Besuch der Glyptothek

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Aina

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Besuch der Glyptothek
von Aina Prosper

Kari steht vor dem Museum, spürt die prickelnde Erwartung, die in ihr aufsteigt, wenn sie sich an Stätten begibt, die Schätze der Kunst und Kultur beherbergen. Sie denkt zurück an den Besuch des Clementinums, einer alten Bibliothek in Prag. Sie war so aufgewühlte, dass sie sich danach nur an ganz wenig erinnern konnte. Ihr blieben der Geruch, den die uralten Buchkunstwerke ausströmten und die überwältigenden Gedanken daran, wie viel Wissen, Arbeit und geistige Kunst in diesen Wänden existiert.
Heute hat sie sich den Nachmittag für einen Besuch in der Glyptothek frei genommen. Sie war schon einmal hier, als junges Mädchen. Gerade so der Pubertät entwischt, noch nicht ganz im sogenannten Erwachsensein angekommen. In dieser Zeit war alles verwirrend. Deshalb hatte sie den Museums-Gefühlsaufruhr in die lange Reihe der undefinierbaren Ereignisse dieser Zeit gestellt. Doch die Mischung aus der Überforderung der vielfältigen Eindrücke, dem Glück, dass ausgerechnet sie diese Meisterwerke sehen kann, Zeugin von Gedanken, Mühe und leidenschaftlichem Arbeiten der Künstler werden darf, hat sie später wiedererkannt und einordnen gelernt. Von ihrem ersten Besuch der Glyptothek sind nur wenige Erinnerungen geblieben: das Gefühl des Aufgewühltseins und der beeindruckende Anblick des großen, schlafenden Satyrs. Der Rest des Rundgangs klingt wie ein Traumwandeln nach – verschwommen und unwirklich.
Einige Jahre sind inzwischen vergangen, das Bild des steinernen Mannes hat sie nicht losgelassen, so dass sie beschloss, dem Erlebnis von damals noch einmal nachzugehen. Vielleicht kann sie heute entdecken, was sie dran so fasziniert hatte.

Nun also ein kurzes Innenhalten vor der großen Museumstür, die Geräusche der Stadt hinter sich lassen, zur Ruhe kommen, um dem, was sie nun erwartet, angemessen zu begegnen.
Wenn es noch so ist, wie es damals war, müsste er links vom Eingang aus zu sehen sein. Noch bevor der Besucher bezahlt und sich innerlich gerüstet hat, fällt der Blick fast unweigerlich auf die Hauptattraktion der Sammlung. Kari zügelt sich, schaut nicht hin, erledigt zunächst die Formalitäten, atmet durch und ist dann bereit den ersten Anblick auf sich wirken zu lassen.
Oh nein, es ist tatsächlich noch so wie damals. Kari ist enttäuscht. Der Satyr ist im zweiten Ausstellungsraum, einem rund angelegten Kuppelsaal in der Mitte aufgestellt und kann vom Eingangsbereich sofort gesehen werden. Noch immer ist die Skulptur so gedreht, dass der Anblick dem Zuschauer alle Neugier und dem Satyr jegliche Intimsphäre nimmt. Als hätte man versehentlich eine Tür geöffnet, hinter der sich eine sehr private Szene abspielt. Erschlagend offen und nackt zeigt sich der halb sitzende Mann aus weißem Marmor mit weit gespreizten Beinen, so dass jeder einfühlsame Betrachter sich im ersten Moment beschämt fühlen muss.
Kari spürt ihr Unbehagen, während sie mit schnellen Schritten und gesenktem Blick den ersten Saal mit Skulpturen durchquert und sich aus dieser schrecklich kompromittierenden Perspektive rettet. Sie stellt sich an die Wand, aus Sicht des Satyrs auf die rechte Seite, so dass sein aufgestelltes Bein seinen Genitalbereich verdeckt und sie durchatmen kann, während sie versucht wieder Ruhe zu finden. „Du wirst es nicht ändern können, also nimm es hin wie es ist und nutze die Zeit ihn zu betrachten“, redet sie sich zu und lenkt ihre Konzentration auf den überlebensgroßen Mann. Aus dieser Perspektive hätte sie ihn gerne zuerst gesehen, damit sie sich im Näherkommen an seine Nacktheit hätte gewöhnen können und der Spannungsbogen dieser Figur nicht auf den ersten Blick entzaubert worden wäre.
Kari lässt ihrem Blick freien Lauf, der sich zunächst an den unbehauenen Stellen verfängt. Rau schimmert der weiße Urgrund, der durch enormen Druck über Jahrtausende, zu seiner besonderen Schönheit gefunden hat. Beim Anblick dieser glitzernden Rohheit, kann Kari sich vorstellen wie ehrfürchtig der Bildhauer vor dem unbehauenen Marmorblock gestanden haben muss.

Kari löst sich von der Wand, reibt die Hände aneinander. Ein Ausdruck ihrer Gedanken. Der Stein hat sie neugierig gemacht. Wie mag er sich wohl anfühlen? Gerne würde sie an den wohldefinierten Muskelpartien des Armes entlangfahren, vielleicht sogar kurz, verschämt ihre flache Hand auf den straffen Bauch des liegenden Mannes legen. Die größte Versuchung wäre es allerdings seinen Hals zu streicheln, den er ganz offen zeigt. Im Reich der Tiere, zu denen er als Waldgeist mit einem Pferdeschweif am Rücken wohl in gewisser Weise zu rechnen ist, ist diese Geste als Unterwerfung zu verstehen. Zu groß und stark ist er – eigentlich hat er es gar nicht nötig, sich irgendjemandem körperlich zu unterwerfen. „So etwas würde ein Mensch nur tun, wenn er sich sicher fühlt“, denkt Kari. Ob da Waldgeister der Antike anders einzuschätzen sind? Zumal sie sich nachsagen lassen, dass sie lüsterne Wesen seien, die keinem Genuss, vor allem nicht den sinnlichen Genüssen, gegenüber verschlossen seien.
Kari geht hinten an seinem Rücken vorbei, bewundert den reizvollen Gegensatz zwischen unbehauenem rohen Marmor und dem daraus organisch erwachsenden, glatt polierten Rücken, der von Bewegungslust und Kraft zeugt. „Tänzer sollen sie gewesen sein“, geht es Kari durch den Kopf. In der heutigen Zeit wäre er mit dieser Statur sicher kein Tänzer geworden. Eher ein Kraftsportler, so komplett wie sich seine Muskulatur präsentiert.
Mit wenigen Schritten tritt Kari auf die linke Seite des Satyrs und befindet sich nun auf Höhe seines Gesichts. Warum nur haben sie ihn den großen, schlafenden Satyr genannt? Ja, er ist groß – aber schlafend? Seine Stirn ist leicht in Falten geworfen und seine Augenpartie wirkt trotz der geschlossenen Lider nicht wirklich als hätte er sich in seine Träume fallen lassen. Entweder träumt er grade schlecht, dreht und wendet sich unruhig im Schlaf und wurde in dieser Momentaufnahme in Marmor gemeißelt oder er hängt mit geschlossenen Augen seinen Gedanken nach. Was für Kari die wahrscheinlichere, aber auch keine richtig zufriedenstellende Erklärung ist. Die Haltung seines rechten Beines, das er angewinkelt auf sein Lager stellt, deutet ebenso wenig auf eine Schlafhaltung hin, wie der rechte Arm, mit dem er seinen zur Seite gelegten Kopf stützt. „Er ist wunderschön“ denkt Kari, „muskulös, wohl proportioniert, eine einzige Aufforderung angefasst zu werden. Ja, genau das strahlt er aus, das würde auch seinen Gesichtsausdruck und seine Haltung erklären. Ich zeige mich dir, ganz unverhüllt und du darfst mich anschauen, scheint er sagen zu wollen. Alle seine Vorzüge präsentiert er seiner Betrachterin völlig ohne Scham und gibt ihr sogar die Möglichkeit in aller Ruhe seine Schönheit zu würdigen. Denn wer kennt das nicht, dass es den Genuss des Beobachters schmälert, vielleicht sogar zunichtemacht, wenn der Beobachtete selbst zurückschaut. Der Satyr weiß um seine Schönheit und genießt das Gefühl angeschaut zu werden. Mit geschlossenen Augen kann er die Blicke schon fast wie ein leicht perlendes Prickeln auf der Haut spüren. So wie mein Blick vom Ellenbogen den Oberarm hinunter in die geöffnete Achselhöhle streift….“. Kari verliert den Faden ihres Gedankens und genießt die Zeit des Betrachtens.

Kari ist nun schon lange in dem Raum – viele Menschen sind, von ihr unbemerkt, vorübergegangen. Jetzt, wo sie sein Gesicht in Ruhe erfasst, einige Zeit mit ihm verbracht hat, hat sie das Gefühl, dass der Anblick von vorne passend ist und sie sich ihm aus dieser sehr intimen Perspektive nähern kann. Durch seine geöffneten Beine sieht sie sein Geschlecht. Lange genug hat sie seine Intimsphäre geachtet und ihm die Gelegenheit gegeben ihre Blicke als wohlwollend und zugewandt zu empfinden. „Schade“, denkt Kari, „dass einige Teile an der Skulptur beschädigt wurden.“ Der linke Arm, der wohl locker über die Lehne seines Lagers herunterhing, der linke Fuß und ein Teil seines Penis. „Dies ermöglicht mir einen freien Blick auf den Hoden, der nicht so weit herunterhängt, wie er es in entspanntem Zustand tun würde“, denkt Kari. „Er hat sich leicht zusammengezogen. Angeregt durch die Blicke, denen er sich aussetzte? Angeregt von seinen eigenen Gedanken?“
Die Tatsache, dass der Penis nicht in Vollendung zu sehen ist, lässt Kari den Spielraum sich vorzustellen, dass die Rute des Satyrs nicht in schlaffem Zustand über seinen leicht zusammengezogenen Hoden herunterhängt, sondern gerade in Begriff ist sich zu füllen und zu prachtvoller Größe anzuschwellen. „Ob es wohl das ist, was den Mann auf dem Lager so sehr beschäftigt, ja anstrengt? Ist er damit beschäftigt seine beginnende Erektion, die allein durch das Betrachten seines Körpers ausgelöst wird, in den Griff zu bekommen?“
Kari geht noch ein paar Schritte näher, steht nun zwischen seinen weit geöffneten Beinen und ist versucht ihre Hände auf seine Knie zu legen, langsam mit der flachen Hand seine Oberschenkel entlang nach oben zu streifen und auf das tiefere Einatmen zu achten, das diese lustvolle Berührung bei ihm auslösen würde.
Ganz offensichtlich ist die Skulptur schon sehr oft an den Knien angefasst worden, was die spiegelglatten, dunkleren Flächen dort verraten, aber so wie Kari es gern tun würde, wäre es sicher in diesem Museum nicht gestattet.

