Der Dreifachcharakter von Frau und Mann

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Anonym

Gast
Der Dreifachcharakter von Mann und Frau als Verkäufer/-in, Ware, Käufer/-in

1. Mann und Frau als Verkäufer

Der Mann ist ein Verkäufer,
Verkäuferin die Frau
der eig’nen Qualitäten:
Man stellt sie aus zur Schau.

Er zeigt gern seine Muskeln,
sein Geld, die Stellung auch.
Sie Hintern, Haut und Busen
und, wenn er flach, den Bauch.

2. Frau und Mann als Ware und Warenkäufer

Die Frau ist eine Ware,
und wahr ist: auch der Mann.
Ein jeder schaut stets prüfend
das Angebot sich an.

Und wissen sie‘s zu schätzen,
befällt sie leicht ein Rausch.
Vergessen die Prinzipien
von Warenkauf und -tausch.

3. Schlussfolgerung

Es sind die Frau’n und Männer
recht ähnlich strukturiert:
Der Markt der Eitelkeiten
wird dreifach inszeniert.
 

Anonym

Gast
Er zeigt gern seine Muskeln,
sein Geld, die Stellung auch.
Sie Hintern, Haut und Busen
und, wenn er flach, den Bauch
Hirn haben in Deiner Welt wohl beide nicht?
Mir gefällt's nicht.

Gruß Ciconia
 

Anonym

Gast
Liebe Ciconia,

ich habe tatsächlich über diesen Punkt nachgedacht. Meines Erachtens spielt der IQ keine oder sogar eine negative Rolle: Männer mögen keine zu schlauen Frauen, und Frauen möchten zwar keine dummen Männer, ziehen aber einen Mann mittlerer Intelligenz und höherer Stellung (auf der gesellschaftlichen Stufenleiter) einem hochintelligenten, jedoch erfolg- und einkommenslosen Intellektuellen vor.

Übrigens: dieses Gedicht wird wohl kaum jemandem gefallen, da gebe ich Dir recht. Trotzdem bin ich mir meiner Sache ziemlich sicher, auch wenn das arrogant klingt: nicht nur die Waren haben einen Mehrfachcharakter (siehe K. Marx), sondern der Mensch selbst. Er ist also Ware, Anbieter, Käufer, Verkäufer - seiner Eigenschaften und Qualitäten. Alles in einer Person.
Beim Kaufen und Verkaufen handelt es sich übrigens oft um Tausch von "Naturalien".

A.
 

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