Ein Geschenk fürs Leben (gelöscht)

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Namen

Liebe Paulina,

du sprichst mir mit der Glosse aus dem Herz. Du hast sie gut aufgebaut und ohne Häme geschrieben. Namen haften in der Tat ein Leben lang an einem Menschen. Und sie bedeuten auch etwas, haben eine Botschaft und "verpflichten" den Menschen auch. Ich jedenfalls haben meinen Namen immer ernst genommen und versucht, ihm gemäß zu leben.

Vielen Dank noch einmal für deinen Text. Ich freue mich sehr, dass Du so aktiv auf einer Seite bist, auf sich lange nicht viel bewegt hat.

Herzliche Grüße und neun Punkte von


Winfried
 

Paulina

Mitglied
Lieber Winfried,
danke fürs Lesen, danke für deine Worte und für die sehr gute Bewertung. Ich freu mich.

Leider hapert es mit dem Verantwortungsbewusstsein der Eltern, namentlich der jungen, bei der Wahl der Vornamen für ihren Nachwuchs, wobei ich sehr stark den Eindruck habe, dass der soziale Status eine große Rollen spielt, aber ich lasse mich gern belehren, sollte ich mich irren.

Nochmals danke und liebe Grüße
von Paulina,
die im wahren Leben Astrid heißt, den Namen aber nicht mag.:)
 
Liebe Paulina,

doch. Der soziale Hintergrund, vor allen Dingen das Bildungsniveau der Eltern spielt nach meiner Beobachtung eine große Rolle. Ich habe noch nie einen dieser schrägen Vornamen bei Familien erlebt, die einen entsprechenden Bildungshintergrund hatten.

Hast Du schon Deinem Namen mal nachgeforscht? "Die göttlich Schöne" - kannst Du damit etwas anfangen für dein Leben?

Einen schönen Abend wünscht

Winfried
 

Paulina

Mitglied
Ach, Winfried, bin weder göttlich weder schön.(Frei nach Gretchen) :)
Ich kenne noch eine andere Deutung. Astrid ist ja ein nordischer Name, und mir wurde gesagt, er bedeute "die von Asen (also von nordischen Göttern)beschützte Reiterin.
Auch nicht schlecht. Das kommt hin. :)

Bei meinem Text habe ich mal kurz nachgedacht, ob ich die doch etwas "spitze" Bemerkung "Britney aus Chemnitz und Cindy aus Marzahn" nicht löschen sollte, bin aber doch dabei geblieben, weil es nicht meine Absicht ist zu diskriminieren Ein wenig Augenzwinkern schadet ja nicht, und genauso möchte ich es aufgefasst wissen.
LG an dich! :)
 

jon

Foren-Redakteur
Teammitglied
Das Thema ist so alt wie Menschheit. Oder fast so alt. Und ja: Namensgebung hat mit Milieu zu tun und zwar in jeder Hinsicht, wobei die hier aufgeführten Namen aus meiner Sicht eher "harmlos" sind (wenn man anfängt, seine Kinder nach Drinks zu benennen, wie ich es mal über die Ochsenknechts gehört habe, dann wird es dann doch bestenfalls grenzwertig). Der „Schaden“ ist im Allgemeinen eher gering, ein Kevin der Kevin-Generation hat keine Probleme (solange er sich nicht wie das Kevin-Klischee verhält), weil es eben so viele Kevins dieser Altersgruppe gibt.

Aber zum Text …

Wie schon angedeutet: Die Namen, die du aufzählst, finde ich – so typisch sie für jetzt auch sein mögen - nicht so „bizarr“, dass sie Kopfschütteln oder Schmunzeln auslösen. Es ist eben Geschmacks/Gewöhnungssache – wo bei "Jamie" das Problem mit dem Erwachsensein sein soll, sehe ich zum Beispiel gar nicht (bei "Jamie Oliver" denke ich nicht an ein Baby) – und deshalb muss der „Ironiker“ eben ein wenig mehr machen als nur aufzuzählen. Comedians haben es etwas einfach her, sie betonen die Namen etwas zu schräg oder schneiden vielsagende Grimassen. Dein Text bräuchte etwas Entsprechendes, um besser zu "sitzen".

Problematisch, weil eben auch milieu-geprägt, sind z. B. auch die „guten Ideen" am Schluss. Was der „Torben“ der 1980 ist, wäre für die Mittsechziger Jahrgänge wahrscheinlich der Martin gewesen („Ich bin der Martin, ne.") und für meinen Jahrgang und in meiner Umgebung war "Charlotte" oder "Elisabeth" höchstens die Oma (oder die aus der verstaubt-altmodischen Familie), Paul der Opa (meiner z.B.), Mia die aus der "abgedrehten Familie" etc. pp.

Kurz: Man kann sich immer mal wieder über Namens-Trends auslassen, aber das muss irgendwie pointierter und "zeitloser" sein. Aber das ist am Ende wohl Geschmackssache.

Richtig schwach fand ich dagegen den Anfang. Der leiert. Denn genau genommen sind es drei Anfänge – ein "mystischer" (wovon ist die Rede?), ein "sachlicher" (Anlass) und ein „wichtender" (Warum sind Vornamen der Rede wert?) Entscheide dich für einen Anfang, dieser sollte dann vom Charakter her auch den Text prägen. Mystisch: Wie kommen die bloß auf sowas? Sachlich: Feststellend, dass jede Zeit ihre Marotten mitbringt oder Gründe und Bedeutung der Namenswahl analysierend. Wichtend: Auf die Verantwortung eingehend (wobei das das heikelste Thema ist, denn selbst bei extremen Namen (wie in den USA z.B.) entsteht nur ganz selten ein „echter Schaden“ (da sind Nachnamen wie Notdurft oder Schlotterhose schon „riskanter").
 
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