Abends im September

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Ciconia

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Krähen schwärmen über feuchten Weiden,
Torfgeruch zieht her vom nahen Moor.
Beinah flüchtig, durchsichtig und seiden
steigt ein feiner Abenddunst empor.

Hinterm Auenwald versinkt die Sonne,
taucht den Horizont in goldnen Ton.
Südwärts fliegen Gänse in Kolonne,
schnattern lauthals, wild und kakophon.

Durch den Schummer schleicht ein schwarzes Kätzchen,
sucht die beste Aussicht auf die Welt,
findet auf dem Weidepfahl ihr Plätzchen,
hört den Hund nicht, der den Mond anbellt.
 
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Ich finde es schön, wie du es schaffst, mich als Leser in so kurzen Gedichten so überzeugend in die Natur zu entführen und mich dabei zum Träumen und Entspannen anzuregen.
 

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