Ein ewiger Stenz

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Ciconia

Mitglied
Bis neulich glaubte Arthur Adabei,
weil er ein supertoller Lover sei,
der jede Frau im Handumdrehn betört,
sofern nicht deren müder Gatte stört,
verführe er mit 'nem charmanten Spruch
die allerschönsten Fraun zum Ehebruch.

Bei einem ersten Ausflug nach Grünwald
erschien ihm Isabella derart kalt,
dass Adabeis Equipment schlicht erfror
und ganz erheblich an Substanz verlor.

Franziska später in Bad Reichenhall
fand er beileibe viel zu klein und drall,
sie platzte fast aus ihrer Ledertracht.
Der Adabei verschwand noch vor der Nacht.

Therese traf er einsam und allein
im noblen Spielkasino von Gastein.
Sie wusste gleich: Ein rechter Tunichtgut!
Les jeux sont faits - er ging voll stiller Wut.

Frustriert und müd fuhr er ins schöne Wien,
da warf sich Fräulein Bernadette an ihn.
Man warnte ziemlich eindringlich vor ihr,
doch bot sie ihm unglaubliches Pläsier.
Von seinem Stenzentum sprach er nicht gern -
dabei ist das des guten Arthurs Kern.
 

Label

Mitglied
Liebe Ciconia

von der Idee her finde ich das nett
aber irgendwie will der Text nicht richtig fließen. Ständig komme ich ins Stocken.
Zum einen habe ich den Eindruck dass die Verse um 2 Silben zu lang sind für solch einen humorvollen Text, was wiederum zur Folge hat, dass viele Füllwörter vorkommen, zum Anderen nimmt das einiges vom Tempo weg, was für heitere Texte eher schädlich ist.


nur mal so als Beispiel:

Es glaubte Arthur Adabei
weil er ein toller Lover sei,
(der jede Frau sofort betört
sofern nicht deren Gatte stört)
verführe er mit einem Spruch
die schönsten Frau'n zum Ehebruch.

Bei einem Ausflug nach Grünwald
erschien ihm Isabella kalt,
dass Adabeis Equipment fror
und deutlich an Substanz verlor.

Franziska in Bad Reichenhall
die fand er viel zu klein und drall,
sie platzte fast aus ihrer Tracht,
und er verschwand noch vor der Nacht.

Therese traf er ganz allein
im Spielkasino von Gastein.
Sie wusste gleich: Ein Tunichtgut!
Les jeux sont faits - er ging voll Wut.

Frustriert fuhr er ins schöne Wien,
da warf sich Bernadette an ihn.
Man warnte eindringlich vor ihr,
doch bot sie riesiges Pläsier.

Vom Stenzentum spricht er nicht gern -
doch das ist nun mal Arthurs Kern.

Das ist nur als Anregung gedacht, vielleicht ist ja etwas brauchbares für dich dabei.

Liebe Grüße
Label
 

Ciconia

Mitglied
Einst glaubte Arthur Adabei
weil er ein toller Lover sei,
(der jede Frau sofort betört
sofern nicht deren Gatte stört)
verführe er mit einem Spruch
die schönsten Frau'n zum Ehebruch.

Beim ersten Ausflug nach Grünwald
erschien ihm Isabel so kalt,
dass Adabeis Equipment fror
und deutlich an Substanz verlor.

Franziska in Bad Reichenhall
fand er beileibe viel zu drall,
sie platzte fast aus ihrer Tracht,
und er verschwand noch vor der Nacht.

Therese traf er ganz allein
im Spielkasino von Gastein.
Sie wusste gleich: Ein Tunichtgut!
Les jeux sont faits - er ging voll Wut.

Frustriert fuhr er ins schöne Wien,
da warf sich Bernadette an ihn.
Man warnte eindringlich vor ihr,
doch bot sie riesiges Pläsier.
Vom Stenzentum spricht er nicht gern -
doch das ist nun mal Arthurs Kern.
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Label,

du hast Recht, man merkt die nachträglich von mir eingefügten Wörter. Meine erste Fassung war (wie jetzt Deine) jeweils um zwei Silben kürzer, doch dann habe ich wegen einer Strophe, die länger wurde, alles Andere darauf angepasst. Ein Fehler!

Also habe ich jetzt gern Deinen Vorschlag übernommen und „zurückgekürzt“. Vielen Dank für Deine Mühe!

