es war

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Anonym

Gast
es war ein traum
ein böser traum

ich wache auf
verlasse mein bett
setze mich auf die terrasse
rauche

der schweiß ist kühl auf meiner haut
meine lungen füllen sich mit nebel
ich schaue in die nacht

die sterne funkeln irgendwie anders
seitdem du weg bist
diese erhabenheit ist verschwunden
diese selbstverständlichkeit
der sinn

meine träume
sie haben sich gewandelt
verjagen mich aus dem frieden
aus der tiefe meiner seele
als wäre ich ihr feind

jetzt verstecke ich mich
unter dem nachthimmel
versuche dir zu vergeben
doch die zeit
ist unauslöschlich

weißt du,
ich hätte mir nie denken können
welche macht erinnerungen haben
die macht zu vernichten
auszulöschen
als hätte ich nie existiert
obwohl sie reine vorstellung sind
unantastbar
und die gedanken
sind nur ihre handlanger
marionetten

wer nimmt es schon wahr
ein einziges menschenleben
der tropfen im ozean
der sich auf dem heißen stein
in einem augenblick auslöschte
und als regenschauer herunterrieselt
das leben der eintagsfliege
ein winziger kreislauf
aus geburt und tod
ohne je gelebt zu haben


ich atme den letzten zug aus
der blaue rauch verschwindet in die dunkelheit
das glimmen erlischt
als ich wieder reingehe

bereit
wieder den kampf aufzunehmen
mit meinen träumen
 
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