Ein Blick auf die Uhr verrät ihr, dass sie sowieso nur noch wenige Minuten hat und schnell vor der Schließung des Museums, die Toilette benutzen sollte. Sie ist enttäuscht über die Tatsache, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist und ihren Besuch mittendrin abbrechen wird, gleichzeitig spürt sie die Erleichterung der Blase. „Morgen komme ich einfach noch einmal.“, versucht sie sich aufzumuntern. „Trotzdem, es wird nicht dasselbe sein.“, lamentiert sie. „Jetzt war ich grade so nah dran, hatte den Eindruck dem Geheimnis dieses faszinierend schönen Mannes näher zu kommen.“ Ob sie an diesem Punkt am nächsten Tag wieder anknüpfen könnte?
Noch während sie dies denkt, öffnet sich die Tür zur Damentoilette, eine Stimme fragt in breitem, bayrischem Dialekt: „Ist da jemand? Wir schließen jetzt!“ und fällt wieder zu. Kari grinst über das Vokalspiel des Dialektes. Ohne es irgendwie geplant zu haben oder einen bewussten Entschluss zu fassen, bleibt sie einfach sitzen. Sie bewegt sich nicht, denkt nichts, hört nur die sich entfernenden Geräusche und wird nach minutenlanger Stille gewahr, in welcher Lage sie sich nun befindet. Noch könnte sie schnell reagieren, um ein Eingeschlossenwerden zu verhindern, aber will sie das? Nein, dies ist eine Chance, die sich ihr nie wieder bieten wird. Sie wird diese Nacht, ungestört, ohne Aufpasser, ohne andere Besucher im Museum sein können.
Rasendes Herzklopfen setzt ein. Ist es die Angst vor Entdeckung oder ist es die Aufregung vor einer ungestörten Begegnung mit der faszinierenden Skulptur? Sie weiß es nicht, bleibt zur Sicherheit noch ganz still auf der wenig reizvollen Toilette. Den besorgniserregenden Gedanken, dass eine Alarmanlage ihr dieses Abenteuer verderben könnte, kämpft sie erfolgreich nieder und wartet eine gute halbe Stunde ab.
Dunkel ist es, Kari tastet sich zum Ausgang der Toilette, horcht, öffnet vorsichtig die Tür, hält noch einmal inne, um die Stille genauestens zu prüfen und sucht mit den Händen der Wand entlang das Geländer, das die Treppe hinaufführt. „Was ist, wenn es in den Räumen oben auch so dunkel ist?“, schießt es ihr durch den Kopf. „Dann werde ich mich dort auch nur auf das Tasten konzentrieren können“, gibt sie sich selbst zur Antwort und kann noch im selben Moment feststellen, dass die Lichter der Stadt ausreichen, um die Räume in ein schwaches Licht zu hüllen.
Der besondere Umstand, dass der Satyr unter einer Kuppel mit Milchglasscheiben liegt, raubt Kari beim Eintreten in den Saal fast den Atem. „So, nur so, sollte er dargestellt werden. In ein fahles, von oben scheinendes Licht, das alle anderen Skulpturen drum herum im Schatten verschwinden lässt. Als würde er in seinem Wald auf einer Lichtung liegen, auf die das Mondlicht herabscheint. Auf diese Weise wirkte er auch nicht so unnatürlich prostituiert, wie heute Nachmittag. Jetzt wirkt es, als sei es das Selbstverständlichste ihm hier und jetzt in dieser Position zu begegnen.“
Kari fühlt sich ihm ein wenig vertrauter als zu Beginn ihres Betrachtens. „Da bin ich wieder“, flüstert Kari und lehnt sich am Eingang des Raumes an die Wand. Noch ist sie sich ihrer Sache nicht ganz sicher und muss Kraft aufwenden nicht daran zu denken, wie verboten das ist, was sie hier macht und welche Konsequenzen es haben könnte. Langsam nähert sie sich dem Satyr von der rechten Seite. Sie will ihn nicht erschrecken und seine aufreizende Blöße so direkt angehen. Jetzt wo sie weiß, dass sie alleine ist, nähert sie sich ihm, bis sie das Gefühl hat ihn durch ihr Kleid hindurch spüren zu können. Sie hat noch eine Scheu ihn anzufassen, die sie wohl am ehesten mit einer eventuell vorhandenen Alarmanlage hätte erklären können, was aber nicht die Wahrheit gewesen wäre. Einfach einen nackten Mann anfassen, so was geht doch nicht. Doch die Neugier und die Besonderheit der Situation machen es Kari leichter sich über solche Konventionen hinwegzusetzen und geben ihr doch die Hand frei, um ihn ein allererstes Mal vorsichtig zu berühren. Mit den Fingerspitzen fährt sie ganz leicht, als wolle sie ihn nicht wecken, von seinem erhobenen Ellenbogen hinab in Richtung der Achselhöhle, so wie sie es sich vor ein paar Stunden bereits ausgemalt hatte.
Sie zögert, beugt sich ein wenig näher zu seinem Gesicht und flüstert: „Sag Bescheid, wenn es dir unangenehm ist, dann hör ich sofort auf.“ Mit seinem stillen Einverständnis im Rücken traut sie sich weiter mit ihren Fingern und erkundet vorsichtig seine haarlose Achselhöhle und die Flanke bis hinunter zur Beuge, wo der Oberschenkel sich anwinkelt. Die durch das Anwinkeln des Beines entstandene Rinne, die direkt zu seinem Schambereich führt, fährt sie nicht entlang, obwohl es sich ganz organisch ergeben würde. Noch, ja noch, hat sie das Gefühl, dass sie damit einen Schritt zu weit gehen würde und sie noch nicht dazu bereit ist. Sie löst ihre Finger von dem glatten Stein, der hier und da an seiner geglätteten Perfektion durch die Jahrhunderte verloren hat und spürt dem Gefühl in den Fingerkuppen nach, das die Kälte des Materials hinterlässt. Kari ist sich ihrer Sache noch nicht ganz sicher. Vorsichtig nähert sie ihre Hand seinem Gesicht. Als wolle sie ihn –ganz so wie ein kleines Kind – beschwichtigen, sagt sie leise: „Ich tu dir nichts, ich möchte dich nur ein wenig berühren“, und muss über den Blödsinn kichern, den sie gerade von sich gibt. Das Reden und kichern machen es jedoch leichter: sie senkt die Hand auf die rechte Wange. „Bei einem Waldgeist weiß man nie…“, aber nichts passiert, er bleibt bewegungslos und duldet ihre Berührung immer noch mit leicht gerunzelter Stirn. Das macht Kari entschieden mutiger und sie lehnt sich noch ein kleines Stück nach vorne, so dass ihr Oberkörper mit der Skulptur in Kontakt kommt. Durch das Sommerkleid hindurch spürt sie die überraschend, weiche Kälte und den festen Halt, der es ihr erlaubt die Finger weiter wandern zu lassen. Sanft streicht sie über seine Schläfen und seine Stirn, die Stirn die verrät, dass er nicht schläft, sondern äußerst wach miterlebt, was um ihn herum geschieht. Um die linke Gesichtshälfte erreichen zu können reicht es nicht aus auf Zehenspitzen zu stehen und sich zu strecken. Zu groß ist er. Dafür kann sie nun endlich in Ruhe den Hals erkunden, den er ihr zeigt. Die Tatsache, dass er es duldet, dass sie seinen Hals streichelt, macht Kari mutiger und lässt sie mit der ganzen Hand weiter Richtung Brust und Bauch wandern. Eigentlich mag sie Männer mit Muskelpaketen nicht, aber das hier ist etwas Anderes. Es passt zu seiner Größe, wie sich die Wölbungen ihr anbieten. Zudem ist die steinerne Hülle so unendlich glatt, fast möchte sie sie als weich beschreiben. Die kleine Falte über dem Bauchnabel verrät ihr, dass er die Muskulatur leicht anspannt, damit er das rechte Bein in seiner Stellung halten kann. „Du schläfst ganz sicher nicht!“, stellt Kari leise fest. „Wer sich nur so einen unpassenden Titel für dich ausgedacht hat!“, empört sie sich und legt den Arm um seinen Bauch und legt ihren Kopf auf seine Brust als wolle sie ihn, ob der Ungerechtigkeit mit einem derart unpassenden Titel in Verbindung gebracht zu sein, trösten. Ein unerwartet schönes Gefühl, diese Gestalt zu umarmen und die weiche Kühle an ihrer Haut zu spüren, findet Kari. Während sie noch an ihm lehnt und ihre Entrüstung mit ihm teilt, streichelt sie seinen Rücken, fährt mit der Hand vom Rücken weiter hinab, wo der Pferdeschweifansatz zu tasten ist. „Ungewöhnlich bist du schon, irgendwie ein ganz besonderer Mann“, sinniert sie. Ein wenig unwohl fühlt sie sich noch, wenn sie mit ihm spricht, wer macht denn schon so was und spricht mit einem Steinmann, aber es gibt ihr trotzdem das Gefühl näher zu kommen, eine Verbindung zu schaffen.
Sie löst sich von ihm, geht hinten um ihn herum, streift seine halblangen lockigen Haare und bleibt an seiner linken Seite stehen. Für Kari ist inzwischen die Außenwelt vergessen und es gibt nur noch sie und dieses Fabelwesen, diesen Halbgott, der ihr mit seiner Schönheit Herzklopfen verursacht und sie glauben macht, dass sie sich in dem Wald befinden, der seine Heimat gewesen sein muss. „Hier, wo sie dir den Arm abgeschlagen haben, fühle ich den rohen, unbearbeiteten Stein. Kalt und abweisend seine Oberfläche – ganz anders wie du“, murmelt sie ihm zu. Mit der Hüfte lehnt sie sich nun an den Satyr und genießt es, sein Gesicht aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie legt ihre Hand zärtlich auf seine Stirn streicht die Wange entlang und lässt ihre Fingerkuppen den Rand seiner Lippen erkunden. „Sinnliche Lippen, würden die Menschen heutzutage sagen. Für einen Mann aus der heutigen Zeit ein wenig zu voll, aber sie passen gut zu dir. Weißt du eigentlich, dass sie sagen, dass du betrunken seist und nach dem Tanz hier eingeschlafen bist? Ja, das mit dem Tanz ist ihnen vielleicht zu glauben, aber nur, weil deine Lippen leicht geöffnet sind, heißt das noch lange nicht, dass du zu viel getrunken hast, oder? Haben die noch nie einen Betrunkenen schlafen sehen? Ja, er würde vielleicht durch einen geöffneten Mund schwer atmen, aber der Rest des Körpers wäre doch genauso unkontrolliert. Nein, nein, mein Lieber, da haben sie sich gewaltig geirrt die Kunstsachverständigen. Ob es ihnen wohl an Phantasie mangelt oder ihnen die Wahrheit zu peinlich ist? Früher hätte ich diese missverstandene Deutung deiner Haltung noch verstanden, aber heute, in unserer aufgeklärten Gesellschaft…?“ Kari hält inne und wird sich bewusst wie laut sie im Eifer ihres Monologs geworden ist. „Entschuldige, ich wollte dich nicht langweilen“, nimmt sie sich zurück, „du weißt selbst am besten, was die richtige Version ist.“
Kari wendet sich wieder seiner Betrachtung zu. „Einen schönen Mund hast du“, flüstert Kari. Nun ist es nicht mehr die Ängstlichkeit, die sie zu den leisen Tönen bewegt, sondern die Zärtlichkeit, die sie für ihr Gegenüber empfindet. „Wer diesen wohl schon geküsst hat?“ Sie erschrickt, ohne nachzudenken hat sie sich mit ihren Bemerkungen in die Intimsphäre des Schönlings geplappert und kann damit zu weit gegangen sein. Aber nein, zum Glück ist keine Veränderung zu bemerken. „Zumindest bist du nicht empfindlich in diesem Punkt, was wohl auch teil deines Charakters sein muss, wenn du für den Tanz, den Wein und die Feste zuständig bist. Viele Frauen wird es dort geben, denen es gut gehen soll, für deren Unterhaltung du wohl sorgst.“
In Karis Umgang mit dem steinernen Mann liegt nun schon etwas Selbstverständliches. „Weißt du“, erklärt sie ihm, während sie ihre Finger an seinem Hals entlanggleiten lässt, „ich hätte niemals gedacht, dass du dich so weich anfühlen würdest, auch wärmer – verzeih mir, das soll keine Kritik sein, aber unter Marmor hatte ich mir einfach etwas Anderes vorgestellt.“ Hat sie sich getäuscht, oder ist da ein kleines Lächeln über sein Gesicht gehuscht? Plötzlich schnellt Karis Pulsschlag wieder hoch, ist es möglich, dass sie im Mondlicht von ihren Augen so hinters Licht geführt wird und sich eine Bewegung vorgaukeln lässt oder regt sich der sinnliche Koloss wirklich? „Unsinn, so etwas gibt es nicht“, beruhigt sie sich selbst und setzt ihre Reise mit der Hand fort, ohne sein Gesicht aus den Augen zu lassen. Sicher war es nur eine Frage der Perspektive, die sein Gesicht ein wenig lächelnder erscheinen ließ. Kari lehnt sich wieder entspannter an ihren Gefährten und sucht durch ihre Finger Anschluss an das vertraute Gefühl zu finden, das sie vor ein paar Minuten so genossen hatte. Die Welt um sie herum vergessen, einfach nur das, was sie mit den Augen sehen kann, fühlen und sich selbst in diesen Eindrücken treiben lassen.
Kari erinnert sich an den Nachmittag, als sie fast zwischen den Beinen des Satyrs stand und sich wünschte die Hände auf seine Knie legen zu dürfen. Nun, da sie sich ihm als eine wohlmeinende, sanfte Gespielin gezeigt hatte, fühlt sie sich berechtigt, sich ihm derart intim zu nähern. „Du kannst mir sagen, wenn du das nicht willst, aber ehrlich gesagt scheint es als würdest du es dir sogar wünschen“, fordert sie ihn heraus. „Mir kann kein Mensch erzählen, dass du nur zufällig deine Beine so auseinanderstellst. Du weißt genau welche Schönheit an dir ist und trägst sie genüsslich zur Schau“, provoziert sie ihn weiter. Und dennoch regt er sich nicht und lässt ihre Hände auf seine Knie legen. Langsam, fast aufreizend langsam, gibt sich Kari dem Genuss hin seine Oberschenkel nach oben zu streichen. Je weiter sie zu seinem Zentrum kommt, umso weiter lässt sie ihre Hände nach innen gleiten. Eine Frechheit, denkt sie sich, aber im Gesicht des Mannes, das sie unablässig im Auge behält, ist kein Unmut zu erkennen. Vielmehr sieht sie die Anspannung, eine Art der Anstrengung, als müsse er sich beherrschen, um auf seinem Lager still liegen zu bleiben. „Ich quäle dich, ich weiß“, flüstert Kari, die nun ihrer eigenen inneren Unruhe gewahr wird. Ihr Herz klopft, ihr ist unerklärlich warm und sie spürt plötzlich wie unangenehm ihre kleine Tasche an der Schulter drückt. „Kleinen Moment Großer, ich komme gleich wieder und mach da weiter, wo ich aufgehört habe“. Sie tritt kurz zurück, streift ihre Tasche ab, wirft das Sommerjäckchen hinterher und bemerkt, dass ihr auch die Sandalen hinderlich sind. Zufrieden blickt sie an sich herunter, das kleine Muster im Stoff ist durch das fahle Licht fast unsichtbar und macht aus ihrem knielangen Trägerkleid einen einfarbigen Stoff, der luftig um sie schwingt.
„Jetzt ist es besser“, seufzt sie erleichtert und tritt wieder zu dem geduldig Wartenden. Barfuß kann sie sich nun auf einen Vorsprung des Waldgeistlagers stellen und kommt so näher an ihn heran.
„Schon wieder da“, grinst sie ihn an, „Ich hoffe dir macht es nichts aus, wenn ich etwas näherkomme.“. Mit den Händen tastet sie nun über seine Leisten, genießt die weiche Kuhle auf dem Weg zu seiner Lende mit einem langen Ausatmen. Einen beobachtenden Blick auf seine Gesichtszüge kann sie sich nicht verkneifen, um sicher zu stellen, dass ihr eine eventuelle Regung nicht entgeht. Es ist nichts zu sehen, was hatte sie sich nur gedacht. „Zu viel Fantasie…“ murmelt sie in sich hinein. Das waren die Worte, die sie seit ihrer Kindheit zu hören bekommen hatte, wenn sie vom Spielen auf der Wiese oder der Waldlichtung nach Hause kam und berichtete wie sie mit den Pflanzen geredet hatte, wie gut sie zuhörten, welche Tiere ihr zugetan waren und dass es noch kleine Wesen gab, mit denen sie spielte. Keine Kinder, kleine Menschen, die sie regelmäßig traf und die ihre Spielgefährten waren. Für Kari gab es keinen Zweifel, dass sie das alles erlebt hatte, sie lernte nur mit den Jahren es für sich zu behalten. Ganz offensichtlich erlebten ihre Mitmenschen die Welt anders als sie und wollten darin nicht gestört werden.
Jetzt erinnert sie sich an diese Waldbegegnungen, an die unterhaltsamen Nachmittage mit ihren Freunden, die sie in ihren Erzählungen aussparen musste, weil sie in die Kategorie „Fantasie“ gefallen waren. Mit dem Umzug in die Stadt, weg aus dem Elternhaus hinein in das Studentenleben, hatte sich das Thema sowieso erledigt. Ihr ist bis zu diesem Moment nicht aufgefallen, dass sie schon so lange nicht mehr mit dieser Bemerkung konfrontiert worden war.
Ganz in diese Gedanken versunken, nisten sich ihre Hände wie selbstverständlich in seiner Leiste ein und wärmen den Marmor. Ihr Blick folgt ihren Händen und findet zu seinem Intimbereich. „Schade, dass du nicht ganz vollständig bist, ich wäre doch zu neugierig wie dein bestes Stück in voller Größe aussieht. Allerdings lassen deine Eier auf eine stattliche Größe schließen.“ Die Worte helfen ihr die Scheu zu überwinden, ihn an diesen Stellen zu berühren. Jeder andere Mann würde nun mit schnellen Atemzügen, einem wohligen Seufzen oder Stöhnen hörbar reagieren und sie damit zum Weitermachen ermutigen. Nicht so hier, natürlich, wie auch.
Sie wendet sich dem Bauch und der Brust des wohlgeformten Mannes zu. „Na, dann werde ich mal ein wenig mutiger, wenn bis jetzt die Alarmanlage nicht losgegangen ist, kann ich dir auch noch ein Stück näher rücken. Dein Gesicht ist so weit weg, wenn ich hier stehe.“ Sie klettert höher und setzt sich mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, rutscht ein wenig hin und her, um eine bequeme Position zu finden, verharrt kurz, als sie sein Gemächt an ihren Pobacken spürt. Das verschafft ihr einen sicheren Halt und erinnert sie deutlich daran, wo sie sich gerade befindet. Ein wenig unwirklich: der kalte, glatte Marmor an den Innenseiten ihrer Schenkel und gleichzeitig die wohl definierten Muskeln, die weichen Linien, die lebendig wirkende Manneskraft, die sie nun unter sich hat. Sie hält inne, setzt sich aufrecht, spürt dabei wie kühl es an ihrem Höschen ist. Ja, sie muss schon richtig feucht sein, denkt sie mit einem Schmunzeln, das nicht ganz frei von Peinlichkeit ist. „Du bist aus Stein und keiner sieht uns, was mach ich mir also Gedanken? Oder was meinst du?“, bezieht sie ihn in ihre Gedanken mit ein. „Und wenn ich lang genug an derselben Stelle sitzen bleibe, wird es warm und fühlt sich gut an.“ Sie beugt sich nach vorne wendet sich nun dem zu, weshalb sie sich eigentlich auf ihn gesetzt hatte. Sein Gesicht will sie sich näher anschauen, herausfinden was der Gesichtsausdruck eigentlich aussagen will. Dabei rutscht sie auf seinem Bauch unwillkürlich hin und her und kann die Anregung ihrer Mitte nicht verhindern. Lust steigt in ihr auf, sie merkt wie sie nicht mehr nur feucht, sondern richtig nass geworden ist und dadurch von der Beobachtung des Satyrs abgelenkt wird. Sie schaut nach unten, hebt ihr Kleid, um zu sehen ob diese Lustwelle, wie vermutet, ihre Spuren auf dem Marmorbauch hinterlassen haben. „Uuuups…“, sie kann ihre Überraschung nicht geistreicher ausdrücken. Da, wo sich ihr Lustsaft auf den Stein ergossen hat, hat sich der weiße Marmor in einen rosé-Ton verfärbt. Sie rückt ein wenig zur Seite, um genauer anzuschauen was sich da ereignet hat. „Bist du gar nicht aus weißem Marmor? Bist du angemalt und ich löse hier gerade deine Farbe?“ Sie tastet mit den Fingern nach der verfärbten Stelle und erschrickt, zieht den Finger schnell zurück, nimmt doch zögerlich ihren Mut zusammen und erkundet die Stelle noch einmal gründlicher: „Das ist ja gar kein Stein, das ist weich und fühlt sich wie Haut an!“. Sie lehnt sich zurück, schaut dem Waldgeist ins Gesicht, sucht seinen Blick und fragt ihn leise: „Liege ich hier völlig falsch oder gibt es unter dem Marmor noch einen echten Kerl? Völlig verrückter Gedanke, aber das hier fühlt sich nach Haut an. Warm und weich, es pulsiert jetzt sogar ein wenig. Okay, ich sehe ein, dass du nicht antworten kannst. Der Gedanke ist zu schräg, selbst für eine wie mich, mit der sogenannten Fantasie, von der ich zu viel habe. Wenn ich es logisch weiterdenke, also, wenn Logik das ist was hier gefragt ist, dann… nee, wirklich, das ist ein starkes Stück.“ Sie murmelt noch ein wenig weiter, schaut sich diese weiche Stelle im Marmor an und beginnt mit dem Finger die Feuchtigkeit von der Hautstelle weiter in Richtung des Steins zu verteilen. Und siehe da, auch dort wird langsam und fast unmerklich der Stein zu weicher, warmer Haut. Als alles verteilt ist, hat der Bauch eine Hautfläche von der Größe ihrer Hand. Sie betrachtet das Ergebnis und beschließt dieses Phänomen nicht logisch erklären zu müssen, sondern, wie in ihrer Kindheit, die Tatsachen, die sich ihr zeigen einfach anzunehmen. „Also, wenn das so ist, will ich mal sehen, was sich heute Nacht für dich tun lässt.“ Sie klettert runter zu ihrer Tasche und holt die kleine Wasserflasche hervor. „Wenn feuchtmachen das Rezept ist, dann wollen wir mal“. Sie geht zu seinem linken Fuß und reibt ihn mit dem Wasser aus der Flasche ein. Sie wartet, nichts geschieht, sie wartet noch ein wenig, schaut auf den Bauch, ja, da ist noch die pulsierende Haut zu sehen. Es gibt sie noch, nur am Fuß scheint es nicht zu gehen. Vielleicht an einer anderen Stelle? Sie versucht es am Oberschenkel, am Arm, an den Haaren…nichts tut sich. Inzwischen ist die Wasserflasche leer. Neues braucht sie nicht zu organisieren, es hilft ja sowieso nicht.
„Denk nicht nach, tu was sich dir gezeigt hat!“, fordert sie sich selbst auf, um ihre rationale Seite in den Hintergrund zu schieben. „Na dann, es sieht so aus, wie wenn wir beide heute noch eine Menge vorhaben und das hier ein echt aufregender Spaß werden kann“, grinst sie ihn an, während sie an dem Marmorblock lehnt und ihre Finger in die weiche Stelle auf seinen Bauch legt. Sie ist immer noch da und scheint sich ihr entgegen zu wölben, als wolle sie ihr etwas mitteilen. „Das ist unmissverständlich, finde ich. Nur, wo soll ich anfangen, du bist nicht grade klein und ich fürchte, dass meine Erregung…, na egal“ unterbricht sie sich, bei dem Gedanken an die Größe und die Unmöglichkeit der Aufgabe. „Wollen wir es mal von der praktischen Seite angehen“, murmelt sie vor sich hin, streift ihr Höschen ab, erklimmt den Waldgeist zwischen den Beinen, stellt ihre Füße in seine Leisten und setzt sich in die Hocke. Mit links hält sie sich an seinem angewinkelten Oberarm fest, das gibt ihr einen sicheren Halt und mit der rechten Hand geht sie an den Ort, wo sich der Zaubersaft befindet, der diesen steinernen Menschen ganz offensichtlich zu einem lebendigen Waldgeist werden lassen kann. Noch während ihre Hand langsam in der üppigen Feuchtigkeit und der weichen Haut hin und her gleitet überlegt sie laut: „Sag mal, wo fange ich jetzt am besten an? Was wäre dir wohl am wichtigsten? Die Augen? Damit du sehen kannst, wer sich hier an dir zu schaffen macht?“ Mit etwas zittriger Bewegung führt sie ihre feuchten Finger zu seinem Gesicht, ihre Anspannung ist größer als zu jedem anderen Zeitpunkt in dieser ungewöhnlichen Nacht. Bisher war es nur ein Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse überschlagen hatten, jetzt, in diesem Moment wird ihr bewusst, was eigentlich vor sich geht. Wenn das hier funktioniert, wird sie einem Menschen begegnen, der sie nicht kennt, der hier völlig fremd ist, mit dem sie schon sehr intim ist, aber noch nicht ein Wort gesprochen hat, dessen Wille sie nicht kennt und, und, und… Ihre Gedanken überschlagen sich, ihre Hand hat sich unterdessen auf seine leicht gerunzelte Stirn gelegt. Sie unterbricht ihre wilden Gedanken, die sie nur verwirren und von dem abhalten, was ihr Gefühl und ihr Abenteuergeist zuflüstern. Sie seufzt und spürt gleichzeitig wie sich unter ihren Fingern die Stirn glättet. Ob es Entspannung ist oder eine gespannte Stille, vor dem was nun kommen wird, mag sie nicht zu sagen. Aber endlich hat ihr Gedankenkarussell gestoppt und lässt ihre Hand frei agieren. Mit ruhigen, sicheren Bewegungen feuchtet sich Kari ihre Finger zwischen den Schenkeln an und streicht über die Schläfen des schönen Mannes, fährt seitlich über die Ohren, befreit die Augenbrauen vom Stein und benetzt den Nasenrücken, die weiten Nasenflügel und schließlich seine Oberlippe. Alles wird wie von Zauberhand zu weicher pulsierender Haut. Ach ja, die Augen, ja die sollen mit der nächsten Feuchte lebendig werden. Vorsichtig verteilt sie ihre Nässe auf den Augenlidern und beobachtet wie sie beginnen sich zu bewegen. Ihr Herz klopft ihr bis zum Hals, was wird geschehen, wenn er sie sieht? Verbirgt sich hinter dem Stein auch ein waches Auge? Dieser Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht, als sie zwei große braune Augen wach und freundlich anschauen. Sie beeilt sich die gesamte Augenpartie aus ihrer Versteinerung zu befreien, um den Ausdruck und die Bewegung darin zu erkennen. Kleine Lachfalten kommen zum Vorschein, ja, die gelebte Freude, ist hier zu sehen. Und sehen kann sie nun auch, wie er ihre Bewegungen neugierig zu verfolgen versucht, wie er immer wieder versucht ihr Gesicht zu fixieren und schließlich seine Augen in ihren Augen Ruhe finden. Sie hält in ihrem Tun inne, schaut sich sein Gesicht an, beugt sich nach vorne, lehnt nun mit ihren Knien auf seiner Brust und nimmt sein Gesicht in ihre Hände. „Ich bin Kari und ich weiß nicht was hier passiert. Ich bin mir bewusst, dass das hier völlig verrückt ist und ich habe Lust das weiter zu erleben. Kannst du mich überhaupt verstehen?“ Seine Augen haben sie bis zu dem Zeitpunkt aufmerksam betrachtet, jetzt schließt er sie kurz, als wolle er damit nicken. „OK, also ich habe keine Ahnung was das hier wird und ich hoffe es passt für dich, so wie für mich.“ Wieder dieses Augennicken. „Gut, dann der Mund als nächstes? Was sprichst du eigentlich? Also sprachtechnisch meine ich, ich kann weder Italienisch noch Griechisch, Latein…? Oh entschuldige, ich bin ganz aufgeregt, da fange ich immer an zu Quasseln wie ein Wasserfall“ Sie verstummt, geht mit der rechten Hand wieder zwischen ihre Beine, feuchtet sie in ihrer Tiefe an und führt sie zu seinen Lippen. Ein dankbares Flackern ist in seinen Augen unverkennbar, vielleicht auch ein wenig Ungeduld als sie sich in ihren Beobachtungen zu verlieren scheint. „Sinnlich ist das“, denkt sie. „Stein oder nicht, unfassbar wie anregend dieses Gefühl des feuchten Streichelns auf seinen vollen Lippen ist“. Unwillkürlich fährt sie sich mit der Zunge über die eigenen Lippen, befeuchtet sie und spürt die angenehm erregende Kühle, die sich darauf bildet. Ihr Blick lässt sich gar nicht mehr von seinem Mund lösen, wie aus dem Stein die weichen, geschmeidigen Lippen werden, die mit jedem Atemzug zurück zu ihrer ursprünglichen Röte finden. „Unwiderstehlich“, geht es ihr durch den Kopf und ihr Kopf neigt sich wie von selbst nach vorne. Ihre Lippen scheinen den Weg schon zu kennen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, legt sie ihre Lippen auf die des steinernen Mannes und spürt, wie er sich ihr entgegen reckt. „Umwerfend!….Lust!….Mehr!“ sind die Wortfetzen, die in Karis Kopf losgelöst von allen Strukturen auftauchen, während sie spürt, wie sich seine Lippen leicht öffnen und ihre Zunge Einlass findet. Das anfänglich langsame und tastende an ihren Lippenbewegungen weicht der drängenden Gier, dem Getriebensein von Lust und purer Leidenschaft. Tief dringen sie in einander ein, atemlos und feucht scheinen ihre Münder zu verschmelzen, die Zungen zu einer zu werden, die Sehnsucht des Einsseins schon jetzt vorwegzunehmen.
In einer heftigeren Bewegung verliert Kari kurz das Gleichgewicht und ist dadurch gezwungen neuen Halt zu suchen. Sie nutzt die Unterbrechung, lehnt sich schwer atmend zurück, der Satyr atmet nicht weniger heftig. Aber ja, er atmet und sucht mit seinem Blick Halt und Begegnung in Karis Augen. Es wird still, nur in weiter Ferne wäre das Grundgeräusch der Großstadt zu hören, wenn sie es hören wollten. Kari durchbricht die gespannte Stille: „Kannst du mir das erklären?“ Er versucht zu schlucken, was aber nur in einem gurgelnden Gekrächze endet. Kari fasst sich flink an ihre pochende Vulva und streicht mit ihren nassen Händen an seinem Unterkiefer und Hals entlang, damit sich die Partie auch aus dem Stein lösen kann. Nun fällt ihm das Schlucken leichter und auch seine Stimme scheint hervortreten zu können. Sie lehnt sich zurück, lässt ihm Zeit, wartet gespannt und scheint sich nicht bewusst zu sein, welchen Anblick sie ihrem Gegenüber bietet. Allein das würde seine Sprachlosigkeit ohne weiteres erklären. Eine wohlproportionierte junge Frau, die Haare ein wenig durcheinander, das Sommerkleid leicht verrutscht, so dass der Ansatz ihrer üppigen Brust zu sehen ist, der Brustkorb hebt und senkt sich schnell, die Beine gespreizt, das Kleid verdeckt jedoch ihre Nacktheit, eine Hand ist unter dem Kleid und scheint selbstvergessen die Feuchtigkeit zu bewahren. Ihr Blick, das faszinierendste an dieser Frau, strahlt eine wache Neugier aus, eine Offenheit und Lebenslust wie es nur wenige Menschen können. Davon kann auch ein Satyr beeindruckt sein. Vor allem in seiner Situation. Daher durchaus verständlich, dass er sich nicht sofort äußern kann. Kari wartet jedoch ab, bis er sich gesammelt hat.
„Ich weiß es nicht.“ Seine Stimme ist warm und tief, entspricht seiner Größe und seiner Ausstrahlung, denkt sie. „Ähm, also, auf deine Frage was hier passiert. Auf die anderen Fragen habe ich aber Antworten. Ich heiße Gola, ich war ein Waldbewohner bis eines unserer Feste zu wild wurde, also bis ich mit einer Frau…, also, das ist eine lange Geschichte. Am Ende bin ich verzaubert worden, verdammt ein Stein zu sein.“ Kari grinst: „Und jetzt bist du hier in diesem Museum und wirst, weil du dich nicht beherrschen konntest, jeden Tag von vielen Menschen betrachtet wie du da liegst und gerade noch eine Frau bei dir war. Von wegen schlafen…! Wie war das, kurz bevor du verzaubert wurdest? War die Frau gerade bei dir, hat der Zauberer dich mit ihr zusammen erwischt?“ Gola schließt kurz die Augen als müsse er nachdenken und sich die Ereignisse wieder zurückholen „Ja, wir hatten mit anderen getrunken und gefeiert und uns dann zurückgezogen. Es war eine wilde Nacht. Ich wusste, dass wir ein großes Risiko eingehen und doch war die Verlockung so groß, dass ich nicht widerstehen wollte. Als ihr Mann hereinkam, kniete sie gerade zwischen meinen Beinen und hatte meinen Stab in ihrem Mund.“ Kari lacht leise. „Was ist so komisch daran? Machst du sowas nicht?“ „Äh, doch das mach ich auch“, purzelt es aus Kari und ihr wird bewusst, wie intim sich diese Unterhaltung in der kurzen Zeit entwickelt hat. „Ich muss nur lachen, weil sie dich den schlafenden Satyr nennen und ich das schon immer unpassend fand. Nichts an deiner Haltung und deinem Gesichtsausdruck weist drauf hin. Es sieht eher so aus, als wenn die Frau zwischen deinen Beinen gerade ihre Hand an der sehr empfindlichen Stelle unter deinem Hoden leicht hin und her streicht und dir damit quälende Lust verursacht. Gleichzeitig hat sie vermutlich deine volle Länge tief in ihrem Mund und massiert die Spitze mit der Zunge. So wirkte zumindest dein steinernes Gesicht.“ Kari lehnt sich an Golas aufgestellten Oberschenkel und kann das Erstaunen in seinem Gesicht erkennen. „Wie weißt du? Warst du dabei?“ „Nein, aber ganz unerfahren bin ich nun auch nicht und die Männer haben sich ganz offensichtlich in diesen Dingen seit ein paar hundert Jahren nicht allzu sehr verändert“, schmunzelt sie. „Aber egal, ich schätze wir haben nicht allzu viel Zeit zusammen oder was denkst du?“ „Ich weiß gar nichts, mir passiert das hier zum ersten Mal und mit den Zaubern habe ich mich damals nicht näher beschäftigt. War mir nicht wichtig. Eines noch: du hast vorher was von einer Sprache gesagt, keine von denen kann ich, wir haben uns im Wald mit unserer eigenen Sprache unterhalten, ob die einen Namen hat, weiß ich nicht.“ Da dämmert es Kari, hier spricht sie gerade gar nicht Deutsch, hier spricht sie gerade in der Sprache ihrer Kindheit im Wald. Wozu solche „Fantasiewelten“ in der Kindheit gut sein können, denkt sie kurz. Doch viel drängender erscheint ihr die Gegenwart. Sie wird sich ihrer Hand an ihrem Geschlecht bewusst und schaut auf die Fleckenlandschaft von Marmor und Haut vor sich. „Wie soll es nun weitergehen?“ Gola zwinkert verschmitzt: „Ich denke wir können an der Stelle weitermachen, wo es sich zwischen uns beiden so angenehm angefühlt hat.“ Kari beugt sich nach vorne, nimmt ihre feuchte Hand und setzt ihren Verwandlungsakt auf der Brust von Gola fort, der genüsslich wieder seine Augen schließt. „Ich weiß nicht, ob mein Saft für dich ausreichen wird und was wir machen, wenn es nicht reicht. Was wenn du vollständig aus dem Marmor ausgelöst bist, wie lange wird das wohl dauern?“ Gola öffnet die Augen träge: „Denkst du immer so viel über die Zukunft nach? Weder du noch ich kennen irgendwelche dieser Antworten, wollen wir nicht einfach erleben was gerade geschieht? Machst du mir als nächstes bitte den Arm und die Hand frei oder nein, ….“er atmet hörbar lange aus, weil Kari inzwischen an seinen Leisten angekommen ist und sich seinem Gemächt nähert. „…ähm, vielleicht bleibst du doch lieber an dieser Stelle…“ Kari ist ganz froh über diese Unterbrechung, wie soll sie ihm erklären, dass sein bestes Stück unvollständig ist. Sehen konnte er es noch nicht und sie fragt sich was wohl passieren wird, wenn sie den Marmor verschwinden lässt. Also ist ihr die Ablenkung willkommen.
„Ist ok, ich mach mal Redepause und befreie deinen Arm.“ Sie setzt sich wieder mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, schiebt das Kleid nach oben, rückt sich zurecht. „Weißt du, wenn mein Arm frei ist, werde ich dir als erstes das Kleid ausziehen“, bemerkt Gola mit ruhiger Stimme, während sie noch versucht alles an einen bequemen Platz zu arrangieren. Sie hebt den Kopf, schaut ihn an, strafft ihre Körperhaltung und entscheidet sich kommentarlos zu bleiben. Stattdessen streift sie sich das Kleid, die letzte Privatsphäre in diesem öffentlichen Raum, genauso geschmeidig vom Körper wie die ganzen Bedenken, die ihr noch geblieben waren. Es ist als würde sie das Museum verlassen und in den Wald ihrer Kindheit gehen, dort wo es keine Sorgen aus der Vergangenheit oder für die Zukunft gab, dort wo es keine Verständigungsprobleme, wo es nur das hier und jetzt gab. So wie hier und jetzt.
Ohne Kleid ist es deutlich leichter der Aufgabe zu folgen, nicht nur, weil der hinderliche Stoff nicht im Weg ist, die kühle Luft erregt ihre leicht feuchte Haut in höchstem Maß, ihr Brustwarzen werden sofort groß und hart, werden mit jeder Bewegung erregter und senden ein süßes Ziehen an ihre Mitte. Manchmal ist es ja ganz schön lästig so schnell feucht zu werden, streift sie der Gedanke aus einem fernen Alltag, aber hier und jetzt kann es nicht besser laufen. Kari ist so mit sich beschäftigt, dass ihr gar nicht auffällt, wie Gola auf ihr Tun reagiert. Sein Erstaunen über ihr spontanes und schnörkelloses Handeln, vielleicht auch über ihr Verstummen, ist ihm deutlich am Gesicht abzulesen. Fast wirkt es so, als wolle er seinen Kopf nach vorne beugen wollen, um sie besser betrachten zu können. Leider halten ihn noch die Haare und sein Nacken hinten im Stein fest, so dass er auf die Ausschnitte angewiesen ist, die sie ihm bietet. Er flüstert in sein unterdrücktes Stöhnen: „Darf ich sie mal in den Mund nehmen?“ Kari war gerade auf dem Weg mit der Hand zu seinem Arm, hatte sie schon in seine Achselhöhle gelegt und an den Linien der Muskeln erfreut. Diese leise, aber drängende Bitte hörte sich fast schon wie ein Flehen an. Ja, was hatte sie sich auch gedacht? Nichts hatte sie gedacht, nur gehandelt, gefühlt, existiert.
Zeit sich kurz einen Überblick zu verschaffen: hier sitzt sie splitternackt auf einem Mann, der die Lust in seiner Natur trägt, wer weiß wie viele Jahre keinen fleischlichen Genüssen nachgehen konnte und mitten aus einem Akt ohne Befriedigung gerissen worden war. Sie bietet ihm nun ihren hinreißenden Anblick, ohne dass er sich irgendwie zu ihr hinbewegen kann. Natürlich wird seine Lust und Erregung zu einem flehentlichen Bitten, wenn sie ihm den Genuss vorenthält.
Kari kniet sich auf seine Leisten, macht sich lang, es reicht nicht aus, sie stellt sich vorsichtig in die schöne Kuhle die den Übergang von Bauch zu Oberschenkel anbietet und beugt sich ein wenig nach vorne. So geht es: ihre Brust kann sie nun in seinen Mund legen, der sich gierig öffnet und sofort die Zunge um ihre Brustwarze schickt. Mit einem leichten Saugen nimmt Gola die Spitze und den Vorhof in den Mund, umringt sie mit der ganzen Zungenfläche, atmet tief, schließt die Augen. Die gesteigerte Anspannung in seinen Lenden kündigt es an, Kari spürt es durch die Fußsohlen. Gola überkommt die Leidenschaft: er saugt ihre Brust mir ganzer Kraft ein, als könnte er nicht genug davon bekommen. Kari krallt sich in seinem steinernen Arm fest, die Kraft seiner Bewegung, die Heftigkeit ihrer Gefühle erschüttern sie. Ihr stoßender Atem geht im Gleichklang, verkündet die gemeinsame Erregung und füllt den Raum.
„Mach meinen Arm frei, bitte!“ presst er zwischen der Brust und den Zähnen hervor. Er lässt sie nicht aus dem Mund, bearbeitet sie weiter mit seinem leichten Beißen und Saugen. Sie steht breitbeinig auf ihm und kann zumindest mit einer Hand ihrer Aufgabe nachgehen. Ihre Brust lässt er unterdessen nicht los, liebkost sie weiter und schickt ihr damit den Saft in kleinen Rinnsalen in den Schoß. Der Arm ist schnell befreit. Am schwierigsten ist es den Stein aus dem Haargewirr zu lösen, aber schließlich gelingt es ihr und Gola streicht ihr mit der frei gewordenen Hand über den Rücken hinab zum Po, verweilt ausgiebig und sucht schließlich den Weg in ihre überflutete Spalte.
Dort fühlt er sich ganz offensichtlich sehr wohl. Er weiß genau wo es guttut, wo es fast unerträglich schön ist und wie er eine Frau völlig willenlos machen kann. Kari wirft den Kopf nach hinten, stöhnt laut auf, droht fast zu fallen, doch sein Arm ist schnell und sicher an ihrem Rücken. Er fängt sie auf und begleitet sie in einer fließenden Bewegung nach unten, so dass sie wieder sicher zum Sitzen kommt und sich sammeln kann. Noch außer Atem keucht sie bewundernd „Du weißt wie es geht, alle Achtung!“ Was er mit einem verschmitzten Lächeln quittiert. Die kleine Verschnaufpause gibt Kari nun die Zeit sich das Erreichte zu vergegenwärtigen.
Golas Kopf ist frei beweglich und fast gänzlich steinfrei, der rechte Arm, die Schulter, die Brust und der Bauch bis zu den Schamhaaren ist freigelegt. Sie dreht sich im Sitzen um, kehrt Gola den Rücken zu. „Deine Beine benötigen noch ein wenig mehr Freiheit, finde ich.“ Mit gespreizten Beinen hockt sie nun auf seinem steinernen Gemächt, kehrt ihm den Rücken zu und macht sich daran seine Oberschenkel erst an der Außen-, dann an der Innenseite aus der Steinhaut zu befreien. Seine Muskeln geben ihr die Richtung vor und sie genießt es sichtlich, sich die Zeit zu nehmen seine Schönheit intensiv kennen zu lernen und mit ihren Berührungen zu erkunden.
Sie beugt sich vor, um an die Knie zu gelangen und die Unterschenkel, zumindest da wo sie hingelangt, einzureiben. Dabei spürt sie, wie sich sein Schambereich hart und kalt an ihrem heißen Brunnen reibt. Seine Unterschenkel sind so herrlich muskulös und offensichtlich im Moment der Versteinerung besonders angespannt, dass sich die vielen Linien faszinierend schön nachzeichnen lassen. Kari schenkt ihnen ihre ganze Aufmerksamkeit, nimmt dabei nur entfernt wahr, dass sich unter ihrem Becken etwas bewegt. Wie durch einen Nebel drängt sich die aufsteigende Lust des Waldgeistes in ihre Wahrnehmung und ihre Feuchtigkeit. Sie hört wie aus der Ferne Golas heftig werdender Atmen an ihr Ohr dringt. Er legt seine Hand auf ihre Schulter und zieht sie nach oben zu sich, bedeutet ihr, dass sie sich zu ihm drehen soll. Unterwegs streift ihr Blick das, was sich zwischen ihren Beinen abspielt: ihr Saft hat seine steinerne Mitte freigelegt und, soweit sie es erkennen kann, die unvollständige Stelle komplettiert.
„Wow!“ entfährt es ihr. „Weder meinen Körper, noch meinen Wortschatz habe ich unter Kontrolle“, stellt sie für sich fest. Hatte sie sich doch vorgenommen Männer niemals nach der Größe ihres Hoseninhalts zu beurteilen und ihnen damit das Gefühl zu geben, es sei eine besondere Leistung, wenn er groß sei. Ihre Erfahrung hatte gezeigt, dass es in den wenigsten Fällen darauf ankommt. Heute Nacht hat sich diese Kontrollfunktion ganz offensichtlich abgeschaltet, wie so viele andere rationale Mechanismen. Doch mit dem kurzen Blick zwischen ihre Beine hat sich bestätigt, was sie schon vermutet hatte: Golas bestes Stück ist ein beeindruckendes Exemplar von stattlicher Größe, Festigkeit und Form. Genauso wie es Kari mag: der Kopf schön rund, prall und rosa glänzend, mit demselben Umfang wie der Schaft, der dick und stabil mit einer leichten Krümmung nach oben zeigt, sich ihr neugierig und stolz entgegenstreckt. „Verlangen in seiner bildlichsten Form“, denkt Kari.
Während sie sich zu Gola umdreht, sucht er ihre Aufmerksamkeit mit seinen Augen. Er schiebt seine Hand unter ihren Po, hebt sie ein wenig an, lässt sie darin ruhen während er eine stille Frage in seinen Blick legt. Atemlose Stille. Eine kleine Unendlichkeit schwebt sie so über seiner verlockenden Errektion. Kari schwirrt der Kopf. Diese fragenden Augen, die Lachfalten, die sich ein wenig vertiefen und ihr signalisieren, dass alles eine herrliche Leichtigkeit hat, die angespannte Brustmuskulatur, die ihr von der sehnsüchtigen Erwartung berichtet, das Beben seiner Lenden, das ihren Oberschenkeln die Begierde verrät, seine Hand, die unter ihrem Po die Ruhe ausstrahlt, ihr signalisiert, dass sie frei entscheiden kann und alles gut ist wie es ist – eine unwiderstehliche Mischung. Alle Eindrücke in sich strömen lassen, sie aufnehmen, wirken lassen und tun was sich zeigt – das war in dieser Nacht schon immer der richtige Weg. So will sie es auch weiter tun. Sie spürt wie sich die Empfindungen in ihrer Mitte versammeln und von dort aus gleich einem strahlenden Stern ihren ganzen Körper fluten und sie Gola mit einem kurzen Lidschluss das Einverständnis geben kann, sie auf ihn zu setzen. Er hält den Blick weiter auf ihr Gesicht gerichtet, als wolle er darin lesen, wie sie empfindet. Kari fühlt sich durch seinen Blick gehalten und kann sich ihm vollkommen anvertrauen, lässt sich in seinem Tempo genüsslich niedersetzen und spürt das feste Fleisch zwischen ihren Schamlippen. Seine Spitze liegt noch am Tor zu ihrer Pforte und pocht ein wenig, als würde er um Einlass bitten. Kari erkennt, dass es nun an ihr ist das Tempo zu bestimmen und ihm den Zutritt zu ihrem Inneren zu ermöglichen.
So ganz ohne Umschweife will sie es nicht geschehen lassen, rückt ein wenig weiter nach hinten und massiert seine ganze Länge mit ihren feuchten Schamlippen. Wie eine erblühte Rose empfängt sie ihn und hüllt ihn unwiderstehlich in ihren betörenden Duft. Mit kleinen weichen Beckenbewegungen schiebt sie sich vor und zurück, beobachtet den aufsteigenden Genuss in seinem Gesicht und hört wie sein Atem schneller wird. Seine Hand unterstützt ihre Bewegungen, hilft ihr das Tempo zu erhöhen.
Kari spürt das Verlangen nach mehr in sich aufsteigen und hebt ihr Becken an, gibt Golas Lust die Freiheit sich zu erheben und sich ihr glänzend entgegen zu recken. „Ich will ihn…!“, ist alles, was sich für Kari noch denken lässt. Im Augenblick des Eindringens scheint er am Eingang einen Widerstand zu finden, was sich Kari bei der Größe leicht erklären könnte, doch offensichtlich ist sie so weich und offen, dass er mit leichtem Druck seinen Weg ungehindert findet. Das Gefühl des Gefülltseins, der Vollständigkeit flutet in Kari wie eine heiße Quelle aus dem Becken in ihre Brustspitzen hinauf bis in ihre Wangen und hinab bis in die Zehenspitzen. Sie lässt den Pfahl langsam in sich verschwinden, nimmt ihn vollständig in sich auf und antwortet auf dieses Geschenk mit einem tiefen Seufzer.
Mit kleinen Bewegungen des Beckens lässt Kari den Tanz der Lüste beginnen. Gola wirft den Kopf nach hinten, lässt ihren Hintern los und greift sich ihre Brust, fest und bestimmt, als wolle er sich vor dem freien Fall retten. Er fixiert noch ihren Blick, doch in seinen Augen ist deutlich zu sehen, wie sehr er an der Schwelle zu einer reinen Innensicht ist: das Schließen der Augen, wenn das Gefühl so überwältigend ist, dass eine Wahrnehmung der Außenwelt weder nötig noch möglich ist, sondern nur die reine, pure Existenz von Lust und Leidenschaft das Sein bestimmt. Kari sieht, dass Gola jetzt schon kurz davor ist den Kontakt zu ihr abreißen lassen zu müssen und hält abrupt in ihrer Bewegung inne. „Lass es uns ein wenig langsamer angehen, damit wir länger Spaß haben, einverstanden?“ Gola kann den Kopf wieder zu ihr beugen, sein Blick klärt sich. Er ist wieder da, lockert den Griff um ihre Brust und entspannt seine Gesichtszüge. Ihm gelingt ein Lächeln, fast ein wenig verschämt, dass er gerade dabei gewesen war, so früh, ohne sie, auf den Gipfel der Wollust zu steigen. „Ist schon lange her…“, versucht er eine Erklärung. Kari weiß es, muss nicht antworten, Worte sind jetzt überflüssig. Sie legt ihre Arme um seinen Hals zieht sich ihm entgegen bietet ihre Lippen an, öffnet sich ihm auf diese Weise. Ein kleines Ablenkungsmanöver, um die Wahrnehmung von seinem Schwanz, der sich so mächtig und stolz in ihr ausbreitet, weg zu führen und ihnen noch ein wenig Lustzeit zu verschaffen. Jede kleine Bewegung lässt ihr den Atem schneller gehen, diese Völle zwischen den Beinen, die alle ihre Reizpunkte gleichzeitig anzuregen vermag, kannte sie bisher nicht. „Bisher hast du ja auch noch nie einen Waldgeist in dir gehabt“, stellt sie für sich fest. „Mindestens genauso lustvoll wie seinen Schwanz, kann er jedoch seine Zunge einsetzen, also …. „. Weiter kommen ihre Gedanken nicht, zu sehr fordert ihr Fühlen und Spüren, was gerade mit ihren Lippen, ihrer Zunge, dem Gaumen, ihrem gemeinsamen Speichel geschieht. Mit einer entschlossenen Ruhe, einer angenehm drängenden Wildheit finden sie Wege zueinander, füreinander, ineinander. Atmen wird zur Nebensache, denken völlig überflüssig. Die suchenden Bewegungen ihrer Zungen werden zu einem harmonisch kreisenden Rhythmus, der sich schließlich in ihrem Becken fortsetzt. In stetig größer werdenden Bewegungen bringt sie seinen Schwengel in sich zum Schwingen, bis sie spürt, wie sie unausweichlich eine Steigerung hinnehmen müssen. Sie hebt ihr Becken an und lässt ihn ein kleines Stück raus- und wieder hineingleiten. Bei den ersten Hebungen kann er seine Augen noch geöffnet lassen, sich von ihr lesen lassen. Je größer und schneller ihre Hebungen werden, umso mehr kann sie beobachten wie sich ein Schleier über seine Pupillen legt und er mit seiner Wahrnehmung zunehmend bei sich, in seinen Schaft und seine Spitze entschwindet. Diesem Schauspiel kann Kari nicht lange folgen, auch sie spürt wie sie mit ihrem Sein vom Außen ins Innen fließt und sich alle Aufmerksamkeit auf die innige Verbindung zwischen ihnen konzentriert. Sie spürt die Hitze, die in der Bewegung liegt, die strömende Flut, die ihren ganzen Körper von der Mitte aus mitreißt, das gierige Ziehen und Zucken, das sie süß und wild zugleich fordert und mit jeder Bewegung an Größe gewinnt. Inzwischen sind aus den weichen Bewegungen wilde Stöße geworden, ihr Keuchen hallt im Raum, der Punkt, dem Ganzen noch eine andere Wendung zu geben, ist deutlich überschritten.
Kari spürt, wie sich aus der Tiefe ihres Beckens der heiße Strom ankündigt, sich um seinen Stab sammelt, alles noch viel enger und empfindlicher erscheinen lässt und dann wie in einer spiralförmigen Explosion aus ihrer Mitte strömt, sie in Wellen erfasst und mitreißt in eine ungeahnte Größe, eine wirbelnde Farbenflut, einen elektrisierenden Sturm, der sie durch jede Empfindung dieser Welt wirft und ihren Körper in allen Facetten reizt. Fallen und fliegen zugleich, drängen und loslassen in der Vereinigung, bedingungslose Hingabe. Einssein, Selbstsein, Sein.

