Die Flügel der Nation - Kapitel 1-3

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Die Flügel der Nation
Das unglaubliche Abenteuer der Mäusedame Cécile Rousseau


Kapitel 1: Der große Amir

Kapitel 2: Ein mieser Hinterhalt
Kapitel 3: Amir’s Geheimnis
Kapitel 4 Cécile ist auf sich alleine gestellt
Kapitel 5: Eine heiße Spur
Kapitel 6: In der Ganovenhöhle
Kapitel 7: Die Heldin der Nation
Kapitel 8: Eine waghalsige Flucht
Kapitel 9: Cécile hat einen Plan



Kapitel 1: Der große Amir

Der rote Stoff raschelte leise und als sich die schweren Banden des Vorhangs langsam teilten, streckte sich vorsichtig eine graue Mäusenase durch den Eingang von Amir’s Zelt. Der kleine Hamster legte neugierig den Kopf zur Seite, stets darauf achtend, dass ihm sein violetter Turban nicht herunter fiel. „Hallo? Kann ich Ihnen helfen?”, fragte er. Doch kaum hatte er die Worte ausgesprochen, zuckte die Nase auch schon zurück und verschwand genauso plötzlich wie sie gekommen war, hinter dem Zelteingang. Amir seufzte und lehnte seinen Kopf zurück gegen die Zeltwand. „Wahrscheinlich wieder eine der Jungmäuse aus dem Dorf”, dachte er sich. Sicher hatten sie miteinander gewettet, wer wohl den Mut aufbringen würde, sich in das Zelt des seltsamen Wahrsagers zu trauen. „Das war es wohl mit Kunden für heute”, dachte Amir und schloss die Augen. Kurz bevor er in die seligen Arme des Schlafes hinabgleiten konnte, hörte er plötzlich ein erneutes Rascheln von der Tür kommen. „Haben die Kleinen etwa noch immer nicht genug?” Langsam war er wirklich verärgert. Doch als er eines seiner Augen langsam öffnete, sah er zu seinem Erstaunen nicht die erwartete schmale, ängstliche Statur eines jungen französischen Feldmäuserichs vor sich. An ihrer Stelle stand eine ausgewachsene Mäusedame, die Hände in die Hüften gestützt, breitbeinig mitten in seinem Zelt. Ihr graues Fell glänzte metallisch in dem flackernden Licht der Kerzen und ihre dunklen Augen strahlten eine tiefe Entschlossenheit aus. Um ihren Hals trug sie einen breiten, leuchtend gelben Schal, den sie fest um sich gewickelt hatte und der hinter ihr im sanften Wind des Abends hin und her wehte. Amir erwiderte ihren Blick, sagte aber nichts. Die Mäusedame ihrerseits tappte ungeduldig mit dem Fuß auf dem Boden, doch als auch das den schwarzen Hamster nicht weiter zu beeindrucken schien, fragte sie schließlich: „Was ist denn nun? Haben Sie noch geöffnet? Ich brauche nämlich Hilfe in einer äußerst dringenden Angelegenheit.” Amir hob neugierig eine Augenbraue: „Sind Sie sicher”, fragte er vorsichtig, um die aufgebrachte Mäusedame nicht noch weiter zu verärgern „dass Sie zu MIR wollen?” - „Sind Sie etwa nicht der große Amir, der Wahrsager aus dem Morgenland?” Amir nickte. „Dann verstehe ich Ihre Frage nicht.” Die Mäusedame sah den Hamster zornig an. Amir seinerseits richtete sich langsam auf seinem Kissen auf und strich sich bedeutungsvoll über seine langen Schnurrhaare. „Nun... Sie müssen wissen, meine gute Dame als Wahrsager auf einem Jahrmarkt ist man es nicht unbedingt gewohnt, dass so energisch nach einem verlangt wird. Für gewöhnlich, kommen junge Paare zu mir, um sich etwas über ihre gemeinsame Zukunft erzählen zu lassen, die ein oder andere Maus die etwas verloren hat und meine Hilfe benötigt, um es wieder zu finden - schwerlich Dinge von großer Bedeutung.” Nun war es an der Mäusedame, ihre Augenbraue zu heben: „Heißt das etwa, Sie können mir nicht helfen?” - „Das habe ich nicht gesagt”, sagte Amir und rückte seinen Turban zurecht. „Kommen Sie, schließen Sie doch den Vorhang und setzen Sie sich.” Die Mäusedame schaute Amir noch einen Moment lang an, dann schien sie einen innerlichen Entschluss zu fassen. Sie warf das freie Ende ihres Schales um den Hals und schloss die Zelttür hinter sich mit einer Hand. Anschließend setzte sich im Schneidersitz vor die große, schwarze Murmel, die der Hamster auf einer Streichholzschachtel vor sich aufgebaut hatte.

