Fernkuss

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blackout

Mitglied
Du rufst mich an von da, wo du grad bist.
Und fragst, ob ich dich liebe – immer noch.
Na klar, sag ich genervt, das weißt du doch,
für dumme Fragen bist du Spezialist.

Du gibst mir durch die Leitung einen Kuss,
hoffst wohl darauf, dass er fürs erste reicht.
Den kleinen Fernkuss küsst es sich ja leicht,
er hat so was von einem frommen Muss.

Ich mache mir Gedanken, lieber Mann.
Doch welche – nein, das sage ich dir nicht.
Sag bloß, wie kommst du auf Vergissmeinnicht?
Dass man dich nie alleine lassen kann.
 

Kaetzchen

Mitglied
Hi Blackout
ich beschäftige mich auch grade mit dem Thema Liebe und habe deshalb bei deinem Gedicht genauer gelesen. Es gefällt mir und es liest sich , ohne über den Rhythmus zu stolpern. Der Sinn der letzten Zeile erschließt sich mir nicht so richtig im Zusammenhang mit dem Inhalt. Darüber würde ich gern mit dir diskutiere.
Liebe Grüße
Kaetzchen
 

blackout

Mitglied
Danke, Kätzchen, fürs Reinsehen. Du verstehst den letzten Vers nicht. Ist doch ganz einfach, das ist ein langjähriges Ehepaar, sie lieben sich, wie man sich nach langer Ehe liebt, die kennen sich durch und durch, und der Mann kann der Frau absolut nichts weismachen. Der letzte 'Vers erfolgt ja als Antwort auf ihre Frage, nicht wahr. Und nun rate mal, was er geantwortet hat, dass sie so reagiert. Du musst dir vorstellen, der Mann ist ständig aus beruflichen Gründen unterwegs, lernt eine Menge Leute, speziell Frauen, kennen, und die Frau verbirgt mit dieser Antwort ihre kleine Eifersucht. Alles klar?

Dann wünsche ich dir einen guten Rutsch
blackout
 

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