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Leselupe.de > Ungereimtes
wort
Eingestellt am 02. 07. 2006 14:48


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sonnenstÀubchen
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Wort

VerrÀter des Hirns
ohne Mantel ausgegangen
hineingeschlĂŒpft in eine abgelegte Schlangenhaut
schuppt es sich wieder
wechselt die Farbe
ChamÀleon
fliegt wie ein Pfeil
trifft ins Schwarze vorbei
hockt unschuldig in der Zeitung
mit Kinderaugen
groß und rund
und du glaubst ihm
GepflĂŒckt wie kostbares Obst
mit seinem Duft
seiner Farbe
seinem Geschmack
Kaum bietest du es an
ist es nicht mehr dasselbe
Oxydiert, vergoren, eingedickt
eine Konserve
deren Deckel geöffnet
einen anderen Inhalt offenbart.

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druckfehler
Guest
Registriert: Not Yet

eine gelungene relfexion ĂŒber das wort. die bilder mit denen du es beschreibst sind gut nachvollziehbar und doch sehr individuell, finde ich gut.
was mich ein wenig verwundert hat: der titel spielt meines empfindens nach auf alle wörter an, wie ein eintrag im lexikon unter "wort", das alle eigenschaften desselben beschreibt. aber du meinst sicher nicht, dass jedes wort auf diese weise wirkt? ist also fĂŒr ein so breit gewĂ€hltes thema ein wenig einseitig, eine andere ĂŒberschrift wĂŒrde das problem schon beseitigen... aber welche... da bin ich auch ratlos

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heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

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stÀubchen,

mit viel phantasie hast du aus einem kleinen wort eine ganze philosophie herausgearbeitet und deutlich gemacht wie beliebig worte doch benutzt werden können. dies zu lesen hat viel spaß und staunen bei mir ausgelöst.

heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

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sonnenstÀubchen
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2004

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vielen dank, druckfehler und heike,
zum titel @ druckfehler: mit den richtigen titeln fĂŒr meine texte haperts meistens, da hab ich so meine probleme.
andererseits fand ich dieses einzelne wort aussagekrÀftig genug, weil es ja immer das wort ist, das uns entlarvt, ein einziges winziges oft nur.
nichtsdestotrotz hab ich mich ĂŒber die positiven reaktionen sehr gefreut.
gruß
s.

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sonnenstÀubchen
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2004

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wenn ich mir so die bewertungen ansehe, dann wĂŒrde ich eigentlich auch gerne wissen, warum dieser text so schlecht bewertet wird. von irgendwelchen zahlen kann ich leider gar nichts ableiten. textarbeit wĂŒrde doch auch heißen zu begrĂŒnden, warum man das gedicht schlecht findet.

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scarda
Manchmal gelesener Autor
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Hallo sonnenstÀubchen,
ich habe nicht bewertet, greife denen Aufruf zur Textarbeit aber mal auf: An der Überschrift hĂ€tte ich nichts auszusetzen, ist doch der Titel derjenige Blickwinkel, mit dem man das Gedicht lesen sollte. Die NĂŒchternheit von „Wort“ trifft es meiner Meinung nach recht gut, ist es doch der kleinste gemeinsame Nenner von dem was dann folgt.

Aber ich fĂŒr mich sehe doch MĂ€ngel, die mir auffallen:
- Die Verbindung von „Schlangenhaut“ und „schuppen“, das passt mir nicht zueinander, das eine schließt doch das andere aus: eine Schlange schuppt nicht sondern hĂ€utet sich und das Wort, das in diese Haut hineingeschlĂŒpft ist kann dann doch wohl nicht schuppen, zumindest wĂŒrde man es nicht sehen, schließlich hat es sich doch maskiert
- „trifft ins Schwarze vorbei“. Ins Schwarze treffen ist eine Metapher fĂŒr genau treffen. Aber was drĂŒckt „ins Schwarze vorbei“ aus? Die fehlende Interpunktion ist mir hier auch nicht hilfreich zu deuten, was ich denn hier fĂŒhlen soll, was das LI dem Wort fĂŒr Eigenschaften zuweist.
- insgesamt ist mir das Gedicht mit zu vielen Seiten bestĂŒckt. Es sind mir schon wieder zu viele Bilder, die sich aneinanderreihen. Ich wĂŒrde vorschlagen es ein wenig zu kĂŒrzen um es prĂ€gnanter zu machen.

liebe GrĂŒĂŸe scarda

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