Amir nickte zufrieden. Zum ersten Mal, seit die Mäusedame sein Zelt betreten hatte, fühlte er sich, als habe er die Situation wieder unter Kontrolle. Mit einem Bein stieß er vorsichtig ein Stück Holz in das Feuer, das auf einer kleinen Untertasse in der Ecke brannte. Das feuchte Holz schickte einen Schwall Rauch in die Luft und die Mäusedame musste husten. „Also”, begann Amir und beugte sich über die schwarze Kugel vor ihm, „was führt Sie zu mir? Oder beginnen wir anders: Warum sagen Sie mir nicht erstmal, wie Sie heißen.” Die Mäusedame zupfte nervös an ihrem Schal und sah sich nach links und rechts um, so als befürchte sie, jemand könne sie belauschen. Sie beugte sich nach vorne und sagte, so leise, dass Amir Mühe hatte sie zu verstehen: „Mein Name - ist Cécile Rousseau.” Dann lehnte sie sich wieder nach hinten und sah den Hamster erwartungsvoll an. Amir seinerseits blickte nur verwirrt zu ihr zurück. Als sie merkte, dass ihr Namen nicht die erhoffte Wirkung entfaltet hatte, schnaubte sie zornig, griff in die Tasche an ihrer Seite und zog ein fein gefaltetes Stück Papier hervor. Vorsichtig, um die wertvolle Seite nicht zu beschädigen, entfaltete sie das Zeitungsblatt und hielt es dem immer noch verdutzt dreinblickenden Hamster vor die Nase. Dieser nahm es entgegen, lehnte sich etwas nach hinten, um mehr von dem Licht des Feuers in der Ecke einzufangen und begann zu lesen:


Die Flügel der Nation

Am Morgen des 23. August brach die Abenteurerin und Pilotin Cécile Rousseau zu ihrem neuesten Unterfangen auf: an Bord ihrer Isabell, dem wohl fantastischsten Flugzeug, das Frankreich je hervorgebracht hat, will Parises berühmteste Tochter ihr bislang größtes Wagnis auf sich nehmen und als erste Maus alleine die Straße von Gibraltar in einem Flugzeug überqueren.

Ihre Ankunft in Marrakesch ist in einem Monat geplant und wird nicht nur von diesem Magazin, sondern so wagen wir zu sagen, ganz Frankreich sehnlichst erwartet.

Mehr als drei Jahre sind nun vergangen, seit hinterhältige Diebe nicht nur Frankreichs größten Schatz, den weltberühmte Camembert de Dijon, sondern mit ihm ein Stück des Herzens dieser großen Nation gestohlen haben. Dein Mut Cécile, deine Kühnheit im Angesicht unberechenbarer Gefahren, hat uns alle wieder zu hoffen und träumen gelehrt!

Die Herzen Frankreichs liegen in deinen Händen - mach uns stolz!



Amir zuckte innerlich zusammen, als er den Namen Camembert de Dijon las. Dieser Name - würde er ihn denn für immer verfolgen? Es kostete ihn einige Mühe, sich seinen Schock nicht anmerken zu lassen. Als er den kurzen Text zu Ende gelesen hatte, blickte er ruhig auf und sah die Mäusedame vor sich an. „Und?”, fragte er. „Was und?”, fragte Cécile genervt zurück. „Und, was hat das jetzt mit mir zu tun?”, Amir reichte ihr die Zeitungsseite, die sie sogleich wieder sorgfältig faltete und zurück in ihre Tasche steckte. „Das Flugzeug”, zischte Cécile und lehnte sich dabei so weit nach vorne, dass ihr Kopf direkt über der großen, schwarzen Kugel war, “es ist verschwunden!”.


Kapitel 2: Ein mieser Hinterhalt

Amir machte große Augen. „Verschwunden?” - „Ja, verschwunden”, Cécile fuchtelte aufgeregt mit den Armen. „Spät gestern Abend bin ich in Rodez angekommen. Ich habe mir ein Zimmer in einem kleinen Hotel am Rande der Stadt genommen. Als ich dann heute morgen wieder aufwachte, war von meiner Isabelle weit und breit keine Spur zu sehen.” Cécile atmete tief aus, zupfte nervös an ihrem Schal und sah Amir erwartungsvoll an.

