Fifty Shits Of Grey

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Isbahan

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Hier findet sich die überarbeitete Fassung.


Oder: Fifty shades oft shit to be gray.



Es gab eine Zeit, da habe ich nicht drüber nachgedacht. Ich hatte weder Zeit noch Lust, jedes einzelne, graue Haar persönlich zu begrüßen, keine Zeit für eine Menstruations-Abschieds-Party, keine Zeit für Neumondgetrommel und schamanisches letzter-Tampon-Bestattungsritual, keine Zeit, mitzukriegen, dass ich allmählich älter werde.
Ich bin eine gestandene Frau. Wenn ich auch lieber sitzen würde. Keine Ahnung, wie lange ich schon nicht mehr jung bin. Mein Bindegewebe sagt: Schon länger.
Ich steh nur noch selten vorm Spiegel. Weil ich meinen Gesichtsausdruck nicht ertrage, der zwischen Erstaunen und Fassungslosigkeit mäandert, wenn ich mich nackt sehe.
Da hilft kein gutes Wort, kein Trost. „Auch das geht vorbei“, hieße, zu Ende gedacht: … wenn du erst unterm grünen Rasen liegst. Und wütend die Gänseblümchen von unten durch den Torfmull trittst und schreist: „Aber ich war doch erst gestern noch aufm Santana-Konzert!“

Eigentlich habe ich überhaupt kein Problem damit. Womöglich ein klein wenig Übergewicht - und ein klitzekleines Alkoholproblem - und auch erst, seit meine Gynäkologin beim Ultraschall festgestellt hat: „Hier kann man es schon ganz deutlich sehen ... “
„Was?“, habe ich beunruhigt gefragt.
„… das Schild an ihren Ovarien: SALE – ALLES MUSS RAUS!“
Schön, dass es Frauen gibt, die Humor haben.
Von da an war ich keine Zielgruppe mehr für Selbstoptimierungs- und Ratgeberliteratur: Weil es sich nicht mehr lohnt. In meinem Alter. So fing nun jeder zweite Satz an. Lieferanten, Busfahrer und Handwerker begannen, mich immer häufiger „junge Frau“ zu nennen . Was soll das? Ich quatsche alte, dickbäuchige Silberrücken ja auch nicht mit „knackiger Bursche“ an.

Wer in einem Land zu meiner Zeit geboren ist - als es noch Worte gab wie: Sendeschluss, Testbild und Mittagsruhe - und eine Entmietung aus dem mütterlichen Uterus noch Zuhause, auf dem Küchentisch stattfand, der hat bereits einiges durchgemacht: Eine schöne Kindheit, wenn die Erziehungsberechtigten es zuließen. Frische Luft und naturnahes Spielen war Pflicht. Nur im äußersten Notfall ließ man Kinder tagsüber wieder in die Wohnung, wenn man sie nach draußen geschickt hatte: “Geh raus, spielen – und wehe, du klingelst! Wenn’s blutet, mach Spucke drauf und wenn du Hunger hast: Klau Äpfel!“
Horden vernachlässigter Kinder rotteten sich auf überfüllten Spielplätzen in Banden zusammen, um Verstecken, Fangen, Völkerball, Gummitwist oder mit Murmeln zu spielen. Jedenfalls sah es von außen so aus.
In Wirklichkeit quälten und drangsalierten Ältere ihre jüngeren Opfer, indem sie, qua Körpergewicht, diese hoch oben auf der Wippe, „verhungern“ ließen. Mit der Kaltblütigkeit von Serienkillern blieben sie auf ihrem Sitz hocken, während das Opfer hoch oben in der Luft hing und ängstlich um Gnade bettelte, flehte, weinte. Manch waghalsiger Todessprung eines Fünfjährigen - mit Landung auf steinhartem Sand-Schottergemisch - war teilnehmend zu beobachten. Falls das Opfer dies überlebt hatte und tränenblind und laut brüllend nach Hause lief, lauerten ihm bereits hinter der nächsten Hausecke kindliche Mafiosi auf, die ihn nach Kleingeld, Süßigkeiten oder Spielzeug filzten.

