Einst sprach ein Huhn zum Kakadu (gelöscht)

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Liebe Ciconia, die ersten drei Strophen habe ich mit größtem Vergnügen gelesen, die letzte jedoch als einen Abfall in der Komik empfunden. Ich bin ja nicht vom Fach und vielleicht täusche ich mich auch ...

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön
 

Ciconia

Mitglied
… und die Moral von der Geschicht: Verlass doch deinen Stall bloß nicht …

Hallo Arno, hast Du denn eine Idee, wie ich diese Aussage besser darstellen könnte?

Gruß Ciconia
 
Nun, lyrisch Fertiges kann ich nicht liefern, nur Vorüberlegungen. So wie die "Geschichte" angelegt ist, scheint der Stimmungsabfall gegen Schluss unvermeidlich. Hierüber sollte noch mal nachgedacht werden. Vielleicht ein ganz anderer Schluss, der das Vorangegangene noch mal überbietet? Hühner fliegen manchmal in Panik hoch auf. Dabei könnte es vor Schreck sein eigenes Ei verlieren.

Weiterhin erscheint mir das Wort "kunterbunt" in einer Strophe, die von Erschrecken und Rückzug handelt, zu hell, zu farbig. Auch "Ei der Daus!" trifft die Stimmung, in der sich das Huhn befindet, nicht wirklich. Das sagt man eher verwundert, es hat etwas leicht Erstauntes oder sogar Erfreutes, nach meinem Sprachgefühl wenigstens.

Freundlichen Gruß
Arno
 

molly

Mitglied
Hallo Ciconia,

Das Huhn kam zu 'ner Straußenfarm,
da wurd’s ihm plötzlich tierisch warm:
Im Nest lag dort ein Riesenei.
Dem Huhn entfuhr ein schriller Schrei.

Vielleicht eine Idee?
Wie kunterbunt ist’s überall -
ich geh zurück in meinen Stall!
Es gibt doch jeder, was er kann,
ich fange jetzt mit brüten an." So änlich?

Spät nächtliche GRüße

molly
 

Tula

Mitglied
Hallo

in der Tat ist die Pointe nicht die allerbeste.

ein bisschen nachgebrütet:

Das Huhn kam zu 'ner Straußenfarm,
da schluchzt' es, dass sich Gott erbarm':
Im Nest lag dort ein Riesenei.
Dem Huhn entfuhr ein schriller Schrei.

Es lief total verstört nach Haus
und krähte ständig: „Ei der Daus!
Wie eitel sind die überall -
da bleib ich lieber hier im Stall!“

LG
Tula
 
Hallo Ciconia,
mich stört, dass das Huhn krähte.
Es gackert` doch.

Viele Grüße,
Marie Luise

Ps. Eine alte Weisheit:

Mädchen, die pfeifen
Hühnern, die krähn,
soll man beizeiten
die Hälse umdrehn.
 

lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich hab auch eine Idee:

Da floh nach Haus die dumme Henne
und laut erscholl dort das Geflenne:
»Oh diese Welt, so groß und bunt,
da wir mir die Kloake wund!«

:D
 

Ciconia

Mitglied
Guten Morgen, Ihr Lieben,

da war ja über Nacht ordentlich was los auf dem Hühnerhof … :D

Zu Dir, Arno: Ich fand das Wort kunterbunt in der Bedeutung von wirr, unordentlich anfangs gar nicht so unpassend, vielleicht gibt es aber wirklich Passenderes. Das Ei (!) der Daus sollte schon ein Erstaunen ausdrücken, davon würde ich mich ungern trennen.

Da auch die Ideen von Tula, molly und Marie-Luise darauf hinauslaufen, zumindest die letzte Strophe abzuändern, werde ich daran im Laufe des Tages noch ein wenig basteln.

Mit dem Krähen, liebe Marie-Luise, habe ich das Absurde wohl zu sehr übertrieben? Die „alte Weisheit“ kenne ich allerdings auch. ;)

@ Lapismont: och nöö …. ;)

Euch allen erst einmal vielen Dank fürs Mitmachen!

Gruß Ciconia
 

James Blond

Mitglied
Und noch'n Vorschlag

Es gackerte empört zum Strauß:
"Glaub jetzt nur nicht, ich kneife aus -
da halte ich doch locker mit,
vorausgesetzt: ein Kaiserschnitt!"
 

Ciconia

Mitglied
So, ich hab's mal ein wenig überarbeitet. Vielleicht gefällt's dem einen oder anderen jetzt besser. ;)

Nochmals danke für alle Eure Vorschläge.

Gruß Ciconia
 
Ciconia, ja, liest sich auch am Ende jetzt richtig gut. Ich glaube, du hast damit unter Beibehaltung deiner Ursprungsidee das Optimum erreicht.

Schönen Nachmittagsgruß
Arno A.
 
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