Der kleine Hamster strich sich nachdenklich über die Schnurrhaare. „Ihr Flugzeug wurde also gestohlen?” - „Das ist meine Vermutung”, sagte die Mäusedame und legte den Kopf in den Nacken, „oder fällt Ihnen ein andere Erklärung ein?” Amir schüttelte nachdenklich den Kopf „Nein”, sagte er langsam „Das ist tatsächlich ein ganz außergewöhnlich interessantes Problem. Haben Sie denn eine Idee, warum jemand ihr Flugzeug stehlen wollen würde?” Cécile tippte sich nachdenklich auf die Wange. “Darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht.” Amir nickte. “Was ich nicht verstehe”, sagte Cécile und kratzte sich nachdenklich am Kopf, “ ist, wie niemand den Diebstahl bemerkt haben konnte. Meine Isabelle schmückt seit Wochen die Titelseiten der Zeitungen. Ihre beiden Flügel sind in strahlendem blau und rot gehalten, während der Rumpf komplett weiß ist. Ich denke es gibt in ganz Frankreich niemanden, der sie nicht sofort wiedererkennen würde.” Amir runzelte die Stirn. “Sind Sie sich da sicher? Ich zumindest höre heute zum allerersten mal davon” - “Sie haben noch nie von der phantastischen Maschine der Geschwister Bernard gehört?” Amir schüttelte den Kopf. Trotz der ernsthaftigkeit der Situation, konnte sich Cécile ein Lachen nicht verkneifen. “Ich muss mich wohl korrigieren”, sagte Sie und schüttelte belustigt den Kopf “anscheinend gibt es tatsächlich EINE Person in Frankreich, die Isabelle nicht kennt.”

Amir sah sie zornig an, räusperte sich und sage: “Nun gut, nehmen wir also an, sie haben Recht und es ist tatsächlich unwahrscheinlich, dass niemand das Flugzeug erkannt hätte. Das lässt in meinen Augen nur einen einzigen Schluss zu: die Diebe müssen einen geeigneten Ort besitzen, um es vor neugierigen Blicken zu verbergen.” Amir konnte seinen Gedanken nicht zu Ende bringen, als plötzlich ein lauter Knall die nächtliche Stille durchbrach. Der Hamster rümpfte genervt die Nase: Waren das etwas immer noch diese Feldmäuse? Hatten sie nicht langsam genug für heute? Er wollte sich gerade umdrehen, um den ungezogenen Jungmäuserichen ein paar gesalzene Worte mitzugeben. Plötzlich packte ihn eine weiche Mäusehand am Kragen und riss ihn so ruckartig nach vorne, dass sein Bauch auf die großen, schwarze Murmel prallte und ihm mit einem Schlag die Luft aus den Lungen drückte.

Amir sah zornig zu Cécile auf, doch er hätte die Mäusedame fast nicht wiedererkannt: Ihre eben noch nachdenklichen Augen waren vor Schreck weit aufgerissen und sie starrte wie gebannt auf etwas hinter Amir. Der Hamster drehte seinen Kopf und was er sah, ließ ihm förmlich das Blut in den Adern gefrieren.

Die gesamte hintere Wand des Zeltes stand lichterloh in Flammen. Amir war in Schockstarre. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Schon hatte es das Kissen erreicht auf dem Amir eben noch gesessen hatte. Von weit weg, hörte er Céciles Stimme „Amir, Amir, hören Sie mich? Wir müssen hier raus!” Doch Amir konnte nicht reagieren. Er konnte rein gar nichts tun. Wie gelähmt vor Schreck, sah er nur mit weit aufgerissenen Augen zu, während das Feuer immer näher kam. Er spürte, wie seine Füße langsam heiß wurden. Der Geruch von verbranntem Fell war stechend in seiner Nase. Er wusste, er musste etwas tun, musste hier weg, raus aus dem Zelt. Doch seine Beine und Arme wollten ihm einfach nicht gehorchen. Ein brennendes Stück Stoff stürzte von der Decke und Amir schloss die Augen...

Dann wurde er plötzlich erneut nach vorne gerissen. „Amir, was ist los mit Ihnen? Kommen Sie schon: Wir müssen weg hier!”, keuchte Cécile an seinem Ohr. Ein weiterer Ruck und Amir spürte, wie die vertrauten dicken Banden des Zelteingangs sanft gegen seinen Kopf stießen. Noch einmal zog Cécile an ihm und die warme Luft des Sommerabends schloss sich wie eine Decke um Amir. „Was?”, stotterte der Hamster und versuchte den Kopf zu heben, doch eine weiche Mäusehand drückte ihn sanft nach unten. „Psst!”, flüsterte Cécile, „Sie sind in Sicherheit. Bleiben Sie liegen. Sie stehen immer noch unter Schock und sollten besser nicht aufstehen.” Amir war viel zu schwach um sich noch zu wehren und so legte er protestlos den Kopf zurück auf das weiche Gras und starrte in den Nachthimmel. „Was, was ist passiert?”, war das Letzte, das er noch sagen konnte, ehe ihn die Erschöpfung endgültig überkahm.

Als sie sah, dass der kleine Hamster in Ohnmacht gefallen war, seufzte Cécile, setzte sich auf den Boden neben ihm, zog die Beine an sich und blickte auf das brennende Zelt vor ihr. „Wo bist du da nur wieder reingeraten, Cécile?”, sagte sie zu sich selbst.