Ohrenbetäubende Stille, keuchende Atemlosigkeit, wilde Ruhe, völlig außer sich und doch ganz bei sich selbst - so sackt sie auf Golas Brust zusammen und spürt das Heben und Senken seines Brustkorbs, den Schweiß ihrer Haut, das weiche Gleiten aneinander. Sie genießt es, nichts tun zu müssen, das pure Erleben dessen, was im Moment zu spüren ist. Sie nimmt wahr wie Gola ihr langsam über den Rücken streicht und ihr sanfte Küsse ins Haar drückt.
„Diese sinnliche Weichheit und zugleich der sichere Halt, das macht ihn echt unwiderstehlich“, denkt sie, während sie pochend seinen weicher werdenden Schaft an ihrer heißen Vulva spürt. Sie wendet ihren Kopf seinem zu, sucht seine Lippen, findet sie leicht geöffnet und freut sich an seiner weichen, streichelnden Zunge. Nichts Forderndes liegt in seinen Bewegungen, auch er scheint den Höhepunkt überschritten zu haben und lässt Ruhe einkehren, die Lust langsam ausklingen.
Kari öffnet die Augen, trifft mit ihrem Blick auf seine in sich ruhenden Augen, entspannte Gesichtszüge und ein kleines, zufriedenes Grinsen.
„So siehst du also aus, wenn du befriedigt bist“, geht es ihr durch den Kopf und legt sich wieder auf seine Brust. Sie lauscht seinem Atem, seinem Herzschlag, der Stille des Raumes, die sich wie ein leichtes Tuch schützend um sie legt.

Aus der Ferne dringt an ihr Ohr ein Türenschlagen und der bayerische Dialekt des Museumsbeamten: „So, auf geht`s! Letzter Tag, morgen ist Wochenende…!“. Kari öffnet verwirrt die Augen. Ach, hier ist sie: auf der Toilette der Glyptothek. Sie fühlt sich übernächtigt an. Ist sie etwa eingeschlafen, während sie gestern Abend im Dunkeln hier saß?
Oder ist sie nach dieser aufregenden Begegnung wieder hierher zurückgekehrt? Kann das sein? Wie lässt sich erklären, dass sie ihre Jacke nicht mehr anhat? Wo ist die eigentlich? „…und nimm die Jacke und die Trinkfalsche vom Kuppelsaal gleich mit, die hat einer vergessen, versteh` ich nicht, hat da gestern keiner kontrolliert?“, hört sie den Museumsbeamten rufen.
„Das wird wohl nicht das Einzige sein, worüber sich der Museumsbeamte heute wundern wird. Seltsam wird ihm auch die Besucherin erscheinen, sie schon so kurz nach der Öffnung das Museum wieder verlässt“, denkt Kari und schmunzelt ihrem Gegenüber im Spiegel zu.
Auf dem Weg zum Eingang flüstert sie dem steinernen Waldgeist noch ein paar verheißungsvolle Worte ins Ohr und steuert mit leichtem Schritt in die Morgensonne.
 

Wipfel

Mitglied
Hi Aina,

das ist eine richtig gute erotische Geschichte. Respekt! Ich werde sie wohl noch öfter lesen. Perfekt gemacht - ich habe nichts zu meckern.

Grüße von wipfel
 

Aina

Mitglied
Hallo Wipfel,
vielen Dank für deinen sehr freundlichen Kommentar und deine Zeit!
Gruß,Aina
P.S.:zum Glück eine Landung neben dem Nadelkissen ;-)
 

Hagen

Mitglied
Liebe Aina,
das war ja genial und ich hatte mächtig zu googeln, Glyptothek z.B..
Das zeugt von einem soliden Wissen über Kunst.
Bravo!
Ohne ein gewisses Wissen ist meines Erachtens keine gute Geschichte hinzukriegen!

Gerne gelesen!

Wir lesen uns!

Herzlichst
Yours Hagen
 

Aina

Mitglied
Vielen Dank!

Liebe Susi, lieber Patrick, lieber Hagen,
vielen Dank für euer Interesse, eure Rückmeldungen und die Zeit, die ihr damit investiert habt.
Herzliche Grüße,
Aina
 
L

Lupine

Gast
Dir zuliebe bin ich heute hier gelandet, liebe Aina - und ehrlich gesagt, als die Länge deines Beitrags sah, habe ich mich fast ein wenig gefürchtet ...

Nach dem Lesen findest du mich erstaunt, fast sprachlos - whow!
Ich finde Deine Phantasie, Erzählfreude und Ausdrucksstärke beeindruckend, du hast mich mitgenommen in dieses erotische Abenteuer, außergewöhnlich, prickelnd, unerwartet...
Begeistert gelesen!
 
M

Metino

Gast
[red]wenn sie sich an Stätten begibt,[/red]
Geht nicht!
Irgendwo im Text befindet sich eine Zeile, wo ,Anderes, mit dem Wort "wie" beschrieben wird.
Ein Umstand, Zustand oder etwas etc. kann niemals anders sein "wie"
Ein Unterschied wird mit dem Wort "als" begleitet, anders als. Irgendwo fehlt ein "a" Ansonsten ist die Story natürlich sehr gut geschrieben. Du lässt den Leser von Anfang bis Ende in die Gefühlswelt der Protagonistin, was sehr clever ist, denn meist sind es doch die nachempfundenen Gefühle, die beim geneigten Leser selbst nicht mehr funktionieren :DDiese Gefühle vorgelebt zu bekommen reizt ihn, es ist wieder eine neue Variante, für den,
der trotz einer Partnerin auch Filmchen dabei sehen muss :D Erotisch ist die Geschichte für mich deshalb nur zu einem Teil.
Es sind, als Exempel, nur die Schauspieler in einem Film, die den Film richtig interessant machen. Der Zuschauer kann das wahrheitsgemäße Gefühl, meist gar nicht so empfinden, wie es eine Geschichte in einem Film eigentlich erzählt.
Grüßend und erfreut über eine Erkenntnis!
Me
 

Aina

Mitglied
Hallo Metino,
vielen Dank für die Beschäftigung mit meinem Text und danke für die Hinweise zu "Stätten", "wie/als" und dem "a". Da bin ich doch gleich noch über die "Trinkfalsche" gestolpert.
Wird bei Gelegenheit alles aufpoliert.
Einen schönen Tag und viele Grüße,
Aina
 

Wipfel

Mitglied
Deine lyrische Sprache, ist der Erfolg des Textes. Na klar, das Thema an sich natürlich auch. Aber es sind endlose Gedichte enthalten, die ich einfach gern entdecke und genieße.

Ohrenbetäubende Stille
Keuchende Atemlosigkeit
Wilde Ruhe
Völlig außer sich

Und doch ganz bei sich selbst

Sackt auf Golas Brust zusammen
Spürt das Heben und Senken
Den Schweiß
Weiches Gleiten aneinander

Genießt, nichts tun zu müssen
Das ist sau stark. Mehr davon...

Grüße von wipfel
 

Wipfel

Mitglied
Beindruckt

Deine lyrische Sprache, ist der Erfolg des Textes. Na klar, das Thema an sich natürlich auch. Aber es sind endlose Gedichte enthalten, die ich einfach gern entdecke und genieße.

Ohrenbetäubende Stille
Keuchende Atemlosigkeit
Wilde Ruhe
Völlig außer sich

Und doch ganz bei sich selbst

Sackt auf Golas Brust zusammen
Spürt das Heben und Senken
Den Schweiß
Weiches Gleiten aneinander

Genießt, nichts tun zu müssen
Das ist sau stark. Mehr davon...

Grüße von wipfel
 

Aina

Mitglied
Lieber Wipfel,
vielen Dank für deinen Lyrik-Blick auf meine Worte.
Eine neue Perspektive, die mich überrascht hat.
Danke.
Mehr davon? Nun, es ist wie mit dem Gras: es benötigt seine Zeit zu wachsen und selbst wenn ich daran ziehe, wird es nicht schneller gehen.
Aber wenn wieder ein Wortgeflecht aus meinen Tasten wächst, das mir gefällt, melde ich mich wieder.
Einstweilen herzliche Grüße,
Aina
 

Aina

Mitglied
Besuch der Glyptothek
von Aina Prosper

Kari steht vor dem Museum, spürt die prickelnde Erwartung, die in ihr aufsteigt, wenn sie sich an Orte begibt, die Schätze der Kunst und Kultur beherbergen. Sie denkt zurück an den Besuch des Clementinums, einer alten Bibliothek in Prag. Sie war so aufgewühlte, dass sie sich danach nur an ganz wenig erinnern konnte. Ihr blieben der Geruch, den die uralten Buchkunstwerke ausströmten und die überwältigenden Gedanken daran, wie viel Wissen, Arbeit und geistige Kunst in diesen Wänden existiert.
Heute hat sie sich den Nachmittag für einen Besuch in der Glyptothek frei genommen. Sie war schon einmal hier, als junges Mädchen. Gerade so der Pubertät entwischt, noch nicht ganz im sogenannten Erwachsensein angekommen. In dieser Zeit war alles verwirrend. Deshalb hatte sie den Museums-Gefühlsaufruhr in die lange Reihe der undefinierbaren Ereignisse dieser Zeit gestellt. Doch die Mischung aus der Überforderung der vielfältigen Eindrücke, dem Glück, dass ausgerechnet sie diese Meisterwerke sehen kann, Zeugin von Gedanken, Mühe und leidenschaftlichem Arbeiten der Künstler werden darf, hat sie später wiedererkannt und einordnen gelernt. Von ihrem ersten Besuch der Glyptothek sind nur wenige Erinnerungen geblieben: das Gefühl des Aufgewühltseins und der beeindruckende Anblick des großen, schlafenden Satyrs. Der Rest des Rundgangs klingt wie ein Traumwandeln nach – verschwommen und unwirklich.
Einige Jahre sind inzwischen vergangen, das Bild des steinernen Mannes hat sie nicht losgelassen, so dass sie beschloss, dem Erlebnis von damals noch einmal nachzugehen. Vielleicht kann sie heute entdecken, was sie dran so fasziniert hatte.

Nun also ein kurzes Innenhalten vor der großen Museumstür, die Geräusche der Stadt hinter sich lassen, zur Ruhe kommen, um dem, was sie nun erwartet, angemessen zu begegnen.
Wenn es noch so ist, wie es damals war, müsste er links vom Eingang aus zu sehen sein. Noch bevor der Besucher bezahlt und sich innerlich gerüstet hat, fällt der Blick fast unweigerlich auf die Hauptattraktion der Sammlung. Kari zügelt sich, schaut nicht hin, erledigt zunächst die Formalitäten, atmet durch und ist dann bereit den ersten Anblick auf sich wirken zu lassen.
Oh nein, es ist tatsächlich noch so wie damals. Kari ist enttäuscht. Der Satyr ist im zweiten Ausstellungsraum, einem rund angelegten Kuppelsaal in der Mitte aufgestellt und kann vom Eingangsbereich sofort gesehen werden. Noch immer ist die Skulptur so gedreht, dass der Anblick dem Zuschauer alle Neugier und dem Satyr jegliche Intimsphäre nimmt. Als hätte man versehentlich eine Tür geöffnet, hinter der sich eine sehr private Szene abspielt. Erschlagend offen und nackt zeigt sich der halb sitzende Mann aus weißem Marmor mit weit gespreizten Beinen, so dass jeder einfühlsame Betrachter sich im ersten Moment beschämt fühlen muss.
Kari spürt ihr Unbehagen, während sie mit schnellen Schritten und gesenktem Blick den ersten Saal mit Skulpturen durchquert und sich aus dieser schrecklich kompromittierenden Perspektive rettet. Sie stellt sich an die Wand, aus Sicht des Satyrs auf die rechte Seite, so dass sein aufgestelltes Bein seinen Genitalbereich verdeckt und sie durchatmen kann, während sie versucht wieder Ruhe zu finden. „Du wirst es nicht ändern können, also nimm es hin wie es ist und nutze die Zeit ihn zu betrachten“, redet sie sich zu und lenkt ihre Konzentration auf den überlebensgroßen Mann. Aus dieser Perspektive hätte sie ihn gerne zuerst gesehen, damit sie sich im Näherkommen an seine Nacktheit hätte gewöhnen können und der Spannungsbogen dieser Figur nicht auf den ersten Blick entzaubert worden wäre.
Kari lässt ihrem Blick freien Lauf, der sich zunächst an den unbehauenen Stellen verfängt. Rau schimmert der weiße Urgrund, der durch enormen Druck über Jahrtausende, zu seiner besonderen Schönheit gefunden hat. Beim Anblick dieser glitzernden Rohheit, kann Kari sich vorstellen wie ehrfürchtig der Bildhauer vor dem unbehauenen Marmorblock gestanden haben muss.