…. und danke auch an molly!

Gruß Ciconia
 

Ciconia

Mitglied
Einst glaubte Arthur Adabei
weil er ein toller Lover sei,
der jede Frau sofort betört,
sofern nicht deren Gatte stört,
verführe er mit einem Spruch
die schönsten Frau'n zum Ehebruch.

Beim ersten Ausflug nach Grünwald
erschien ihm Isabel so kalt,
dass Adabeis Equipment fror
und deutlich an Substanz verlor.

Franziska in Bad Reichenhall
fand er beileibe viel zu drall,
sie platzte fast aus ihrer Tracht,
und er verschwand noch vor der Nacht.

Therese traf er ganz allein
im Spielkasino von Gastein.
Sie wusste gleich: Ein Tunichtgut!
Les jeux sont faits - er ging voll Wut.

Frustriert fuhr er ins schöne Wien,
da warf sich Bernadette an ihn.
Man warnte eindringlich vor ihr,
doch bot sie riesiges Pläsier.
Vom Stenzentum spricht er nicht gern -
doch das ist nun mal Arthurs Kern.
 
T

Trainee

Gast
Hallo Ciconia,
ich fühle beim Titel leichtes Unbehagen:

"Der ewige Stenz" war ja eine bekannte und recht unterhaltsame bayrische Fernsehserie, die noch keine 40 Jahre auf dem Buckel hat.
Insofern sehe ich - trotz deiner leichten Abwandlung - ein Problem ...

Liebe Grüße
Trainee
 
A

aligaga

Gast
Natürlich gäbe es daran "was" auszusetzen. Geklaut ist ja nicht der Artikel oder der "Stenz", sondern der "ewige". Den kennt man wirklich nur als Helmut Fischer.

Im übrigen ist der umgangssprachliche "Stenz" kein ausschließlicher, nota bene platter Womanizer, wie er uns hier vorgeführt wird (und wie Tante Guhgel fälschlich behauptet), sondern einer, der sowohl äußerlich als auch verbal grundsätzlich darum bemüht ist, Blicke auf sich zu ziehen und sich von der Masse abzuheben. Er tut dies aber stets eine Spur zu offenkundig - er geht nicht, er stolziert; er redet nicht, sondern doziert; er trägt das Haar zu schön, ist stets zu stark parfümiert und trägt zwar modische, aber zu laute Farben. Ein "Stenz" ist immer auch ein Aufschneider, der mehr verspricht, als er halten kann, und er braucht keine Frau, um als solcher erkannt zu werden: Er möchte in eine Gesellschaft hinein, für die er eine Nummer zu klein ist.

Ein "Stenz" ist einer, wie Helmut Fischer einer war. Sein Schöpfer Dietl war in jungen Jahren auch einer, wie uns das "Dorle" in "Helmut Dietl und Ich" wissen ließ - ein schönes Beispiel dafür, dass man auch dann ein Stenz sein kann, wenn man keine Ahnung hat, wie eine Frau funktioniert. Gell, Spatzl?

Heiter immer weiter

aligaga
 

Ciconia

Mitglied
Jessas, @aligaga a scho wieda dabei …

Es dürfte @aligaga als einem meiner beständigsten und vor allem kritischsten Leser nicht entgangen sein, dass meine Affinität zu Bayern nicht unbedingt dem Lesen von Ganghofer-Romanen entsprungen ist. Ich habe fast ein Vierteljahrhundert (sehr, sehr gerne) in München gelebt, daher ist mir der Begriff Stenz, den ein Norddeutscher eher weniger kennt, seit Langem vertraut. Den Monaco-Franze habe ich – wie fast alles vom Dietl – (mehrfach) gern gesehen.

Zu meinem Wortschaft gehört ebenfalls der Begriff „ewig“ in Verbindung mit einer negativen Aussage wie z. B. „ein ewiger Nörgler“. Warum also sollte ich den von mir gewählten Titel nicht verwenden?

Das „Spatzl“ Kubitschek ist übrigens eine der wenigen noch lebenden Darstellerinnen besagter Serie. Falls Sie mit dem „Gell, Spatzl“ in Ihrem Kommentar allerdings mich gemeint haben sollten, sähe ich mich veranlasst, einen neuen Me-Too-Bereich aufzumachen … :box:

Ausnahmsweise heiter
Ciconia
 
A

aligaga

Gast
Wer sich in der Überschrift zu diesem Epos bei Patrick Süskind bedient (von dem der bekannte Titel der Serie übrigens stammt, nicht von Dietl!), sollte wenigstens wissen, was damit gemeint ist.