Will sagen: Es war nicht immer leicht, jung zu sein. Und dieser Survival Of The Fittest-Contest zog sich weiter durch mein ganzes Leben: Die flotten Sechziger, die wilden Siebziger, die schrillen Achtziger … Was habe ich in meinem Leben nicht alles gesehen, gegessen und getrunken: Mett-Igel, Jacobs Krönung, Buttercreme-Torte, Ahoi-Brause, Toast Hawai, Feuerzangenbowle … irgendwann war ich trendresistent.
Trotzdem habe ich Kurse wie „Sinnliches Beckenbodentraining“ und „Postmenopausale Lyrik des 20. Jahrhunderts“ an der VHS belegt. Neben „Blumenampeln aus Makramee“ und „Töpfern für Anfänger“. Ich war immer vielseitig interessiert.
Auch an Männern. An vielseitigen Männern. Vom juvenilen Naturburschen bis zum glutäugigen Latin Lover war viel Schönes dabei. Bis ich in die Wechseljahre kam und unsichtbar wurde. Also für gutaussehende Naturburschen und glutäugige Muselmanen, für die ich höchstens noch als Milf durchging, die für den Liebesdienst so einiges springen lässt.

Wenn ich dem unaufhörlichen Verfall und der Erschlaffung meines Bindegewebes etwas Positives abringen soll, dann dies: Das Flirten ist mit fortschreitendem Alter deutlich weniger strapaziös: Ich muss nicht mehr auf High Heels meinen Mr. Lover-Lover auf der Tanzfläche mit einer kompletten Choreo und shakiraesken Bewegungen umzappeln. Ich darf jetzt schön relaxed sitzenbleiben und ihn wie eine argentinische Tango-Tänzerin mit Blicken zum Liebesdienst heranwinken. Von mir wird nicht mehr erwartet, dass ich einen Strip in Lack und Leder hinlege oder an der Stange turne. Statt dessen darf ich nach einem opulenten Essen meinen oberen Hosenknopf öffnen und einer entspannten Zeit der Verdauung entgegensehen.

Wer aber behauptet, es gäbe in der Menopause angeblich tausend Chancen zu entdecken und Sechzig sei das neue Vierzig, der lügt.
Es sei denn, frau möchte vier Stunden täglich zur körperlichen Ertüchtigung nach der Pilates-CD eines C-Promis turnen, morgens Algen-Schlamm-Smoothies zur Entschlackung trinken und sich in wandverspiegelten Muckibuden demütigen lassen. Wo junge, muskelbepackte Männer dir dabei zuschauen, wie du dir auf einem Folterinstrument, das sich „Beinpresse“ nennt, deine Beine zur Blutgrätsche spreizen lässt und das vom „Power House“ gebildete Zentrum so verzweifelt wie vergeblich anzuspannen versuchst und dabei komische Grimassen schneidest. Für diesen Shit möchte ich endlich mal zu alt sein – und nicht mehr optimistisch genug, dort einen gutmütigen und schlichten Hulk zu finden, der meine Vita finanzieren möchte.
In meinem Alter träumt man höchstens noch davon, sich Mariah-Careyesk auf seinem Sofa zu drapieren und stundenlang zu schlemmen, guten Wein zu trinken und sich horizontal möglichst wenig zu bewegen - und ab und zu von einem halbnackten Bodybuilder zum WC getragen zu werden …

Apropos Alpträume: Ich komme an keinem Seniorenheim mehr vorbei, ohne Kruzifix und Knoblauch in der Tasche. Irgendwas zwischen Mittelalt, Silver Ager, Master Consumer und Alte Schachtel zu sein, ist überhaupt nicht lustig. Und dann soll frau nach den Jahren des Wechsels auch noch die Göttin in sich entdecken. Sagt Frau Schöneberger. Die ist gerade Vierzig … also das neue zwanzig. Was aber, wenn schönheitschirurgisch optimierte, öffentliche Frauen wie Frauke Ludowig mir Angst machen? Weil sie mir weismachen wollen: Shaping-Unterwäsche, High Heels und Botox müssten sein, aber: „Ich muss jetzt nicht mehr schön sein. Ich tu’ das nur für mich. Ich esse keinen Zucker mehr und keine Kohlehydrate, trinke keinen Kaffee und keinen Alkohol, ich habe keinen Sex mehr und schlafe sehr viel …“
Da könnte ich laut schreien: „Ja, und warum willst du dann alt werden, dumme Kuh?“

Bevor ich mich in schlammfarbene Spanx quetsche, Busen und Beckenboden unters Kinn hochzurren lasse, werde ich lieber zu einem, auf Krawall gebürsteten Golden Girl mit lila Haaren, das sich durch diverse Laken schwitzt, schwarze Haare von Oberlippe und Kinn zupft und die junge Kassiererin in der Drogerie anfaucht: „Halten sie die Inkontinenz-Einlagen und das Gleitgel extra so hoch, junge Dame, damit hier jeder in der Schlange mitkriegt, was sie über ihren Scanner ziehen?“
Oder ich werde so eine durchgeknallte Alte, die von kleinen Mädchen gefragt wird: „Oma, riechst du so komisch, weil du so allein bist und niemand dich liebhat …?“

