feen

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Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
feen


brombeergeranke – alte balletteusen
die rosaceenhände – eleganzen
die grosz und sicher ihre formen tanzen
aus purpurbögen ihre blätter lösen

ja süszer als die frucht die ihr verschwendet
scheint mir die wechselstrophe eurer glieder
asymmetrie – verjüngt und immer wieder
ein reifes lied – im wachsen noch vollendet

gleich hüften schultern die im schreiten sprechen
spiralgewandte gesten voll entzücken
berückend im girlandenwurf der brücken
die wild durch ihre eignen wogen brechen
 

Tula

Mitglied
Hallo Hansz
Sprachlich feenhaft schön. Obwohl ich zugeben muss, dass ich in S2 rein inhaltlich an der Asymmetrie der Glieder irgendwie strauchelte.

LG
Tula
 

molly

Mitglied
Hallo Hansz,

Feen finde ich bezaubernd, wie Dein Gedicht. Sie sind nicht symetrisch, sie können sich stets verändern, verzaubern.
Gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße
molly
 

Mondnein

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Tula,

Du machst mich darauf aufmerksam, daß das Wort "Asymmetrie" hier nicht wie üblich auf der ersten, sondern auf der zweiten betont zu lesen ist, es ist selbstabbildend, gewissermaßen selbst "asymmetrisch". In der Tat.

grusz , hansz
 



 
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