Die Reise von eins

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Die Wohnung war klein, aber sehr
ordentlich, und als ich ihn besuchte
saß er auf dem Sofa wie ein
riesiges Walross, und es war
mir irgendwie peinlich, Fragen
zu stellen, ich kannte ihn überhaupt
nicht gut genug, nur aus Erzählungen,
und er war sehr dick- sie verschrieben ihm Tabletten,
schnitten Teile des Magens heraus, aber er sprach
von seiner nächsten großen Reise.

Krank, mehrmals das Herz fast versagt,
hatte er sein Sofa seit Wochen nicht verlassen,
aber er blätterte unentwegt in Reisezeitschriften,
und jetzt erzählte er mir von seiner nächsten Reise
und der netten Pflegerin die ihn jeden Tag versorgt.
Er hatte sich einen ungewöhnlichen
Reise ausgedacht, und ich sagte ihm
es hört sich super an
Irgendwie wusste ich, dass er diese Reise nicht mehr antrat
Nach zwei weiteren Besuchen rief mich eines Morgens
seine Nichte an und sagte mir
dass es vorbei war.

Die Pflegerin legte die Zeitschriften
an die Straße
und das war alles zum mitnehmen
für umsonst

Und ich erinnere mich ganz genau
wie unangehm mir das alles war
Welche Reise zum Ende der Nacht
er wirklich meinte
 
Zuletzt bearbeitet:

nisavi

Mitglied
Hallo WolfgangFridolin,

in der zweiten Strophe muss es heißen „eine ungewöhnliche Reise“ . Grammatisch alles ein bisschen wacklig. Nach meinen Dafürhalten auch „es höre sich super an“ / „dass es vorbei wäre“ (indirekte Rede?) und „dass er diese Reise nicht mehr antreten würde“ (Konjunktiv).
In der dritten Strophe sollte es heißen „zum Mitnehmen“.

Ansonsten: eine gute Geschichte, sehr nachvollziehbar und menschlich.

n.
 
Hallo WolfgangFridolin,

in der zweiten Strophe muss es heißen „eine ungewöhnliche Reise“ . Grammatisch alles ein bisschen wacklig. Nach meinen Dafürhalten auch „es höre sich super an“ / „dass es vorbei wäre“ (indirekte Rede?) und „dass er diese Reise nicht mehr antreten würde“ (Konjunktiv).
In der dritten Strophe sollte es heißen „zum Mitnehmen“.

Ansonsten: eine gute Geschichte, sehr nachvollziehbar und menschlich.

n.
Danke dir
 

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