Der Freiherr als Freier (Limerick)

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O

orlando

Gast
Wieischgesaagthaab: Naturtalent! :D:) Und damit meine ich jetzt nicht den Freiherrn.
 

Ciconia

Mitglied
Ab und zu gönn ich mir halt einen Ausflug – weg von dröger Kurzprosa, hin zu kleinen Albernheiten. Das Thema war ja gestern sehr angesagt, da wollte ich auch mal bei den Jungs mitspielen … :cool:

Danke für die Wertschätzung, Dohle, Orlando und Label, freut mich, dass Euch der Freiherr gefällt. Als zweite Überschrift wäre übrigens auch „Verarmter Adel“ in Frage gekommen.

Gruß Ciconia
 

anbas

Mitglied
Hallo Ciconia,

der Limerick gefällt mir richtig gut! Eine kleine Änderung der letzten Zeile möchte ich trotzdem in den Raum stellen. Aus meiner Sicht ist der Abschluss dann "fließender":

Der uralte Freiherr von Dreysen
wollt' gestern der Nachwelt beweisen,
dass er - noch sehr standhaft! -
zehn Huren pro Nacht schafft
- und/doch scheiterte dann an den Preisen.
Ferner muss das "!" hinter "standhaft" nicht unbedingt sein - finde ich jedenfalls.

Was die Überschrift angeht, so war mein erster Impuls, Deine andere Variante zu bevorzugen. Doch mit ihr würde ein Teil der Pointe vorweggenommen werden. Somit ist diese besser. Mein Bauchgefühl sagt mir aber auch, dass es noch besser ginge. "Freier Freiherr", "Freiherr Freier" sind Spielweisen, die mir durch den Kopf gehen, aber mich selbst nicht so richtig überzeugen. Vielleicht funkt es ja noch - muss aber nicht ;).


Liebe Grüße

Andreas
 

Ciconia

Mitglied
Der uralte Freiherr von Dreysen
wollt' gestern der Nachwelt beweisen,
dass er - "noch sehr standhaft!" -
zehn Huren pro Nacht schafft.
Er scheiterte dann an den Preisen.
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Andreas,

schön, dass auch Dir dieser Limerick gefällt.

Über den Titel könnte man sicher noch nachdenken, nur habe ich im Moment keinen wirklich guten Einfall. Dass der „Verarmte Adel“ die Pointe vorwegnimmt, ist durchaus richtig.

Zu Deinen weiteren Änderungsvorschlägen versuche ich mal zu erklären, warum ich sie nicht so gern übernehmen möchte:

Das Ausrufungszeichen habe ich gesetzt, weil sich der alte Knacker (in meinem inneren Bild) mit der Aussage, er sei durchaus noch „standhaft“ brüstet – und diese Aussage bedarf bei mir eines Ausrufungszeichens. Ich habe diese Aussage jetzt in Anführungsstriche gesetzt, damit sie auch als Zitat des Alten erkennbar ist.

Ich bin auch nicht sicher, ob es einen „fließenden“ Abschluss braucht. Für mich ist der Punkt nach der ungeheuerlichen Ankündigung „zehn Huren“ nötig, damit der Leser die Fassungslosigkeit über diese Aussage erst einmal sacken lassen kann.

Vielleicht weit hergeholt für einen kleinen Limerick? Na ja, aber auch da muss alles passen.
Ich danke Dir für Deine Überlegungen und hoffe, dass ich meine Vorstellungen rüberbringen konnte.

Gruß Ciconia
 

anbas

Mitglied
Hallo Ciconia,

ich kann Deine Sichtweise nachvollziehen. Hin und wieder mag ich eben einen etwas lakonischen Tonfall. Hier sah ich mit meinem Vorschlag die "Chance" dafür ;).

Liebe Grüße

Andreas
 

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