Kari löst sich von der Wand, reibt die Hände aneinander. Ein Ausdruck ihrer Gedanken. Der Stein hat sie neugierig gemacht. Wie mag er sich wohl anfühlen? Gerne würde sie an den wohldefinierten Muskelpartien des Armes entlangfahren, vielleicht sogar kurz, verschämt ihre flache Hand auf den straffen Bauch des liegenden Mannes legen. Die größte Versuchung wäre es allerdings seinen Hals zu streicheln, den er ganz offen zeigt. Im Reich der Tiere, zu denen er als Waldgeist mit einem Pferdeschweif am Rücken wohl in gewisser Weise zu rechnen ist, ist diese Geste als Unterwerfung zu verstehen. Zu groß und stark ist er – eigentlich hat er es gar nicht nötig, sich irgendjemandem körperlich zu unterwerfen. „So etwas würde ein Mensch nur tun, wenn er sich sicher fühlt“, denkt Kari. Ob da Waldgeister der Antike anders einzuschätzen sind? Zumal sie sich nachsagen lassen, dass sie lüsterne Wesen seien, die keinem Genuss, vor allem nicht den sinnlichen Genüssen, gegenüber verschlossen seien.
Kari geht hinten an seinem Rücken vorbei, bewundert den reizvollen Gegensatz zwischen unbehauenem rohen Marmor und dem daraus organisch erwachsenden, glatt polierten Rücken, der von Bewegungslust und Kraft zeugt. „Tänzer sollen sie gewesen sein“, geht es Kari durch den Kopf. In der heutigen Zeit wäre er mit dieser Statur sicher kein Tänzer geworden. Eher ein Kraftsportler, so komplett wie sich seine Muskulatur präsentiert.
Mit wenigen Schritten tritt Kari auf die linke Seite des Satyrs und befindet sich nun auf Höhe seines Gesichts. Warum nur haben sie ihn den großen, schlafenden Satyr genannt? Ja, er ist groß – aber schlafend? Seine Stirn ist leicht in Falten geworfen und seine Augenpartie wirkt trotz der geschlossenen Lider nicht wirklich als hätte er sich in seine Träume fallen lassen. Entweder träumt er grade schlecht, dreht und wendet sich unruhig im Schlaf und wurde in dieser Momentaufnahme in Marmor gemeißelt oder er hängt mit geschlossenen Augen seinen Gedanken nach. Was für Kari die wahrscheinlichere, aber auch keine richtig zufriedenstellende Erklärung ist. Die Haltung seines rechten Beines, das er angewinkelt auf sein Lager stellt, deutet ebenso wenig auf eine Schlafhaltung hin, wie der rechte Arm, mit dem er seinen zur Seite gelegten Kopf stützt. „Er ist wunderschön“ denkt Kari, „muskulös, wohl proportioniert, eine einzige Aufforderung angefasst zu werden. Ja, genau das strahlt er aus, das würde auch seinen Gesichtsausdruck und seine Haltung erklären. Ich zeige mich dir, ganz unverhüllt und du darfst mich anschauen, scheint er sagen zu wollen. Alle seine Vorzüge präsentiert er seiner Betrachterin völlig ohne Scham und gibt ihr sogar die Möglichkeit in aller Ruhe seine Schönheit zu würdigen. Denn wer kennt das nicht, dass es den Genuss des Beobachters schmälert, vielleicht sogar zunichtemacht, wenn der Beobachtete selbst zurückschaut. Der Satyr weiß um seine Schönheit und genießt das Gefühl angeschaut zu werden. Mit geschlossenen Augen kann er die Blicke schon fast wie ein leicht perlendes Prickeln auf der Haut spüren. So wie mein Blick vom Ellenbogen den Oberarm hinunter in die geöffnete Achselhöhle streift….“. Kari verliert den Faden ihres Gedankens und genießt die Zeit des Betrachtens.

Kari ist nun schon lange in dem Raum – viele Menschen sind, von ihr unbemerkt, vorübergegangen. Jetzt, wo sie sein Gesicht in Ruhe erfasst, einige Zeit mit ihm verbracht hat, hat sie das Gefühl, dass der Anblick von vorne passend ist und sie sich ihm aus dieser sehr intimen Perspektive nähern kann. Durch seine geöffneten Beine sieht sie sein Geschlecht. Lange genug hat sie seine Intimsphäre geachtet und ihm die Gelegenheit gegeben ihre Blicke als wohlwollend und zugewandt zu empfinden. „Schade“, denkt Kari, „dass einige Teile an der Skulptur beschädigt wurden.“ Der linke Arm, der wohl locker über die Lehne seines Lagers herunterhing, der linke Fuß und ein Teil seines Penis. „Dies ermöglicht mir einen freien Blick auf den Hoden, der nicht so weit herunterhängt, wie er es in entspanntem Zustand tun würde“, denkt Kari. „Er hat sich leicht zusammengezogen. Angeregt durch die Blicke, denen er sich aussetzte? Angeregt von seinen eigenen Gedanken?“
Die Tatsache, dass der Penis nicht in Vollendung zu sehen ist, lässt Kari den Spielraum sich vorzustellen, dass die Rute des Satyrs nicht in schlaffem Zustand über seinen leicht zusammengezogenen Hoden herunterhängt, sondern gerade in Begriff ist sich zu füllen und zu prachtvoller Größe anzuschwellen. „Ob es wohl das ist, was den Mann auf dem Lager so sehr beschäftigt, ja anstrengt? Ist er damit beschäftigt seine beginnende Erektion, die allein durch das Betrachten seines Körpers ausgelöst wird, in den Griff zu bekommen?“
Kari geht noch ein paar Schritte näher, steht nun zwischen seinen weit geöffneten Beinen und ist versucht ihre Hände auf seine Knie zu legen, langsam mit der flachen Hand seine Oberschenkel entlang nach oben zu streifen und auf das tiefere Einatmen zu achten, das diese lustvolle Berührung bei ihm auslösen würde.
Ganz offensichtlich ist die Skulptur schon sehr oft an den Knien angefasst worden, was die spiegelglatten, dunkleren Flächen dort verraten, aber so wie Kari es gern tun würde, wäre es sicher in diesem Museum nicht gestattet.

Ein Blick auf die Uhr verrät ihr, dass sie sowieso nur noch wenige Minuten hat und schnell vor der Schließung des Museums, die Toilette benutzen sollte. Sie ist enttäuscht über die Tatsache, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist und ihren Besuch mittendrin abbrechen wird, gleichzeitig spürt sie die Erleichterung der Blase. „Morgen komme ich einfach noch einmal.“, versucht sie sich aufzumuntern. „Trotzdem, es wird nicht dasselbe sein.“, lamentiert sie. „Jetzt war ich grade so nah dran, hatte den Eindruck dem Geheimnis dieses faszinierend schönen Mannes näher zu kommen.“ Ob sie an diesem Punkt am nächsten Tag wieder anknüpfen könnte?
Noch während sie dies denkt, öffnet sich die Tür zur Damentoilette, eine Stimme fragt in breitem, bayrischem Dialekt: „Ist da jemand? Wir schließen jetzt!“ und fällt wieder zu. Kari grinst über das Vokalspiel des Dialektes. Ohne es irgendwie geplant zu haben oder einen bewussten Entschluss zu fassen, bleibt sie einfach sitzen. Sie bewegt sich nicht, denkt nichts, hört nur die sich entfernenden Geräusche und wird nach minutenlanger Stille gewahr, in welcher Lage sie sich nun befindet. Noch könnte sie schnell reagieren, um ein Eingeschlossenwerden zu verhindern, aber will sie das? Nein, dies ist eine Chance, die sich ihr nie wieder bieten wird. Sie wird diese Nacht, ungestört, ohne Aufpasser, ohne andere Besucher im Museum sein können.
Rasendes Herzklopfen setzt ein. Ist es die Angst vor Entdeckung oder ist es die Aufregung vor einer ungestörten Begegnung mit der faszinierenden Skulptur? Sie weiß es nicht, bleibt zur Sicherheit noch ganz still auf der wenig reizvollen Toilette. Den besorgniserregenden Gedanken, dass eine Alarmanlage ihr dieses Abenteuer verderben könnte, kämpft sie erfolgreich nieder und wartet eine gute halbe Stunde ab.

Dunkel ist es, Kari tastet sich zum Ausgang der Toilette, horcht, öffnet vorsichtig die Tür, hält noch einmal inne, um die Stille genauestens zu prüfen und sucht mit den Händen der Wand entlang das Geländer, das die Treppe hinaufführt. „Was ist, wenn es in den Räumen oben auch so dunkel ist?“, schießt es ihr durch den Kopf. „Dann werde ich mich dort auch nur auf das Tasten konzentrieren können“, gibt sie sich selbst zur Antwort und kann noch im selben Moment feststellen, dass die Lichter der Stadt ausreichen, um die Räume in ein schwaches Licht zu hüllen.
Der besondere Umstand, dass der Satyr unter einer Kuppel mit Milchglasscheiben liegt, raubt Kari beim Eintreten in den Saal fast den Atem. „So, nur so, sollte er dargestellt werden. In ein fahles, von oben scheinendes Licht, das alle anderen Skulpturen drum herum im Schatten verschwinden lässt. Als würde er in seinem Wald auf einer Lichtung liegen, auf die das Mondlicht herabscheint. Auf diese Weise wirkte er auch nicht so unnatürlich prostituiert, wie heute Nachmittag. Jetzt wirkt es, als sei es das Selbstverständlichste ihm hier und jetzt in dieser Position zu begegnen.“
Kari fühlt sich ihm ein wenig vertrauter als zu Beginn ihres Betrachtens. „Da bin ich wieder“, flüstert Kari und lehnt sich am Eingang des Raumes an die Wand. Noch ist sie sich ihrer Sache nicht ganz sicher und muss Kraft aufwenden nicht daran zu denken, wie verboten das ist, was sie hier macht und welche Konsequenzen es haben könnte. Langsam nähert sie sich dem Satyr von der rechten Seite. Sie will ihn nicht erschrecken und seine aufreizende Blöße so direkt angehen. Jetzt wo sie weiß, dass sie alleine ist, nähert sie sich ihm, bis sie das Gefühl hat ihn durch ihr Kleid hindurch spüren zu können. Sie hat noch eine Scheu ihn anzufassen, die sie wohl am ehesten mit einer eventuell vorhandenen Alarmanlage hätte erklären können, was aber nicht die Wahrheit gewesen wäre. Einfach einen nackten Mann anfassen, so was geht doch nicht. Doch die Neugier und die Besonderheit der Situation machen es Kari leichter sich über solche Konventionen hinwegzusetzen und geben ihr doch die Hand frei, um ihn ein allererstes Mal vorsichtig zu berühren. Mit den Fingerspitzen fährt sie ganz leicht, als wolle sie ihn nicht wecken, von seinem erhobenen Ellenbogen hinab in Richtung der Achselhöhle, so wie sie es sich vor ein paar Stunden bereits ausgemalt hatte.
Sie zögert, beugt sich ein wenig näher zu seinem Gesicht und flüstert: „Sag Bescheid, wenn es dir unangenehm ist, dann hör ich sofort auf.“ Mit seinem stillen Einverständnis im Rücken traut sie sich weiter mit ihren Fingern und erkundet vorsichtig seine haarlose Achselhöhle und die Flanke bis hinunter zur Beuge, wo der Oberschenkel sich anwinkelt. Die durch das Anwinkeln des Beines entstandene Rinne, die direkt zu seinem Schambereich führt, fährt sie nicht entlang, obwohl es sich ganz organisch ergeben würde. Noch, ja noch, hat sie das Gefühl, dass sie damit einen Schritt zu weit gehen würde und sie noch nicht dazu bereit ist. Sie löst ihre Finger von dem glatten Stein, der hier und da an seiner geglätteten Perfektion durch die Jahrhunderte verloren hat und spürt dem Gefühl in den Fingerkuppen nach, das die Kälte des Materials hinterlässt. Kari ist sich ihrer Sache noch nicht ganz sicher. Vorsichtig nähert sie ihre Hand seinem Gesicht. Als wolle sie ihn –ganz so wie ein kleines Kind – beschwichtigen, sagt sie leise: „Ich tu dir nichts, ich möchte dich nur ein wenig berühren“, und muss über den Blödsinn kichern, den sie gerade von sich gibt. Das Reden und kichern machen es jedoch leichter: sie senkt die Hand auf die rechte Wange. „Bei einem Waldgeist weiß man nie…“, aber nichts passiert, er bleibt bewegungslos und duldet ihre Berührung immer noch mit leicht gerunzelter Stirn. Das macht Kari entschieden mutiger und sie lehnt sich noch ein kleines Stück nach vorne, so dass ihr Oberkörper mit der Skulptur in Kontakt kommt. Durch das Sommerkleid hindurch spürt sie die überraschend, weiche Kälte und den festen Halt, der es ihr erlaubt die Finger weiter wandern zu lassen. Sanft streicht sie über seine Schläfen und seine Stirn, die Stirn die verrät, dass er nicht schläft, sondern äußerst wach miterlebt, was um ihn herum geschieht. Um die linke Gesichtshälfte erreichen zu können reicht es nicht aus auf Zehenspitzen zu stehen und sich zu strecken. Zu groß ist er. Dafür kann sie nun endlich in Ruhe den Hals erkunden, den er ihr zeigt. Die Tatsache, dass er es duldet, dass sie seinen Hals streichelt, macht Kari mutiger und lässt sie mit der ganzen Hand weiter Richtung Brust und Bauch wandern.
Eigentlich mag sie Männer mit Muskelpaketen nicht, aber das hier ist etwas Anderes. Es passt zu seiner Größe, wie sich die Wölbungen ihr anbieten. Zudem ist die steinerne Hülle so unendlich glatt, fast möchte sie sie als weich beschreiben. Die kleine Falte über dem Bauchnabel verrät ihr, dass er die Muskulatur leicht anspannt, damit er das rechte Bein in seiner Stellung halten kann. „Du schläfst ganz sicher nicht!“, stellt Kari leise fest. „Wer sich nur so einen unpassenden Titel für dich ausgedacht hat!“, empört sie sich und legt den Arm um seinen Bauch und legt ihren Kopf auf seine Brust als wolle sie ihn, ob der Ungerechtigkeit mit einem derart unpassenden Titel in Verbindung gebracht zu sein, trösten. Ein unerwartet schönes Gefühl, diese Gestalt zu umarmen und die weiche Kühle an ihrer Haut zu spüren, findet Kari. Während sie noch an ihm lehnt und ihre Entrüstung mit ihm teilt, streichelt sie seinen Rücken, fährt mit der Hand vom Rücken weiter hinab, wo der Pferdeschweifansatz zu tasten ist. „Ungewöhnlich bist du schon, irgendwie ein ganz besonderer Mann“, sinniert sie. Ein wenig unwohl fühlt sie sich noch, wenn sie mit ihm spricht, wer macht denn schon so was und spricht mit einem Steinmann, aber es gibt ihr trotzdem das Gefühl näher zu kommen, eine Verbindung zu schaffen.

Sie löst sich von ihm, geht hinten um ihn herum, streift seine halblangen lockigen Haare und bleibt an seiner linken Seite stehen. Für Kari ist inzwischen die Außenwelt vergessen und es gibt nur noch sie und dieses Fabelwesen, diesen Halbgott, der ihr mit seiner Schönheit Herzklopfen verursacht und sie glauben macht, dass sie sich in dem Wald befinden, der seine Heimat gewesen sein muss. „Hier, wo sie dir den Arm abgeschlagen haben, fühle ich den rohen, unbearbeiteten Stein. Kalt und abweisend seine Oberfläche – ganz anders als du“, murmelt sie ihm zu. Mit der Hüfte lehnt sie sich nun an den Satyr und genießt es, sein Gesicht aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie legt ihre Hand zärtlich auf seine Stirn streicht die Wange entlang und lässt ihre Fingerkuppen den Rand seiner Lippen erkunden. „Sinnliche Lippen, würden die Menschen heutzutage sagen. Für einen Mann aus der heutigen Zeit ein wenig zu voll, aber sie passen gut zu dir. Weißt du eigentlich, dass sie sagen, dass du betrunken seist und nach dem Tanz hier eingeschlafen bist? Ja, das mit dem Tanz ist ihnen vielleicht zu glauben, aber nur, weil deine Lippen leicht geöffnet sind, heißt das noch lange nicht, dass du zu viel getrunken hast, oder? Haben die noch nie einen Betrunkenen schlafen sehen? Ja, er würde vielleicht durch einen geöffneten Mund schwer atmen, aber der Rest des Körpers wäre doch genauso unkontrolliert. Nein, nein, mein Lieber, da haben sie sich gewaltig geirrt die Kunstsachverständigen. Ob es ihnen wohl an Phantasie mangelt oder ihnen die Wahrheit zu peinlich ist? Früher hätte ich diese missverstandene Deutung deiner Haltung noch verstanden, aber heute, in unserer aufgeklärten Gesellschaft…?“ Kari hält inne und wird sich bewusst wie laut sie im Eifer ihres Monologs geworden ist. „Entschuldige, ich wollte dich nicht langweilen“, nimmt sie sich zurück, „du weißt selbst am besten, was die richtige Version ist.“

Kari wendet sich wieder seiner Betrachtung zu. „Einen schönen Mund hast du“, flüstert Kari. Nun ist es nicht mehr die Ängstlichkeit, die sie zu den leisen Tönen bewegt, sondern die Zärtlichkeit, die sie für ihr Gegenüber empfindet. „Wer diesen wohl schon geküsst hat?“ Sie erschrickt, ohne nachzudenken hat sie sich mit ihren Bemerkungen in die Intimsphäre des Schönlings geplappert und kann damit zu weit gegangen sein. Aber nein, zum Glück ist keine Veränderung zu bemerken. „Zumindest bist du nicht empfindlich in diesem Punkt, was wohl auch teil deines Charakters sein muss, wenn du für den Tanz, den Wein und die Feste zuständig bist. Viele Frauen wird es dort geben, denen es gut gehen soll, für deren Unterhaltung du wohl sorgst.“
In Karis Umgang mit dem steinernen Mann liegt nun schon etwas Selbstverständliches. „Weißt du“, erklärt sie ihm, während sie ihre Finger an seinem Hals entlanggleiten lässt, „ich hätte niemals gedacht, dass du dich so weich anfühlen würdest, auch wärmer – verzeih mir, das soll keine Kritik sein, aber unter Marmor hatte ich mir einfach etwas Anderes vorgestellt.“ Hat sie sich getäuscht, oder ist da ein kleines Lächeln über sein Gesicht gehuscht? Plötzlich schnellt Karis Pulsschlag wieder hoch, ist es möglich, dass sie im Mondlicht von ihren Augen so hinters Licht geführt wird und sich eine Bewegung vorgaukeln lässt oder regt sich der sinnliche Koloss wirklich? „Unsinn, so etwas gibt es nicht“, beruhigt sie sich selbst und setzt ihre Reise mit der Hand fort, ohne sein Gesicht aus den Augen zu lassen. Sicher war es nur eine Frage der Perspektive, die sein Gesicht ein wenig lächelnder erscheinen ließ. Kari lehnt sich wieder entspannter an ihren Gefährten und sucht durch ihre Finger Anschluss an das vertraute Gefühl zu finden, das sie vor ein paar Minuten so genossen hatte. Die Welt um sie herum vergessen, einfach nur das, was sie mit den Augen sehen kann, fühlen und sich selbst in diesen Eindrücken treiben lassen.

Kari erinnert sich an den Nachmittag, als sie fast zwischen den Beinen des Satyrs stand und sich wünschte die Hände auf seine Knie legen zu dürfen. Nun, da sie sich ihm als eine wohlmeinende, sanfte Gespielin gezeigt hatte, fühlt sie sich berechtigt, sich ihm derart intim zu nähern. „Du kannst mir sagen, wenn du das nicht willst, aber ehrlich gesagt scheint es als würdest du es dir sogar wünschen“, fordert sie ihn heraus. „Mir kann kein Mensch erzählen, dass du nur zufällig deine Beine so auseinanderstellst. Du weißt genau welche Schönheit an dir ist und trägst sie genüsslich zur Schau“, provoziert sie ihn weiter. Und dennoch regt er sich nicht und lässt ihre Hände auf seine Knie legen. Langsam, fast aufreizend langsam, gibt sich Kari dem Genuss hin seine Oberschenkel nach oben zu streichen. Je weiter sie zu seinem Zentrum kommt, umso weiter lässt sie ihre Hände nach innen gleiten. Eine Frechheit, denkt sie sich, aber im Gesicht des Mannes, das sie unablässig im Auge behält, ist kein Unmut zu erkennen. Vielmehr sieht sie die Anspannung, eine Art der Anstrengung, als müsse er sich beherrschen, um auf seinem Lager still liegen zu bleiben. „Ich quäle dich, ich weiß“, flüstert Kari, die nun ihrer eigenen inneren Unruhe gewahr wird. Ihr Herz klopft, ihr ist unerklärlich warm und sie spürt plötzlich wie unangenehm ihre kleine Tasche an der Schulter drückt. „Kleinen Moment Großer, ich komme gleich wieder und mach da weiter, wo ich aufgehört habe“. Sie tritt kurz zurück, streift ihre Tasche ab, wirft das Sommerjäckchen hinterher und bemerkt, dass ihr auch die Sandalen hinderlich sind. Zufrieden blickt sie an sich herunter, das kleine Muster im Stoff ist durch das fahle Licht fast unsichtbar und macht aus ihrem knielangen Trägerkleid einen einfarbigen Stoff, der luftig um sie schwingt.
„Jetzt ist es besser“, seufzt sie erleichtert und tritt wieder zu dem geduldig Wartenden. Barfuß kann sie sich nun auf einen Vorsprung des Waldgeistlagers stellen und kommt so näher an ihn heran.
„Schon wieder da“, grinst sie ihn an, „Ich hoffe dir macht es nichts aus, wenn ich etwas näherkomme.“. Mit den Händen tastet sie nun über seine Leisten, genießt die weiche Kuhle auf dem Weg zu seiner Lende mit einem langen Ausatmen. Einen beobachtenden Blick auf seine Gesichtszüge kann sie sich nicht verkneifen, um sicher zu stellen, dass ihr eine eventuelle Regung nicht entgeht. Es ist nichts zu sehen, was hatte sie sich nur gedacht. „Zu viel Fantasie…“ murmelt sie in sich hinein. Das waren die Worte, die sie seit ihrer Kindheit zu hören bekommen hatte, wenn sie vom Spielen auf der Wiese oder der Waldlichtung nach Hause kam und berichtete wie sie mit den Pflanzen geredet hatte, wie gut sie zuhörten, welche Tiere ihr zugetan waren und dass es noch kleine Wesen gab, mit denen sie spielte. Keine Kinder, kleine Menschen, die sie regelmäßig traf und die ihre Spielgefährten waren. Für Kari gab es keinen Zweifel, dass sie das alles erlebt hatte, sie lernte nur mit den Jahren es für sich zu behalten. Ganz offensichtlich erlebten ihre Mitmenschen die Welt anders als sie und wollten darin nicht gestört werden.
Jetzt erinnert sie sich an diese Waldbegegnungen, an die unterhaltsamen Nachmittage mit ihren Freunden, die sie in ihren Erzählungen aussparen musste, weil sie in die Kategorie „Fantasie“ gefallen waren. Mit dem Umzug in die Stadt, weg aus dem Elternhaus hinein in das Studentenleben, hatte sich das Thema sowieso erledigt. Ihr ist bis zu diesem Moment nicht aufgefallen, dass sie schon so lange nicht mehr mit dieser Bemerkung konfrontiert worden war.
Ganz in diese Gedanken versunken, nisten sich ihre Hände wie selbstverständlich in seiner Leiste ein und wärmen den Marmor. Ihr Blick folgt ihren Händen und findet zu seinem Intimbereich. „Schade, dass du nicht ganz vollständig bist, ich wäre doch zu neugierig wie dein bestes Stück in voller Größe aussieht. Allerdings lassen deine Eier auf eine stattliche Größe schließen.“ Die Worte helfen ihr die Scheu zu überwinden, ihn an diesen Stellen zu berühren. Jeder andere Mann würde nun mit schnellen Atemzügen, einem wohligen Seufzen oder Stöhnen hörbar reagieren und sie damit zum Weitermachen ermutigen. Nicht so hier, natürlich, wie auch.

