Brentano Gesellschaft

Chandrian

Mitglied
Hallo Hera

Habe ich auch erhalten. Soweit ich sagen kann, ist dies insofern seriös, als dass alles gewährleistet wird, was versprochen wurde. Man hat die Möglichkeit, zu gewinnen und ausserdem ist das ganze Verfahren auch kostenfrei und man ist nie dazu verpflichtet, das Buch zu kaufen. Diese Sammelausgabe sei aber sündhaft teuer und deswegen wird bei diesen „Wettbewerben“ auch von fishing gesprochen - durch eine Teilnahme wird man dazu verführt die Ausgabe zu kaufen.

Damals habe ich mir nicht Gedanken gemacht, was mit dem Text passiert oder wie seriös das ist. Da muss ich mich wohl besser informieren.

Hier (https://www.poetry.de/showthread.php?t=77675 ) ist der Link zu einer Diskussion über die Brentano Gesellschaft in einem andern Forum.

und hier wird die Abzocke erklärt:


LG
 

Hera Klit

Mitglied
Vielen Dank für die Info, lieber Chandrian.

Wenn ich nichts zahlen muss, ist die Sache zunächst mal ok für mich.
Es wird das erste Mal sein, dass ich gedruckt werde.
Hat das erste Mal also auch hier einen faden Beigeschmack.

Liebe Grüße
Hera
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sage nur: Hände weg! Komplett unseriös! Das Thema Phishing wurde bereits erwähnt! Ich hatte mal mit einem hartnäckigen Virus in meinem Email-Programm zu tun, ständig wurde ich zur Zahlung eines Betrages aufgefordert. Die Anthologiebände sind unverschämt teuer; sie sollen angeblich in großen inter/nationalen Bibliotheken stehen. In der Staatsbibliothek zu Berlin fand ich kein einziges Exemplar.

Ich wiederhole: Hände weg!


Kr.
 

Tula

Mitglied
Hallo Hera
Das sind weitbekannte Abzocker und die Anthologie ohne jeden Stellenwert. Die wollen, dass du diese voller Stolz kaufst. Das ist das business model.

Es gibt andere Wettbewerbe bei denen du auch relativ locker in die Anthologie kommst. Selbst wenn du diese kaufst, der Preis ist gewöhnlich um die 15 Euro und nicht mehr.

LG
Tula
 

Hera Klit

Mitglied
Hallo Tula,

Dass Verlage Geld verdienen möchten, sollte uns nicht überraschen und
dass man mit unbekannten Autoren, zudem mit Lyrik, eigentlich nichts verdienen kann, ist auch bekannt.


Liebe Grüße
Hera
 

anbas

Mitglied
Hallo Hera,

ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. Schließlich gibt es für unbekannte Autor*innen kaum Möglichkeiten, ihre Werke in Papierform zu veröffentlichen, ohne dass man dafür selber zahlen muss.
Es gibt mehrere Verlage, die wie die Frankfurter Bilbliothek vorgehen. Bei mir war es die 'Bibliothek deutschsprachiger Gedichte'. Sogar in amerikanischen Bibliotheken sollen die Bände der 'Bibliothek deutschsprachiger Gedichte' zu finden sein, hieß es.

Ich habe hier auch an einem Wettbewerb teilgenommen und mein Gedicht wurde auch in die Anthologie aufgenommen. Das Buch musste ich dann für damals über 40 € kaufen (übrigens: bei seriösen Verlagen erhalten die Autoren eigentlich immer mindestens ein kostenloses Ansichtsexemplar).

Von dem Ergebnis war ich ziemlich enttäuscht. Das Buch ist eine einzige Bleiwüste - keine Grafiken, keine anderen gestalterischen Elemente. Es sind rund tausend Seiten mit hintereinander aufgereihten Gedichten. OK, der Einband macht etwas her, man hat sich die Mühe gemacht, die Texte inhaltlich grob zu sortieren, und es wurde ein Inhalts- und Autorenverzeichnis angelegt.
Als Beiwerk konnte man für eine Extra-Zahlung auch Analysen zu seinem Text erhalten. Außerdem werden Schreibseminare u.ä. angeboten.

Für mich ist es höchst grenzwertig, was diese Verlage machen. Im Grunde geht es ihnen darum, mit der Eitelkeit unbekannter Autor*innen und/oder deren Sehnsucht, wenigstens einmal auch in einem Buch veröffentlicht zu werden, Geld zu machen.
Wenn diese kritischen Punkte für Dich keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen, so mach es. Ich bin inzwischen in über 20 Anthologien mit meinen Texten vertreten. Nur in den allerseltesten Fällen musste ich dafür etwas bezahlen - aber nie so viel wie bei der 'Bibliothek deutschsprachiger Gedichte'.
Letztendlich ist es aus meiner Sicht die Frage, was man als Autor*in bereit ist auf sich zu nehmen, um veröffentlicht zu werden. Ich persönlich empfinde das Vorgehen dieser Verlage inzwischen eher als eine Respektlosigkeit, Demütigung und/oder Ausnutzung von Autor*innen.

