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Die Welt ist - was?

4,00 Stern(e) 1 Stimme
Mancher kämpft
für eine bessere Welt.
Was ist schlecht an der Welt?
Was ist denn die Welt?
Sind wir die Welt?

Mancher sagt,
diese Welt sei nicht lebenswert.
Für wen?
Für uns.
Sind wir die Welt?

Mancher glaubt,
wir zerstören die Welt.
Wenn wir die Welt sind,
schaffen wir das.
Sind wir die Welt?

Mancher weiß,
die Erde ist die Welt allen Lebens.
Die Erde zerstören?
Haben wir kosmische Kräfte?
Wir sind nicht die Welt.

Mancher ahnt,
wir sind nicht die Welt.
Was wir dann zerstören?
Nur uns selbst.
Die Erde ist die Welt.

Die Erde weiß
nichts.
Nichts von Leben.
Nichts von Tod.
Die Erde ist nur die Erde.

Die Erde folgt
nur ihrer Umlaufbahn.​
 

cecil

Mitglied
Guten Abend, Kollege Kurzgeschrieben,

ich mag Texte, die Fragen aufwerfen und Fragen stellen.

Bei Deinem Gedicht ist die Intention frühzeitig klar und die Quintessenz keine Überraschung: die Erde braucht uns nicht, wir sie schon. Und aufgrund des fehlenden Spannungsbogens hätte ich mir mehr (unbequeme) Fragen an den Leser gewünscht, weniger Statements, die ohnehin auf der Hand liegen ("Wir sind nicht die Welt"). Dennoch war es eine gute Anregung zur Reflexion. Ich fand die Lektüre wohltuend!

LG, Cecil
 
Hallo Cecil,

vielen Dank für Deinen kritischen Kommentar. Ja, es ist richtig, dass der Text hinsichtlich der Intention sehr durchsichtig ist. Es spricht sehr für Dich, dass die Statements für Dich ebenso klar auf der Hand liegen wie die Quintessenz. Leider sind sehr viele Menschen da deutlich schlichter gestrickt, wir ich u. a. - wenig überraschend - in einem anderen Forum erfahren durfte.
Die Anregung zur Reflexion war im Grunde auch das simple Ziel. Ich freue mich, dass Du den Text gerne gelesen hast.

Viele Grüße,

Martin
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
Es spricht sehr für Dich, dass die Statements für Dich ebenso klar auf der Hand liegen wie die Quintessenz. Leider sind sehr viele Menschen da deutlich schlichter gestrickt
Wenn die "Statements" innerhalb eines zum Gedicht verdichteten Textes "klar auf der Hand liegen", sind die, denen sie ohne Widerspruchsprüfung "klar auf der Hand liegen", so deutlich schlicht gestrickt, daß es nicht mit bescheidenerer Schlichtheit unterboten werden könnte. "Schlichter" als "auf der Hand liegend" geht garnicht.

grusz, hansz
 
Hallo Mondnein,
meinst Du damit, dass meine Antwort an Cecil bedeutet, dass ich Cecil damit als "schlicht" bezeichne? Kannst Du mir das nochmal in einfachen Worten erklären? Das wollte ich nämlich nicht ausdrücken.
Viele Grüße,
Martin
 


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