Die Ente und der Pelikan

4,80 Stern(e) 4 Bewertungen

molly

Mitglied
Die Ente sprach zum Pelikan:
„Nun hör mich bitte einmal an,
ein Fuß schmerzt mich seit Tagen.
Mit deiner Klappe könntest du
mich ohne große Müh, im Nu
zu meinem Weiher tragen.“

Da stöhnte laut der Pelikan:
„Ich biet mich nicht als Taxi an.
Mit mir kannst du nicht reisen
Wenn ich dich jetzt gleich schnappe,
bleibst du in meiner Klappe,
und ich werd'dich verspeisen.
(c)
 
Zuletzt bearbeitet:

Stavanger

Mitglied
Hei molly,

Ein sehr nettes Gedicht, ich wollte dir auch eine Menge Sternchen dafür geben, kriege das aber irgendwie technisch nicht hin.
Also, du kannst dir fünf Stück dazudenken.

Außerdem einen schönen Gruß!
Uwe
 

sufnus

Mitglied
Hey!
Gefällt mir auch sehr gut! Den metrischen Weiher-Stolperer würd ich persönlich auch auf Hansz' Linie glätten.

Und als Selbsternannter Beauftragter für ungefragtes Belehren flechte ich noch ein, dass der Pelikan in der Überlieferung der Alten geradezu als das Paradebeispiel der Selbstlosigkeit gefeiert wurde, da bei den antiken Naturforschern die Ansicht herrschte, die Pelikanmama füttere ihren Nachwuchs, indem sie sich den Schnabel in die eigene Brust ramme und die lieben Kleinen dann mit Mamas Blut nähre - diese Vorstellung hat sich sogar in die christliche Ikonographie übertragen, in welcher der Pelikan für das jesuanische Erlösungsgeschenk steht.

Wenn man Deine Zeilen liest, lebe Molly, kann man nur hoffen, dass sich Peli im Trinitätsgeschehen angesichts der Taube beherrscht und doch eher arttypisch an den Fisch hält (wobei... den Fisch, IChThYS, dann lieber auch nicht).

LG!

S.
 

molly

Mitglied
Hallo Hansz,

danke für den Tipp, den ich gerne annehme, und die Sterne. Vor allem freue ich mich , dass Du es gelesen hast.


Auch Dir, Uwe, danke fürs Lesen und die gedachten Sternchen.

Euch beiden einen lieben Gruß und eine gute Woche

molly
 

molly

Mitglied
Hallo sufnus

danke fürs Lesen und die Sterne. Dass Pelikane als selbstlos gefeiert wurden, war mir fremd. Über die christliche Ikonographie muss ich einmal nachlesen, bisher kannte ich nur die üblich bekannten Tiere, wie Esel, Schafe, Kamel und Wal aus der Bibel

Pelikan bleibt natürlich bei Fisch, sonst hätter er die Ente doch gleich eingeladen, in die Klappe zu springen, um sie hinunter zu schlucken.

Danke auch Dir, SilberneDelfine fürs Lesen und die Sterne.

Liebe Grüße an euch beide
molly

 



 
Oben Unten