Der fremde Kuss

Terminator

Mitglied
Der fremde Kuss




Sie waren immer zu dritt gewesen. Judith als Ehefrau von Carl und Mario als der beste Freund von beiden. Erst als Judith auch mit Mario vögelte, bekam die Freundschaft gefährliche Risse…



Etwas an der Lenkung stimmte nicht. Carl bekam den Jeep nicht mehr unter Kontrolle. Der rechte Hinterreifen knallte gegen einen Felsen. Es gab einen hässlichen Krach. Kurz darauf bohrte sich das abgesprengte Stück der Hinterachse in den steinigen Wüstenboden. Carl wurde herausgeschleudert. Der Aufprall war heftig. Sein rechtes Bein verdrehte sich. Es knackte hörbar. Kein Zweifel: Da war etwas gebrochen. Der Schmerz kam viel später. Aber dann mit Macht. Er raste in heftigen Wellen durch seinen Körper. Immer wieder wurde Carl ohnmächtig. Erst als er sich zwang, das verletzte Glied gerade zu legen, wurden die Qualen erträglicher.

Verzweifelt glitt der Blick des Verletzten in die Wüste hinaus. Die Dünen erinnerten ihn an ein erstarrtes Sandmeer. Doch die trostlose Einsamkeit ließ ihn zittern. Nur das Aufblitzen der Windschutzscheibe im Sonnenlicht holte ihn in die Gegenwart zurück. Er musste zum Jeep. Dort lag sein Handy, mit dem er Hilfe rufen konnte. Und dort gab es auch Wasser. Mühsam kroch der Mann durch den Sand. Es waren kaum fünf Meter. Als er den Wagen erreicht hatte, fühlte er sich total kaputt und völlig ausgelaugt.



Bereits morgens fühlte er ihre warmen, weichen Finger sich um seine Latte legen…



Doch der nächste Schock wartete bereits auf ihn. Der Wasserbehälter war so leer wie der Akku seines Handys. Um beides hatte sich Mario kümmern wollen! Ein schlimmer Verdacht stieg in Carl auf. Er zog sich am Jeep hoch und öffnete die Motorhaube. Schon auf den ersten Blick sah er, dass jemand an der Lenkung herumgefeilt hatte. Aber was nutzte ihm diese Erkenntnis? So oder so saß er hoffnungslos fest.

Der Saft im Handy reichte noch für ein Gespräch. Carl wählte die Nummer des Camps. Judith war am Apparat. Er gab seine Position durch. Dann brach die Verbindung ab. Zum Glück funktionierte das Notsignal am Jeep. So konnte man ihn wenigstens orten. Falls sie überhaupt nach ihm suchen sollten…

Obwohl die Hitze immer unerträglicher wurde, klapperten Carls Zähne in einem Anfall von Schüttelfrost. Plötzlich war die Angst da. Er spürte seinen Magen hart wie Stein. Wie lange konnte er ohne Wasser überleben? War Verdursten ein schöner Tod? Wirre Fieberfantasien ließen Carl nicht zur Ruhe kommen. Als er schließlich doch einschlief, war es ein unruhiger Schlaf. Er träumte von Judith. Von einer Zeit, in der ihr Leben eine einzige geile Orgie gewesen war. Bereits morgens fühlte er ihre warmen, weichen Finger sich um seine Latte legen und ihn fröhlich anwichsen. Er genoss ihre geschickten Finger an seinem Schaft und seinen Eiern. Während sie sich gleichzeitig selbst den Kitzler schrubbte. Endlich setzte sie sich breitbeinig über ihn. Carl konnte ihre pralle Muschi sehen, die freudig auseinanderklaffte und gierig seinen Prügel verschlang. Genüsslich begann Judith zu reiten. Immer schneller und schneller schrubbte sein Harter durch ihre heißen Schamlippen. Ihre vollen Möpse wackelten im Takt und geilten ihn zusätzlich auf. Jetzt fickten sie wie die Verrückten. Ein fulminanter gemeinsamer Orgasmus war der Lohn. Hinterher waren sie erschöpft, aber unendlich glücklich…

Aus der Dunkelheit vor ihm löste sich eine Hand. Judiths Hand. Sie berührte sein Gesicht. Streichelte ihn. Fast wie zum Abschied. Auf einmal fühlte er ihren Kuss auf seinen trockenen Lippen. Aber es war ein fremder Kuss. Kalt und ohne jede Liebe…



Erschöpft und von Schmerzen gepeinigt, blieb Carl liegen. Er wollte nur noch sterben.



Später konnte der dahindämmernde Carl nicht sagen, ob er im Fieberwahn fantasiert hatte oder ob Judith wirklich bei ihm gewesen war. Erst als er feststellte, dass jemand das Notsignal am Jeep zerstört hatte, wusste er, dass es kein Traum gewesen war. Judith und Mario wollten ihn aus dem Weg haben. Um jeden Preis. Und sie hatten ihr Ziel schon fast erreicht. Jetzt mussten sie nur noch auf seinen Tod warten…

Wie aus dem Nichts rollte das Nächste Unheil drohend auf ihn zu. Eine Walze aus Sand. Mit Windstärke von mindestens Zehn tobte der Sturm über die Wüste. Er sah nur noch Sand. Spürte nur noch Sand. Atmete nur noch Sand. Carl kroch unter den Jeep und schützte seinen Mund und seine Nase mit den Händen. Das wilde Toben nahm noch an Heftigkeit zu. Der Sturm rüttelte und zerrte an ihm. Und er empfand Angst, die wie eine Schlange tief in sein Innerstes hineinkroch.

Als der Mann sich am anderen Morgen unter dem vom Sand zugewehten Jeep hervorquälte, knallte die Sonne unerbittlich auf ihn herab. Der Schweiß in seinem Nacken wurde trotzdem kalt. Und das Hämmern in seinem Bein wurde immer unerträglicher. Trotzdem raffte sich der Verletzte auf. Er kroch über dunkel glitzerndes Geröll. Kleine spitze Dornen setzten sich in seiner Kleidung fest und zerstachen ihm Hände und Knie. Als er den Gipfel der Düne erreicht hatte, fanden seine Füße im tiefen Sand keinen Halt mehr. Er rutschte den Weg wieder zurück, den er sich gerade nach oben gequält hatte. Erschöpft und von rasenden Schmerzen gepeinigt, blieb Carl liegen. Er wollte nur noch sterben. Alles war ihm egal. Sogar Judith und Mario…

Von ganz weit her drangen fremde Laute in Carls Bewusstsein. Ganz allmählich fand er aus den dunklen Schatten des Todes ins helle Licht des Lebens zurück. Als er die Augen öffnete, beugte sich das Gesicht eines Beduinen über ihn. Er benetzte seine Lippen mit Wasser. „Ihre Freunde sind tot“, sagte er auf Englisch. „Im Sandsturm umgekommen. Keine hundert Meter von hier. Sie waren auf der Suche nach Ihnen!“

„Ja, das waren sie wohl“, antwortete Carl. Aber er wusste es besser!
 

Oben Unten