Sie wendet sich dem Bauch und der Brust des wohlgeformten Mannes zu. „Na, dann werde ich mal ein wenig mutiger, wenn bis jetzt die Alarmanlage nicht losgegangen ist, kann ich dir auch noch ein Stück näher rücken. Dein Gesicht ist so weit weg, wenn ich hier stehe.“ Sie klettert höher und setzt sich mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, rutscht ein wenig hin und her, um eine bequeme Position zu finden, verharrt kurz, als sie sein Gemächt an ihren Pobacken spürt. Das verschafft ihr einen sicheren Halt und erinnert sie deutlich daran, wo sie sich gerade befindet. Ein wenig unwirklich: der kalte, glatte Marmor an den Innenseiten ihrer Schenkel und gleichzeitig die wohl definierten Muskeln, die weichen Linien, die lebendig wirkende Manneskraft, die sie nun unter sich hat. Sie hält inne, setzt sich aufrecht, spürt dabei wie kühl es an ihrem Höschen ist. Ja, sie muss schon richtig feucht sein, denkt sie mit einem Schmunzeln, das nicht ganz frei von Peinlichkeit ist. „Du bist aus Stein und keiner sieht uns, was mach ich mir also Gedanken? Oder was meinst du?“, bezieht sie ihn in ihre Gedanken mit ein. „Und wenn ich lang genug an derselben Stelle sitzen bleibe, wird es warm und fühlt sich gut an.“ Sie beugt sich nach vorne wendet sich nun dem zu, weshalb sie sich eigentlich auf ihn gesetzt hatte. Sein Gesicht will sie sich näher anschauen, herausfinden was der Gesichtsausdruck eigentlich aussagen will. Dabei rutscht sie auf seinem Bauch unwillkürlich hin und her und kann die Anregung ihrer Mitte nicht verhindern. Lust steigt in ihr auf, sie merkt wie sie nicht mehr nur feucht, sondern richtig nass geworden ist und dadurch von der Beobachtung des Satyrs abgelenkt wird. Sie schaut nach unten, hebt ihr Kleid, um zu sehen ob diese Lustwelle, wie vermutet, ihre Spuren auf dem Marmorbauch hinterlassen haben. „Uuuups…“, sie kann ihre Überraschung nicht geistreicher ausdrücken. Da, wo sich ihr Lustsaft auf den Stein ergossen hat, hat sich der weiße Marmor in einen rosé-Ton verfärbt. Sie rückt ein wenig zur Seite, um genauer anzuschauen was sich da ereignet hat. „Bist du gar nicht aus weißem Marmor? Bist du angemalt und ich löse hier gerade deine Farbe?“ Sie tastet mit den Fingern nach der verfärbten Stelle und erschrickt, zieht den Finger schnell zurück, nimmt doch zögerlich ihren Mut zusammen und erkundet die Stelle noch einmal gründlicher: „Das ist ja gar kein Stein, das ist weich und fühlt sich wie Haut an!“. Sie lehnt sich zurück, schaut dem Waldgeist ins Gesicht, sucht seinen Blick und fragt ihn leise: „Liege ich hier völlig falsch oder gibt es unter dem Marmor noch einen echten Kerl? Völlig verrückter Gedanke, aber das hier fühlt sich nach Haut an. Warm und weich, es pulsiert jetzt sogar ein wenig. Okay, ich sehe ein, dass du nicht antworten kannst. Der Gedanke ist zu schräg, selbst für eine wie mich, mit der sogenannten Fantasie, von der ich zu viel habe. Wenn ich es logisch weiterdenke, also, wenn Logik das ist was hier gefragt ist, dann… nee, wirklich, das ist ein starkes Stück.“ Sie murmelt noch ein wenig weiter, schaut sich diese weiche Stelle im Marmor an und beginnt mit dem Finger die Feuchtigkeit von der Hautstelle weiter in Richtung des Steins zu verteilen. Und siehe da, auch dort wird langsam und fast unmerklich der Stein zu weicher, warmer Haut. Als alles verteilt ist, hat der Bauch eine Hautfläche von der Größe ihrer Hand. Sie betrachtet das Ergebnis und beschließt dieses Phänomen nicht logisch erklären zu müssen, sondern, wie in ihrer Kindheit, die Tatsachen, die sich ihr zeigen einfach anzunehmen. „Also, wenn das so ist, will ich mal sehen, was sich heute Nacht für dich tun lässt.“
Sie klettert runter zu ihrer Tasche und holt die kleine Wasserflasche hervor. „Wenn feuchtmachen das Rezept ist, dann wollen wir mal“. Sie geht zu seinem linken Fuß und reibt ihn mit dem Wasser aus der Flasche ein. Sie wartet, nichts geschieht, sie wartet noch ein wenig, schaut auf den Bauch, ja, da ist noch die pulsierende Haut zu sehen. Es gibt sie noch, nur am Fuß scheint es nicht zu gehen. Vielleicht an einer anderen Stelle? Sie versucht es am Oberschenkel, am Arm, an den Haaren…nichts tut sich. Inzwischen ist die Wasserflasche leer. Neues braucht sie nicht zu organisieren, es hilft ja sowieso nicht.
„Denk nicht nach, tu was sich dir gezeigt hat!“, fordert sie sich selbst auf, um ihre rationale Seite in den Hintergrund zu schieben. „Na dann, es sieht so aus, wie wenn wir beide heute noch eine Menge vorhaben und das hier ein echt aufregender Spaß werden kann“, grinst sie ihn an, während sie an dem Marmorblock lehnt und ihre Finger in die weiche Stelle auf seinen Bauch legt. Sie ist immer noch da und scheint sich ihr entgegen zu wölben, als wolle sie ihr etwas mitteilen. „Das ist unmissverständlich, finde ich. Nur, wo soll ich anfangen, du bist nicht grade klein und ich fürchte, dass meine Erregung…, na egal“ unterbricht sie sich, bei dem Gedanken an die Größe und die Unmöglichkeit der Aufgabe. „Wollen wir es mal von der praktischen Seite angehen“, murmelt sie vor sich hin, streift ihr Höschen ab, erklimmt den Waldgeist zwischen den Beinen, stellt ihre Füße in seine Leisten und setzt sich in die Hocke. Mit links hält sie sich an seinem angewinkelten Oberarm fest, das gibt ihr einen sicheren Halt und mit der rechten Hand geht sie an den Ort, wo sich der Zaubersaft befindet, der diesen steinernen Menschen ganz offensichtlich zu einem lebendigen Waldgeist werden lassen kann. Noch während ihre Hand langsam in der üppigen Feuchtigkeit und der weichen Haut hin und her gleitet überlegt sie laut: „Sag mal, wo fange ich jetzt am besten an? Was wäre dir wohl am wichtigsten? Die Augen? Damit du sehen kannst, wer sich hier an dir zu schaffen macht?“ Mit etwas zittriger Bewegung führt sie ihre feuchten Finger zu seinem Gesicht, ihre Anspannung ist größer als zu jedem anderen Zeitpunkt in dieser ungewöhnlichen Nacht. Bisher war es nur ein Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse überschlagen hatten, jetzt, in diesem Moment wird ihr bewusst, was eigentlich vor sich geht. Wenn das hier funktioniert, wird sie einem Menschen begegnen, der sie nicht kennt, der hier völlig fremd ist, mit dem sie schon sehr intim ist, aber noch nicht ein Wort gesprochen hat, dessen Wille sie nicht kennt und, und, und… Ihre Gedanken überschlagen sich, ihre Hand hat sich unterdessen auf seine leicht gerunzelte Stirn gelegt.
Sie unterbricht ihre wilden Gedanken, die sie nur verwirren und von dem abhalten, was ihr Gefühl und ihr Abenteuergeist zuflüstern. Sie seufzt und spürt gleichzeitig wie sich unter ihren Fingern die Stirn glättet. Ob es Entspannung ist oder eine gespannte Stille, vor dem was nun kommen wird, mag sie nicht zu sagen. Aber endlich hat ihr Gedankenkarussell gestoppt und lässt ihre Hand frei agieren. Mit ruhigen, sicheren Bewegungen feuchtet sich Kari ihre Finger zwischen den Schenkeln an und streicht über die Schläfen des schönen Mannes, fährt seitlich über die Ohren, befreit die Augenbrauen vom Stein und benetzt den Nasenrücken, die weiten Nasenflügel und schließlich seine Oberlippe. Alles wird wie von Zauberhand zu weicher pulsierender Haut. Ach ja, die Augen, ja die sollen mit der nächsten Feuchte lebendig werden. Vorsichtig verteilt sie ihre Nässe auf den Augenlidern und beobachtet wie sie beginnen sich zu bewegen. Ihr Herz klopft ihr bis zum Hals, was wird geschehen, wenn er sie sieht? Verbirgt sich hinter dem Stein auch ein waches Auge? Dieser Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht, als sie zwei große braune Augen wach und freundlich anschauen. Sie beeilt sich die gesamte Augenpartie aus ihrer Versteinerung zu befreien, um den Ausdruck und die Bewegung darin zu erkennen. Kleine Lachfalten kommen zum Vorschein, ja, die gelebte Freude, ist hier zu sehen. Und sehen kann sie nun auch, wie er ihre Bewegungen neugierig zu verfolgen versucht, wie er immer wieder versucht ihr Gesicht zu fixieren und schließlich seine Augen in ihren Augen Ruhe finden. Sie hält in ihrem Tun inne, schaut sich sein Gesicht an, beugt sich nach vorne, lehnt nun mit ihren Knien auf seiner Brust und nimmt sein Gesicht in ihre Hände. „Ich bin Kari und ich weiß nicht was hier passiert. Ich bin mir bewusst, dass das hier völlig verrückt ist und ich habe Lust das weiter zu erleben. Kannst du mich überhaupt verstehen?“ Seine Augen haben sie bis zu dem Zeitpunkt aufmerksam betrachtet, jetzt schließt er sie kurz, als wolle er damit nicken. „OK, also ich habe keine Ahnung was das hier wird und ich hoffe es passt für dich, so wie für mich.“ Wieder dieses Augennicken. „Gut, dann der Mund als nächstes? Was sprichst du eigentlich? Also sprachtechnisch meine ich, ich kann weder Italienisch noch Griechisch, Latein…? Oh entschuldige, ich bin ganz aufgeregt, da fange ich immer an zu Quasseln wie ein Wasserfall“ Sie verstummt, geht mit der rechten Hand wieder zwischen ihre Beine, feuchtet sie in ihrer Tiefe an und führt sie zu seinen Lippen. Ein dankbares Flackern ist in seinen Augen unverkennbar, vielleicht auch ein wenig Ungeduld als sie sich in ihren Beobachtungen zu verlieren scheint. „Sinnlich ist das“, denkt sie. „Stein oder nicht, unfassbar wie anregend dieses Gefühl des feuchten Streichelns auf seinen vollen Lippen ist“. Unwillkürlich fährt sie sich mit der Zunge über die eigenen Lippen, befeuchtet sie und spürt die angenehm erregende Kühle, die sich darauf bildet. Ihr Blick lässt sich gar nicht mehr von seinem Mund lösen, wie aus dem Stein die weichen, geschmeidigen Lippen werden, die mit jedem Atemzug zurück zu ihrer ursprünglichen Röte finden. „Unwiderstehlich“, geht es ihr durch den Kopf und ihr Kopf neigt sich wie von selbst nach vorne. Ihre Lippen scheinen den Weg schon zu kennen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, legt sie ihre Lippen auf die des steinernen Mannes und spürt, wie er sich ihr entgegen reckt. „Umwerfend!….Lust!….Mehr!“ sind die Wortfetzen, die in Karis Kopf losgelöst von allen Strukturen auftauchen, während sie spürt, wie sich seine Lippen leicht öffnen und ihre Zunge Einlass findet. Das anfänglich langsame und tastende an ihren Lippenbewegungen weicht der drängenden Gier, dem Getriebensein von Lust und purer Leidenschaft. Tief dringen sie in einander ein, atemlos und feucht scheinen ihre Münder zu verschmelzen, die Zungen zu einer zu werden, die Sehnsucht des Einsseins schon jetzt vorwegzunehmen.
In einer heftigeren Bewegung verliert Kari kurz das Gleichgewicht und ist dadurch gezwungen neuen Halt zu suchen. Sie nutzt die Unterbrechung, lehnt sich schwer atmend zurück, der Satyr atmet nicht weniger heftig. Aber ja, er atmet und sucht mit seinem Blick Halt und Begegnung in Karis Augen. Es wird still, nur in weiter Ferne wäre das Grundgeräusch der Großstadt zu hören, wenn sie es hören wollten. Kari durchbricht die gespannte Stille: „Kannst du mir das erklären?“ Er versucht zu schlucken, was aber nur in einem gurgelnden Gekrächze endet. Kari fasst sich flink an ihre pochende Vulva und streicht mit ihren nassen Händen an seinem Unterkiefer und Hals entlang, damit sich die Partie auch aus dem Stein lösen kann. Nun fällt ihm das Schlucken leichter und auch seine Stimme scheint hervortreten zu können. Sie lehnt sich zurück, lässt ihm Zeit, wartet gespannt und scheint sich nicht bewusst zu sein, welchen Anblick sie ihrem Gegenüber bietet. Allein das würde seine Sprachlosigkeit ohne weiteres erklären. Eine wohlproportionierte junge Frau, die Haare ein wenig durcheinander, das Sommerkleid leicht verrutscht, so dass der Ansatz ihrer üppigen Brust zu sehen ist, der Brustkorb hebt und senkt sich schnell, die Beine gespreizt, das Kleid verdeckt jedoch ihre Nacktheit, eine Hand ist unter dem Kleid und scheint selbstvergessen die Feuchtigkeit zu bewahren. Ihr Blick, das faszinierendste an dieser Frau, strahlt eine wache Neugier aus, eine Offenheit und Lebenslust wie es nur wenige Menschen können. Davon kann auch ein Satyr beeindruckt sein. Vor allem in seiner Situation. Daher durchaus verständlich, dass er sich nicht sofort äußern kann. Kari wartet jedoch ab, bis er sich gesammelt hat.
„Ich weiß es nicht.“ Seine Stimme ist warm und tief, entspricht seiner Größe und seiner Ausstrahlung, denkt sie. „Ähm, also, auf deine Frage was hier passiert. Auf die anderen Fragen habe ich aber Antworten. Ich heiße Gola, ich war ein Waldbewohner bis eines unserer Feste zu wild wurde, also bis ich mit einer Frau…, also, das ist eine lange Geschichte. Am Ende bin ich verzaubert worden, verdammt ein Stein zu sein.“ Kari grinst: „Und jetzt bist du hier in diesem Museum und wirst, weil du dich nicht beherrschen konntest, jeden Tag von vielen Menschen betrachtet wie du da liegst und gerade noch eine Frau bei dir war. Von wegen schlafen…! Wie war das, kurz bevor du verzaubert wurdest? War die Frau gerade bei dir, hat der Zauberer dich mit ihr zusammen erwischt?“ Gola schließt kurz die Augen als müsse er nachdenken und sich die Ereignisse wieder zurückholen „Ja, wir hatten mit anderen getrunken und gefeiert und uns dann zurückgezogen. Es war eine wilde Nacht. Ich wusste, dass wir ein großes Risiko eingehen und doch war die Verlockung so groß, dass ich nicht widerstehen wollte. Als ihr Mann hereinkam, kniete sie gerade zwischen meinen Beinen und hatte meinen Stab in ihrem Mund.“ Kari lacht leise. „Was ist so komisch daran? Machst du sowas nicht?“ „Äh, doch das mach ich auch“, purzelt es aus Kari und ihr wird bewusst, wie intim sich diese Unterhaltung in der kurzen Zeit entwickelt hat. „Ich muss nur lachen, weil sie dich den schlafenden Satyr nennen und ich das schon immer unpassend fand. Nichts an deiner Haltung und deinem Gesichtsausdruck weist drauf hin. Es sieht eher so aus, als wenn die Frau zwischen deinen Beinen gerade ihre Hand an der sehr empfindlichen Stelle unter deinem Hoden leicht hin und her streicht und dir damit quälende Lust verursacht. Gleichzeitig hat sie vermutlich deine volle Länge tief in ihrem Mund und massiert die Spitze mit der Zunge. So wirkte zumindest dein steinernes Gesicht.“ Kari lehnt sich an Golas aufgestellten Oberschenkel und kann das Erstaunen in seinem Gesicht erkennen. „Wie weißt du? Warst du dabei?“ „Nein, aber ganz unerfahren bin ich nun auch nicht und die Männer haben sich ganz offensichtlich in diesen Dingen seit ein paar hundert Jahren nicht allzu sehr verändert“, schmunzelt sie. „Aber egal, ich schätze wir haben nicht allzu viel Zeit zusammen oder was denkst du?“ „Ich weiß gar nichts, mir passiert das hier zum ersten Mal und mit den Zaubern habe ich mich damals nicht näher beschäftigt. War mir nicht wichtig. Eines noch: du hast vorher was von einer Sprache gesagt, keine von denen kann ich, wir haben uns im Wald mit unserer eigenen Sprache unterhalten, ob die einen Namen hat, weiß ich nicht.“ Da dämmert es Kari, hier spricht sie gerade gar nicht Deutsch, hier spricht sie gerade in der Sprache ihrer Kindheit im Wald. Wozu solche „Fantasiewelten“ in der Kindheit gut sein können, denkt sie kurz.

Doch viel drängender erscheint ihr die Gegenwart. Sie wird sich ihrer Hand an ihrem Geschlecht bewusst und schaut auf die Fleckenlandschaft von Marmor und Haut vor sich. „Wie soll es nun weitergehen?“ Gola zwinkert verschmitzt: „Ich denke wir können an der Stelle weitermachen, wo es sich zwischen uns beiden so angenehm angefühlt hat.“ Kari beugt sich nach vorne, nimmt ihre feuchte Hand und setzt ihren Verwandlungsakt auf der Brust von Gola fort, der genüsslich wieder seine Augen schließt. „Ich weiß nicht, ob mein Saft für dich ausreichen wird und was wir machen, wenn es nicht reicht. Was wenn du vollständig aus dem Marmor ausgelöst bist, wie lange wird das wohl dauern?“ Gola öffnet die Augen träge: „Denkst du immer so viel über die Zukunft nach? Weder du noch ich kennen irgendwelche dieser Antworten, wollen wir nicht einfach erleben was gerade geschieht? Machst du mir als nächstes bitte den Arm und die Hand frei oder nein, ….“er atmet hörbar lange aus, weil Kari inzwischen an seinen Leisten angekommen ist und sich seinem Gemächt nähert. „…ähm, vielleicht bleibst du doch lieber an dieser Stelle…“ Kari ist ganz froh über diese Unterbrechung, wie soll sie ihm erklären, dass sein bestes Stück unvollständig ist. Sehen konnte er es noch nicht und sie fragt sich was wohl passieren wird, wenn sie den Marmor verschwinden lässt. Also ist ihr die Ablenkung willkommen.
„Ist ok, ich mach mal Redepause und befreie deinen Arm.“ Sie setzt sich wieder mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, schiebt das Kleid nach oben, rückt sich zurecht. „Weißt du, wenn mein Arm frei ist, werde ich dir als erstes das Kleid ausziehen“, bemerkt Gola mit ruhiger Stimme, während sie noch versucht alles an einen bequemen Platz zu arrangieren. Sie hebt den Kopf, schaut ihn an, strafft ihre Körperhaltung und entscheidet sich kommentarlos zu bleiben. Stattdessen streift sie sich das Kleid, die letzte Privatsphäre in diesem öffentlichen Raum, genauso geschmeidig vom Körper wie die ganzen Bedenken, die ihr noch geblieben waren. Es ist als würde sie das Museum verlassen und in den Wald ihrer Kindheit gehen, dort wo es keine Sorgen aus der Vergangenheit oder für die Zukunft gab, dort wo es keine Verständigungsprobleme, wo es nur das hier und jetzt gab. So wie hier und jetzt.
Ohne Kleid ist es deutlich leichter der Aufgabe zu folgen, nicht nur, weil der hinderliche Stoff nicht im Weg ist, die kühle Luft erregt ihre leicht feuchte Haut in höchstem Maß, ihr Brustwarzen werden sofort groß und hart, werden mit jeder Bewegung erregter und senden ein süßes Ziehen an ihre Mitte. Manchmal ist es ja ganz schön lästig so schnell feucht zu werden, streift sie der Gedanke aus einem fernen Alltag, aber hier und jetzt kann es nicht besser laufen. Kari ist so mit sich beschäftigt, dass ihr gar nicht auffällt, wie Gola auf ihr Tun reagiert. Sein Erstaunen über ihr spontanes und schnörkelloses Handeln, vielleicht auch über ihr Verstummen, ist ihm deutlich am Gesicht abzulesen. Fast wirkt es so, als wolle er seinen Kopf nach vorne beugen wollen, um sie besser betrachten zu können. Leider halten ihn noch die Haare und sein Nacken hinten im Stein fest, so dass er auf die Ausschnitte angewiesen ist, die sie ihm bietet. Er flüstert in sein unterdrücktes Stöhnen: „Darf ich sie mal in den Mund nehmen?“ Kari war gerade auf dem Weg mit der Hand zu seinem Arm, hatte sie schon in seine Achselhöhle gelegt und an den Linien der Muskeln erfreut. Diese leise, aber drängende Bitte hörte sich fast schon wie ein Flehen an. Ja, was hatte sie sich auch gedacht? Nichts hatte sie gedacht, nur gehandelt, gefühlt, existiert.

