Als ich sie sah,traf es mich wie ein Blitz!

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Terminator

Mitglied
„Als ich sie sah, traf es mich wie ein Blitz!“




Das lange Warten hatte sich für Manuel gelohnt:



Bis zu jenem denkwürdigen Zusammentreffen war ich ein richtiger Casanova gewesen. Jeder Rock, der nicht bei Drei auf dem Baum war, wurde von mir vernascht. Ich hatte einen entsprechenden Ruf und die Frauen, die sich mit mir einließen, wussten, dass es nur um Sex gehen würde. Viele wollten auch gar nicht mehr. Entweder weil sie unterwegs waren wie ich oder weil sie in ihren Beziehungen unzufrieden waren und nur die schnelle Lust suchten. Manche Frauen haben auch das Retter Syndrom, wollen einen bekehren, verändern, monogam machen; dabei war ich doch solo und gar nicht untreu. Mein einstiger bester Freund war ebenso wie ich und ließ sich dann doch auf etwas Festes ein. Und als sie ihn soweit hatte, er gezähmt war und bereit, treu mit ihr zu leben, wollte sie mich verführen. Soll ich jetzt sagen, dass Frauen ebenso sind? Nein, das kann ich nicht, weil ich eigentlich gerne so gewesen wäre, wie mein Freund, aber diesen Schmerz wollte ich mir niemals zufügen lassen. Insgeheim träumte ich von der einen, richtigen Frau. Und was man sich von ganzem Herzen wünscht und auch bildlich vorstellt, soll ja eintreffen, wenn man zumindest ein bisschen an Mystik glaubt. Da stand sie plötzlich, wie auf Samtpfoten in mein Leben geschlichen. Fast so groß wie ich, helle und weiche Haut, wunderbar anzuschauen und dazu diese knallroten Haare, passend dazu der Lippenstift. Ich bekam kein gescheites Wort heraus. Stand mit einem Frosch im Hals vor ihr wie der dicke Obelix vor Falbala, der unvergleichlichen Schönheit. Mehr als meinen Namen bekam ich nicht über die Lippen gestammelt. Sie nickte nur und meinte merkwürdig lächelnd, dass mir mein Name vorauseilen würde. Rumms, das war ein gefühlter Knie Stoß in meine Weichteile. Schon ließ sie mich links liegen, ging weiter, aber nicht ohne einen Pfeil aus ihren Augen abschießend in mein Herz zu bohren. Daran befestigt ein unsichtbares Band. Sie hatte mich am Haken. Ich war verliebt. Auf den ersten Blick. Das erste Mal. Und plötzlich war ich doof, ohne Erfahrung. Wie man eine Frau ins Bett bekam, das war mir klar, aber wie man ihr Herz gewinnt für eine Liebesbeziehung, darin war ich absolut unbedarft. Über Wochen suchte ich ihre Nähe, schaute keine andere Frau mehr an, das Gekicher der Mitstudenten nahm ich nicht wahr. Für mich gab es nur noch meine Falbala. Stück für Stück gab sie mehr von ihrem Kuchen ab. Zunächst eine flüchtige Berührung beim Nebeneinanderstehen, ein zarter Strich ihrer Hand über die meine, eine Berührung meines Beines durch einen ihrer Füße. Bis hin zu einem ersten Begrüßungskuss auf die Wange. Es waren exakt sieben Monate vergangen, sieben Monate ohne Sex, und es war mir schnuppe. Falbala nahm mich an die Hand und mit zu sich nach Hause. Ich würde es also tatsächlich ernst mit ihr meinen, lächelte sie mich wieder mit diesem merkwürdigen Blick an. Merkwürdig deshalb, weil ich noch nie einer Frau in die Augen geschaut hatte, die mich wirklich liebte und ich sie. Ich nickte nur und sagte, dass ich sie lieben würde. Dass sie überhaupt die erste Frau sei, die ich von Herzen lieben würde und warten könne. Genug gewartet, konterte sie kühn und zog mich mit einem Ruck am Hemdkragen in ihre Raubkatzenhöhle. Sie sei auch nur eine Frau und könne nicht mehr warten, es würde ja schon in Masochismus ausarten, wenn sie mich jetzt nicht zu ihren Brüsten nehmen würde. Hoppla, wie sie rangehen konnte. Wir liebten uns auf eine Art und Weise, die mir unbekannt war. Kein Runterbeten mehr des üblichen Vorspiels, Akt, Kuscheln und weg! Nein, das war wirkliche Erotik! Erfüllend, leidenschaftlich. Kein bloßes Rammeln bis zum erlösenden Zucken in der Lendengegend, sondern ein Dauerkribbeln vom Scheitel bis zur Sohle. Eine Woge von Orgasmus zu Orgasmus. Ein Verschmelzen zweier Körper und Seelen.

