Der Pfingstausflug

Ciconia

Mitglied
Zu Pfingsten, ach wie schön, will Jan strawanzen gehn.
Die Rita ist empört, weil sich das nicht gehört.
Sie faucht den Vadder an, dass man‘s weit hören kann.
Die Kinder schrein verschreckt, sie wurden jäh geweckt.

Doch dann lenkt Muddern ein: Kannst gehn, bloß nicht allein!
Sie zieht sich schnucklig an, da staunt sogar der Jan.
So stiefeln sie dann los, das geht ganz reibungslos.
Nach Stunden kehrn sie ein, bei Limo, Bier und Wein
und Süßkram für die Görn, damit sie nicht so störn.

Der Nachmittag wird lang, und Muddern schaut schon bang,
weil Vaddern zu viel tankt, woran die Stimmung krankt.
„Wir müssen hier jetzt raus!“. Doch vorerst wird nichts draus.
Den Kindern ist bald schlecht. „War‘s Essen denn nicht recht?“

Der Vadder singt vergnügt, worauf ihn Muddern rügt.
Es eskaliert ein Streit, nach Hause ist‘s noch weit.
Am Abend, irgendwann, kommt Rita dort auch an,
die Kinder sind dabei, bloß Vaddern war so frei,
kam an der Kneipe nicht vorbei.

Zu Pfingsten, ach wie schön, kann Jan strawanzen gehn!


Sehr frei nach Hein Köllisch http://www.plattmaster.de/topingsten.htm
 

Resjek

Mitglied
Pfingstausflug

Bravo Ciconia,

Ein Schmunzelgedicht! Du hast hier eine neue literarische Gattung begründet.
Wohin darf ich den Champagner schicken?

Heiter und vergnügt

Resjek
 

Ciconia

Mitglied
Trink doch einfach selbst einen Schluck auf mich, Resjek - dann haben wir beide etwas davon. :)

Gruß Ciconia
 

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