Kapitel 3: Amir’s Geheimnis

Am nächsten Morgen, wachte Amir aus einem unruhigen Schlaf auf. Hatte er das alles etwa nur geträumt? Er öffnete die Augen und sah sich um. Anstatt auf dem gemütlichen Kissen in seinem geliebten Zelt, lag er in einem ihm unbekannten Bett. Die Bettdecke kratze an seinem Bauch und als er sich etwas bewegte, spürte er ein Brennen in seinem Bein. Das Zimmer, in dem er lag war nur spärlich eingerichtet. Der Boden war aus groben Holzbrettern zusammengenagelt und die weiß verputzten Wände wurden von dicken Balken getragen. Neben seinem Bett stand ein Stuhl und auf dem Stuhl saß... Amir atmete scharf ein: Es war also doch kein Traum gewesen!

Céciles Ohren zuckten, als sie Amirs lautes Einatmen hörten. Die Mäusedame rümpfte die Nase und presste mehrmals die Augen zusammen, so als würde sie gerade erst aus einem tiefen Traum erwachen. Dann schüttelte sie den Kopf, rieb sich die immer noch schlaftrunkenen Augen mit beiden Pfoten und strich sich etwas Sabber aus dem Mundwinkel, bevor sie den Hamster mit einem freundlichen Lächeln ansah. „Amir, Sie sind ja schon wach. Wie geht es Ihnen? Haben Sie starke Schmerzen?” Amir, etwas überfordert von den die vielen Fragen, schüttelte nur leicht den Kopf. Cécile stand auf, streckte sich ausgiebig und schob den Stuhl, auf dem sie gesessen hatte nach hinten. „Das ist gut, das ist gut.”, sagte sie und gähnte laut. „Es gibt nämlich eine Menge zu tun.”

Endlich fand Amir seine Sprache wieder: „Zu tun?”, frage er mit krächzender Stimme. „Aber natürlich”, sagte Cécile, während sie sich ihren Schal umwickelte, „Letzte Nacht bin ich Zeugin nicht nur eines, sondern gleich ZWEIER außergewöhnlicher Verbrechen geworden: Erst das mysteriöse Verschwinden meiner geliebten Isabelle und dann, als ich Ihre Hilfe in dem Fall einholen wollte, wurde auch noch ein heimtückischer Anschlag auf mich verübt, der uns beide beinahe das Leben gekostet hätte. Sagen Sie mir, Amir, Sie denken doch nicht etwa, dass das ein Zufall war?” Cécile sah den Hamster entschlossen an. „Sie müssen mir helfen den Fall aufzuklären. Wer, wenn nicht wir - Frankreichs berühmteste Abenteurerin und der große Wahrsager Amir, könnten einem solchen Rätsel auf den Grund gehen?”

Bei diesen Worten stemmte die Mäusedame die Arme in die Hüften und stellte sich breitbeinig vor Amir. Der Hamster seufzte, legte seinen Kopf zurück auf das Kissen und schloss die Augen. Es dauerte eine Weile, ehe er zu sprechen begann. „So sehr ich Ihr Lob zu schätzen weiß. Ich glaube nicht, dass ich der bin, für den Sie mich halten. Ich bin nur ein einfacher Wahrsager aus Rodez. Ich bin einfach nicht für solche Aufregungen gemacht.” Amir schwieg einen Moment, ehe er traurig fortfuhr, „Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin Ihnen aus tiefstem Herzen dankbar für das, was Sie für mich getan haben. Ohne Sie, wäre ich jetzt nicht hier. Aber all die Aufregung, die Abenteuer, das ist zu viel für einen kleinen Provinzhamster wie mich. Wenn es Ihnen Recht ist, würde ich jetzt einfach gerne schlafen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihre Ermittlungen, aber ich kann Ihnen dabei nicht helfen.”

Cécile rümpfte die Nase. „Wissen Sie - Amir”, begann sie und ging langsam in dem Raum auf und ab, „Gestern Abend, hätte ich Ihnen das vielleicht noch geglaubt. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir keine großen Hoffnungen gemacht, als ich zu Ihnen kam. Ich hatte schlicht alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft. Doch als ich Sie aus dem Feuer zog, ist Ihnen etwas aus der Tasche gefallen.” Bei diesen Worten, riss Amir schlagartig die Augen auf, drehte sich zur Seite und sah die Mäusedame panisch an. Cécile ihrerseits hob langsam die rechte Hand, in der sie ein kleines, in braunes Leder gebundenes Buch hielt. „Aber. Sie können doch nicht. Sie verstehen nicht. Das sind äußerst private Angelegenheiten”, stotterte Amir. Die Mäusedame schüttelte den Kopf. „Nachdem ich Sie mit der Hilfe der Karnevalsleute in dieses Zimmer gebracht hatte, konnte ich vor Aufregung nicht schlafen. Erst wollte ich das Buch gar nicht öffnen, doch dann überkam mich am Ende doch die Neugierde. Stellen Sie sich mein Erstaunen vor, als ich erfuhr, dass Sie nicht der sind, für den Sie alle halten. Dass Amir, der Jahrmarktswahrsager aus Rodez in Wirklichkeit niemand geringeres ist als Hugo Dupont - der berühmteste Hamster-Kommissar von Paris!” Bei diesen Worten, streckte Cécile ihren Arm aus und deutete triumphal auf Amir, der immer noch in seinem Bett lag und sie mit großen Augen anblickte.