Meine Empfehlung wäre eher, sich bei Autorenwelt anzumelden. Hier wird man - auch durch einen Newsletter - regelmäßig über Ausschreibungen, Wettbewerbe usw. informiert. Die Preise können Geldpreise aber auch die Aufnahme in Anthologien sein. Auf jeden Fall bin ich bisher dort auf keine unseriösen oder dubiosen Verlage u.ä. gestossen.

Sollte es irgendwann mal um ein eigenes Buch gehen, so kann man hier mal nach einem passenden Verlag Ausschau halten: Fairlag

Liebe Grüße

Andreas
 
Hi, wie die Kollegen geschrieben haben ....
Ich würde es nicht machen, allein um diese billige Abzocke nicht zu unterstützen.
Perry und auch ich haben mit einem Kleinverlag gute Erfahrungen gemacht.
50 Bücher sind nicht viel und zu stemmen, auch wenn man es nicht so dicke hat.
Ist der bessere Weg.
Beislgrüße
 

Hera Klit

Mitglied
Vielen Dank, lieber Hans.

Wenn du bei einem Kleinverlag 50 Bücher abnehmen musst, dann ist das
eigentlich mehr Abzocke als beim Brentano Verlag, denn
dort muss man nichts abnehmen, so weit ich das rausgelesen habe.

Gut, ich habe den Wettbewerb mitgemacht, um zu gewinnen, von Drucken war nicht die Rede.

Liebe Grüße
Hera
 
Wenn du bei einem Kleinverlag 50 Bücher abnehmen musst, dann ist das
eigentlich mehr Abzocke als beim Brentano Verlag, denn
Das ist nicht ganz richtig. Meine ersten 50 Bücher sind bereits verkauft.
Es ist mein eigenes Buch mit 180 Seiten. Die zweite Auflage geht über Lesungen. Vier Rezensionen sind auch nicht schlecht und bilden den Werbeflyer. Für mich passt das auf jeden Fall, auch kleine Brötchen sind ok.
Beislgrüße
 

Walther

Mitglied
Hallo Hera
Das sind weitbekannte Abzocker und die Anthologie ohne jeden Stellenwert. Die wollen, dass du diese voller Stolz kaufst. Das ist das business model.

Es gibt andere Wettbewerbe bei denen du auch relativ locker in die Anthologie kommst. Selbst wenn du diese kaufst, der Preis ist gewöhnlich um die 15 Euro und nicht mehr.

LG
Tula
exakt,
lb Tula,
so ist es. ich habe zweimal ein buchgeschenk abgegriffen - bei einem wettbewerber. gekauft habe ich nie etwas. irgendwann habe ich's eingestellt.
mein beiden gedichtbände sind bei kleinverlagen ohne kostenbeteiligung erschienen. weder die verlage noch ich wurden/werden dabei 'reich'.
lg W.
 

revilo

Mitglied
nein, die sache ist unseriös........ich hab auch mal so einen schriebs bekommen.........nagel ihn dir am besten ans bein.......
 

Hera Klit

Mitglied
Ich kanns nicht mehr verhindern, aber nach allem was ich jetzt weiß, bedeutet
es nichts für mich.


Vielen Dank.

Liebe Grüße
Hera
 

Chandrian

Mitglied
Mann… soeben lag bei mir ein Umschlag im Briefkasten. Darin das Bestellformular. 89 Euro für ein einziges Exemplar??? Dabei 40% Rabatt? Ich habe ja schon gehört, dass das Wucher ist… aber so viel? In erster Linie bin ich über die Art und Weise erstaunt, wie das ganze mit vermeintlicher Seriosität überspielt wird. Auf dem Flyer wurde sogar mein eigenes Gedicht abgedruckt, wobei dies ja einen wahnsinnigen Mehraufwand bedeutet… Ich verstehe das überhaupt nicht, bin ihnen aber auch völlig auf den Leim gegangen. Bestellen werde ich auf jeden Fall nix!!!
 

Walther

Mitglied
Mann… soeben lag bei mir ein Umschlag im Briefkasten. Darin das Bestellformular. 89 Euro für ein einziges Exemplar??? Dabei 40% Rabatt? Ich habe ja schon gehört, dass das Wucher ist… aber so viel? In erster Linie bin ich über die Art und Weise erstaunt, wie das ganze mit vermeintlicher Seriosität überspielt wird. Auf dem Flyer wurde sogar mein eigenes Gedicht abgedruckt, wobei dies ja einen wahnsinnigen Mehraufwand bedeutet… Ich verstehe das überhaupt nicht, bin ihnen aber auch völlig auf den Leim gegangen. Bestellen werde ich auf jeden Fall nix!!!
ja, uns möchtegerndichter kann man sehr gut linken. wir möchten uns zu gern gedruckt sehen. die marge ist so groß, dass der aufwand lohnt, wenn das backend genügend automatisiert ist,
 

