Ein Bild vom Pulverfass

Ein Bild vom Pulverfass
Nachtragend gefragt: Kommt da noch mehr als „nur“ Netanjahus Säbelgerassel?

Das Märchen von „Krieg und Frieden“ verstehe ich als erfundene geschichtliche Idylle, die massenhaft ertragen hilft, was unerträglich ist.

Kriegerische Gewalt kommt ebenso unnatürlich als Gegenkultur in unsrer Entwicklung vor wie die Friedenssehnsucht und die diversen Techniken der „Friedensverhandlung“. Der aufdringliche Zweck der Inszenierungen von Gewalt verbirgt oft genug den Massenbetrug zur Verdrängung und Ablenkung wirklich bedeutender Aufgaben, die sich menschliche Gesellschaften nur selbst stellen können.

Krieg ist aus dieser Sicht weder notwendig, wie das Zusammenspiel von Blitz und Donner, noch dient er dem allgemeinen Wohl.

Andererseits bleibt selbständiges Denken und Handeln seltsam unterentwickelt, gefangen in bürokratisch-rechtlichen Konstruktionen, ja in den begrüßenswerten Fortschritten der technischen Kultur selbst. So erleben wir, dass wir oft genug im Zustand selbst verschuldeter Unmündigkeit verharren und uns mit bruchstückhaftem Wissen zurechtfinden müssen.

Daher, zugestanden, stellen sich mir einige naiv anmutende Fragen im Anschluss an Netanjahus sommerliches Säbelgerassel in Nah-Ost. Sie gründen sich alle auf die fragwürdige Tatsache, den Bestrebungen des iranischen Ajatollah-Regimes mit ebenso hinterfragbaren Mitteln den Boden zu entziehen.

Schließlich muss in Rechnung gestellt werden, dass das Gewicht der „blockfreien“ Staaten wächst, deren Konferenz in Teheran vom Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon, gegen israelische und amerikanische Einwürfe beehrt wird.

Welche politische Bedeutung kommt den BC-Waffenbeständen in Syrien tatsächlich zu? Warum lässt Assad in Moskau seinen denkbaren Rückzug verkünden, wo er doch bisher alle derartigen Forderungen vehement, blutig zurückgewiesen hat? Gibt es globale Arrangements zwischen Washington und Moskau, um Iran und Al Kaida im syrischen Gewaltspiel den Zugriff auf biologische und chemische Waffen zu verwehren? Welches Gewicht hat Putins syrischer Militärstützpunkt an der östlichen Mittelmeerflanke der Nato? Können die Minderheiten in Syrien eine neue, positive Rolle spielen?

Was treibt Kanzlerin Merkel, auch im syrischen Fall an der undemokratischen Strategie der Ausschaltung des Parlaments und der unnötigen Verweigerung öffentlicher Information festzuhalten? Wäre es eine einmalige Chance für Deutschland, seine Beteiligung am Kriegsgetümmel in Syrien in Form arbeitsteiliger geheimdienstlicher Aufklärung durch Bundeswehr und BND offen zu legen, um den friedens- und sicherheitspolitischen Nutzen zur Diskussion zu stellen? Wäre dies nicht ein Verfahren, das sich wohltuend von den Betrugsmanövern abheben könnte, welche uns bis heute mit der Beteiligung im Afghanistankrieg zugemutet werden?
 
Ein Bild vom Pulverfass
Nachtragend gefragt: Kommt da noch mehr als „nur“ Netanjahus Säbelgerassel?

Das Märchen von „Krieg und Frieden“ verstehe ich als erfundene geschichtliche Idylle, die massenhaft ertragen hilft, was unerträglich ist.

Kriegerische Gewalt kommt ebenso unnatürlich als Gegenkultur in unsrer Entwicklung vor wie die Friedenssehnsucht und die diversen Techniken der „Friedensverhandlung“. Der aufdringliche Zweck der Inszenierungen von Gewalt verbirgt oft genug den Massenbetrug zur Verdrängung und Ablenkung wirklich bedeutender Aufgaben, die sich menschliche Gesellschaften nur selbst stellen können.

Krieg ist aus dieser Sicht weder notwendig, wie das Zusammenspiel von Blitz und Donner, noch dient er dem allgemeinen Wohl.

Andererseits bleibt selbständiges Denken und Handeln seltsam unterentwickelt, gefangen in bürokratisch-rechtlichen Konstruktionen, ja in begrüßenswerten Fortschritten der technischen Kulturentwicklung der Gesellschaft selbst. So erleben wir, dass wir oft genug im Zustand selbst verschuldeter Unmündigkeit verharren und uns mit bruchstückhaftem Wissen zurechtfinden müssen.

Daher, zugestanden, stellen sich mir einige naiv anmutende Fragen im Anschluss an Netanjahus sommerliches Säbelgerassel in Nah-Ost. Sie gründen sich alle auf die fragwürdige Tatsache, den Bestrebungen des iranischen Ajatollah-Regimes mit ebenso hinterfragbaren Mitteln den Boden zu entziehen.

Schließlich muss in Rechnung gestellt werden, dass das Gewicht der „blockfreien“ Staaten wächst, deren Konferenz in Teheran vom Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon, gegen israelische und amerikanische Einwürfe beehrt wird.