Cécile ließ ihre Hand zur Seite fallen: „Warum nur, haben Sie mir das nicht gleich gesagt? Mit einem Verstand wie dem Ihren an meiner Seite, werden wir Isabelle in null Komma nichts wieder finden.”

Hugo, der bis vor Kurzem noch Amir geheißen hatte, drehte sich von Cécile weg und zog seine Decke näher an sich: „Das würden Sie nicht verstehen. Glauben Sie mir: Sie sind ohne mich besser dran.” Cécile verschränkte die Arme vor der Brust und schnaubte wütend: „Das kann ich wohl selbst noch am Besten entscheiden.” Hugo schüttelte den Kopf, ohne jedoch Cécile dabei anzusehen: „Glauben Sie mir einfach: Sie haben KEINE AHNUNG worauf Sie sich einlassen. Es hat einen Grund, warum ich aus Paris weggegangen bin. Ich kann nicht mehr zurück in dieses Leben.” Cécile wurde langsam wütend: „Das verlange ich doch gar nicht von Ihnen! Sie wollen mir nicht erzählen, was Sie dazu gebracht hat, Paris zu verlassen und sich in diesem Dorf niederzulassen? Gut, dann eben nicht! Ich halte das für einen Fehler. Meiner Erfahrung nach, werden Probleme nicht kleiner indem man einfach nicht über sie spricht, aber gut - das ist Ihre Entscheidung. Aber wissen Sie was? Es geht hier nicht um Sie! Diese Reise ist mehr als nur irgendein Abenteuer.” Cécile wandte ihren Blick von Hugo ab und sah über ihn hinweg zu dem kleinen Fenster das knapp unter der Schräge der Decke in die Wand eingelassen war. Es war mittlerweile kurz nach Mittag. Die Sonne stand hoch am blauen Himmel und über den Feldern, die sich jenseits der kleinen Stadt bis zum Horizont erstreckten, flimmert die Luft. „Wenn ich versage, ist das genau der Vorwand, nachdem sie alle gesucht haben um uns Mäusedamen klein zu halten. Wissen Sie wie viele mir vor meiner Abreise gesagt haben, eine Mäusedame könne eine solche Reise doch überhaupt nicht schaffen? Nein. Egal was auch kommt: ich werde - ich DARF nicht scheitern!”

Hugo hatte sich mittlerweile auf dem Bett aufgerichtet und sah die Mäusedame traurig an. „Cécile”, er drehte seinen Kopf zur Seite „Ich... es tut mir so leid. Ich kann einfach nicht. Bitte verstehen Sie mich doch: Ich würde Ihnen ja gerne helfen aber ich kann einfach nicht zulassen dass es Ihnen genauso ergeht wie Louise” Cécile hob eine Augenbraue. „Louise?”. Hugo nickte: „Louise Girard, sie war meine Partnerin bei der Pariser Polizei. Wenn ich genau darüber nachdenke, haben sie beide viel gemeinsam: sie war mutig, klug, und schreckte vor keinem Risiko zurück. Und meinetwegen hätte sie beinahe ihr Leben verloren - ich kann nicht zulassen, dass das noch einmal geschieht. Bitte verstehen Sie mich” Hugo sah die Mäusedame flehend an.

Cécile nickte, ohne Hugos Blick dabei zu erwidern. „Also gut.” Sie warf ihren gelben Schal über die Schulter, drehte sich um und stapfte mit großen Schritten in Richtung Tür. Als sie diese geöffnet hatte, blieb sie noch einmal kurz stehen. „Ich wünsche Ihnen alles Gute, Hugo. Ich denke nicht, dass wir uns noch einmal wiedersehen.” Dann ging sie, ohne Hugos Antwort abzuwarten, nach draußen. Als die Tür ins Schloss gefallen war, sank der kleine Hamster auf das Kissen zurück und starrte zur Decke hinauf. Was sollte er nur tun?
 

ahorn

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Hallo Lukas Marsoner,
Erst einmal Hallo auf der Leselube. Mit Interesse habe ich deine Geschichte – zumindest den ersten Teil gelesen. Ich muss sagen alles im allem gefällt er mir.
Was das Lesen trübt, ist deine fehlende Struktur. Helfe deinen Leser. Spende einen Absatz oder zumindest einen Zeilenumbruch. Unbedingt nötig ist dieser vor und nach der wörtlichen Rede, ferner bei Wechsel des Sprechenden.

