F O R E N T E X T

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Für weitere Antworten geschlossen.

Ralph Ronneberger

Foren-Redakteur
Teammitglied
Forentext


Willkommen in der Erotik-Ecke!

Das Unterforum „Erotische Geschichten“ gibt es auf der Leselupe bereits seit mehr als zehn Jahren. Diese Rubrik wurde geschaffen, um solchen Autoren, die in ihre Kurzgeschichten oder Erzählungen auch erotische Sequenzen (Porno ist laut unseren Forenregeln ohnehin verboten und wird sofort gelöscht) einstreuen wollen, eine eigene Plattform bereit zu stellen.

Erotik ist ein ausgesprochen schwer zu beackerndes Feld und verlangt den Autoren schon einiges an handwerklichen Fähigkeiten ab.

Wer sich bereits an „Erotischen Geschichten“ versucht hat, weiß wahrscheinlich, wie weit hier die Geschmäcker auseinander gehen und wie leicht man obendrein ins rein Pornografische abrutschen kann.

Erotik ist etwas, das der Leser bereits aus eigenem Erleben kennt, auch wenn seine individuellen Erwartungen sehr unterschiedlich sein können. Texte, die sich ausschließlich auf erotische Inhalte beschränken, sind fast immer nur langweilig. Blanke Pornografie ist sogar stinklangweilig. Denn: Jeder weiß, wie es geht; da gibt es vom rein technischen Ablauf nichts zu beschreiben, was einen erwachsenen Leser vom Hocker reißen könnte. Was aber jedes Individuum anders erlebt und als etwas ganz Besonderes und nur für sich allein gültiges Erleben gelten lässt; das sind die Gefühle, von denen er sich leiten lässt und von denen er befallen wird.

Wichtig ist demzufolge die Story, in die die erotischen Szenen eingebettet sind. Wenn die Geschichte eine fesselnde Handlung hat, wird sie den Leser auch mitnehmen.

Deshalb bitte ich euch, liebe Autoren: Schreibt vor allem erst einmal spannende, möglichst von Konflikten getragene Geschichten. Schafft interessante Figuren, gebt ihnen einen Charakter und lasst sie in einer angemessenen Kulisse agieren! Und dann erst macht euch Gedanken, wie man dem Ganzen eine erotische Komponente verleihen kann. Versteht man die Erotik als besondere Würze in einem leckeren Gericht, begreift man auch, wie absurd es wäre, sich den Magen lediglich mit Gewürzen vollzuschlagen.

Die nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen für die Übernahme eines erotischen Textes gelten sowohl für Autoren, die sich um eine Mitgliedschaft bewerben, als auch für solche, die bereits Mitglied sind und sich in diesem Genre versuchen wollen.

Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein:

1. Der im Unterforum „Erotische Geschichten“ eingereichte Text muss eine Handlung besitzen, wie das beispielsweise auch bei Kurzgeschichten oder Erzählungen üblich ist. Einleitungen - und mögen sie noch so lang sein - die lediglich den Hauptteil „Darstellung des Sexualakts“ mit all seinen Details vorbereiten, zählen dabei nicht. Ich bezeichne derartige Textpassagen gern als „Alibi-Handlung“.

2. Eine Abgrenzung zur Pornografie muss erkennbar sein. Während Erotik die sinnlichen Liebe mit ihren den geistig-seelischen, aber auch körperlichen Bereich umfasst, versteht man unter Pornografie die direkte Darstellung des Sexualakts, mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität meist bewusst betont werden. Die Grenzen mögen fließend erscheinen. Es liegt am Geschick der Autoren, sie zu finden - und an der Einsicht des Redakteurs, sie zu akzeptieren.

3. Es gilt für alle Texte aller Genres, dass Klischees möglichst vermieden werden und der Wortschatz eine angemessene Vielfalt aufweist. In der Erotik ist die Gefahr, sowohl in Klischees zu verfallen, als auch mit dem immer gleichen Wortschatz zu operieren, jedoch weitaus größer als bei „normalen“ Texten. Nicht selten bekomme ich beim Lesen neuer Texte das Gefühl, dass Autoren voneinander abschreiben. Oder ist der Wortschatz so begrenzt? Ich behaupte: Er ist es nicht! Nicht wenige Autoren haben diesen Beweis längst angetreten. Diese beiden Kriterien (Wortwahl und ausgelutschte Klischees) werden in die Beurteilung erotischer Texte künftig stärker einbezogen.

4. Erotische Texte sollten möglichst originell, spritzig, amüsant und/oder spannend sein. Auch humorvolle oder satirische Geschichten haben ihren Reiz. Fäkalsprache sollte weitgehend vermieden werden. Deftige, derbe Begriffe sind nur dann angebracht, wenn es zu den Protagonisten und/oder zu einer entsprechenden Passage der Story auch wirklich passt.

Glücklicherweise gibt es bei uns eine ganze Reihe von Autoren, die eine solche Vorgehensweise längst von sich aus verinnerlicht haben. Das heißt: Es gibt sehr viele Geschichten, die sich von den tumben Rein-Raus-Texten wohltuend abheben. Darauf gründet sich meine Hoffnung, dass aus der Leselupen-Rubrik „Erotische Geschichten“ eine Fundgrube für intelligente und unterhaltsame Erotik-Literatur wird.

In diesem Sinne: Haut in die Tasten! Ich wünsche allen Autorinnen und Autoren einen großen Sack voll toller Ideen und viel Erfolg bei deren Umsetzung.

Ralph Ronneberger
Forenredakteur

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Schreib über das, was du kennst!
 

