Der grüne Hügel

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Trist

Mitglied
Ein Vöglein öffnet seine Flügel,
umhegt von tiefer Mutterliebe.
Sein erster Flug - vom grünen Hügel -
ach, wenn es dort für immer bliebe.

Jedoch es fliegt und wird getrieben
vom Wind der großen Illusionen.
Das Bild der Heimat ist geblieben,
um tief in seinem Herz zu wohnen.

Der erste Sturm zerriss die Träume,
und es vermisst das Nest der Güte.
Das Dach der hohen grünen Bäume,
was in der Morgensonne glühte.

Nun baut es selbst, in alten Steinen,
von da kann es zum Hügel schauen.
Nur manchmal muss es leise weinen;
wo werden seine Vöglein bauen?
 
Ein wenig süßlich, aber

wenn die Vöglein früh anfangen, den Walkürenritt zu trainieren, steht wenigstens ihnen der grüne Hügel wieder zur Verfügung :D !
 
G

Gelöschtes Mitglied 15780

Gast
Vöglein die "weinen"?

wahrscheinlich metaphorisch, mit einem schelmischen Zug ins Surreale
 

Trist

Mitglied
Man könnte auch etwas versuchen zwischen den Zeilen zu lesen.
Vielleicht eröffnet sich eine Verbindung:
Könnte sein, dass im übertragenem Sinne vom Elternhaus "entflogene" Kinder -
die zwar keine Kinder mehr sind, aber für die Eltern immer welche bleiben - gemeint sind.
Man könnte in jedem Vers Menschenkinder finden.
Aber eben nur, wenn man sich in die Zeilen hineinliest.
Und etwas Fantasie hat.
Wie konnte ich nur diese schreckliche Verniedlichungsform vom Jungvogel wählen ...
Und ja - Vögel können nicht weinen - wie konnte ich mich nur so weit von der Wirklichkeit entfernen.
Wo doch in einem Gedicht präzise, wissenschaftlich gesicherte Aussagen erwartet werden.
Ich gelobe Besserung.;)

Demutsvoll
Trist

Lieben Dank an alle Sternenstreuer!
 
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