Corona und kein Ende

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blackout

Mitglied
Was ist passiert im Lande der Germanen?
Betriebe ruhn, die Landesgrenzen dicht,
schon längst verloren ist die Übersicht.
Die Angst geht um, die meisten Leute ahnen,

da stimmt was nicht, zu viele schöne Reden.
Und doch, wie es so gern der Deutsche tut,
er meckert bloß, gebremst ist seine Wut,
er liebt mit der Regierung keine Fehden.

Milliarden für die Banken und Konzerne,
für Rente und Soziales reicht es nicht -
das deutsche Land ist aus dem Gleichgewicht.
Wer kurzarbeitet, sieht jetzt in die Sterne.

Man füttert uns mit falschen Opferzahlen,
und jeder Schwätzer steht im Rampenlicht.
Denn Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.
Man rankt sich hoch an tauben Ritualen.

Wir halten Abstand, waschen uns die Hände.
Die Nummer für den Notruf liegt parat.
Dass was zusammenwächst, hofft jetzt der Staat,
der weiß, sonst heißt es Ende vom Gelände.

Der ist erstaunt: Das hats noch nie gegeben!
Laut tönt der Ruf nach Solidarität.
Für uns jedoch kommt alles schon zu spät.
Und jeder hofft jetzt nur aufs Überleben.

18.3.20
 

Tula

Mitglied
Moin
Wer nicht rechtzeitig durchgreift und nicht genügend Beatmungsgeräte organisiert, wird das Schicksal Italiens erleiden. In jeder Hinsicht furchtbar.
Wahrscheinlich hätten dahingehend alle europäischen Grenzen schon vor Tagen dicht machen sollen. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Welche Fehden genau du dem Bürger anräts, weiß ich nicht so recht. Politisch gesehen ist das alles eine Frage des Katastrophenschutzes (wieso ist niemand auf solch eine Krise wirklich vorbereitet) und der Unterstützung (finanzielle mit inbegriffen) ALLER Betroffenen. Wie sich das genau umsetzen wird, ist wohl niemandem so richtig klar. Hier in Portugal gibt es für jene, die nicht arbeiten gehen können (also auch keine Telearbeit wie ich persönlich) 66% des Gehalts. Eine Hilfe, aber für wenig-Verdiener ein harter Verlust.
Ich sehe aber auch spontane Solidarität, z.B. bieten sich sehr viele Leute an, den Älteren zu helfen, zB. die Einkäufe zu erledigen usw.

Soviel zum Thema.

Grüße Tula
 
… und jeder Schwätzer steht im Rampenlicht,
Auch jede Schwätzerin sucht jetzt die Rampe,
Tritt Triviales breit zur Weisheitspampe
Und macht daraus ein tönendes Gedicht.
JF

Getretner Quark
Wird breit, nicht stark.
JW Goethe
 

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