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Leselupe.de > Ungereimtes
vom schwanz, vom fischsein und vom rest
Eingestellt am 19. 05. 2001 10:55


Autor
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Bernd
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quote:
bignose

Mama,
ich will ein Fisch sein.
Mama,
ich will ein Fisch sein.
Leben im Wasser,
genau wie ein Fisch.

sprach der kleine Junge,
sprang ins Wasser
und ruderte heftig
mit seinem Schwanz.


mit dem schwanz wedeln
war meine bestimmung
da war aber nicht viel
├╝brig davon
nur etwas stei├č

da sprang ich ins Wasser
da wu├čte ich nicht
was auf mich zukam
und bin tats├Ąchlich fisch geworden
wie ich es wollte


und meine seele schwamm im wasser
und ich floh
floh erneut
denn da war ein hai

und entkam

nicht aber den bandw├╝rmern
die mich schlie├člich zerfressen h├Ątten

nicht den ichthiophtyrius
die mich befielen

hunger und sehnsucht verschwanden

__________________
Copy-Left, samisdada

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Jasmin
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Was tr├Ąumt ein Fisch im Meer

Was tr├Ąumt ein Fisch im Meer
wenn alle Fische verschwunden sind
einzig er geblieben
manchmal auf dem Trockenen
nach Wasser schnappend
Licht der Sonne und Wasser
andere Fische meine Freunde
wo seid ihr
unter Felsen habe ich schon gesucht
im Sand, im Kies und in den Algen
einsam schwamm ich
im blauen Ozean
nur die wei├čen Schaumkronen der Wellen
streichelten mich sanft
zerflossen in Tropfen wie vorher
schwamm ewig
fand endlich einen kleinen Fisch
er wurde mein Freund
obwohl so klein und schwach
bis eines Tages
ich ihn verschlang
und war so allein
wie vorher
weinte und schluchzte
mit den Meerjungfrauen
suchte ├╝berall
und fand
nichts mehr...

__________________
Jasmin

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TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
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von eingezogenen schw├Ąnzen ...

ich m├Âcht' ein fisch im wasser sein
im flaschengr├╝nen klaren see
m├Âchte mit wasser mich besaufen
und 'n paar blasen blubbern lassen

was ich dann will, das ist mit neptun schweigen ...

....
...

schade, dass unser aller freund und vorbild bignose seinen thread gel├Âscht hat! danke dir, bernd, dass du das werk (sorry "das fragment") gerettet hast!
__________________
(c) J├╝rgen Erbe

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Bernd
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Ich habe es nur aus einer ├Âffentlich zug├Ąnglichen Quelle zitiert und darauf aufgebaut. Das Zitat ist Teil eines l├Ąngeren Dialoges, den ich aber hier nicht vollst├Ąndig wiedergegeben habe.

Viele Gr├╝├če von Bernd


Zitate im Sinne des UrhG: ... ein Zitat setzt schon begrifflich voraus, da├č der fremde Inhalt im Rahmen des eigenen Inhalts pr├Ąsentiert wird.

┬ž 51 UrhG - Zitate

Zul├Ąssig ist die Vervielf├Ąltigung, Verbreitung und ├Âffentliche Wiedergabe, wenn in
einem durch den Zweck gebotenen Umfang

1. einzelne Werke nach dem Erscheinen in ein selbst├Ąndiges
wissenschaftliches Werk zur Erl├Ąuterung des Inhalts aufgenommen
werden,

2. Stellen eines Werkes nach der Ver├Âffentlichung in einem
selbst├Ąndigen Sprachwerk angef├╝hrt werden,

3. einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in
einem selbst├Ąndigen Werk der Musik angef├╝hrt werden.

__________________
Copy-Left, samisdada

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Bernd
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Wissenschaftliche Erkl├Ąrung

bignoses Werk ist ein Fragment in Gedichtform. Diese Form ist schon recht alt und hier in poetischer Form umgesetzt. bignose hat auf Reime verzichtet. Die sprachliche Form ist relativ vollendet. Sie weist gleichzeitig darauf hin, da├č es sich um ein Fragment handelt, obwohl, das ist ein R├Ątsel.

Der Fisch in diesem Falle ist einer der W├╝nsche. W├╝nsche gehen gelegentlich in Erf├╝llung. Dabei aber geht oft viel schief. Das kann man in der Literatur allerorten beobachten.

Darauf aufbauend habe ich dieses sch├Âne Fragment weitergef├╝hrt, ohne aber alle konsequenzen zu benennen.

Der Verzicht auf Reime ist heute allerorten ├╝blich.
Die Verwendung eines Pseudonyms als Autor ebenfalls. Mir stet nicht das Recht zu, hier den wirklichen Namen des Auttoren zu nennen.

Der Name jedenfalls ist in Zwiesprech-Doppeldeut bemerkenswert.

1. big nose - gro├če Nase (nicht hohe Nase)
2. bi gnose - zwei Wissen oder Glauben (doppeldenk)

Das weist auf einen gewissen hohen und satirischen Charakter der Werke selbst hin.

Hier betrifft das den Schwanz.

Nat├╝rlich dient der Schwanz des Fisches der Fortbewegung. Doppeldeutig erweitert ist Schwanz aber auch volkst├╝melnd f├╝r Penis.

Das mag zu Verwechslungen f├╝hren, wenn man nicht scharf dar├╝ber nachdenkt.

Doch erzeugt es eine zus├Ątzliche Poetik, die auch von zahlreichen Mitgliedern der Leselupe erkannt wurde.

Als Fragment hat es sicher nicht die Bedeutung anderer gro├čer Fragmente, wie beispielsweise "der Mann ohne Eigenschaften", ein dreib├Ąndiges Fragment.

Trotzdem ist es und bleibt es Teil der Literatur.

__________________
Copy-Left, samisdada

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