Wenig hilfreich ist's, o Ciconia, sofort nach üblicher Manier über den Kritiker herzuphallen und ihm gottweißwas zu unterstellen, wähnend, ihn damit zu treffen.

Daneben!

Du bestätigst uns damit nur, dass auch ein vierteljahrhundertelanger Aufenthalt im süddoitschen Urwald aus Nordlichtern keine Aborigines machte, die je verstünden, was ein "Stenz" alles können müsste.

Wann wirst du lernen, o Ciconia, dass man im bayerischen Hochwald mit einer plattdoitschen Stopselpistole keinen Hirschen schießt? Höchstens einen Pudel! Wer mit fremdem Idiom prunken möchte, sollte es beherrschen. Dietl/Süskind und "Dorle" waren wachechte Isarindianer und beherrschten es blind.

Etwas bloß können zu wollen, o @Ciconia, reicht bekanntlich nicht. Wir alle wissen doch, dass es sonst "Wulst" hieße. TTip: Such dir eine bessere Überschrift für dein Rammler-Rondo!

Quietschend vor Vergüngen

aligaga
 

Ciconia

Mitglied
Wer sich in der Überschrift zu diesem Epos bei Patrick Süskind bedient (von dem der bekannte Titel der Serie übrigens stammt, nicht von Dietl!), sollte wenigstens wissen, was damit gemeint ist.
Hatten Sie meinen Kommentar nicht richtig gelesen?

Ob der Titel von Süskind oder Dietl stammt, die beide die Ideengeber für diese Serie waren, ist völlig irrelevant - Fakt ist, dass sie überwiegend unter der Regie von Dietl entstand, da beißt die Maus keinen Faden ab. Sparen Sie sich also weitere Beleidigungen.

Im Übrigen: 22

Gute Nacht!
Ciconia
 
A

aligaga

Gast
Wie unlängst im Pupanum ausführlich dargthan, o @Ciconia - Kritik an Texten und Textanleihen wären nur dann Majestätsbeleidigungen, wenn sich deren Urheber für solche hielten. In welchem Lande, sagtest du, schwängest du das Zepter?

Seit 1. Januar 2018 ist §103 StGB abgeschafft - es gibt keine Majestätsbeleidigung mehr hienieden. Wer - so wie @ali - sachlich bestätigt, dass sich der Titel deines Rammler-Gereims an eine fremde Urheberschaft anschmiegt und der "ewige Stenz" in der falschen Ecke steht, beleidigt nicht dich, sondern kritisiert dein "Werk".

Das du das nicht ertragen kannst, ist ganz allein dein Problem. Dafür kannst du Dritte nicht haftbar machen, auch wenn du es immer und immer wieder probierst.

Heiter und beschwingend

aligaga
 
A

aligaga

Gast
Ciconia sieh es einfach mal so
er kann halt nicht von dir lassen
Köstlich, wie sich die sisters sofort wieder beispringen, wähnend, mit ein paar Kotspritzerchen lührischen Unsinn weg- und dem böhsen @ali eins auszuwischen.

Sorry, aber da musst du früher aufstehen, o @Labelchen. Bis du mit deinem Kotfässchen angetrollert kamst, war Ciconias Rammler doch längst in den Brunnen gefallen und maustot. Es macht also wenig Sinn, jetzt noch deine Dreckschleuder anzuwerfen. Pflanz besser ein Vergissmeinnicht auf der echten Stenze kühles Grab!

Heiter längst weiter

aligaga
 

Ciconia

Mitglied
Um Restzweifel am Begriff Stenz zu zerstreuen, hier eine Erklärung des mehrfachen angeführten Patrick Süskind:
Patrick Süskind, Co-Autor der Serie - Ist der Stenz ein Matscho?