Zeit sich kurz einen Überblick zu verschaffen: hier sitzt sie splitternackt auf einem Mann, der die Lust in seiner Natur trägt, wer weiß wie viele Jahre keinen fleischlichen Genüssen nachgehen konnte und mitten aus einem Akt ohne Befriedigung gerissen worden war. Sie bietet ihm nun ihren hinreißenden Anblick, ohne dass er sich irgendwie zu ihr hinbewegen kann. Natürlich wird seine Lust und Erregung zu einem flehentlichen Bitten, wenn sie ihm den Genuss vorenthält.
Kari kniet sich auf seine Leisten, macht sich lang, es reicht nicht aus, sie stellt sich vorsichtig in die schöne Kuhle die den Übergang von Bauch zu Oberschenkel anbietet und beugt sich ein wenig nach vorne. So geht es: ihre Brust kann sie nun in seinen Mund legen, der sich gierig öffnet und sofort die Zunge um ihre Brustwarze schickt. Mit einem leichten Saugen nimmt Gola die Spitze und den Vorhof in den Mund, umringt sie mit der ganzen Zungenfläche, atmet tief, schließt die Augen. Die gesteigerte Anspannung in seinen Lenden kündigt es an, Kari spürt es durch die Fußsohlen. Gola überkommt die Leidenschaft: er saugt ihre Brust mir ganzer Kraft ein, als könnte er nicht genug davon bekommen. Kari krallt sich in seinem steinernen Arm fest, die Kraft seiner Bewegung, die Heftigkeit ihrer Gefühle erschüttern sie. Ihr stoßender Atem geht im Gleichklang, verkündet die gemeinsame Erregung und füllt den Raum.
„Mach meinen Arm frei, bitte!“ presst er zwischen der Brust und den Zähnen hervor. Er lässt sie nicht aus dem Mund, bearbeitet sie weiter mit seinem leichten Beißen und Saugen. Sie steht breitbeinig auf ihm und kann zumindest mit einer Hand ihrer Aufgabe nachgehen. Ihre Brust lässt er unterdessen nicht los, liebkost sie weiter und schickt ihr damit den Saft in kleinen Rinnsalen in den Schoß. Der Arm ist schnell befreit. Am schwierigsten ist es den Stein aus dem Haargewirr zu lösen, aber schließlich gelingt es ihr und Gola streicht ihr mit der frei gewordenen Hand über den Rücken hinab zum Po, verweilt ausgiebig und sucht schließlich den Weg in ihre überflutete Spalte.
Dort fühlt er sich ganz offensichtlich sehr wohl. Er weiß genau wo es guttut, wo es fast unerträglich schön ist und wie er eine Frau völlig willenlos machen kann. Kari wirft den Kopf nach hinten, stöhnt laut auf, droht fast zu fallen, doch sein Arm ist schnell und sicher an ihrem Rücken. Er fängt sie auf und begleitet sie in einer fließenden Bewegung nach unten, so dass sie wieder sicher zum Sitzen kommt und sich sammeln kann. Noch außer Atem keucht sie bewundernd „Du weißt wie es geht, alle Achtung!“ Was er mit einem verschmitzten Lächeln quittiert. Die kleine Verschnaufpause gibt Kari nun die Zeit sich das Erreichte zu vergegenwärtigen.
Golas Kopf ist frei beweglich und fast gänzlich steinfrei, der rechte Arm, die Schulter, die Brust und der Bauch bis zu den Schamhaaren ist freigelegt. Sie dreht sich im Sitzen um, kehrt Gola den Rücken zu. „Deine Beine benötigen noch ein wenig mehr Freiheit, finde ich.“ Mit gespreizten Beinen hockt sie nun auf seinem steinernen Gemächt, kehrt ihm den Rücken zu und macht sich daran seine Oberschenkel erst an der Außen-, dann an der Innenseite aus der Steinhaut zu befreien. Seine Muskeln geben ihr die Richtung vor und sie genießt es sichtlich, sich die Zeit zu nehmen seine Schönheit intensiv kennen zu lernen und mit ihren Berührungen zu erkunden.
Sie beugt sich vor, um an die Knie zu gelangen und die Unterschenkel, zumindest da wo sie hingelangt, einzureiben. Dabei spürt sie, wie sich sein Schambereich hart und kalt an ihrem heißen Brunnen reibt. Seine Unterschenkel sind so herrlich muskulös und offensichtlich im Moment der Versteinerung besonders angespannt, dass sich die vielen Linien faszinierend schön nachzeichnen lassen. Kari schenkt ihnen ihre ganze Aufmerksamkeit, nimmt dabei nur entfernt wahr, dass sich unter ihrem Becken etwas bewegt. Wie durch einen Nebel drängt sich die aufsteigende Lust des Waldgeistes in ihre Wahrnehmung und ihre Feuchtigkeit. Sie hört wie aus der Ferne Golas heftig werdender Atmen an ihr Ohr dringt. Er legt seine Hand auf ihre Schulter und zieht sie nach oben zu sich, bedeutet ihr, dass sie sich zu ihm drehen soll. Unterwegs streift ihr Blick das, was sich zwischen ihren Beinen abspielt: ihr Saft hat seine steinerne Mitte freigelegt und, soweit sie es erkennen kann, die unvollständige Stelle komplettiert.
„Wow!“ entfährt es ihr. „Weder meinen Körper, noch meinen Wortschatz habe ich unter Kontrolle“, stellt sie für sich fest. Hatte sie sich doch vorgenommen Männer niemals nach der Größe ihres Hoseninhalts zu beurteilen und ihnen damit das Gefühl zu geben, es sei eine besondere Leistung, wenn er groß sei. Ihre Erfahrung hatte gezeigt, dass es in den wenigsten Fällen darauf ankommt. Heute Nacht hat sich diese Kontrollfunktion ganz offensichtlich abgeschaltet, wie so viele andere rationale Mechanismen. Doch mit dem kurzen Blick zwischen ihre Beine hat sich bestätigt, was sie schon vermutet hatte: Golas bestes Stück ist ein beeindruckendes Exemplar von stattlicher Größe, Festigkeit und Form. Genauso wie es Kari mag: der Kopf schön rund, prall und rosa glänzend, mit demselben Umfang wie der Schaft, der dick und stabil mit einer leichten Krümmung nach oben zeigt, sich ihr neugierig und stolz entgegenstreckt. „Verlangen in seiner bildlichsten Form“, denkt Kari.
Während sie sich zu Gola umdreht, sucht er ihre Aufmerksamkeit mit seinen Augen. Er schiebt seine Hand unter ihren Po, hebt sie ein wenig an, lässt sie darin ruhen während er eine stille Frage in seinen Blick legt. Atemlose Stille. Eine kleine Unendlichkeit schwebt sie so über seiner verlockenden Errektion. Kari schwirrt der Kopf. Diese fragenden Augen, die Lachfalten, die sich ein wenig vertiefen und ihr signalisieren, dass alles eine herrliche Leichtigkeit hat, die angespannte Brustmuskulatur, die ihr von der sehnsüchtigen Erwartung berichtet, das Beben seiner Lenden, das ihren Oberschenkeln die Begierde verrät, seine Hand, die unter ihrem Po die Ruhe ausstrahlt, ihr signalisiert, dass sie frei entscheiden kann und alles gut ist wie es ist – eine unwiderstehliche Mischung. Alle Eindrücke in sich strömen lassen, sie aufnehmen, wirken lassen und tun was sich zeigt – das war in dieser Nacht schon immer der richtige Weg. So will sie es auch weiter tun. Sie spürt wie sich die Empfindungen in ihrer Mitte versammeln und von dort aus gleich einem strahlenden Stern ihren ganzen Körper fluten und sie Gola mit einem kurzen Lidschluss das Einverständnis geben kann, sie auf ihn zu setzen. Er hält den Blick weiter auf ihr Gesicht gerichtet, als wolle er darin lesen, wie sie empfindet. Kari fühlt sich durch seinen Blick gehalten und kann sich ihm vollkommen anvertrauen, lässt sich in seinem Tempo genüsslich niedersetzen und spürt das feste Fleisch zwischen ihren Schamlippen. Seine Spitze liegt noch am Tor zu ihrer Pforte und pocht ein wenig, als würde er um Einlass bitten. Kari erkennt, dass es nun an ihr ist das Tempo zu bestimmen und ihm den Zutritt zu ihrem Inneren zu ermöglichen.
So ganz ohne Umschweife will sie es nicht geschehen lassen, rückt ein wenig weiter nach hinten und massiert seine ganze Länge mit ihren feuchten Schamlippen. Wie eine erblühte Rose empfängt sie ihn und hüllt ihn unwiderstehlich in ihren betörenden Duft. Mit kleinen weichen Beckenbewegungen schiebt sie sich vor und zurück, beobachtet den aufsteigenden Genuss in seinem Gesicht und hört wie sein Atem schneller wird. Seine Hand unterstützt ihre Bewegungen, hilft ihr das Tempo zu erhöhen.
Kari spürt das Verlangen nach mehr in sich aufsteigen und hebt ihr Becken an, gibt Golas Lust die Freiheit sich zu erheben und sich ihr glänzend entgegen zu recken. „Ich will ihn…!“, ist alles, was sich für Kari noch denken lässt. Im Augenblick des Eindringens scheint er am Eingang einen Widerstand zu finden, was sich Kari bei der Größe leicht erklären könnte, doch offensichtlich ist sie so weich und offen, dass er mit leichtem Druck seinen Weg ungehindert findet. Das Gefühl des Gefülltseins, der Vollständigkeit flutet in Kari wie eine heiße Quelle aus dem Becken in ihre Brustspitzen hinauf bis in ihre Wangen und hinab bis in die Zehenspitzen. Sie lässt den Pfahl langsam in sich verschwinden, nimmt ihn vollständig in sich auf und antwortet auf dieses Geschenk mit einem tiefen Seufzer.
Mit kleinen Bewegungen des Beckens lässt Kari den Tanz der Lüste beginnen. Gola wirft den Kopf nach hinten, lässt ihren Hintern los und greift sich ihre Brust, fest und bestimmt, als wolle er sich vor dem freien Fall retten. Er fixiert noch ihren Blick, doch in seinen Augen ist deutlich zu sehen, wie sehr er an der Schwelle zu einer reinen Innensicht ist: das Schließen der Augen, wenn das Gefühl so überwältigend ist, dass eine Wahrnehmung der Außenwelt weder nötig noch möglich ist, sondern nur die reine, pure Existenz von Lust und Leidenschaft das Sein bestimmt. Kari sieht, dass Gola jetzt schon kurz davor ist den Kontakt zu ihr abreißen lassen zu müssen und hält abrupt in ihrer Bewegung inne.
„Lass es uns ein wenig langsamer angehen, damit wir länger Spaß haben, einverstanden?“ Gola kann den Kopf wieder zu ihr beugen, sein Blick klärt sich. Er ist wieder da, lockert den Griff um ihre Brust und entspannt seine Gesichtszüge. Ihm gelingt ein Lächeln, fast ein wenig verschämt, dass er gerade dabei gewesen war, so früh, ohne sie, auf den Gipfel der Wollust zu steigen. „Ist schon lange her…“, versucht er eine Erklärung. Kari weiß es, muss nicht antworten, Worte sind jetzt überflüssig. Sie legt ihre Arme um seinen Hals zieht sich ihm entgegen bietet ihre Lippen an, öffnet sich ihm auf diese Weise. Ein kleines Ablenkungsmanöver, um die Wahrnehmung von seinem Schwanz, der sich so mächtig und stolz in ihr ausbreitet, weg zu führen und ihnen noch ein wenig Lustzeit zu verschaffen. Jede kleine Bewegung lässt ihr den Atem schneller gehen, diese Völle zwischen den Beinen, die alle ihre Reizpunkte gleichzeitig anzuregen vermag, kannte sie bisher nicht. „Bisher hast du ja auch noch nie einen Waldgeist in dir gehabt“, stellt sie für sich fest. „Mindestens genauso lustvoll wie seinen Schwanz, kann er jedoch seine Zunge einsetzen, also …. „. Weiter kommen ihre Gedanken nicht, zu sehr fordert ihr Fühlen und Spüren, was gerade mit ihren Lippen, ihrer Zunge, dem Gaumen, ihrem gemeinsamen Speichel geschieht. Mit einer entschlossenen Ruhe, einer angenehm drängenden Wildheit finden sie Wege zueinander, füreinander, ineinander. Atmen wird zur Nebensache, denken völlig überflüssig. Die suchenden Bewegungen ihrer Zungen werden zu einem harmonisch kreisenden Rhythmus, der sich schließlich in ihrem Becken fortsetzt. In stetig größer werdenden Bewegungen bringt sie seinen Schwengel in sich zum Schwingen, bis sie spürt, wie sie unausweichlich eine Steigerung hinnehmen müssen. Sie hebt ihr Becken an und lässt ihn ein kleines Stück raus- und wieder hineingleiten. Bei den ersten Hebungen kann er seine Augen noch geöffnet lassen, sich von ihr lesen lassen. Je größer und schneller ihre Hebungen werden, umso mehr kann sie beobachten wie sich ein Schleier über seine Pupillen legt und er mit seiner Wahrnehmung zunehmend bei sich, in seinen Schaft und seine Spitze entschwindet. Diesem Schauspiel kann Kari nicht lange folgen, sie spürt wie sie mit ihrem Sein vom Außen ins Innen fließt und sich alle Aufmerksamkeit auf die innige Verbindung zwischen ihnen konzentriert. Sie spürt die Hitze, die in der Bewegung liegt, die strömende Flut, die ihren ganzen Körper von der Mitte aus mitreißt, das gierige Ziehen und Zucken, das sie süß und wild zugleich fordert und mit jeder Bewegung an Größe gewinnt. Inzwischen sind aus den weichen Bewegungen wilde Stöße geworden, ihr Keuchen hallt im Raum, der Punkt, dem Ganzen noch eine andere Wendung zu geben, ist deutlich überschritten.
Kari spürt, wie sich aus der Tiefe ihres Beckens der heiße Strom ankündigt, sich um seinen Stab sammelt, alles noch viel enger und empfindlicher erscheinen lässt und dann wie in einer spiralförmigen Explosion aus ihrer Mitte strömt, sie in Wellen erfasst und mitreißt in eine ungeahnte Größe, eine wirbelnde Farbenflut, einen elektrisierenden Sturm, der sie durch jede Empfindung dieser Welt wirft und ihren Körper in allen Facetten reizt. Fallen und fliegen zugleich, drängen und loslassen in der Vereinigung, bedingungslose Hingabe. Einssein, Selbstsein, Sein.

Ohrenbetäubende Stille, keuchende Atemlosigkeit, wilde Ruhe, völlig außer sich und doch ganz bei sich selbst - so sackt sie auf Golas Brust zusammen und spürt das Heben und Senken seines Brustkorbs, den Schweiß ihrer Haut, das weiche Gleiten aneinander. Sie genießt es, nichts tun zu müssen, das pure Erleben dessen, was im Moment zu spüren ist. Sie nimmt wahr wie Gola ihr langsam über den Rücken streicht und ihr sanfte Küsse ins Haar drückt.
„Diese sinnliche Weichheit und zugleich der sichere Halt, das macht ihn echt unwiderstehlich“, denkt sie, während sie pochend seinen weicher werdenden Schaft an ihrer heißen Vulva spürt. Sie wendet ihren Kopf seinem zu, sucht seine Lippen, findet sie leicht geöffnet und freut sich an seiner weichen, streichelnden Zunge. Nichts Forderndes liegt in seinen Bewegungen, auch er scheint den Höhepunkt überschritten zu haben und lässt Ruhe einkehren, die Lust langsam ausklingen.
Kari öffnet die Augen, trifft mit ihrem Blick auf seine in sich ruhenden Augen, entspannte Gesichtszüge und ein kleines, zufriedenes Grinsen.
„So siehst du also aus, wenn du befriedigt bist“, geht es ihr durch den Kopf und legt sich wieder auf seine Brust. Sie lauscht seinem Atem, seinem Herzschlag, der Stille des Raumes, die sich wie ein leichtes Tuch schützend um sie legt.

Aus der Ferne dringt an ihr Ohr ein Türenschlagen und der bayerische Dialekt des Museumsbeamten: „So, auf geht`s! Letzter Tag, morgen ist Wochenende…!“. Kari öffnet verwirrt die Augen. Ach, hier ist sie: auf der Toilette der Glyptothek. Sie fühlt sich übernächtigt an. Ist sie etwa eingeschlafen, während sie gestern Abend im Dunkeln hier saß?
Oder ist sie nach dieser aufregenden Begegnung wieder hierher zurückgekehrt? Kann das sein? Wie lässt sich erklären, dass sie ihre Jacke nicht mehr anhat? Wo ist die eigentlich? „…und nimm die Jacke und die Trinkflasche vom Kuppelsaal gleich mit, die hat einer vergessen, versteh` ich nicht, hat da gestern keiner kontrolliert?“, hört sie den Museumsbeamten rufen.
„Das wird wohl nicht das Einzige sein, worüber sich der Museumsbeamte heute wundern wird. Seltsam wird ihm auch die Besucherin erscheinen, sie schon so kurz nach der Öffnung das Museum wieder verlässt“, denkt Kari und schmunzelt ihrem Gegenüber im Spiegel zu.
Auf dem Weg zum Eingang flüstert sie dem steinernen Waldgeist noch ein paar verheißungsvolle Worte ins Ohr und steuert mit leichtem Schritt in die Morgensonne.
 

Aina

Mitglied
Korrekturen

Nun sind die Korrekturen gemacht.
Aus "Stätten" wurden "Orte", das verkehrte "wie" wurde ein "als" und die "Trinkfalsche" hat ihr "l" an die korrekte Stelle bekommen.
Ein paar Absätze mehr machen den Text vielleicht auch ein wenig lesefreundlicher - bei mir im Worddokument sieht es so anders aus (Zeilenabstand etc.).
Hoffe es passt so.
:) Aina
 

Jo Phantasie

Mitglied
Liebe Aina,

wahrlich ein beeindruckendes Werk, mit dem du diese Seite bereicherst. Die wesentlichen Komponenten sind gekonnt eingeflossen: Fantasie, Mystik, Esoterik und natürlich Erotik. Sogar von der feuchten Art.
Deshalb wirst du es ertragen, wenn ich jetzt einige Vorschläge zur Optimierung anbringe.

Zunächst einmal zur Länge deiner Geschichte. Für einen Roman zu kurz, für eine Kurzgeschichte zu lang. Das hat jetzt mit Qualität nichts zu tun, sondern mit Strategie. Leser, die hier zwischendurch nippen möchten, werden durch diese Länge abgeschreckt.
Ja, ja, die Argumente kenne ich und höre: Stimmung aufbauen, Atmosphäre, wichtige Einleitungen und Übergänge.
Zugegeben, es bleibt subjektiv, aber ich erwischte mich dabei, Passagen zu überfliegen und Wesentliches zu suchen. Kürzungen sind zweifelsfrei möglich, ohne dass Atmosphäre oder Inhalt leiden.

Ein Grund für Länge ist auch der unnötige Gebrauch von Füllworten.
Hier nur Beispiele:

[blue]Sie war (so) aufgewühlte, dass sie sich (danach) (nur) an (ganz) wenig erinnern konnte.

(Einige) Jahre sind (inzwischen) vergangen, das Bild des steinernen Mannes hat sie nicht losgelassen, sodass sie beschloss, dem Erlebnis (von damals) (noch einmal) nachzugehen.

(Denn) wer kennt das nicht, dass es den Genuss des Beobachters schmälert, (vielleicht) (sogar) zunichte macht, wenn der Beobachtete (selbst) zurückschaut.

(Einfach) einen nackten Mann anfassen, (so) was geht (doch) nicht. (Doch) die
Weißt du (eigentlich),[/blue]

Es ist nicht zwingend, doch es ist zu prüfen, ob ohne die Worte in Klammern die Story nicht an Aussage gewinnt. Füllworte bestärken oft das, was im Text (sowieso überhaupt sogar so) bereits steht.

Dann hat mich die häufige Nennung des Namens „Kari“ gestört (25 mal). Bei einer vorgestellten Protagonistin ist das unnötig und störend. Die Story wirkt noch intimer, wenn du einfach „sie“ „ihr“ schreibst, probier es einfach aus.

Ansonsten, meine Sterne hast du!

Lese dich gerne
Jo
 

Aina

Mitglied
Danke!

Hallo Jo,
vielen Dank für die zeitaufwendige Beschäftigung mit meinem Text!
Ja, die Länge, ich hätte sie nicht argumentieren können. Ich habe nur geschrieben, wie es mir in die Tasten floss. Da gibt es wenig Plan dahinter, um ehrlich zu sein.
Aber im Nachgang werde ich deinen Hinweis gerne noch prüfend über den Text schicken und versuchen besser auf den Punkt zu kommen.
Füllwörter liebe ich, wenn ich meine Texte so anschaue, du hast absolut recht. Mal sehen von welchen ich mich trennen kann und will.
Aber in jedem Fall bin ich dir dankbar für die konstruktiven Hinweise, denn ich bin hier, um zu lernen.
Herzliche Grüße,
Aina
 

Aina

Mitglied
Besuch der Glyptothek
(leicht gekürzt und bereinigt nach den konstruktiven Hinweisen von Jo Phantasie)

Kari steht vor dem Museum, spürt die prickelnde Erwartung, die in ihr aufsteigt, wenn sie sich an Orte begibt, die Schätze der Kunst und Kultur beherbergen. Heute hat sie sich den Nachmittag für einen Besuch in der Glyptothek frei genommen. Sie war schon einmal hier, als junges Mädchen. Von ihrem ersten Besuch sind nur wenige Erinnerungen geblieben: das Gefühl des Aufgewühltseins und der beeindruckende Anblick des großen, schlafenden Satyrs. Der Rest des Rundgangs klingt wie ein Traumwandeln nach – verschwommen und unwirklich.
Einige Jahre sind inzwischen vergangen, das Bild des steinernen Mannes hat sie nicht losgelassen, so dass sie beschloss, dem Erlebnis von damals noch einmal nachzugehen. Vielleicht kann sie heute entdecken, was sie dran so fasziniert hatte.

Ein kurzes Innenhalten vor der großen Museumstür, die Geräusche der Stadt hinter sich lassen, zur Ruhe kommen.
Wenn es noch so ist, wie es damals war, müsste er links vom Eingang aus zu sehen sein. Bevor der Besucher bezahlt und sich innerlich gerüstet hat, fällt der Blick fast unweigerlich auf die Hauptattraktion der Sammlung. Kari zügelt sich, schaut nicht hin, erledigt zunächst die Formalitäten, atmet durch und ist dann bereit den ersten Anblick auf sich wirken zu lassen.
Oh nein, es ist tatsächlich so wie damals. Sie ist enttäuscht. Der Satyr ist im zweiten Ausstellungsraum, einem rund angelegten Kuppelsaal in der Mitte aufgestellt und kann vom Eingangsbereich sofort gesehen werden. Die Skulptur ist so gedreht, dass der Anblick dem Zuschauer alle Neugier und dem Satyr jegliche Intimsphäre nimmt. Als hätte man versehentlich eine Tür geöffnet, hinter der sich eine sehr private Szene abspielt. Erschlagend offen und nackt zeigt sich der halb sitzende Mann aus weißem Marmor mit weit gespreizten Beinen, so dass sich jeder einfühlsame Betrachter im ersten Moment beschämt fühlen muss.
Kari spürt ihr Unbehagen, während sie mit schnellen Schritten und gesenktem Blick den ersten Saal mit Skulpturen durchquert und sich aus dieser schrecklich kompromittierenden Perspektive rettet. Sie stellt sich an die Wand, aus Sicht des Satyrs auf die rechte Seite, so dass sein aufgestelltes Bein seinen Genitalbereich verdeckt und sie durchatmen kann, während sie versucht wieder Ruhe zu finden. „Du wirst es nicht ändern können, also nimm es hin wie es ist und nutze die Zeit ihn zu betrachten“, redet sie sich zu und lenkt ihre Konzentration auf den überlebensgroßen Mann. Aus dieser Perspektive hätte sie ihn gerne zuerst gesehen, damit sie sich im Näherkommen an seine Nacktheit hätte gewöhnen können und der Spannungsbogen dieser Figur nicht auf den ersten Blick entzaubert worden wäre.

Sie löst sich von der Wand, reibt die Hände aneinander. Ein Ausdruck ihrer Gedanken. Der Stein hat sie neugierig gemacht. Wie mag er sich wohl anfühlen? Gerne würde sie an den wohldefinierten Muskelpartien des Armes entlangfahren, vielleicht sogar kurz, verschämt ihre flache Hand auf den straffen Bauch des liegenden Mannes legen. Die größte Versuchung wäre es allerdings seinen Hals zu streicheln, den er ganz offen zeigt. Im Reich der Tiere, zu denen er als Waldgeist mit einem Pferdeschweif am Rücken wohl in gewisser Weise zu rechnen ist, ist diese Geste als Unterwerfung zu verstehen. Zu groß und stark ist er – eigentlich hat er es gar nicht nötig, sich irgendjemandem körperlich zu unterwerfen. „So etwas würde ein Mensch nur tun, wenn er sich sicher fühlt“, denkt sie. Ob Waldgeister der Antike anders einzuschätzen sind? Zumal sie sich nachsagen lassen, dass sie lüsterne Wesen seien, die keinem Genuss, vor allem nicht den sinnlichen Genüssen, gegenüber verschlossen seien.
Mit wenigen Schritten tritt sie auf die linke Seite des Satyrs und befindet sich nun auf Höhe seines Gesichts. Warum haben sie ihn den großen, schlafenden Satyr genannt? Ja, er ist groß – aber schlafend? Seine Stirn ist leicht in Falten geworfen und seine Augenpartie wirkt trotz der geschlossenen Lider nicht, als hätte er sich in seine Träume fallen lassen. Entweder träumt er grade schlecht, dreht und wendet sich unruhig im Schlaf oder er hängt mit geschlossenen Augen seinen Gedanken nach. Was für Kari die wahrscheinlichere, aber auch keine richtig zufriedenstellende Erklärung ist. Die Haltung seines rechten Beines, das er angewinkelt auf sein Lager stellt, deutet ebenso wenig auf eine Schlafhaltung hin, wie der rechte Arm, mit dem er seinen zur Seite gelegten Kopf stützt. „Er ist wunderschön“ denkt sie, „muskulös, wohl proportioniert, eine einzige Aufforderung angefasst zu werden. Ja, genau das strahlt er aus, das würde auch seinen Gesichtsausdruck und seine Haltung erklären. Ich zeige mich dir, ganz unverhüllt und du darfst mich anschauen, scheint er sagen zu wollen. Alle seine Vorzüge präsentiert er seiner Betrachterin völlig ohne Scham und gibt ihr sogar die Möglichkeit in aller Ruhe seine Schönheit zu würdigen. Wer kennt das nicht, dass es den Genuss des Beobachters schmälert, wenn der Beobachtete zurückschaut. Der Satyr weiß um seine Schönheit und genießt das Gefühl angeschaut zu werden. Mit geschlossenen Augen kann er die Blicke wie ein leicht perlendes Prickeln auf der Haut spüren. So wie mein Blick vom Ellenbogen den Oberarm hinunter in die geöffnete Achselhöhle streift….“. Kari verliert den Faden ihres Gedankens und genießt die Zeit des Betrachtens.

Viele Menschen sind, von ihr unbemerkt, vorübergegangen. Jetzt, wo sie sein Gesicht in Ruhe erfasst hat, scheint es ihr passend sich von vorne, der intimen Perspektive seines Anblicks, zu nähern. Durch seine geöffneten Beine sieht sie sein Geschlecht. „Schade“, denkt sie, „dass einige Teile an der Skulptur beschädigt wurden.“ Der linke Arm, der wohl locker über die Lehne seines Lagers herunterhing, der linke Fuß und ein Teil seines Penis. „Dies ermöglicht mir einen freien Blick auf den Hoden, der nicht so weit herunterhängt, wie er es in entspanntem Zustand tun würde“, bemerkt sie. „Er hat sich leicht zusammengezogen. Angeregt durch die Blicke, denen er sich aussetzte? Angeregt von seinen eigenen Gedanken?“
Die Tatsache, dass der Penis nicht in Vollendung zu sehen ist, lässt ihr den Spielraum sich vorzustellen, dass die Rute des Satyrs nicht in schlaffem Zustand über seinen leicht zusammengezogenen Hoden herunterhängt, sondern gerade in Begriff ist sich zu füllen und zu prachtvoller Größe anzuschwellen. „Ob es wohl das ist, was den Mann auf dem Lager so sehr anstrengt? Ist er damit beschäftigt seine beginnende Erektion, die allein durch das Betrachten seines Körpers ausgelöst wird, in den Griff zu bekommen?“
Sie geht ein paar Schritte näher, steht zwischen seinen weit geöffneten Beinen und ist versucht ihre Hände auf seine Knie zu legen, langsam mit der flachen Hand seine Oberschenkel entlang nach oben zu streifen und auf das tiefere Einatmen zu achten, das diese lustvolle Berührung bei ihm auslösen würde.
Ganz offensichtlich ist die Skulptur sehr oft an den Knien angefasst worden, was die spiegelglatten, dunkleren Flächen verraten, aber so wie sie es gern tun würde, wäre es sicher in diesem Museum nicht gestattet.