Da du keine Altersangabe deiner Zielgruppe angegeben hast, bin ich bei meiner Analyse, aufgrund der Beschreibung von Hamstern und Mäusen, davon ausgegangen, dass diese Kinder bis sieben Jahre ist. Liege ich damit recht.
Ich habe mir somit vorstellt, ich lese sie vor.

der rote Stoff raschelte leise und als sich die schweren Banden des Vorhangs langsam teilten, streckte sich vorsichtig eine graue Mäusenase durch den Eingang von Amir’s Zelt.
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Leises rascheln? Wie raschelt man laut? Wenn dir ein Verb nicht aussagekräftig genug ist, verstärk es nicht mit einem Adjektiv, sondern suche ein anderes Verb.
Ein Mensch kann vorsichtig dabei sein, wenn er über die Straße geht. Aber wie streckt sich eine Nase vorsichtig durch einen Vorhang – apropos Vorhang! Schwere Banden finde ich nicht passend bei einem Kinderbuch. Schreibe eine handbreit oder ähnlich.
Und als! Was für eine Funktion soll das ‚und‘ haben. In der Rhetorik hat es eine Bedeutung, es verstärkt sowie andere Adverbien: doch, noch, so, ... , aber im geschriebenen Wort eher Ballast. Es sei denn, du willst eine Rede schreiben.

Der kleine Hamster legte neugierig den Kopf zur Seite, stets darauf achtend, dass ihm sein violetter Turban nicht herunter fiel.
Der arme Hamster tut mir leid. Du kannst den Kopf des Hamsters zur Seite legen, wenn er es macht, ist er kopflos. Er vermag den eigenen Kopf auf die Seite, auf seine Schulter zu legen – möglicherweise schief zu legen. Was darüber hinausgeht, wird blutig. Dass er dann sogar neugierig legt, verwundert mich. Er vermag einen neugierigen Gesichtsausdruck zu zeigen, legen dagegen.
»Stets darauf achtend« Unnötiger Partizipsatz mit Blähwort stets.
Dabei achtete er darauf.

ZEILENUMBRUCH, aufgrund beginnender wörtlicher Rede.

„Hallo? Kann ich Ihnen helfen?”, fragte er. ZEILENUMBRUCH, aufgrund endender wörtlicher Rede. Doch kaum hatte er die Worte ausgesprochen, zuckte die Nase auch schon zurück und verschwand genauso plötzlich KOMMA wie sie gekommen war, hinter dem Zelteingang.
»Und verschwand genauso plötzlich KOMMA wie sie gekommen war« unnötiger Nebensatz. Erst recht da du zuvor geschrieben hast, dass die Nase vorsichtig erschien. Vorsichtig – plötzlich?

Amir seufzte und lehnte seinen Kopf zurück gegen die Zeltwand.
Lehnte zurück. Warum zurück? Hatte er ihn zuvor angelehnt.

„Wahrscheinlich wieder eine der Jungmäuse aus dem Dorf”, dachte er sich.
Denken und Sprechen. Es ist nicht unüblich, Gedanken in wörtliche Rede zu präsentieren, aber ich halte nicht viel davon. Denn es verwirrt den Vorleser. Die indirekte Rede wäre zu bevorzugen, da der Erzählen ins Gehirn der Figur springt.

Sicher hatten sie miteinander gewettet, wer wohl den Mut aufbringen würde, sich in das Zelt des seltsamen Wahrsagers zu trauen.
Jetzt wird es merkwürdig. Ich glaube zu wissen, was du meinst, muss dafür aber zwischen den Zeilen lesen.
Situation eins:
Der Erzähler (Autor) berichtet. Warum im Konjunktive? Der Allwissende weiß oder weiß nicht.
Situation zwei:
Amir denkt. Warum dann Konjunktive II? Denn die Absprache – Wette muss in der Gegenwart stattgefunden haben, damit ist der Gedanke eher wie eine indirekte Rede zu sehen (aufbringe).
Situation drei:
Aus Sichtweise des Vorlesers. Damit würdest du den Vorleser bevormunden. Denken kann er selbst.
Sicher hatten sie miteinander gewettet, wer den Mut aufbringe, sich in sein Zelt zu trauen, überlegte Amir.

„Das war es wohl mit Kunden für heute”, dachte Amir und schloss die Augen.
Das war es dann, dachte Amir, kein Kunde würde ihn heute mehr besuchen, daher schloss er die Augen.

Kurz bevor er in die seligen Arme des Schlafes hinabgleiten konnte, hörte er plötzlich ein erneutes Rascheln von der Tür kommen.
Rascheln hat Beine? Außerdem Schmalzstufe 2.
Bevor er in den Schlaf sank, hörte er erneut ein Rascheln.

„Haben die Kleinen etwa noch immer nicht genug?” Langsam war er wirklich verärgert.
Er war zornig. »Haben die Kleinen nicht genug?«, grummelte er.