Welche politische Bedeutung kommt den BC-Waffenbeständen in Syrien tatsächlich zu? Warum lässt Assad in Moskau seinen denkbaren Rückzug verkünden, wo er doch bisher alle derartigen Forderungen vehement, blutig zurückgewiesen hat? Gibt es globale Arrangements zwischen Washington und Moskau, um Iran und Al Kaida im syrischen Gewaltspiel den Zugriff auf biologische und chemische Waffen zu verwehren? Welches Gewicht hat Putins syrischer Militärstützpunkt an der östlichen Mittelmeerflanke der Nato? Können die Minderheiten in Syrien eine neue, positive Rolle spielen?

Was treibt Kanzlerin Merkel, im syrisch-iranischen Fall Öffentlichkeit und Parlament mit Hungerrationen abzuspeisen? Wäre es eine einmalige Chance für Deutschland, seine Beteiligung am Kriegsgetümmel-in Form arbeitsteiliger geheimdienstlicher Aufklärung durch Bundeswehr und BND- offen zu legen,um den friedens- und sicherheitspolitischen Nutzen zur Diskussion zu stellen? Wäre dies nicht ein Verfahren, das sich wohltuend von den Betrugsmanövern abheben könnte, welche uns bis heute mit der Beteiligung im Afghanistankrieg zugemutet werden?

Was den permanenten Kriegszustand und die Demokratiefrage betrifft, ist uns Israel voraus. Die Fälle Eichmann, 'Schwarzer September", Lillehammer und der Tod iranischer Atomwissenschaftler sind öffentlich diskutierte und diskutierbare Fakten. Die aufklärerische Absicht und Praxis zwingt so die unterschiedlichen Moralstandpunkte, sich zu legitimieren.
 
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Nachtragend gefragt: Kommt da noch mehr als „nur“ Netanjahus Säbelgerassel?

Das Märchen von „Krieg und Frieden“ verstehe ich als erfundene geschichtliche Idylle, die massenhaft ertragen hilft, was unerträglich ist.

Kriegerische Gewalt kommt ebenso unnatürlich als Gegenkultur in unsrer Entwicklung vor wie die Friedenssehnsucht und die diversen Techniken der „Friedensverhandlung“. Der aufdringliche Zweck der Inszenierungen von Gewalt verbirgt oft genug den Massenbetrug zur Verdrängung und Ablenkung wirklich bedeutender Aufgaben, die sich menschliche Gesellschaften nur selbst stellen können. Krieg ist aus dieser Sicht weder notwendig, wie das Zusammenspiel von Blitz und Donner, noch dient er dem allgemeinen Wohl. Er dient einer winzigen Schicht von 'Kriegsgewinnlern'.

Andererseits bleibt selbständiges Denken und Handeln seltsam unterentwickelt, gefangen in bürokratisch-rechtlichen Konstruktionen, ja in begrüßenswerten Fortschritten der technischen Kulturentwicklung der Gesellschaft selbst. So erleben wir, dass wir oft genug im Zustand selbst verschuldeter Unmündigkeit verharren und uns mit bruchstückhaftem Wissen zurechtfinden müssen.

Daher, zugestanden, stellen sich mir einige naiv anmutende Fragen im Anschluss an Netanjahus sommerliches Säbelgerassel in Nah-Ost. Sie gründen sich alle auf die fragwürdige Tatsache, den Bestrebungen des iranischen Ajatollah-Regimes mit ebenso hinterfragbaren Mitteln den Boden zu entziehen.

Schließlich muss in Rechnung gestellt werden, dass das Gewicht der „blockfreien“ Staaten wächst, deren Konferenz in Teheran vom Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon, gegen israelische und amerikanische Einwürfe beehrt wird.

Welche politische Bedeutung kommt den BC-Waffenbeständen in Syrien tatsächlich zu? Warum lässt Assad in Moskau seinen denkbaren Rückzug verkünden, wo er doch bisher alle derartigen Forderungen vehement, blutig zurückgewiesen hat? Gibt es globale Arrangements zwischen Washington und Moskau, um Iran und Al Kaida im syrischen Gewaltspiel den Zugriff auf biologische und chemische Waffen zu verwehren? Welches Gewicht hat Putins syrischer Militärstützpunkt an der östlichen Mittelmeerflanke der Nato? Können die Minderheiten in Syrien eine neue, positive Rolle spielen?

Was treibt Kanzlerin Merkel, im syrisch-iranischen Fall Öffentlichkeit und Parlament mit Hungerrationen abzuspeisen? Wäre es eine einmalige Chance für Deutschland, seine Beteiligung am Kriegsgetümmel-in Form arbeitsteiliger geheimdienstlicher Aufklärung durch Bundeswehr und BND- offen zu legen,um den friedens- und sicherheitspolitischen Nutzen zur Diskussion zu stellen? Wäre dies nicht ein Verfahren, das sich wohltuend von den Betrugsmanövern abheben könnte, welche uns bis heute mit der Beteiligung im Afghanistankrieg zugemutet werden?

Was den permanenten Kriegszustand und die Demokratiefrage betrifft, ist uns Israel voraus. Die Fälle Eichmann, 'Schwarzer September", Lillehammer und der Tod iranischer Atomwissenschaftler sind öffentlich diskutierte und diskutierbare Fakten. Die aufklärerische Absicht und Praxis zwingt so die unterschiedlichen Moralstandpunkte, sich zu legitimieren.
 

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