Ein Blick auf die Uhr verrät ihr, dass sie nur noch wenige Minuten hat, um vor der Schließung des Museums schnell die Toilette zu benutzen. Sie ist enttäuscht über die Tatsache, dass die Zeit wie im Fluge vergangen ist, gleichzeitig spürt sie die Erleichterung der Blase. „Morgen komme ich einfach noch einmal.“, versucht sie sich aufzumuntern. „Trotzdem, es wird nicht dasselbe sein.“, lamentiert sie. „Jetzt war ich grade so nah dran, hatte den Eindruck dem Geheimnis dieses faszinierend schönen Mannes näher zu kommen.“ Ob sie an diesem Punkt am nächsten Tag wieder anknüpfen könnte?
Die Tür zur Damentoilette öffnet sich, eine Stimme fragt in breitem, bayrischem Dialekt: „Ist da jemand? Wir schließen jetzt!“ und fällt wieder zu. Kari grinst über das Vokalspiel des Dialektes. Ohne es irgendwie geplant zu haben oder einen bewussten Entschluss zu fassen, bleibt sie sitzen. Sie bewegt sich nicht, denkt nichts, hört nur die sich entfernenden Geräusche und wird nach minutenlanger Stille gewahr, in welcher Lage sie sich befindet. Noch könnte sie schnell reagieren, um ein Eingeschlossenwerden zu verhindern, aber will sie das? Nein, dies ist eine Chance, die sich ihr nie wieder bieten wird. Sie wird diese Nacht, ungestört, ohne Aufpasser, ohne andere Besucher im Museum sein können.
Den besorgniserregenden Gedanken, dass eine Alarmanlage ihr dieses Abenteuer verderben könnte, kämpft sie erfolgreich nieder und wartet eine gute halbe Stunde ab.
Dunkel ist es, Kari tastet sich zum Ausgang der Toilette, horcht, öffnet vorsichtig die Tür, hält noch einmal inne, um die Stille genauestens zu prüfen und sucht mit den Händen der Wand entlang das Geländer, das die Treppe hinaufführt.
Der besondere Umstand, dass der Satyr unter einer Kuppel mit Milchglasscheiben liegt, taucht ihn in ein fahles, von oben scheinendes Licht, das die Skulpturen drum herum im Schatten verschwinden lässt. Kari raubt es beim Eintreten in den Saal fast den Atem. „So, nur so, sollte er dargestellt werden. Als würde er in seinem Wald auf einer Lichtung liegen, auf die das Mondlicht herabscheint. Auf diese Weise wirkte er nicht so unnatürlich prostituiert, wie heute Nachmittag. Jetzt wirkt es, als sei es das Selbstverständlichste ihm hier und jetzt in dieser Position zu begegnen.“

Sie fühlt sich ihm ein wenig vertrauter als zu Beginn ihres Betrachtens. „Da bin ich wieder“, flüstert sie und lehnt sich am Eingang des Raumes an die Wand. Noch ist sie sich ihrer Sache nicht ganz sicher und muss Kraft aufwenden nicht daran zu denken, wie verboten es ist, was sie hier macht und welche Konsequenzen es haben könnte. Langsam nähert sie sich dem Satyr von der rechten Seite. Sie will ihn nicht erschrecken und seine aufreizende Blöße zu direkt angehen. Jetzt, wo sie weiß, dass sie alleine ist, nähert sie sich ihm, bis sie das Gefühl hat ihn durch ihr Kleid hindurch spüren zu können. Sie hat noch eine Scheu ihn anzufassen, die sie wohl am ehesten mit einer eventuell vorhandenen Alarmanlage hätte erklären können, was aber nicht die Wahrheit gewesen wäre. „Einen nackten Mann anfassen, das geht doch nicht!“ Die Neugier und die Besonderheit der Situation machen es ihr leichter sich über solche Konventionen hinwegzusetzen und geben ihr schließlich die Hand frei, um ihn ein allererstes Mal vorsichtig zu berühren. Mit den Fingerspitzen fährt sie ganz leicht, als wolle sie ihn nicht wecken, von seinem erhobenen Ellenbogen hinab in Richtung der Achselhöhle, so wie sie es sich bereits ausgemalt hatte.
Sie zögert, beugt sich ein wenig näher zu seinem Gesicht und flüstert: „Sag Bescheid, wenn es dir unangenehm ist, dann hör ich sofort auf.“ Mit seinem stillen Einverständnis im Rücken traut sie sich weiter mit ihren Fingern und erkundet vorsichtig seine haarlose Achselhöhle und die Flanke bis hinunter zur Beuge, wo der Oberschenkel sich anwinkelt. Die durch das Anwinkeln des Beines entstandene Rinne, die direkt zu seinem Schambereich führt, fährt sie nicht entlang, obwohl es sich ganz organisch ergeben würde.
Sie ist sich ihrer Sache noch nicht ganz sicher. Vorsichtig nähert sie ihre Hand seinem Gesicht. Als wolle sie ihn –ganz wie ein kleines Kind – beschwichtigen, sagt sie leise: „Ich tu dir nichts, ich möchte dich nur ein wenig berühren“, und muss über den Blödsinn kichern, den sie gerade von sich gibt. Das Reden und kichern machen es leichter: sie senkt die Hand auf die rechte Wange. „Bei einem Waldgeist weiß man nie…“, aber nichts passiert, er bleibt bewegungslos und duldet ihre Berührung immer noch mit leicht gerunzelter Stirn. Das macht sie entschieden mutiger und sie lehnt sich noch ein kleines Stück nach vorne, so dass ihr Oberkörper mit der Skulptur in Kontakt kommt. Durch das Sommerkleid hindurch spürt sie die überraschend, weiche Kälte und den festen Halt, der es ihr erlaubt die Finger weiter wandern zu lassen. Sanft streicht sie über seine Schläfen und seine Stirn, die Stirn die verrät, dass er nicht schläft, sondern äußerst wach miterlebt, was um ihn herum geschieht. Um die linke Gesichtshälfte erreichen zu können reicht es nicht aus auf Zehenspitzen zu stehen und sich zu strecken. Zu groß ist er. Dafür kann sie nun endlich in Ruhe den Hals erkunden, den er ihr zeigt. Die Tatsache, dass er es duldet, dass sie seinen Hals streichelt, macht sie mutiger und lässt sie mit der ganzen Hand weiter Richtung Brust und Bauch wandern.
Die kleine Falte über dem Bauchnabel verrät ihr, dass er die Muskulatur leicht anspannt, damit er das rechte Bein in seiner Stellung halten kann. „Du schläfst ganz sicher nicht!“, stellt sie leise fest. „Wer sich nur so einen unpassenden Titel für dich ausgedacht hat!“, empört sie sich, legt den Arm um seinen Bauch und ihren Kopf auf seine Brust, als wolle sie ihn, ob der Ungerechtigkeit mit einem derart unpassenden Titel in Verbindung gebracht zu sein, trösten. Ein unerwartet schönes Gefühl, diese Gestalt zu umarmen und die weiche Kühle an ihrer Haut zu spüren. Während sie an ihm lehnt und ihre Entrüstung mit ihm teilt, streichelt sie seinen Rücken, fährt mit der Hand vom Rücken weiter hinab, wo der Pferdeschweifansatz zu tasten ist. „Ungewöhnlich bist du schon, irgendwie ein ganz besonderer Mann“, sinniert sie. Ein wenig unwohl fühlt sie sich, wenn sie mit ihm spricht, wer macht schon so was und spricht mit einem Steinmann, aber es gibt ihr trotzdem das Gefühl näher zu kommen, eine Verbindung zu schaffen.
Sie löst sich von ihm, geht hinten um ihn herum, streift seine halblangen lockigen Haare und bleibt an seiner linken Seite stehen. Für sie ist inzwischen die Außenwelt vergessen und es gibt nur sie und dieses Fabelwesen, diesen Halbgott, der ihr mit seiner Schönheit Herzklopfen verursacht und sie glauben macht, dass sie sich in dem Wald befinden, der seine Heimat gewesen sein muss.

Mit der Hüfte lehnt sie sich an den Satyr und genießt es, sein Gesicht aus nächster Nähe betrachten zu können. Sie legt ihre Hand zärtlich auf seine Stirn streicht die Wange entlang und lässt ihre Fingerkuppen den Rand seiner Lippen erkunden. „Sinnliche Lippen, würden die Menschen heutzutage sagen. Für einen Mann aus der heutigen Zeit ein wenig zu voll, aber sie passen gut zu dir. Weißt du eigentlich, dass sie sagen, dass du betrunken seist und nach dem Tanz hier eingeschlafen bist? Ja, das mit dem Tanz ist ihnen vielleicht zu glauben, aber nur, weil deine Lippen leicht geöffnet sind, heißt das nicht, dass du zu viel getrunken hast, oder? Haben die noch nie einen Betrunkenen schlafen sehen? Ja, er würde vielleicht durch einen geöffneten Mund schwer atmen, aber der Rest des Körpers wäre genauso unkontrolliert. Nein, nein, mein Lieber, da haben sie sich gewaltig geirrt die Kunstsachverständigen. Ob es ihnen wohl an Phantasie mangelt oder ihnen die Wahrheit zu peinlich ist? Früher hätte ich diese missverstandene Deutung deiner Haltung noch verstanden, aber heute, in unserer aufgeklärten Gesellschaft…?“ Sie hält inne und wird sich bewusst wie laut sie im Eifer ihres Monologs geworden ist. „Entschuldige, ich wollte dich nicht langweilen“, nimmt sie sich zurück, „du weißt selbst am besten, was die richtige Version ist.“
Sie wendet sich wieder seiner Betrachtung zu. „Einen schönen Mund hast du“, flüstert sie. Es ist nicht mehr die Ängstlichkeit, die sie zu den leisen Tönen bewegt, sondern die Zärtlichkeit, die sie für ihr Gegenüber empfindet. „Wer diesen wohl schon geküsst hat?“ Sie erschrickt, ohne nachzudenken hat sie sich mit ihren Bemerkungen in die Intimsphäre des Schönlings geplappert und kann damit zu weit gegangen sein. Aber nein, zum Glück ist keine Veränderung zu bemerken. „Zumindest bist du nicht empfindlich in diesem Punkt, was wohl Teil deines Charakters sein muss, wenn du für den Tanz, den Wein und die Feste zuständig bist. Viele Frauen wird es dort geben, denen es gut gehen soll, für deren Unterhaltung du sorgst.“
In ihrem Umgang mit dem steinernen Mann liegt inzwischen etwas Selbstverständliches. „Weißt du“, erklärt sie ihm, während sie ihre Finger an seinem Hals entlanggleiten lässt, „ich hätte niemals gedacht, dass du dich so weich anfühlen würdest, auch wärmer – verzeih mir, das soll keine Kritik sein, aber unter Marmor hatte ich mir einfach etwas Anderes vorgestellt.“ Hat sie sich getäuscht, oder ist da ein kleines Lächeln über sein Gesicht gehuscht? Ihr Pulsschlag schnellt hoch, ist es möglich, dass sie im Mondlicht von ihren Augen so hinters Licht geführt wird und sich eine Bewegung vorgaukeln lässt oder regt sich der sinnliche Koloss wirklich? „Unsinn, so etwas gibt es nicht“, beruhigt sie sich selbst und setzt ihre Reise mit der Hand fort, ohne sein Gesicht aus den Augen zu lassen. Sicher war es nur eine Frage der Perspektive, die sein Gesicht ein wenig lächelnder erscheinen ließ. Sie lehnt sich wieder entspannter an ihren Gefährten und sucht durch ihre Finger Anschluss an das vertraute Gefühl zu finden, das sie vor ein paar Minuten genossen hatte. Die Welt um sich herum vergessen und sich treiben lassen.
Kari erinnert sich an den Nachmittag, als sie fast zwischen den Beinen des Satyrs stand und sich wünschte die Hände auf seine Knie legen zu dürfen. Nun, da sie sich ihm wohlmeinend gezeigt hatte, fühlt sie sich berechtigt, sich ihm intim zu nähern. „Du kannst mir sagen, wenn du das nicht willst, aber ehrlich gesagt scheint es, als würdest du es dir sogar wünschen“, fordert sie ihn heraus. „Mir kann kein Mensch erzählen, dass du nur zufällig deine Beine so auseinanderstellst. Du weißt genau welche Schönheit an dir ist und trägst sie genüsslich zur Schau“, provoziert sie ihn weiter. Langsam, fast aufreizend langsam, gibt sie sich dem Genuss hin seine Oberschenkel nach oben zu streichen. Je weiter sie zu seinem Zentrum kommt, umso weiter lässt sie ihre Hände nach innen gleiten. „Eine Frechheit!“, denkt sie sich, aber im Gesicht des Mannes, das sie unablässig im Auge behält, ist kein Unmut zu erkennen. Vielmehr sieht sie die Anspannung, eine Art der Anstrengung, als müsse er sich beherrschen, um auf seinem Lager still liegen zu bleiben. „Ich quäle dich, ich weiß“, flüstert Kari, die nun ihrer eigenen inneren Unruhe gewahr wird. Ihr Herz klopft, ihr ist unerklärlich warm und sie spürt plötzlich wie unangenehm ihre kleine Tasche an der Schulter drückt. „Kleinen Moment Großer, ich komme gleich wieder und mach da weiter, wo ich aufgehört habe“. Sie tritt zurück, streift ihre Tasche ab, wirft das Sommerjäckchen hinterher und bemerkt, dass ihr auch die Sandalen hinderlich sind. Zufrieden blickt sie an sich herunter, das kleine Muster im Stoff ist durch das fahle Licht fast unsichtbar und macht aus ihrem knielangen Trägerkleid einen einfarbigen Stoff, der luftig um sie schwingt.

„Jetzt ist es besser“, seufzt sie erleichtert und tritt zu dem geduldig Wartenden. Barfuß kann sie sich auf einen Vorsprung des Waldgeistlagers stellen und kommt näher an ihn heran.
„Schon wieder da“, grinst sie ihn an, „Ich hoffe dir macht es nichts aus, wenn ich etwas näherkomme.“ Mit den Händen tastet sie nun über seine Leisten, genießt die weiche Kuhle auf dem Weg zu seiner Lende mit einem langen Ausatmen. Einen beobachtenden Blick auf seine Gesichtszüge kann sie sich nicht verkneifen, um sicher zu stellen, dass ihr eine eventuelle Regung nicht entgeht. Es ist nichts zu sehen, was hatte sie sich nur gedacht. „Zu viel Fantasie…“ murmelt sie in sich hinein. Das waren die Worte, die sie seit ihrer Kindheit zu hören bekommen hatte, wenn sie vom Spielen auf der Wiese oder der Waldlichtung nach Hause kam und berichtete wie sie mit den Pflanzen geredet hatte, wie gut sie zuhörten, welche Tiere ihr zugetan waren und dass es noch kleine Wesen gab, mit denen sie spielte. Keine Kinder, kleine Menschen, die sie regelmäßig traf und die ihre Spielgefährten waren. Für Kari gab es keinen Zweifel, dass sie das alles erlebt hatte, sie lernte nur mit den Jahren es für sich zu behalten. Ganz offensichtlich erlebten ihre Mitmenschen die Welt anders als sie und wollten darin nicht gestört werden.
Jetzt erinnert sie sich an diese Waldbegegnungen, an die unterhaltsamen Nachmittage mit ihren Freunden, die sie in ihren Erzählungen aussparen musste, weil sie in die Kategorie „Fantasie“ gefallen waren. Mit dem Umzug in die Stadt, weg aus dem Elternhaus hinein in das Studentenleben, hatte sich das Thema sowieso erledigt. Ihr ist bis zu diesem Moment nicht aufgefallen, dass sie schon so lange nicht mehr mit dieser Bemerkung konfrontiert worden war.
Ganz in diese Gedanken versunken, nisten sich ihre Hände wie selbstverständlich in seiner Leiste ein und wärmen den Marmor. Ihr Blick folgt ihren Händen und findet zu seinem Intimbereich. „Schade, dass du nicht ganz vollständig bist, ich wäre doch zu neugierig wie dein bestes Stück in voller Größe aussieht. Allerdings lassen deine Eier auf eine stattliche Größe schließen.“ Die Worte helfen ihr die Scheu zu überwinden, ihn an diesen Stellen zu berühren. Jeder andere Mann würde nun mit schnellen Atemzügen, einem wohligen Seufzen oder Stöhnen hörbar reagieren und sie damit zum Weitermachen ermutigen. Nicht so hier, natürlich, wie auch.
Sie wendet sich dem Bauch und der Brust des wohlgeformten Mannes zu. „Na, dann werde ich mal ein wenig mutiger, wenn bis jetzt die Alarmanlage nicht losgegangen ist, kann ich dir auch noch ein Stück näher rücken. Dein Gesicht ist so weit weg, wenn ich hier stehe.“ Sie klettert höher und setzt sich mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, rutscht ein wenig hin und her, um eine bequeme Position zu finden, verharrt kurz, als sie sein Gemächt an ihren Pobacken spürt. Das verschafft ihr einen sicheren Halt und erinnert sie deutlich daran, wo sie sich gerade befindet. Ein wenig unwirklich: der kalte, glatte Marmor an den Innenseiten ihrer Schenkel und gleichzeitig die wohl definierten Muskeln, die weichen Linien, die lebendig wirkende Manneskraft, die sie unter sich hat. Sie hält inne, setzt sich aufrecht, spürt dabei wie kühl es an ihrem Höschen ist. Ja, sie muss richtig feucht sein, denkt sie mit einem Schmunzeln, das nicht ganz frei von Peinlichkeit ist. „Du bist aus Stein und keiner sieht uns, was mach ich mir also Gedanken? Oder was meinst du?“, bezieht sie ihn in ihre Gedanken mit ein. „Und wenn ich lang genug an derselben Stelle sitzen bleibe, wird es warm und fühlt sich gut an.“ Sie beugt sich nach vorne wendet sich nun dem zu, weshalb sie sich eigentlich auf ihn gesetzt hatte.
Sein Gesicht will sie sich näher anschauen, herausfinden was der Gesichtsausdruck eigentlich aussagen will. Dabei rutscht sie auf seinem Bauch unwillkürlich hin und her und kann die Anregung ihrer Mitte nicht verhindern. Lust steigt in ihr auf, sie merkt wie sie nicht nur feucht, sondern richtig nass geworden ist und dadurch von der Beobachtung des Satyrs abgelenkt wird. Sie schaut nach unten, hebt ihr Kleid, um zu sehen ob diese Lustwelle, wie vermutet, ihre Spuren auf dem Marmorbauch hinterlassen haben. „Uuuups…“, sie kann ihre Überraschung nicht geistreicher ausdrücken. Da, wo sich ihr Lustsaft auf den Stein ergossen hat, hat sich der weiße Marmor in einen rosé-Ton verfärbt. Sie rückt ein wenig zur Seite, um genauer anzuschauen was sich da ereignet hat. „Bist du gar nicht aus weißem Marmor? Bist du angemalt und ich löse hier gerade deine Farbe?“ Sie tastet mit den Fingern nach der verfärbten Stelle und erschrickt, zieht den Finger schnell zurück, nimmt zögerlich ihren Mut zusammen und erkundet die Stelle noch einmal gründlicher: „Das ist ja gar kein Stein, das ist weich und fühlt sich wie Haut an!“. Sie lehnt sich zurück, schaut dem Waldgeist ins Gesicht, sucht seinen Blick und fragt ihn leise: „Liege ich hier völlig falsch oder gibt es unter dem Marmor noch einen echten Kerl? Völlig verrückter Gedanke, aber das hier fühlt sich nach Haut an. Warm und weich, es pulsiert jetzt sogar ein wenig. Okay, ich sehe ein, dass du nicht antworten kannst. Der Gedanke ist zu schräg, selbst für eine wie mich, mit der sogenannten Fantasie, von der ich zu viel habe. Wenn ich es logisch weiterdenke, also, wenn Logik das ist was hier gefragt ist, dann… nee, wirklich, das ist ein starkes Stück.“ Sie murmelt noch ein wenig weiter, schaut sich diese weiche Stelle im Marmor an und beginnt mit dem Finger die Feuchtigkeit von der Hautstelle weiter in Richtung des Steins zu verteilen. Und siehe da, auch dort wird langsam und fast unmerklich der Stein zu weicher, warmer Haut. Als alles verteilt ist, hat der Bauch eine Hautfläche von der Größe ihrer Hand. Sie betrachtet das Ergebnis und beschließt dieses Phänomen nicht logisch erklären zu müssen, sondern, wie in ihrer Kindheit, die Tatsachen, die sich ihr zeigen einfach anzunehmen. „Also, wenn das so ist, will ich mal sehen, was sich heute Nacht für dich tun lässt.“ Sie klettert runter zu ihrer Tasche und holt die kleine Wasserflasche hervor. „Wenn feuchtmachen das Rezept ist, dann wollen wir mal“. Sie geht zu seinem linken Fuß und reibt ihn mit dem Wasser aus der Flasche ein. Sie wartet, nichts geschieht, sie wartet noch ein wenig, schaut auf den Bauch, ja, da ist noch die pulsierende Haut zu sehen. Es gibt sie noch, nur am Fuß scheint es nicht zu gehen. Vielleicht an einer anderen Stelle? Sie versucht es am Oberschenkel, am Arm, an den Haaren…nichts tut sich. Inzwischen ist die Wasserflasche leer. Neues braucht sie nicht zu organisieren, es hilft ja sowieso nicht.

„Denk nicht nach, tu was sich dir gezeigt hat!“, fordert sie sich selbst auf, um ihre rationale Seite in den Hintergrund zu schieben. „Na dann, es sieht so aus, wie wenn wir beide heute noch eine Menge vorhaben und das hier ein echt aufregender Spaß werden kann“, grinst sie ihn an, während sie an dem Marmorblock lehnt und ihre Finger in die weiche Stelle auf seinen Bauch legt. Sie ist immer noch da und scheint sich ihr entgegen zu wölben, als wolle sie ihr etwas mitteilen. „Das ist unmissverständlich, finde ich. Nur, wo soll ich anfangen, du bist nicht grade klein und ich fürchte, dass meine Erregung…, na egal“ unterbricht sie sich, bei dem Gedanken an die Größe und die Unmöglichkeit der Aufgabe. „Wollen wir es mal von der praktischen Seite angehen“, murmelt sie vor sich hin, streift ihr Höschen ab, erklimmt den Waldgeist zwischen den Beinen, stellt ihre Füße in seine Leisten und setzt sich in die Hocke. Mit links hält sie sich an seinem angewinkelten Oberarm fest, das gibt ihr einen sicheren Halt und mit der rechten Hand geht sie an den Ort, wo sich der Zaubersaft befindet, der diesen steinernen Menschen ganz offensichtlich zu einem lebendigen Waldgeist werden lassen kann. Noch während ihre Hand langsam in der üppigen Feuchtigkeit und der weichen Haut hin und her gleitet überlegt sie laut: „Sag mal, wo fange ich jetzt am besten an? Was wäre dir wohl am wichtigsten? Die Augen? Damit du sehen kannst, wer sich hier an dir zu schaffen macht?“ Mit etwas zittriger Bewegung führt sie ihre feuchten Finger zu seinem Gesicht, ihre Anspannung ist größer als zu jedem anderen Zeitpunkt in dieser ungewöhnlichen Nacht. Bisher war es nur ein Abenteuer, bei dem sich die Ereignisse überschlagen hatten, jetzt, in diesem Moment wird ihr bewusst, was eigentlich vor sich geht. Wenn das hier funktioniert, wird sie einem Menschen begegnen, der sie nicht kennt, der hier völlig fremd ist, mit dem sie schon sehr intim ist, aber noch nicht ein Wort gesprochen hat, dessen Wille sie nicht kennt und, und, und… Ihre Gedanken überschlagen sich, ihre Hand hat sich unterdessen auf seine leicht gerunzelte Stirn gelegt. Sie unterbricht ihre wilden Gedanken, die sie nur verwirren und von dem abhalten, was ihr Gefühl und ihr Abenteuergeist zuflüstern. Sie seufzt und spürt gleichzeitig wie sich unter ihren Fingern die Stirn glättet. Ob es Entspannung ist oder eine gespannte Stille, vor dem was nun kommen wird, mag sie nicht zu sagen. Aber endlich hat ihr Gedankenkarussell gestoppt und lässt ihre Hand frei agieren. Mit ruhigen, sicheren Bewegungen feuchtet sich Kari ihre Finger zwischen den Schenkeln an und streicht über die Schläfen des schönen Mannes, fährt seitlich über die Ohren, befreit die Augenbrauen vom Stein und benetzt den Nasenrücken, die weiten Nasenflügel und schließlich seine Oberlippe.
Alles wird wie von Zauberhand zu weicher, pulsierender Haut. Ach ja, die Augen, ja die sollen mit der nächsten Feuchte lebendig werden. Vorsichtig verteilt sie ihre Nässe auf den Augenlidern und beobachtet wie sie beginnen sich zu bewegen. Ihr Herz klopft ihr bis zum Hals, was wird geschehen, wenn er sie sieht? Verbirgt sich hinter dem Stein auch ein waches Auge? Dieser Gedanke ist noch nicht zu Ende gedacht, als sie zwei große, braune Augen wach und freundlich anschauen. Sie beeilt sich die gesamte Augenpartie aus ihrer Versteinerung zu befreien, um den Ausdruck und die Bewegung darin zu erkennen. Kleine Lachfalten kommen zum Vorschein, ja, die gelebte Freude, ist hier zu sehen. Und sehen kann sie nun auch, wie er ihre Bewegungen neugierig zu verfolgen versucht, wie er immer wieder versucht ihr Gesicht zu fixieren und schließlich seine Augen in ihren Augen Ruhe finden. Sie hält in ihrem Tun inne, schaut sich sein Gesicht an, beugt sich nach vorne, lehnt mit ihren Knien auf seiner Brust und nimmt sein Gesicht in ihre Hände. „Ich bin Kari und ich weiß nicht was hier passiert. Ich bin mir bewusst, dass das hier völlig verrückt ist und ich habe Lust das weiter zu erleben. Kannst du mich überhaupt verstehen?“ Seine Augen haben sie bis zu dem Zeitpunkt aufmerksam betrachtet, jetzt schließt er sie kurz, als wolle er damit nicken. „OK, also ich habe keine Ahnung was das hier wird und ich hoffe es passt für dich, so wie für mich.“ Wieder dieses Augennicken. „Gut, dann der Mund als nächstes? Was sprichst du eigentlich? Also sprachtechnisch meine ich, ich kann weder Italienisch noch Griechisch, Latein…? Oh entschuldige, ich bin ganz aufgeregt, da fange ich immer an zu Quasseln wie ein Wasserfall.“ Sie verstummt, geht mit der rechten Hand zwischen ihre Beine, feuchtet sie in ihrer Tiefe an und führt sie zu seinen Lippen. Ein dankbares Flackern ist in seinen Augen unverkennbar, vielleicht auch ein wenig Ungeduld als sie sich in ihren Beobachtungen zu verlieren scheint. „Sinnlich ist das“, denkt sie. „Stein oder nicht, unfassbar wie anregend dieses Gefühl des feuchten Streichelns auf seinen vollen Lippen ist“. Unwillkürlich fährt sie sich mit der Zunge über die eigenen Lippen, befeuchtet sie und spürt die angenehm erregende Kühle, die sich darauf bildet. Ihr Blick lässt sich gar nicht mehr von seinem Mund lösen, wie aus dem Stein die weichen, geschmeidigen Lippen werden, die mit jedem Atemzug zurück zu ihrer ursprünglichen Röte finden. „Unwiderstehlich“, geht es ihr durch den Kopf und neigt sich wie von selbst nach vorne. Ihre Lippen scheinen den Weg schon zu kennen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, legt sie ihre Lippen auf die des steinernen Mannes und spürt, wie er sich ihr entgegen reckt. „Umwerfend!….Lust!….Mehr!“ sind die Wortfetzen, die in Karis Kopf losgelöst von allen Strukturen auftauchen, während sie spürt, wie sich seine Lippen leicht öffnen und ihre Zunge Einlass findet. Das anfänglich langsame und tastende an ihren Lippenbewegungen weicht der drängenden Gier, dem Getriebensein von Lust und purer Leidenschaft. Tief dringen sie in einander ein, atemlos und feucht scheinen ihre Münder zu verschmelzen, die Zungen zu einer zu werden, die Sehnsucht des Einsseins schon jetzt vorwegzunehmen.