Doch als er eines seiner Augen langsam öffnete, sah er zu seinem Erstaunen nicht die erwartete schmale, ängstliche Statur eines jungen französischen Feldmäuserichs vor sich.
Wie viele Augen hat er? Was ist eine ängstliche Statur? Feldmäuserich! Reicht nicht Feldmaus aus. Wieso französisch? Ist eine italienische Feldmaus anders? Wenn ja, wäre eine Erklärung hilfreich, ansonsten streichen. Vor sich ist selbstredend. Es sei den er schaut unter seinen Hintern.
Nachdem er ein Augen geöffnete hatte, sah er zu seinem Erstaunen nicht die erwartete Feldmaus.

An ihrer Stelle stand eine ausgewachsene Mäusedame, die Hände in die Hüften gestützt, breitbeinig mitten in seinem Zelt. Ihr graues Fell glänzte metallisch in dem flackernden Licht der Kerzen und ihre dunklen Augen strahlten eine tiefe Entschlossenheit aus. Um ihren Hals trug sie einen breiten, leuchtend gelben Schal, den sie fest um sich gewickelt hatte und der hinter ihr im sanften Wind des Abends hin und her wehte. Amir erwiderte ihren Blick, sagte aber nichts. Die Mäusedame ihrerseits tappte ungeduldig mit dem Fuß auf dem Boden, doch als auch das den schwarzen Hamster nicht weiter zu beeindrucken schien, fragte sie schließlich : „Was ist denn nun? Haben Sie noch geöffnet? Ich brauche nämlich Hilfe in einer äußerst dringenden Angelegenheit.”
Gefällt mir. Ein wenig statisch, mehr Dynamik täte dem Text gut. Einfach herunterzubeten was sie anhat langweilig – bringe Aktion und Handlung herein.
Doppelung: ausgewachsene Mäusedame – entweder ausgewachsene weibliche Maus, oder Mäusedame.

Ihr graues Fell glänzte metallisch in dem flackernden Licht der Kerzen.
I
Kann Unterumständen wehtun je nachdem, wie nah sie der Kerze ist.
Ihr graues Fell glänzte metallisch vom / durch flackernden Licht der Kerzen.

Mitten in seinem Zelt? Ich dachte an ihrer Stelle und die Maus war einzig am Vorhang.
der hinter ihr im sanften Wind des Abends hin und her wehte
Somit steht sie doch am Eingang. Oder ihr Schal ist derart lang. Oder das Zelt ist kaputt.
Ihre dunklen Augen strahlten eine tiefe Entschlossenheit aus
Bitte! Schreibst du ein Liebesroman. Wie sollen Augen eine Entschlossenheit ausstrahlen, unterumstanden zeigen aber strahlen.

Deswegen meine Frage vom Anfang, für wenn schreibst du, für Kinder oder Erwachsende.

Amir hob neugierig eine Augenbraue: „Sind Sie sicher”, fragte er vorsichtig , um die aufgebrachte Mäusedame nicht noch weiter zu verärgern „dass Sie zu MIR mir wollen?” - ZEILENUMBRUCH „Sind Sie etwa nicht der große Amir, der Wahrsager aus dem Morgenland?” Amir nickte. „Dann verstehe ich Ihre Frage nicht.” ZEILENUMBRUCH Die Mäusedame sah den Hamster zornig an. Amir seinerseits richtete sich langsam auf seinem Kissen auf und strich sich bedeutungsvoll über seine langen Schnurrhaare.
Schnurrhaare? Ich dachte, er ist ein Hamster.

Nun... Sie müssen wissen, meine gute Dame als Wahrsager auf einem Jahrmarkt ist man es nicht unbedingt gewohnt, dass so energisch nach einem verlangt wird. Für gewöhnlich, kommen junge Paare zu mir, um sich etwas über ihre gemeinsame Zukunft erzählen zu lassen, die ein oder andere Maus die etwas verloren hat und meine Hilfe benötigt, um es wieder zu finden - schwerlich Dinge von großer Bedeutung.”
Viel zu langer Satz. All dieses hättest du, in der ersten Szene erzählen müssen. Die erste Szene war Amirs. Denk daran, du schreibst eine Kindergeschichte – Struktur.

Nun war es an der Mäusedame, ihre Augenbraue zu heben:
Bitte nein!

„Heißt das etwa, Sie können mir nicht helfen?” - ZEILENUMBRUCH „Das habe ich nicht gesagt”, sagte Amir und rückte seinen Turban zurecht. „Kommen Sie, schließen Sie doch den Vorhang und setzen Sie sich.”
Vorhang zu! War er offen?