Meine Falbala hatte mich gesucht und gefunden. Sie ist die Frau meines Lebens und ich der Mann des ihren.“
 

Vagant

Mitglied
Werter Ben,
mal 'ne doofe Frage: Wenn Du's in dieser Form eh nicht liest, auf welcher Basis bewertest Du's dann?
Und selbst wenn mir die eventuelle Erklärung einleuchten sollte, bleibt noch die Frage: Warum tust Du's dann gleich dreimal kurz hintereinander?

Werter Terminator,
Zeilenumbrüche würden Deine Texte etwas strukturieren. Das müsste man allerdings von Fall zu Fall durchgehen.
Für den Ich-Erzähler hier gilt: er kann, da er auf die Darstellung von Dialogen verzichtet, das Ding schon im Fließtext runterrattern; auch wenn's nicht grad schön ist. Ich würde bei einem neuen Gedanken trotzdem mal einen Zeilenumbruch riskieren und bei größeren zeitlichen oder thematischen Brüchen einen Absatz machen.
Für den auktorialen Erzähler einer der anderen heute geladenen Geschichte gelten wiederum andere Gesetze, da braucht jeder Wechsel der Reflexionsfigur immer wieder die neue Zeile, sonst ist man da als Leser auf verlorenem Posten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 21684

Gast
Halla Vagant,

ich bewerte es auf der Grundlage der Lesbarkeit. Und ein Stück, das noch nicht mal optisch strukturiert ist, ist für mich unlesbar. Und als solches bewerte ich es. Kann sich ändern, wenn der Autor mir ein Stück anbietet, das mich nicht sofort und unmittelbar abschreckt.

Habe ich es drei Mal bewertet? Glaube ich jetzt nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, bewertete ich sogar vier Stücke, die alle denselben Mangel aufwiesen. Und zwar jedes nur einmal. Aber egal.
Ich gehe davon aus, dass jeder, der hier veröffentlicht, in der Schule mal einen Aufsatz geschrieben hat. Und schon dafür wurde jedem beigebracht, eine Struktur (ich meine nicht die inhaltliche) einzuhalten. Die kleinste Struktur sind Sätze, die nächste Absätze.
Das aber fehlt in jedem einzelnen der vorgelegten Stücke.
 
Ja, da dem schließe ich mich an: Gut lesbar sind diese absatzlosen Stücke nicht, auch wenn der Mangel hier durch ihre Kürze etwas gemildert wird.
Ich glaube, dass gerade für den Bildschirm besonders auf eine möglichst sinngerechte Absatzstruktur mit kurzen Absätzen geachtet werden sollte!
 

Vagant

Mitglied
Hallo Ben V., hallo Binsenbrecher.
Jo, alles richtig, und doch macht es die 10'te Wiederholung dann nicht noch richtiger. Dass an diesen Geschichten etwas mit der Form nicht stimmt, ist ja augenscheinlich. Eine einmalige Erwähnung tut es da aber auch.
Dass ich so etwas nicht lese, habe ich mir auch schon des öfteren gesagt, nur dann tu ich's dann aber auch nicht und bewerte es demzufolge auch nicht; mehr noch: ich halte einen solchen Satz in einem Literaturforum eigentlich für ähnlich deplaziert wie so einen unstrukturierten Text. Und so eine aus-der-Hüfte-gefeuerte-Einstern-Salve ist auch nicht gerade förderlich für das wohlwollende Miteiander in einer Community; das aber mal nur so nebenbei.
 

juliawa

Mitglied

Soll ich jetzt sagen, dass Frauen ebenso sind?
Du meinst wohl: "dass Frauen eben so sind". Oder meintes du wirklich ebenso? Also ebenso wie Männer? @Ben Vart :Dies ist ein gutes Beispiel für dein Beharren auf Rechtschreibung. Hier ändert sich tatsächlich der Inhalt.
@Terminator: Die Stellen des Texts, die interessant wären, überspringst du in Nebensätzen (erste Berührungen usw.) Klischeehafte Wörter wie "Raubkatzenhöhle" würde ich weglassen. Die ziehen die Geschichte irgendwie etwas ins Lächerliche. Auch den Vergleich mit Obelix und Falballa braucht es nicht.