[...] Während der Matscho seine erotischen Ziele mit tierischem Ernst verfolgt und dabei den Einsatz brutalster Machtmittel nicht scheut, sieht der Stenz sein Verhältnis zu den Frauen unter spielerisch-sportlichem Aspekt. Nicht der Erfolg ist ihm das Wichtigste, sondern der Weg dahin; nicht der Besitz, sondern die Verführung. [...] Der Matscho ist ein despotischer Machtmensch, der die Welt - und die Frau nur als Teil der Welt! - verachtet und unterwerfen will. Für den Stenz hingegen ist das Weibliche die Welt schlechthin, in die er sich als homo ludens zu versenken sucht. Je größer diese Welt ist, je freier sie sich entfaltet und in Erscheinung tritt, desto wohler fühlt sich der Stenz. [...]
Dem Stenz ist alles provinziell Derbe ein Gräuel. Er liebt das Urbane. Er braucht die anregende Vielfalt der Erscheinungen, die spielerische Unverbindlichkeit im zwischenmenschlichen Verkehr. [...]
All das verkörpert mein Arthur Adabei als Mischform aus Adabei und Stenz. Er verführt seine Frauen schließlich nicht in Hinterpfuideifi, sondern in (München-)Grünwald, Bad Reichenhall, Bad Gastein und Wien - was ein Typ wie er wahrscheinlich schon für mondän hält. Für die wirklich große Welt ist er nämlich dann doch ein zu kleines Licht.

Ciconia

Bei Label bedanke ich mich noch für die Wertung. ;)
 
A

aligaga

Gast
Wie schon gesagt, o @Ciconia - ein "Stenz" ist etwas ganz anderes als der von dir vorgestellte Rammler und keineswegs nur auf die "Eroberung" des andren Geschlechts fixiert. Das behauptet ja auch der von dir geschwind zitierte Süskind nicht.

Der "Stenz" spreizt sich vor allem und jedem, nicht nur vor der Weiblichkeit. Er braucht ein Publikum, das er in den Trampeln der Provinz nicht findet.

TTip: Nicht immer bloß Tante Guhgel bemühen, sondern sich erst Dietls "A bissl was geht immer" und dann Dorles "Spanienreise" reinziehen. Dann wüsstest auch du, wie viele Lichtjahre deine Rammelreime vom "ewigen Stenzen" entfernt sind.

Erheiternd

aligaga
 

James Blond

Mitglied
Begriffshoheit

Die #Penetranz, mit welcher der selbsternannte @Frauenbeauftragte der Leselupe hier auf seine Begriffshoheit pocht, scheint mir symptomatisch, doch bestenfalls diagnostisch relevant; zu einem sinnvollen Beitrag reicht es jedoch nicht.


"Der aus dem Rotwelschen stammende Begriff Stenz bezeichnet sowohl einen Stock oder Wanderstab als auch – davon abgeleitet – einen Zuhälter oder einen Weiberhelden."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Stenz

Bloß: Was weiß Wiki denn schon im Verleich zu unserem süddeutschen @Idiomspezialisten?

;)
JB
 
A

aligaga

Gast
Wie bereits weiter oben ausführlich dargestellt und von den Autoren Dietl/Süskind in ihrer Serie "Der ewige Stenz" aufs herrlichste bestätigt, @Blond, greift Tante Guhgel beim mundartlichen (Münchner) "Stenz" viel zu kurz.

Daher auch dir der TTip, bevor du wieder plump zu pöbeln beginnst: Nicht guhgeln, sondern gucken - dann denken - und dann posten. Sonst geht's wieder mal platt gegen die Wand wie ebengrad.

Amüsant

aligaga
 

FrankK

Mitglied
Hallo, Ciconia
Gefällt mir, hat mich zum schmunzeln gebracht. Die Zeilen funktioníeren (bei mir) fast melodisch.

Vom Stenzentum spricht er nicht gern -
doch das ist nun mal Arthurs Kern.
Zum Abschluss hätte ich mir einen Bezug zum Titel gewünscht - irgendetwas, das auf das "ewig" hindeutet. Vielleicht soetwas wie:
"doch das ist halt sein alter Kern."

Egal - das Stück ist mir heute den ganzen Tag im Kopf `rumgeschwirrt. Und das soll schon was heißen (Ich und Lyrik ... ;) ).



Übrigens - der Duden sagt:
Stenz, der

Wortart:
Substantiv, maskulin

Gebrauch:
umgangssprachlich abwertend

Bedeutungsübersicht:
  • selbstgefälliger, geckenhafter junger Mann
  • (selten) Zuhälter

Synonyme:
Dandy, Geck, Schnösel, Schönling, Snob, Zuhälter



Herzlich Grüßend
Frank
 

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