Das Gebet (gelöscht)

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Tigerauge

Mitglied
Die 1 ist eine sehr interessante Zahl. Ich möchte den Text hier jetzt nicht verreißen. Wie ich die LL kenne, bin ich einer der wenigen, die sich für so was interessieren. Ich freue mich eher, wenn Du mal etwas über die 666 schreibst. Das finde ich spannend.
 

Ralf Langer

Mitglied
Eine interessante replik,
deren schwäche aber unteranderem darin liegt,
das hier nur der gott des neuen testaments
eingang gefunden hat.

man merk dem text an, das er vom glauben durchdungen ist.


ich sage ersteinmal nur:

es gibt ältere stimmen
als den vater unser gesang
schon vor philae vor karnak
suchten die menschen
nach dem gemeinsamen klang

lg
ralf
 

jon

Foren-Redakteur
Teammitglied
Willkommen in der LL!

Ein Text, der inhaltlich so schwierig ist (schon wegen der Zitate in offenbar alter, heute kaum noch verständlicher Sprache, von den mystischen Elementen ganz zu schweigen) sollte fehlerfrei sein. Wenigstens das Gebet am Anfang ;)

Die Überfrachtung mit optischen Hervorrhebungen tut der Lesbarkeit des Textes nicht gut. Auch das ständige "Anbrüllen" (Fettdruck wird als "laut" wahrgenommen) verleiht für mein Empfinden allem einen fast schon unseriösen Touch (es wirkt, als müsse die "Botschaft" durch Lautstärke eingeprügelt werden, weil sie mangels Substanz sonst nicht wahrgenommen werden würde).



Details:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werden Dein Name,
Dein Reich komme,Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Heißt es nicht "unser täglich Brot"? Ist inhaltlich egal, aber bei einem Gebet zählt ja auch die Form.

Schauen wir uns die Symbolik der EINS noch etwas tiefer an.
Man kan etwas genauer anschauen oder in etwas tiefer hinein blicken/schauen.

Angelus Silesius sagt:
"Gleichwie die Einheit ist in jeder Zahl, so ist auch Gott der Ein' in Dingen überall.
Kein Absatz

So wird also das Geheimnis Gottes mit der Qualität der Zahl EINS bei vielen Mystikern gleichgesetzt. Der Mystiker Valentin Weigel setzt Gott und die Schöpfung in direkten Bezug zu den Zahlen:
"Das Eine ist ein Beschluss und Begriff aller Zahlen, 2, 3, 5, 10, 100, 1000. Darum kannst du sprechen, dass EINS ist alle Zahlen complicite zusammengewickelt, aber 2, 3, 5, 10, 100, 1000 ist nicht anderes als eine Auswicklung. Gott will ich vergleichen der ersten und die Kreatur den anderen Zahlen, darum dass Gott einig ist ..., und darum, dass die Kreatur an ihr selbst zweifach ist oder zwei Ansehen hat, als auf sich selbst und auf Gott."
Auch hier würde ich keinen Absatz machen, gleichwohl ist er wegen der Länge des Zitates erträglich.
Der erste Satz ist ein wenig missverständlich: Meinst du "Qualität der Zahl EINS bei vielen Mystikern" oder eher "So wird von vielen Mystikern a und b gleichgesetzt."?



Zum Abschluss über die Qualität der EINS sei ein Vers aus der "Weisheit der Brahmanen" von Friedrich Rückert erwähnt:
Zum Abschluss der Betrachtungen über (Weder gibt es "Abschluss über " noch wird die Qualität abgeschlossen)

Unser Vater im Himmel ist also kein irdischer Vater, sondern der alles umfaßende Vater,
umfassende
Argumentation: Eigentlich kann man das aus den Betrachtungen zu "eins" NICHT schlussfolgern – das "also" ist streng genommen falsch.


