Ein Morgen

Anonym

Gast
Ich schlage meine Augen auf,
die Sonne versteckt hinter dem Dunst.
Alles grau, selbst meine Gedanken.
Die Schwere krallt sich an meine Schultern.
Mal sehen, ob der Kaffee auch heute gewinnt.

Im Radio zeichnen die Nachrichten Düsternis.
Die Moderatoren schaffen es nicht
über ein müdes Lächeln zu springen.
Auch wenn sie noch immer daran glauben.
Die Witze sind wie stinkende Schuhe,
die nur noch von lichten Tagen träumen.

Der Müller aus der Rechnungsabteilung
hat sich so richtig eingeschleimt.
Der Chef erzählt nur noch von ihm.
Er schaut auf mich herab,
als sei er auf dem Mount Everest.
Sucht nach winzigen Fehlern.
Aus seinen Augen grinst die List.

Immer das Gleiche mit den Kindern.
Kein Bock aufzustehen,
kein Bock auf die Schule,
kein Bock auf das Leben.
Die Elektronik ist ihre Welt.
Nicht mal ein gequältes „Guten Morgen“.

Und was ist das?
Eine erste Mahnung.
Der Betrag ist jetzt fällig, bis nächste Woche.
Energiekosten sind im Höhenflug.
Erbarmungslos auch bei Mietern,
die jeden Euro zehn mal umdrehen.

Unwillentlich bleiben meine Blicke
an irgendetwas im Garten hängen.
Auch einige Worte formen sich
wie von Geisterhand in der grauen Masse,
direkt über meinen Augen.

„Wie schön der Flieder heute ist…“
 
Zuletzt bearbeitet:

revilo

Mitglied
hhhmmmmmm ja.......das liest sich zusammengewürfelt......so als habest du 2 einzelne Gedichte zusammengepackt....Lg Oliver
 



 
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