Viele Grüße,
juliawa
 

Susi M. Paul

Mitglied
Lieber Terminator,

schade, dass deine Geschichten durch die heftigen Interventionen von Ben Vart so völlig aus dem Blickwinkel geraten sind. Wenn ich daran jetzt auch nicht viel ändere, wirst du es mir hoffentlich verzeihen, immerhin habe ich mich ja früher schon mal mit einem Text von dir befasst. Um diesen hier nicht ganz aus den Augen zu verlieren:

Es fehlt mir daran etwas der untergründige Humor (allein der Spruch von bis drei auf den Bäumen reicht dazu irgendwie nicht) und die Pointen, die ich damals gefunden hatte. Wobei schon klar ist, dass gesuchte Pointen auch sehr schnell nach hinten los gehen können. Im Gegensatz zu Juliawa glaube ich schon, dass sowohl die Raubkatzenhöhle als auch die gute Falbala notwendig für die Geschichte sind, denn sie ist einfach zu kurz, um ihr sonstwie andere Bedeutungsschichten einschreiben zu können, da braucht es Zitate und Anspielungen. Ja, eigentlich ist sie - die anderen auch - mir etwas zu kurz, da besteht dann schon die Gefahr, dass sie etwas platt rüberkommen. Umso wichtiger wäre dann z.B. ein gerüttelt Maß an Humor (und natürlich Absätze, aber das ist ja nun schon hinreichend gefordert worden).

Aber, und das ist klar, trotz allem haben deine Geschichten einen Nichtleser wie Ben Vart natürlich nicht verdient. Der hat ein durchaus unerschütterliches Selbstvertrauen. Seit geschlagenen 10 Tagen publiziert er in der Leselupe, hat sich nicht genötigt gefühlt, uns in der Erotischen Ecke mit einer Geschichte aus seiner Feder zu beehren, kritisiert in anderen Foren aber LL-AutorInnen, weil sie nicht an das Niveau von Mann, Böll und Grass herankommen, und glaubt nun, mit vollen Händen seine Bewertungen über uns ausschütten zu müssen bzw. uns damit beglücken zu dürfen. Dankeschön auch dafür.

Dir , lieber Ben Vart, Glückwunsch dafür, dass du allein mit dem Blick auf die äußere Form schon erkennst, dass eine Geschichte nicht nur schlecht formatiert, sondern auch inhaltlich, sprachlich, strukturell und vom erzählerischen Ansatz her grottenschlecht ist. Über diese Gabe wäre wahrlich jeder Oberlehrer dankbar. Aber dir brauche ich, ob deiner Verweise auf Mann etc., ja wohl nicht zu erzählen (jetzt hätte ich fast das zu vergessen), dass auch Nichtabsätze ein Zeichen von allerhöchster literarischer Güte (Stichwort innerer Monolog) sein können - Leute wie Joyce und García Márquez haben das ja nachdrücklich belegt. Also bitte künfig Geschichten wenigstens anlesen und dann erst urteilen bzw. verurteilen, wie du es im Fall von Terminator gemacht hast. Keiner hier ist ein Joyce oder ein Mann - und wir bzw. die meisten von uns wissen das -, und gerade deshalb haben wir ein Anrecht auf einen Hauch von Nachsicht, vor allem aber haben wir ein Anrecht darauf, gelesen zu werden, bevor wir uns von dir abkanzeln lassen.
 

Hallo Terminator,

Mehr als meinen Namen bekam ich nicht über die Lippen gestammelt.
Hallo Terminator,

ein paar Anmerkungen zum Text:
Hier würde ich das "gestammelt" weglassen. Entweder: "Mehr als meinen Namen bekam ich nicht über die Lippen" oder "Ich konnte gerade meinen Namen stammeln."

Hier muss es Kniestoß heißen.


Schon ließ sie mich links liegen, ging weiter, aber nicht ohne einen Pfeil aus ihren Augen abschießend in mein Herz zu bohren
Das klingt sehr seltsam. Erstens schon wegen dem Partizip (abschießend) und zweitens: Wie schießt man einen Pfeil aus den Augen ab? Das ist stilistisch nicht gut ausgedrückt. Man könnte schreiben: ".... ging weiter, aber nicht, ohne es zu schaffen, mit einem Blick aus ihren Augen einen Pfeil in mein Herz zu bohren." Klingt natürlich ziemlich theatralisch, aber sinngemäß besser.

Die Idee zur Geschichte finde ich nicht schlecht: Endlich hat der Protagonist die große Liebe gefunden. Aber die Geschichte an sich könnte noch ein wenig Feinschliff vertragen.

LG SilberneDelfine
 
Zuletzt bearbeitet:

Rumpelsstilzchen

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hab' mal das sinnfreie Geschlabber hier aufgewischt.

Tut Euch und mir den Gefallen und schreibt so Zeug auf einen Schmierzettel, aber nicht in das Forum. Den kann man nämlich zerknüllen und wegwerfen, ohne dass unschuldige Leser damit belästigt werden.

Danke.

Feudel geschultert und Eimer angehangen,
also gepoltert, ohne Tritt abgegangen
 

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