In der griechischen Mythologie, wird dieser Urimpuls im Mythos vom Himmelsgott Uranos beschrieben, der mit seiner Gattin Gaia, der Mutter Erde, Kinder zeugt.
kein Komma

S
o müssen die Gegensätze Himmel und Erde vereint werden, der Urimpuls mit dem Gebärenden, denn nur so kann Welt, kann Kreatur erschaffen werden in seiner Zweiheit und Gegensätzlichkeit.
ihrer (DIE Welt, DIE Kreatur)

Der Vater, der von sich sagt, ich bin in allem und alles ist in mir, der die Einheit, das All-Eine darstellt, das Un-faß-bare, das Namenlose, der in allem ist, weil er alles gezeugt hat, der alles in sich hat, weil er alles zeugen kann.
Oben hast du Zitate in Anführungszeichen gesetzt, das solltest du hier auch machen (kursiv hast du für diverse Betonungen reserverit).

Mit diesem Impuls in die Stofflichkeit beginnt der Zyklus der Menschwerdung, dessen Uranfang unfaßbar ist, ebenso wie der Urknall für unsere physikalischen Gesetze unfaßbar ist.
unfassbar

Dieser erste Impuls in die Stofflichkeit ist eben noch nicht Form und daher un-faß-bar. Er ist nicht zu begreifen und entzieht sich damit auch unseren Begriffen.
In stillem Gebet oder in meditativer Ver-senk-ung können wir vielleicht eine Ahnung von der tiefen Be-deut-ung dieses ersten Impulses, dieser zusammengewickelten EINS erahnen.
unfassbar
Wie "er entzieht sich unserenBegriffen"? Du hast ihm doch Begriffe zugeordnet …
Warum ist "medidativ" betont? Warum "senk"? Bei "deut" hab ich noch eine vage Ahnung ,warum …

Betrachten wir zum Schluss das Wort Vater noch zahlenmäßig verschlüsselt nach den von Cheiro entwickelten Zahlensystem.
dem
Das Wort verschlüsselt betrachten? Die Verschlüsselung betrachten oder das Wort hinsichtlicher der Verschlüsselung betrachten …


Die zahlenmäßigen Verschlüsselungen des Wortes Gott und Jesus ergibt folgende Zuordnung: G = 3, O = 7, T = 4 und J = 1, E = 5, S = 3, U = 6.
Addieren wir die Zahlen dieser Buchstaben, so erhalten wir für Gott und Jesus jeweils 18 und somit wieder die Quersumme 9.
Konsquent sein und auch hier hervorheben!


Zahlenphilosophisch gesprochen haben somit Vater, Gott und Jesus die gleiche Qualität der 9, die 9 als potenzierte 3 und damit als höchster Ausdruck der göttlichen Drei-faltigkeit.
Und E.T. auch (5+4)! Kleiner Scherz am Rande

In der mittelalterlich christlichen Tradition drückt die 9 die "Nähe zur Vollkommenheit", (symbolisiert durch die Zahl 10) aus.
kein Komma

Sie deutet aber auch auf Leiden und Passion hin, denn der Tod Jesus trat zur neunten Stunde ein.
Jesus' oder Jesu

Andere christliche Ausdeutungen führen zu den neun Ordnungen der Engel, in der sich die vollkommene 3 reflektiert, zu denen aber die göttliche Einheit als zur Zehn vervollkommendes Glied tritt.
als sie zur
vervollkommnendes

Vielleicht ist es zu spüren, daß Gott und Vater eine tiefgehende gemeinsame Wurzel haben.
dass
… oder vielleicht auch nicht. Was möchtest du mit dem Satz sagen?



PS vom Redakteur: Wie "Teil 1"? Soll das ein Mehrteiler werden? Dann bitte die Mehrteilerregelung beachten!
 

Senior

Mitglied
Antwort für Jon

Herzlichen Dank für die konstruktive Kritik. Ich werde diese intensiv durcharbeiten und den Text entsprechend verändern.

Ja, es wird ein mehrteiliger Text und ich werde die Mehrteilerregelung beachten. In den folgenden teilen werde ich dann (hoffentlich) Deine jetzigen Bemerkungen mit berücksichtigt haben.

Ja, ich sehe, Übung macht den Meister.
Nochmals herzlichen Dank
Franz
 
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