Bedienungsanleitung für eine Waschmaschine (für Männer)

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Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
für Revilo

Die Waschmaschine ist wie eine Frau,
du musst sie umsorgen,
musst schmeicheln,
musst ihr einen Dichtungsring schenken,
ihr feinste Seifen besorgen und Parfüms.

Gib ihr das feinste Waschmittel.
Gib ihr feinsten Weichspüler.
Gib ihr nur weichstes Wasser.

Öffne den Deckel und kleide sie.
(Mit Waschmaschinen macht man das innen.)
Gib ihr feinste Tücher und Stoffe.
Gib ihr Wärme.

Sie ist weit geöffnet,
aber du musst sie schließen
und den Knopf drücken.
Sanft die Schalter umkreisen.
Du kannst schon ein wenig fester zufassen,
aber brich nichts ab.

Die Waschmaschine beginnt zu surren und zu rattern,
dann dreht sich alles nur um dich.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Ratter, ratter.

Schau nach ihr.

Wenn ihr alles wohlbekommt, leuchtet sie fein.

Die Waschmaschine Modell 2
wird mit dir ins Bett gehen.

Soweit ist es noch nicht.

Also lasse sie nicht zappeln, entziehe ihr die Wäsche.

Sie wird eine Woche lang nicht mehr mit dir reden,
aber so sind die Waschmaschinen.

Wenn du einen Strumpf vermisst, den hat sie behalten,
sie liebt Strümpfe.
Deine.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
für Revilo

Die Waschmaschine ist wie eine Frau,
du musst sie umsorgen,
musst schmeicheln,
musst ihr einen Dichtungsring schenken,
ihr feinste Seifen besorgen und Parfüms.

Gib ihr das feinste Waschmittel.
Gib ihr feinsten Weichspüler.
Gib ihr nur weichstes Wasser.

Nie deinen Ehering.
(Sie darf nicht wissen,
dass Du verheiratet bist.)

Öffne den Deckel und kleide sie.
(Mit Waschmaschinen macht man das innen.)
Gib ihr feinste Tücher und Stoffe.
Gib ihr Wärme.

Sie ist weit geöffnet,
aber du musst sie schließen
und den Knopf drücken.
Sanft die Schalter umkreisen.
Du kannst schon ein wenig fester zufassen,
aber brich nichts ab.

Die Waschmaschine beginnt zu surren und zu rattern,
dann dreht sich alles nur um dich.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Ratter, ratter.

Schau nach ihr.

Wenn ihr alles wohlbekommt, leuchtet sie fein.

Die Waschmaschine Modell 2
wird mit dir ins Bett gehen.

Soweit ist es noch nicht.

Also lasse sie nicht zappeln, entziehe ihr die Wäsche.

Sie wird eine Woche lang nicht mehr mit dir reden,
aber so sind die Waschmaschinen.

Wenn du einen Strumpf vermisst, den hat sie behalten,
sie liebt Strümpfe.
Deine.
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
für Revilo

Die Waschmaschine ist wie eine Frau,
du musst sie umsorgen,
musst schmeicheln,
musst ihr einen Dichtungsring schenken,
ihr feinste Seifen besorgen und Parfüms.

Gib ihr das feinste Waschmittel.
Gib ihr feinsten Weichspüler.
Gib ihr nur weichstes Wasser.

Nie deinen Ehering.
(Sie darf nicht wissen,
dass Du verheiratet bist.)

Öffne den Deckel und kleide sie.
(Mit Waschmaschinen macht man das innen.)
Gib ihr feinste Tücher und Stoffe.
Gib ihr Wärme.

Sie ist weit geöffnet,
aber du musst sie schließen
und den Knopf drücken.
Sanft die Schalter umkreisen.
Du kannst schon ein wenig fester zufassen,
aber brich nichts ab.

Die Waschmaschine beginnt zu surren und zu rattern,
dann dreht sich alles nur um dich.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Du brauchst Geduld.
Klick.

Ratter, ratter.

Schau nach ihr.

Wenn ihr alles wohlbekommt, leuchtet sie fein.

Die Waschmaschine Modell 2
wird mit dir ins Bett gehen.

Soweit ist es noch nicht.

Also lasse sie zappeln, entziehe ihr die Wäsche.

Sie wird eine Woche lang nicht mehr mit dir reden,
aber so sind die Waschmaschinen.

Wenn du einen Strumpf vermisst, den hat sie behalten,
sie liebt Strümpfe.
Deine.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Die Waschmaschine ist wie eine Frau,
du musst sie umsorgen,
musst schmeicheln,
musst ihr einen [red]Dichtungsring[/red] schenken,
ihr feinste Seifen besorgen und Parfüms.
Könntest Du das vielleicht näher erklären, lieber Bernd :confused: :confused:

Gruß Ciconia
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
1. Dann spritzt kein Wasser daneben.
2. Dann weiß sie, was sie rezitieren soll.
3. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
4. Es ist schwierig, das Frauen zu erklären.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Könnten derartige Äußerungen der Grund dafür sein, dass in der LL momentan kaum noch Frauen Lyrik schreiben?
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Meinst Du, weil ich es kritisiere?
Oder ist das Problem, dass heute Ironie nicht verstanden wird?

Ich hätte nicht gedacht, dass die selbstironische Kritik missverstanden werden kann.
Aber ich bitte um Verzeihung.

