim fluchen oder beim suchen von Metaphern passiert dies immer wieder...und dann hänge ich manchmal zwischen den Sprachen. Ich habe mir aber fest vorgenommen in nächster Zeit ausschließlich deutschsprachiges vom Stapel zu lassen
Im Sonettarchiv vom Zaunkönig helfe ich ab und an bei Übertragungen (Sonette aus dem Spanischen im Deutschen nachdichten).

dieser Text hat etwas weniger von meiner Sprache als "dass trauen".(...und die Dialog-Sonette natürlich machen immer Spaß)
Vielen Dank und Zwinkerle rüber
gitano
__________________
Ich aber trank, gebannt und gleichsam wie im Wahn aus Ihren Augen wie ein Himmel im Orkan...die Süsse, die entzückt, die Lust, die Tod bereitet(Charles Baudelaire)

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.