revilo

Mitglied
Ich habe hier auch schon einmal ganz stolz vermerkt, dass ein Gedicht von mir in der Brentano-Gesellschaft veröffentlicht wurde. Wohlmeinende Kollegen und Kolleginnen haben mir dann die Augen geöffnet. Ich bin aber natürlich keinerlei Verpflichtungen eingegangen und hab dieses schweineteure Buch auch nicht bestellt. Natürlich fühlst Du Dich gebauchpinselt, wenn dir eine so vermeintliche Ehre zuteil wird. Letztendlich ist es aber nur Abzocke.Nicht nur deswegen bin ich davon abgekommen mich darum zu bemühen, dass meine Sachen irgendwo veröffentlicht werden. Das war mein 1. und letzter Versuch. Sehr gefreut habe ich mich aber vor ein paar Jahren, als Walther diverse Gedichte von mir in seiner Anthologie veröffentlichte. Ein Gedicht von mir wurde auch einmal vom Ohren Schützer vertont. Auch das fand ich klasse. Aber jetzt bin ich ich nicht mehr so erpicht darauf. An Wettbewerben nehme ich ohnehin nicht Teil, weil mir dazu einfach die Lust und die Zeit fehlt.
 

Hera Klit

Mitglied
Ich möchte dieses Forum in Kenntnis setzen, dass mich soeben die ehrenwerte Redaktion der Frankfurter Brentano-Gesellschaft per Brief darüber unterrichtete, dass eines meiner besonders wertvollen Gedichte, in der klassischen Edition der Frankfurter Bibliothek abgedruckt wurde.
Es ist dort eins unter 2050 auf etwa 624 Buchseiten, eingebunden in edlem hellblauen Leinen. Es wird wohl kaum übersehen werden.

Ich darf nun davon ausgehen, da ich ja jetzt eine bekannte, bereits veröffentlichte Autorin bin, selbst von meinen schärfsten Kritiker*innen mit mehr Respekt behandelt zu werden.

Eine Ausgabe könnte ich für 89 schlappe Euro (bei 40 % Rabatt) bestellen, aber es müsste schnell gehen, weil das Werk meist bereits vor dem höchsten Christenfest vergriffen sei. Zudem wird mein Gedicht evtl. dem Lektorat des August von Goethe Literaturverlags zum Abdruck vorgeschlagen. Strike!

Das Darben und Hungern für meine Kunst, all die entbehrungsreichen Jahre, hat sich also voll gelohnt.


Hochachtungsvoll
Ihre Großschriftstellerin
Hera Klit
 
Zuletzt bearbeitet:

Walther

Mitglied
Ich möchte dieses Forum in Kenntnis setzen, dass mich soeben die ehrenwerte Redaktion der Frankfurter Brentano-Gesellschaft per Brief darüber unterrichtete, dass eines meiner besonders wertvollen Gedichte, in der klassischen Edition der Frankfurter Bibliothek abgedruckt wurde.
Es ist dort eins unter 2050 auf etwa 624 Buchseiten, eingebunden in edlem hellblauen Leinen. Es wird wohl kaum übersehen werden.

Ich darf nun davon ausgehen, da ich ja jetzt eine bekannte, bereits veröffentlichte Autorin bin, selbst von meinen schärfsten Kritiker*innen mit mehr Respekt behandelt zu werden.

Eine Ausgabe könnte ich für 89 schlappe Euro (bei 40 % Rabatt) bestellen, aber es müsste schnell gehen, weil das Werk meist bereits vor dem höchsten Christenfest vergriffen sei. Zudem wird mein Gedicht evtl. dem Lektorat des August von Goethe Literaturverlags zum Abdruck vorgeschlagen. Strike!

Das Darben und Hungern für meine Kunst, all die entbehrungsreichen Jahre, hat sich also voll gelohnt.


Hochachtungsvoll
Ihre Großschriftstellerin
Hera Klit
super, lbr Hera Klit, wer wünscht es sich nicht, in einem atemzug mt Brentano und Goethe genannt zu werden! lg W.
 

revilo

Mitglied
Ich möchte dieses Forum in Kenntnis setzen, dass mich soeben die ehrenwerte Redaktion der Frankfurter Brentano-Gesellschaft per Brief darüber unterrichtete, dass eines meiner besonders wertvollen Gedichte, in der klassischen Edition der Frankfurter Bibliothek abgedruckt wurde.
Es ist dort eins unter 2050 auf etwa 624 Buchseiten, eingebunden in edlem hellblauen Leinen. Es wird wohl kaum übersehen werden.

Ich darf nun davon ausgehen, da ich ja jetzt eine bekannte, bereits veröffentlichte Autorin bin, selbst von meinen schärfsten Kritiker*innen mit mehr Respekt behandelt zu werden.

Eine Ausgabe könnte ich für 89 schlappe Euro (bei 40 % Rabatt) bestellen, aber es müsste schnell gehen, weil das Werk meist bereits vor dem höchsten Christenfest vergriffen sei. Zudem wird mein Gedicht evtl. dem Lektorat des August von Goethe Literaturverlags zum Abdruck vorgeschlagen. Strike!

Das Darben und Hungern für meine Kunst, all die entbehrungsreichen Jahre, hat sich also voll gelohnt.


Hochachtungsvoll
Ihre Großschriftstellerin
Hera Klit
sehr gut......
 



 
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