Die Mäusedame schaute Amir noch einen Moment lang an, dann schien sie einen innerlichen Entschluss zu fassen. Sie warf das freie Ende ihres Schales um den Hals und schloss die Zelttür hinter sich mit einer Hand.
Innerlicher Entschluss! Wo den sonst her.
Schloss die Zelttür hinter sich mit einer Hand.
Erstens schreibt man, schloss die Zelttür mit einer Hand hinter sich, zweitens kannst du auf die Hand verzichten. Mit was sonst. Es sei denn, eine bestimmte Hand solle die Tätigkeit durchführen.

Anschließend setzte sich im Schneidersitz vor die große, schwarze Murmel, die der Hamster auf einer Streichholzschachtel vor sich aufgebaut hatte.
Welche Murmel? Beschreibe es in der ersten Szene, damit sich die Kinder ein Bild machen. Jetzt wollen sie nur wissen, was die Dame möchte.

Amir nickte zufrieden . Zum ersten Mal, seitdem die Mäusedame sein Zelt betreten hatte, fühlte er sich, als habe er die Situation wieder unter Kontrolle.
Man fühlt sich wohl oder unwohl, aber die Kontrolle zurückzuhaben.

Mit einem Bein stieß er vorsichtig ein Stück Holz in das Feuer, das auf einer kleinen Untertasse in der Ecke brannte. Das feuchte Holz schickte einen Schwall Rauch in die Luft und die Mäusedame musste husten.
Feuer auf Untertasse sie oben, eher etwas für die 1. Szene. Hat es einen Belang, ob das Holz feucht oder trocken ist? Physikalisch Unterumständen, aber in diesem Fall. Wie kann Holz Rauch schicken? Zu schmalzig.
Rauch stieg empor, sodass die Mäusedame hustete.

„Also”, begann Amir und beugte sich über die schwarze Kugel vor ihm , „was führt Sie zu mir? Oder beginnen wir anders: Warum sagen Sie mir nicht erstmal, wie Sie heißen.”
Die Mäusedame zupfte nervös an ihrem Schal und sah sich nach links und rechts um , so als befürchte sie, jemand könne sie belauschen. Sie beugte sich nach vorne und sagte, so leise, dass Amir Mühe hatte sie zu verstehen flüsterte : „Mein Name - ist Cécile Rousseau.” ZEILENUMBRUCH :
Dann lehnte sie sich wieder nach hinten und sah den Hamster erwartungsvoll an. Amir seinerseits blickte nur verwirrt zu ihr zurück. Als sie merkte, dass ihr Namen nicht die erhoffte Wirkung entfaltet hatte, schnaubte sie zornig, griff in die Tasche an ihrer Seite und zog ein fein gefaltetes Stück Papier hervor. Vorsichtig, um die wertvolle Seite nicht zu beschädigen, entfaltete sie das Zeitungsblatt und hielt es dem immer noch verdutzt dreinblickenden Hamster vor die Nase. Dieser nahm es entgegen, lehnte sich etwas nach hinten, um mehr von dem Licht des Feuers in der Ecke einzufangen und begann zu lesen:
Dann richtete sich Cécile vor Amir auf und sah ihn erwartungsvoll an. Der Hamster starrte sie nur verwirrt an. Als sie merkte, dass ihr Namen nicht die erhoffte Wirkung herbeiführte, schnaubte sie, griff in ihre Tasche und zog ein gefaltetes Stück Papier hervor. Mit Vorsicht entfaltete sie das Zeitungsblatt und hielt es dem verdutzt dreinblickenden Hamster vor die Nase. Amir ergriff es, lehnte sich zum Licht des Feuers und las:

Dein Text ist ansprechend, nur lass dich nicht zu einer märchenhaften Sprache verführen. Klare Sätze sprechen Kinder genauso an und sie verstehen sie sogar. Vermeide Bläh- und Füllworte, erstrecht rhetorische Anspielungen – du hältst keine Rede. Überlege dir sorgfältig, ob und wie du Adverbien und Adjektive einsetzt – weniger ist meist mehr, sie sollten sinnhaft sein.
Der Riese war groß. Hübsch aber leer.
Der Riese war größer als ihr Papa oder der Riese war größer als der Elefant im Zoo, dagegen flößt dem Wort groß Leben ein.
Sie sah in traurig an - schön, aber kalt.
Sabines Blick verriet Paul ihre Trauer. Auf den ersten Blick schnulzig, aber die Betonung liegt auf Verb und Nomen. Verraten - geheimnisvoll.
Außerdem erklärt im ersten Satz der Erzähler, der nur berichten sollte. Im Zweiten stellt es dagegen Paul fest - emotionale Ebene zwischen Leser und Charakter.

Gute Kindergeschichten zu schreiben ist schwer. Mit hochtrabenden Satzkompositionen kam man sie nicht locken. Beschreibe – dieses kannst du, locke sie mit spannen Handlungen.

Vielleicht schreibt dir sogar molly ein paar Zeilen, die dich weiterbingen. Ansonsten mache dir ein paar Gedanken, nehm was du willst, ignoriere den Rest.

Gruß
Ahorn
 

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