Es ist ein Text gegen Frauendiskriminierung. Oder soll es zumindest sein.

Ich hatte Deine Frage in diesem ironischen Sinn verstanden.
Was denkst Du, wenn nicht einen Ring zum Dichten gegen Wasser und zum Schreiben von Dichtungen?

Ich verstehe die Frage nicht. Ich verstehe den Zusammenhang nicht.

Wo siehst Du hier einen solchen Grund?
Ich würde den Text entsprechend ändern.
 
G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Ironie auf Kosten Anderer (in diesem Fall auf Kosten der Frauen) ist keine wirkliche Ironie. Ich finde es ganz einfach geschmacklos, Frauen mit einer Waschmaschine zu vergleichen, der man einen „Dichtungsring“ schenken muss. Wahrscheinlich sehen das andere Frauen genauso, denn bisher kam der Applaus nur von der Männerseite. Entschuldigung, dass ich mich da eingemischt habe.

Ciconia
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Liebe Ciconia,
das Gedicht und auch die Antworten sind nicht gegen Frauen gerichtet.
Der Vergleich mit einer Waschmaschine entstammt Lems "Waschmaschinentragödie". Das Gedicht ist selbstironisch und gesellschaftskritisch, allerdings wesentlich weniger gelungen als Lems Werk.

Ich hätte nie gedacht, wirklich nicht, dass man das Gedicht missverstehen könne. So ein Missverständnis eines Gedichtes habe ich zum letztenmal ungefähr 1975 erlebt, als man meinen Limerick über den Harz missverstehen wollte, aus einer grotesken Situation ein Statement gegen die DDR herauslesen wollte.

Ich beschreibe die "Schöne Neue Welt" in meinem Gedicht, in absurd grotesker Weise.

Das Du es anders verstehst, tut mir wirklich leid.

Auf Kosten der Frauen ist es jedenfalls nicht, sondern Ironie auf Kosten der Männer.

Wie gesagt, ich entschuldige mich trotzdem bei Dir.

PS: Dass Du Dich eingemischt hast, war gut. Ich denke über Deine Einwände nach.

Aber eigentlich müsste man doch sehen, dass ich hier Stereotype von Männern kritisiert habe.

Kannst Du mir mal bitte ein humorvolles Gedicht von Dir verlinken? Ich möchte gern sehen, wie Du die auftretenden Probleme löst. Ich habe jetzt nochmal einige gelesen, die meisten gehören zur Betroffenheitslyrik (den Namen habe ich nicht erfunden, er bezeichnet Lyrik, in der man sich mit Problemen der Welt auseinandersetzt, dabei aber vollständig auf Humor verzichtet.)
 
G

Gelöschtes Mitglied 14278

Gast
Nein, lieber Bernd, in die Ecke Betroffenheitslyrikerin lasse ich mich nun wirklich nicht stellen, zumal solche Gedichte immer schlecht ankommen, wenn man nicht die hier vorherrschende politische Meinung vertritt.

Es gibt genügend lustige Gedichte von mir, für die ich ungern Werbung mache, aber wenn darum bittest … hier einige Beispiele:

http://www.leselupe.de/lw/titel-Der-Marderhund-im-Wiesengrund-122598.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Besuch-bei-Lilly-Brockmann-123833.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-F-hnige-Weihnacht-125078.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Am-Elbstrand-steht-ein-K-nguru-125117.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Ringeltaubenreim-125459.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Der-Verflossene-126064.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Die-Hoppel-Br-der-126093.htm
http://www.leselupe.de/lw/titel-Drum-schenkt-ihm-noch-ein-Schnapserl-ein-----126895.htm

Allerdings bevorzuge ich dabei mehr einen geradlinigen Humor, das Hintergründige liegt mir nicht so.

Gruß Ciconia
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Danke. Der Begriff "Betroffenheit" scheint auch sehr unterschiedliche Wertung zu haben.
Wie kann ich es ausdrücken?
Nachdenklichkeit und Traurigkeit/Wehmut/Müdigkeit bei gleichzeitiger Verurteilung des Geschehens habe ich bei Stichproben gelesen.
Danke für die Links.
Ich schau nach und melde mich dort.
 

revilo

Mitglied
was in aller Welt soll Bernd oder dieser Text damit zu tun, haben dass hier keine Frauen mehr schreiben? Das verstehe, wer will..
 

ENachtigall

Mitglied
Köstlich amüsant; mich erinnerte der Dichtungsring (in seiner ihm eigenen Sperrigkeit :) unmittelbar sofort an ein etwas aus der Art schlagendes aber traditionsreiches Teil aus der langen Geschichte der Verhüterli: das ominöse Diaphragma ...

Schönes Gedicht, Bernd!
 
Hier werden ja Waschmaschinen mit Frauen verglichen, nicht Frauen mit Waschmaschinen. Das macht schon einen Unterschied. Eigenltich wird auch nicht die Waschmaschine mit der Frau verglichen (den Eingangssatz könntest du also abändern), sondern der (erfolgreiche) Umgang von den Mannen zu ihren Waschmaschinen, mit dem Umgang der liebevollen Männern zu ihren Frauen. Und warum? Damit die Männer verstehen, wie Waschmaschinen funktionieren.

Ich finde das Gedicht gelungen.
 


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