In einer heftigeren Bewegung verliert Kari kurz das Gleichgewicht und ist dadurch gezwungen neuen Halt zu suchen. Sie nutzt die Unterbrechung, lehnt sich schwer atmend zurück, der Satyr atmet nicht weniger heftig. Aber ja, er atmet und sucht mit seinem Blick Halt und Begegnung in ihren Augen. Es wird still, nur in weiter Ferne wäre das Grundgeräusch der Großstadt zu hören, wenn sie es hören wollten. Kari durchbricht die gespannte Stille: „Kannst du mir das erklären?“ Er versucht zu schlucken, was aber nur in einem gurgelnden Gekrächze endet. Sie fasst sich flink an ihre pochende Vulva und streicht mit ihren nassen Händen an seinem Unterkiefer und Hals entlang, damit sich die Partie aus dem Stein lösen kann. Nun fällt ihm das Schlucken leichter und seine Stimme scheint hervortreten zu können. Sie lehnt sich zurück, lässt ihm Zeit, wartet gespannt und scheint sich nicht bewusst zu sein, welchen Anblick sie ihrem Gegenüber bietet. Allein das würde seine Sprachlosigkeit ohne weiteres erklären. Eine wohlproportionierte junge Frau, die Haare ein wenig durcheinander, das Sommerkleid leicht verrutscht, so dass der Ansatz ihrer üppigen Brust zu sehen ist, der Brustkorb hebt und senkt sich schnell, die Beine gespreizt, das Kleid verdeckt jedoch ihre Nacktheit, eine Hand ist unter dem Kleid und scheint selbstvergessen die Feuchtigkeit zu bewahren. Ihr Blick, das faszinierendste an dieser Frau, strahlt eine wache Neugier aus, eine Offenheit und Lebenslust wie es nur wenige Menschen können. Davon kann auch ein Satyr beeindruckt sein. Vor allem in seiner Situation. Daher durchaus verständlich, dass er sich nicht sofort äußern kann. Kari wartet ab, bis er sich gesammelt hat.
„Ich weiß es nicht.“ Seine Stimme ist warm und tief, entspricht seiner Größe und seiner Ausstrahlung, denkt sie. „Ähm, also, auf deine Frage was hier passiert. Auf die anderen Fragen habe ich aber Antworten. Ich heiße Gola, ich war ein Waldbewohner bis eines unserer Feste zu wild wurde, also bis ich mit einer Frau…, also, das ist eine lange Geschichte. Am Ende bin ich verzaubert worden, verdammt ein Stein zu sein.“ Kari grinst: „Und jetzt bist du hier in diesem Museum und wirst, weil du dich nicht beherrschen konntest, jeden Tag von vielen Menschen betrachtet wie du da liegst und gerade noch eine Frau bei dir war. Von wegen schlafen…! Wie war das, kurz bevor du verzaubert wurdest? War die Frau gerade bei dir, hat der Zauberer dich mit ihr zusammen erwischt?“ Gola schließt kurz die Augen als müsse er nachdenken und sich die Ereignisse wieder zurückholen „Ja, wir hatten mit anderen getrunken und gefeiert und uns dann zurückgezogen. Es war eine wilde Nacht. Ich wusste, dass wir ein großes Risiko eingehen und doch war die Verlockung so groß, dass ich nicht widerstehen wollte. Als ihr Mann hereinkam, kniete sie gerade zwischen meinen Beinen und hatte meinen Stab in ihrem Mund.“ Kari lacht leise. „Was ist so komisch daran? Machst du sowas nicht?“ „Äh, doch das mach ich auch“, purzelt es aus Kari und ihr wird bewusst, wie intim sich diese Unterhaltung in der kurzen Zeit entwickelt hat. „Ich muss nur lachen, weil sie dich den schlafenden Satyr nennen und ich das schon immer unpassend fand. Nichts an deiner Haltung und deinem Gesichtsausdruck weist drauf hin. Es sieht eher so aus, als wenn die Frau zwischen deinen Beinen gerade ihre Hand an der sehr empfindlichen Stelle unter deinem Hoden leicht hin und her streicht und dir damit quälende Lust verursacht. Gleichzeitig hat sie vermutlich deine volle Länge tief in ihrem Mund und massiert die Spitze mit der Zunge. So wirkte zumindest dein steinernes Gesicht.“ Kari lehnt sich an Golas aufgestellten Oberschenkel und kann das Erstaunen in seinem Gesicht erkennen. „Wie weißt du? Warst du dabei?“ „Nein, aber ganz unerfahren bin ich nun auch nicht und die Männer haben sich ganz offensichtlich in diesen Dingen seit ein paar hundert Jahren nicht allzu sehr verändert“, schmunzelt sie. „Aber egal, ich schätze wir haben nicht allzu viel Zeit zusammen oder was denkst du?“ „Ich weiß gar nichts, mir passiert das hier zum ersten Mal und mit den Zaubern habe ich mich damals nicht näher beschäftigt. War mir nicht wichtig. Eines noch: du hast vorher was von einer Sprache gesagt, keine von denen kann ich, wir haben uns im Wald mit unserer eigenen Sprache unterhalten, ob die einen Namen hat, weiß ich nicht.“ Da dämmert es Kari, hier spricht sie gerade gar nicht Deutsch, hier spricht sie gerade in der Sprache ihrer Kindheit im Wald. Wozu solche „Fantasiewelten“ in der Kindheit gut sein können, denkt sie kurz.

Doch viel drängender erscheint ihr die Gegenwart. Sie wird sich ihrer Hand an ihrem Geschlecht bewusst und schaut auf die Fleckenlandschaft von Marmor und Haut vor sich. „Wie soll es nun weitergehen?“ Gola zwinkert verschmitzt: „Ich denke wir können an der Stelle weitermachen, wo es sich zwischen uns beiden so angenehm angefühlt hat.“ Kari beugt sich nach vorne, nimmt ihre feuchte Hand und setzt ihren Verwandlungsakt auf der Brust von Gola fort, der genüsslich wieder seine Augen schließt. „Ich weiß nicht, ob mein Saft für dich ausreichen wird und was wir machen, wenn es nicht reicht. Was wenn du vollständig aus dem Marmor ausgelöst bist, wie lange wird das wohl dauern?“ Gola öffnet die Augen träge: „Denkst du immer so viel über die Zukunft nach? Weder du noch ich kennen irgendwelche dieser Antworten, wollen wir nicht einfach erleben was gerade geschieht? Machst du mir als nächstes bitte den Arm und die Hand frei oder nein, ….“er atmet hörbar lange aus, weil Kari inzwischen an seinen Leisten angekommen ist und sich seinem Gemächt nähert. „…ähm, vielleicht bleibst du doch lieber an dieser Stelle…“ Kari ist ganz froh über diese Unterbrechung, wie soll sie ihm erklären, dass sein bestes Stück unvollständig ist. Sehen konnte er es noch nicht und sie fragt sich was wohl passieren wird, wenn sie den Marmor verschwinden lässt. Also ist ihr die Ablenkung willkommen.
„Ist ok, ich mach mal Redepause und befreie deinen Arm.“ Sie setzt sich mit gespreizten Beinen auf seinen Bauch, schiebt das Kleid nach oben, rückt sich zurecht. „Weißt du, wenn mein Arm frei ist, werde ich dir als erstes das Kleid ausziehen“, bemerkt Gola mit ruhiger Stimme, während sie noch versucht alles an einen bequemen Platz zu arrangieren. Sie hebt den Kopf, schaut ihn an, strafft ihre Körperhaltung und entscheidet sich kommentarlos zu bleiben. Stattdessen streift sie sich das Kleid, die letzte Privatsphäre in diesem öffentlichen Raum, genauso geschmeidig vom Körper wie die Bedenken, die ihr noch geblieben waren. Es ist als würde sie das Museum verlassen und in den Wald ihrer Kindheit gehen, dort wo es keine Sorgen aus der Vergangenheit oder für die Zukunft gab, dort wo es keine Verständigungsprobleme, wo es nur das hier und jetzt gab. So wie hier und jetzt.

Ohne Kleid ist es deutlich leichter der Aufgabe zu folgen, nicht nur, weil der hinderliche Stoff nicht im Weg ist, die kühle Luft erregt ihre leicht feuchte Haut in höchstem Maß, ihr Brustwarzen werden sofort groß und hart, werden mit jeder Bewegung erregter und senden ein süßes Ziehen an ihre Mitte. Manchmal ist es ja ganz schön lästig so schnell feucht zu werden, streift sie der Gedanke aus einem fernen Alltag, aber hier und jetzt kann es nicht besser laufen. Kari ist so mit sich beschäftigt, dass ihr gar nicht auffällt, wie Gola auf ihr Tun reagiert. Sein Erstaunen über ihr spontanes und schnörkelloses Handeln, vielleicht auch über ihr Verstummen, ist ihm deutlich am Gesicht abzulesen. Fast wirkt es so, als wolle er seinen Kopf nach vorne beugen, um sie besser betrachten zu können. Leider halten ihn noch die Haare und sein Nacken hinten im Stein fest, so dass er auf die Ausschnitte angewiesen ist, die sie ihm bietet. Er flüstert in sein unterdrücktes Stöhnen: „Darf ich sie mal in den Mund nehmen?“ Kari war gerade auf dem Weg mit der Hand zu seinem Arm, hatte sie schon in seine Achselhöhle gelegt und an den Linien der Muskeln erfreut. Diese leise, aber drängende Bitte hörte sich fast schon wie ein Flehen an. Ja, was hatte sie sich auch gedacht? Nichts hatte sie gedacht, nur gehandelt, gefühlt, existiert.
Zeit sich kurz einen Überblick zu verschaffen: hier sitzt sie splitternackt auf einem Mann, der die Lust in seiner Natur trägt, wer weiß wie viele Jahre keinen fleischlichen Genüssen nachgehen konnte und mitten aus einem Akt ohne Befriedigung gerissen worden war. Sie bietet ihm nun ihren hinreißenden Anblick, ohne dass er sich irgendwie zu ihr hinbewegen kann. Natürlich wird seine Lust und Erregung zu einem flehentlichen Bitten, wenn sie ihm den Genuss vorenthält.
Sie kniet sich auf seine Leisten, macht sich lang, es reicht nicht aus, sie stellt sich vorsichtig in die schöne Kuhle die den Übergang von Bauch zu Oberschenkel anbietet und beugt sich ein wenig nach vorne. So geht es: ihre Brust kann sie nun in seinen Mund legen, der sich gierig öffnet und sofort die Zunge um ihre Brustwarze schickt. Mit einem leichten Saugen nimmt Gola die Spitze und den Vorhof in den Mund, umringt sie mit der ganzen Zungenfläche, atmet tief, schließt die Augen. Die gesteigerte Anspannung in seinen Lenden kündigt es an, Kari spürt es durch die Fußsohlen. Gola überkommt die Leidenschaft: er saugt ihre Brust mir ganzer Kraft ein, als könnte er nicht genug davon bekommen. Kari krallt sich in seinem steinernen Arm fest, die Kraft seiner Bewegung, die Heftigkeit ihrer Gefühle erschüttern sie. Ihr stoßender Atem geht im Gleichklang, verkündet die gemeinsame Erregung und füllt den Raum.
„Mach meinen Arm frei, bitte!“ presst er zwischen der Brust und den Zähnen hervor. Er lässt sie nicht aus dem Mund, bearbeitet sie weiter mit seinem leichten Beißen und Saugen. Sie steht breitbeinig auf ihm und kann zumindest mit einer Hand ihrer Aufgabe nachgehen. Ihre Brust lässt er unterdessen nicht los, liebkost sie weiter und schickt ihr damit den Saft in kleinen Rinnsalen in den Schoß. Der Arm ist schnell befreit. Am schwierigsten ist es den Stein aus dem Haargewirr zu lösen, aber schließlich gelingt es ihr und Gola streicht ihr mit der frei gewordenen Hand über den Rücken hinab zum Po, verweilt ausgiebig und sucht schließlich den Weg in ihre überflutete Spalte.
Dort fühlt er sich offensichtlich sehr wohl. Er weiß genau wo es guttut, wo es fast unerträglich schön ist und wie er eine Frau völlig willenlos machen kann. Kari wirft den Kopf nach hinten, stöhnt laut auf, droht fast zu fallen, doch sein Arm ist schnell und sicher an ihrem Rücken. Er fängt sie auf und begleitet sie in einer fließenden Bewegung nach unten, so dass sie wieder sicher zum Sitzen kommt und sich sammeln kann. Noch außer Atem keucht sie bewundernd „Du weißt wie es geht, alle Achtung!“ Was er mit einem verschmitzten Lächeln quittiert. Die kleine Verschnaufpause gibt ihr die Zeit sich das Erreichte zu vergegenwärtigen.
Golas Kopf ist frei beweglich und fast gänzlich steinfrei. Der rechte Arm, die Schulter, die Brust und der Bauch bis zu den Schamhaaren ist freigelegt. Sie dreht sich im Sitzen um, kehrt Gola den Rücken zu. „Deine Beine benötigen noch ein wenig mehr Freiheit, finde ich.“ Mit gespreizten Beinen hockt sie nun auf seinem steinernen Gemächt, kehrt ihm den Rücken zu und macht sich daran seine Oberschenkel erst an der Außen-, dann an der Innenseite aus der Steinhaut zu befreien. Seine Muskeln geben ihr die Richtung vor und sie genießt es sichtlich, sich die Zeit zu nehmen seine Schönheit intensiv kennen zu lernen und mit ihren Berührungen zu erkunden.
Sie beugt sich vor, um an die Knie zu gelangen und die Unterschenkel, zumindest da wo sie hingelangt, einzureiben. Dabei spürt sie, wie sich sein Schambereich hart und kalt an ihrem heißen Brunnen reibt. Seine Unterschenkel sind so herrlich muskulös und offensichtlich im Moment der Versteinerung besonders angespannt, dass sich die vielen Linien faszinierend schön nachzeichnen lassen. Kari schenkt ihnen ihre ganze Aufmerksamkeit, nimmt dabei nur entfernt wahr, dass sich unter ihrem Becken etwas bewegt. Wie durch einen Nebel drängt sich die aufsteigende Lust des Waldgeistes in ihre Wahrnehmung und ihre Feuchtigkeit. Sie hört wie aus der Ferne Golas heftig werdender Atmen an ihr Ohr dringt. Er legt seine Hand auf ihre Schulter und zieht sie nach oben zu sich, bedeutet ihr, dass sie sich zu ihm drehen soll. Unterwegs streift ihr Blick das, was sich zwischen ihren Beinen abspielt: ihr Saft hat seine steinerne Mitte freigelegt und, soweit sie es erkennen kann, die unvollständige Stelle komplettiert.
Mit dem kurzen Blick zwischen ihre Beine hat sich bestätigt, was sie schon vermutet hatte: Golas bestes Stück ist ein beeindruckendes Exemplar von stattlicher Größe, Festigkeit und Form. Genauso wie sie es mag: der Kopf schön rund, prall und rosa glänzend, mit demselben Umfang wie der Schaft, der dick und stabil mit einer leichten Krümmung nach oben zeigt, sich ihr neugierig und stolz entgegenstreckt. „Verlangen in seiner bildlichsten Form“, denkt sie.

Während sie sich zu ihm umdreht, sucht er ihre Aufmerksamkeit mit seinen Augen. Er schiebt seine Hand unter ihren Po, hebt sie ein wenig an, lässt sie darin ruhen während er eine stille Frage in seinen Blick legt. Atemlose Stille. Eine kleine Unendlichkeit schwebt sie über seiner verlockenden Erektion. Kari schwirrt der Kopf. Diese fragenden Augen, die Lachfalten, die sich ein wenig vertiefen und ihr signalisieren, dass alles eine herrliche Leichtigkeit hat, die angespannte Brustmuskulatur, die ihr von der sehnsüchtigen Erwartung berichtet, das Beben seiner Lenden, das ihren Oberschenkeln die Begierde verrät, seine Hand, die unter ihrem Po die Ruhe ausstrahlt, ihr signalisiert, dass sie frei entscheiden kann und alles gut ist wie es ist – eine unwiderstehliche Mischung. Alle Eindrücke in sich strömen lassen, sie aufnehmen, wirken lassen und tun was sich zeigt – das war in dieser Nacht schon immer der richtige Weg. So will sie es weiter halten. Sie spürt wie sich die Empfindungen in ihrer Mitte versammeln und von dort aus, gleich einem strahlenden Stern, ihren ganzen Körper fluten und sie ihm mit einem kurzen Lidschluss das Einverständnis geben kann, sie auf ihn zu setzen. Er hält den Blick weiter auf ihr Gesicht gerichtet, als wolle er darin lesen, wie sie empfindet. Kari fühlt sich durch seinen Blick gehalten und kann sich ihm vollkommen anvertrauen, lässt sich in seinem Tempo genüsslich niedersetzen und spürt das feste Fleisch zwischen ihren Schamlippen. Seine Spitze liegt noch am Tor zu ihrer Pforte und pocht ein wenig, als würde er um Einlass bitten. Kari erkennt, dass es an ihr ist das Tempo zu bestimmen und ihm den Zutritt zu ihrem Inneren zu ermöglichen.
Ganz ohne Umschweife will sie es nicht geschehen lassen, rückt ein wenig weiter nach hinten und massiert seine gesamte Länge mit ihren feuchten Schamlippen. Wie eine erblühte Rose empfängt sie ihn und hüllt ihn unwiderstehlich in ihren betörenden Duft. Mit kleinen weichen Beckenbewegungen schiebt sie sich vor und zurück, beobachtet den aufsteigenden Genuss in seinem Gesicht und hört wie sein Atem schneller wird. Seine Hand unterstützt ihre Bewegungen, hilft ihr das Tempo zu erhöhen.
Sie spürt das Verlangen nach mehr in sich aufsteigen und hebt ihr Becken an, gibt seiner Lust die Freiheit sich zu erheben und sich ihr glänzend entgegen zu recken. „Ich will ihn…!“, ist alles, was sich für Kari noch denken lässt. Im Augenblick des Eindringens scheint er am Eingang einen Widerstand zu finden, was sich Kari bei der Größe leicht erklären könnte, doch offensichtlich ist sie so weich und offen, dass er mit leichtem Druck seinen Weg ungehindert findet. Das Gefühl des Gefülltseins, der Vollständigkeit, flutet in Kari wie eine heiße Quelle aus dem Becken in ihre Brustspitzen hinauf bis in ihre Wangen und hinab bis in die Zehen. Sie lässt den Pfahl langsam in sich verschwinden, nimmt ihn vollständig in sich auf und antwortet auf dieses Geschenk mit einem tiefen Seufzer.
Mit kleinen Bewegungen des Beckens lässt sie den Tanz der Lüste beginnen. Er wirft den Kopf nach hinten, lässt ihren Hintern los und greift sich ihre Brust, fest und bestimmt, als wolle er sich vor dem freien Fall retten. Noch fixiert er ihren Blick, doch in seinen Augen ist deutlich zu sehen, wie sehr er an der Schwelle zu einer reinen Innensicht ist: das Schließen der Augen, wenn das Gefühl so überwältigend ist, dass eine Wahrnehmung der Außenwelt weder nötig noch möglich ist, sondern nur die reine, pure Existenz von Lust und Leidenschaft das Sein bestimmt. Sie sieht, dass er schon kurz davor ist den Kontakt zu ihr abreißen lassen zu müssen und hält abrupt in ihrer Bewegung inne. „Lass es uns ein wenig langsamer angehen, damit wir länger Spaß haben, einverstanden?“ Gola kann den Kopf wieder zu ihr beugen, sein Blick klärt sich. Er ist wieder da, lockert den Griff um ihre Brust und entspannt seine Gesichtszüge. Ihm gelingt ein Lächeln, fast ein wenig verschämt, dass er gerade dabei gewesen war, so früh, ohne sie, auf den Gipfel der Wollust zu steigen. „Ist schon lange her…“, versucht er eine Erklärung. Sie weiß es, muss nicht antworten, Worte sind jetzt überflüssig.

Sie legt ihre Arme um seinen Hals zieht sich ihm entgegen bietet ihre Lippen an, öffnet sich ihm auf diese Weise. Ein kleines Ablenkungsmanöver, um die Wahrnehmung von seiner Mitte, die sich so mächtig und stolz in ihr ausbreitet, weg zu führen und ihnen noch ein wenig Lustzeit zu verschaffen. Jede kleine Bewegung lässt ihren Atem schneller gehen, diese Völle zwischen den Beinen, die alle ihre Reizpunkte gleichzeitig anzuregen vermag, kannte sie bisher nicht. „Bisher hast du ja auch noch nie einen Waldgeist in dir gehabt“, stellt sie für sich fest. „Mindestens genauso lustvoll wie seinen Schwanz, kann er jedoch seine Zunge einsetzen, also …. „. Weiter kommen ihre Gedanken nicht, zu sehr fordert ihr Fühlen und Spüren, was gerade mit ihren Lippen, ihrer Zunge, dem Gaumen, ihrem gemeinsamen Speichel geschieht. Mit einer entschlossenen Ruhe, einer angenehm drängenden Wildheit finden sie Wege zueinander, füreinander, ineinander. Atmen wird zur Nebensache, denken völlig überflüssig. Die suchenden Bewegungen ihrer Zungen werden zu einem harmonisch kreisenden Rhythmus, der sich schließlich in ihrem Becken fortsetzt. In stetig größer werdenden Bewegungen bringt sie seinen Schwengel in sich zum Schwingen, bis sie spürt, wie sie unausweichlich eine Steigerung hinnehmen müssen. Sie hebt ihr Becken an und lässt ihn ein kleines Stück raus- und wieder hineingleiten. Bei den ersten Hebungen kann er seine Augen noch geöffnet lassen, sich von ihr lesen lassen. Je größer und schneller ihre Hebungen werden, umso mehr kann sie beobachten wie sich ein Schleier über seine Pupillen legt und er mit seiner Wahrnehmung zunehmend bei sich, in seinen Schaft und seine Spitze entschwindet. Diesem Schauspiel kann Kari nicht lange folgen. Sie spürt wie sie mit ihrem Sein vom Außen ins Innen fließt und sich alle Aufmerksamkeit auf die innige Verbindung zwischen ihnen konzentriert. Sie spürt die Hitze, die in der Bewegung liegt, die strömende Flut, die ihren ganzen Körper von der Mitte aus mitreißt, das gierige Ziehen und Zucken, das sie süß und wild zugleich fordert und mit jeder Bewegung an Größe gewinnt. Inzwischen sind aus den weichen Bewegungen wilde Stöße geworden, ihr Keuchen hallt im Raum, der Punkt, dem Ganzen eine andere Wendung zu geben, ist deutlich überschritten.
Kari spürt, wie sich aus der Tiefe ihres Beckens der heiße Strom ankündigt, sich um seinen Stab sammelt, alles viel enger und empfindlicher erscheinen lässt und dann wie in einer spiralförmigen Explosion aus ihrer Mitte strömt, sie in Wellen erfasst und mitreißt in eine ungeahnte Größe, eine wirbelnde Farbenflut, einen elektrisierenden Sturm, der sie durch jede Empfindung dieser Welt wirft und ihren Körper in allen Facetten reizt. Fallen und fliegen zugleich, drängen und loslassen in der Vereinigung, bedingungslose Hingabe. Einssein, Selbstsein, Sein.

Ohrenbetäubende Stille, keuchende Atemlosigkeit, wilde Ruhe, völlig außer sich und doch ganz bei sich selbst - so sackt sie auf Golas Brust zusammen und spürt das Heben und Senken seines Brustkorbs, den Schweiß ihrer Haut, das weiche Gleiten aneinander. Sie genießt es, nichts tun zu müssen, das pure Erleben dessen, was im Moment zu spüren ist. Sie nimmt wahr wie er ihr langsam über den Rücken streicht und ihr sanfte Küsse ins Haar drückt.
„Diese sinnliche Weichheit und zugleich der sichere Halt, das macht ihn echt unwiderstehlich“, denkt sie, während sie pochend seinen weicher werdenden Schaft an ihrer heißen Vulva spürt. Sie wendet ihren Kopf seinem zu, sucht seine Lippen, findet sie leicht geöffnet und freut sich an seiner weichen, streichelnden Zunge. Nichts Forderndes liegt in seinen Bewegungen, auch er scheint den Höhepunkt überschritten zu haben und lässt Ruhe einkehren, die Lust langsam ausklingen.
Sie öffnet die Augen, trifft mit ihrem Blick auf seine ruhenden Augen, entspannte Gesichtszüge und ein kleines, zufriedenes Grinsen.
„So siehst du also aus, wenn du befriedigt bist“, geht es ihr durch den Kopf und legt sich wieder auf seine Brust. Sie lauscht seinem Atem, seinem Herzschlag, der Stille des Raumes, die sich wie ein leichtes Tuch schützend um sie legt.

Aus der Ferne dringt an ihr Ohr ein Türenschlagen und der bayerische Dialekt des Museumsbeamten: „So, auf geht`s! Letzter Tag, morgen ist Wochenende…!“. Kari öffnet verwirrt die Augen. Ach, hier ist sie: auf der Toilette der Glyptothek. Sie fühlt sich übernächtigt an. Ist sie etwa eingeschlafen, während sie gestern Abend im Dunkeln hier saß?
Oder ist sie nach dieser aufregenden Begegnung wieder hierher zurückgekehrt? Kann das sein? Wie lässt sich erklären, dass sie ihre Jacke nicht mehr anhat? Wo ist die eigentlich? „…und nimm die Jacke und die Trinkflasche vom Kuppelsaal gleich mit, die hat einer vergessen, versteh` ich nicht, hat da gestern keiner kontrolliert?“, hört sie den Museumsbeamten rufen.
„Das wird wohl nicht das Einzige sein, worüber sich der Museumsbeamte heute wundern wird. Seltsam wird ihm auch die Besucherin erscheinen, sie schon so kurz nach der Öffnung das Museum wieder verlässt“, denkt sie und schmunzelt ihrem Gegenüber im Spiegel zu.
Auf dem Weg zum Eingang flüstert sie dem steinernen Waldgeist noch ein paar verheißungsvolle Worte ins Ohr und steuert mit leichtem Schritt in die Morgensonne.
 

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