Ralph Ronneberger

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Willkommen in der Erotik-Ecke!

Das Unterforum „Erotische Geschichten“ gibt es auf der Leselupe bereits seit mehr als zehn Jahren. Diese Rubrik wurde geschaffen, um solchen Autoren, die in ihre Kurzgeschichten oder Erzählungen auch erotische Sequenzen (Porno ist laut unseren Forenregeln ohnehin verboten und wird sofort gelöscht) einstreuen wollen, eine eigene Plattform bereit zu stellen.

Erotik ist ein ausgesprochen schwer zu beackerndes Feld und verlangt den Autoren schon einiges an handwerklichen Fähigkeiten ab.

Wer sich bereits an „Erotischen Geschichten“ versucht hat, weiß wahrscheinlich, wie weit hier die Geschmäcker auseinander gehen und wie leicht man obendrein ins rein Pornografische abrutschen kann.

Erotik ist etwas, das der Leser bereits aus eigenem Erleben kennt, auch wenn seine individuellen Erwartungen sehr unterschiedlich sein können. Texte, die sich ausschließlich auf erotische Inhalte beschränken, sind fast immer nur langweilig. Blanke Pornografie ist sogar stinklangweilig. Denn: Jeder weiß, wie es geht; da gibt es vom rein technischen Ablauf nichts zu beschreiben, was einen erwachsenen Leser vom Hocker reißen könnte. Was aber jedes Individuum anders erlebt und als etwas ganz Besonderes und nur für sich allein gültiges Erleben gelten lässt; das sind die Gefühle, von denen er sich leiten lässt und von denen er befallen wird.

Wichtig ist demzufolge die Story, in die die erotischen Szenen eingebettet sind. Wenn die Geschichte eine fesselnde Handlung hat, wird sie den Leser auch mitnehmen.

Deshalb bitte ich euch, liebe Autoren: Schreibt vor allem erst einmal spannende, möglichst von Konflikten getragene Geschichten. Schafft interessante Figuren, gebt ihnen einen Charakter und lasst sie in einer angemessenen Kulisse agieren! Und dann erst macht euch Gedanken, wie man dem Ganzen eine erotische Komponente verleihen kann. Versteht man die Erotik als besondere Würze in einem leckeren Gericht, begreift man auch, wie absurd es wäre, sich den Magen lediglich mit Gewürzen vollzuschlagen.

Die nachfolgend aufgeführten Voraussetzungen für die Übernahme eines erotischen Textes gelten sowohl für Autoren, die sich um eine Mitgliedschaft bewerben, als auch für solche, die bereits Mitglied sind und sich in diesem Genre versuchen wollen.

Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein:

1. Der im Unterforum „Erotische Geschichten“ eingereichte Text muss eine Handlung besitzen, wie das beispielsweise auch bei Kurzgeschichten oder Erzählungen üblich ist. Einleitungen - und mögen sie noch so lang sein - die lediglich den Hauptteil „Darstellung des Sexualakts“ mit all seinen Details vorbereiten, zählen dabei nicht. Ich bezeichne derartige Textpassagen gern als „Alibi-Handlung“.

2. Eine Abgrenzung zur Pornografie muss erkennbar sein. Während Erotik die sinnlichen Liebe mit ihren den geistig-seelischen, aber auch körperlichen Bereich umfasst, versteht man unter Pornografie die direkte Darstellung des Sexualakts, mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen, wobei die Geschlechtsorgane in ihrer sexuellen Aktivität meist bewusst betont werden. Die Grenzen mögen fließend erscheinen. Es liegt am Geschick der Autoren, sie zu finden - und an der Einsicht des Redakteurs, sie zu akzeptieren.

3. Es gilt für alle Texte aller Genres, dass Klischees möglichst vermieden werden und der Wortschatz eine angemessene Vielfalt aufweist. In der Erotik ist die Gefahr, sowohl in Klischees zu verfallen, als auch mit dem immer gleichen Wortschatz zu operieren, jedoch weitaus größer als bei „normalen“ Texten. Nicht selten bekomme ich beim Lesen neuer Texte das Gefühl, dass Autoren voneinander abschreiben. Oder ist der Wortschatz so begrenzt? Ich behaupte: Er ist es nicht! Nicht wenige Autoren haben diesen Beweis längst angetreten. Diese beiden Kriterien (Wortwahl und ausgelutschte Klischees) werden in die Beurteilung erotischer Texte künftig stärker einbezogen.

4. Erotische Texte sollten möglichst originell, spritzig, amüsant und/oder spannend sein. Auch humorvolle oder satirische Geschichten haben ihren Reiz. Fäkalsprache sollte weitgehend vermieden werden. Deftige, derbe Begriffe sind nur dann angebracht, wenn es zu den Protagonisten und/oder zu einer entsprechenden Passage der Story auch wirklich passt.

Glücklicherweise gibt es bei uns eine ganze Reihe von Autoren, die eine solche Vorgehensweise längst von sich aus verinnerlicht haben. Das heißt: Es gibt sehr viele Geschichten, die sich von den tumben Rein-Raus-Texten wohltuend abheben. Darauf gründet sich meine Hoffnung, dass aus der Leselupen-Rubrik „Erotische Geschichten“ eine Fundgrube für intelligente und unterhaltsame Erotik-Literatur wird.

In diesem Sinne: Haut in die Tasten! Ich wünsche allen Autorinnen und Autoren einen großen Sack voll toller Ideen und viel Erfolg bei deren Umsetzung.

Ralph Ronneberger
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