Was bleibt also einer reifen Frau - außer einer Mischung aus Feminismus und Alkoholismus? Ein Leben lang habe ich selbst für fällige Wechsel gesorgt. Auf einen „Wind of Change“ in den Zellen könnte ich jetzt liebend gerne verzichten. Meine Trennungskompetenzen sind ordentlich entwickelt – was brauche ich jetzt Möpse, die nicht mehr keck am gewohnten Platz hervorlugen, sondern sich auf Selbstfindungstrip nach Osten, Westen oder Süden befinden?
Es ist ein verdammter Mist: Kaum hat man als Frau im Oberstübchen alles beieinander, bricht einem der Rest weiter unten schon zusammen!

Und falls wieder einer dieser Telefon-Verkäufer anruft: „Herzlichen Glückwunsch, Frau S. - sie haben gewonnen!“, werde ich mit piepsiger Greisinnen-Stimme antworten: „Und ich möchte mit Ihnen über Gott reden … !“
Und dann hole ich meine Trillerpfeife raus und pfeife so laut ich kann „Wind of Change“ …
 
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onivido

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Kann mich nicht erinnern , wann ich zum letzten Mal so eine gute Geschichte gelesen habe. Obgleich es mir an Qualifikation fehlt werde ich es deshalb dennoch wagen eine Beurteilung abzugeben.
Beste Gruesse///Onivido
 

Isbahan

Mitglied
@onivido: In dem Wort Qualifikation steht allem voran die Qual. Habe gerade damit angefangen, bestimmte Zeugnisse und dienstliche Beurteilungen aus meiner alten Bewerbungs- und Zeugnismappe zu schreddern. Einfach, weil ich’s kann. ;)
 
Hallo Isbahan,

tja, das Leben geht eben doch nicht spurlos an einem vorüber. Aber in Würde alt werden und sich von niemandem vorschreiben zu lassen, was man gefälligst zu oder zu lassen hätte, empfinde auch ich als Quell der Inspiration für ein glückliches Lebensgefühl. Eine positive Einstellung im eigenen Denken ist der Schlüssel zum Glück. Denn das Unglück, wenn es denn kommt, das kommt von ganz allein. Aber es kann sich gerne noch ordentlich Zeit lassen ...

Liebe Grüße,
Rainer Zufall
 

Tenebrula

Mitglied
Liebe Isbahan,

das ist ein alle hineinziehend geschriebener Essay, an dem mir besonders die folgenden gut beobachteten Stellen gefallen:
Es ist ein verdammter Mist: Kaum hat man als Frau im Oberstübchen alles beieinander, bricht einem der Rest weiter unten schon zusammen!
und
Ich esse keinen Zucker mehr und keine Kohlehydrate, trinke keinen Kaffee und keinen Alkohol, ich habe keinen Sex mehr und schlafe sehr viel …“
Da könnte ich laut schreien: „Ja, und warum willst du dann alt werden, dumme Kuh?“
Alle anderen Stellen gefallen mir übrigens auch gut.

Liebe Grüße,
Tenebrula
 

Isbahan

Mitglied
@Rainer Zufall: Mit der Würde im Alter scheint es sich so zu verhalten, wie mit allen anderen Grundrechten: Sie werden uns qua Grundgesetz zugesichert - und dennoch muss man zuweilen darum kämpfen.
Zur positiven Einstellung kommt man zuweilen auch über den kleinen Umweg, negativ zu sein: Gründlichst in Frage zu stellen, zu negieren, verwerfen, in die Tonne zu hauen ... Dann kann man (erst) Positiv sein und neu beginnen. Diesmal: Mit Humor.
Persönlich empfinde ich die Freiheit des Denkens und der uneingeschränkte Ausdruck seiner Selbst als einen Quell der Inspiration, denn die Gedanken können nicht nur frei, sondern auch alterslos sein.


@Tenebrula: Es freut mich, dass Dir dieses humorvolle Essay gefallen hat. Meine Ich-Erzählerin versucht mit Ironie und Sarkasmus, der Erschlaffung ihres Bindegewebes etwas positives abzuringen.
Persönlich wünsche ich mir zuweilen, bereits als Zwanzigjährige den Verstand von heute gehabt zu haben - und heute den Körper jener Zwanzigjährigen, die ich einst war. Es kommt mir fast lächerlich vor, wie ich damals mit einem Körper hadern konnte, der mir heute wunderschön erscheint - vermutlich wird mir das in zwanzig Jahren, was meinen Verstand betrifft, genau so gehen. ;)
 
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Auch mich hat es sehr amüsiert, Isbahan, gerade aufgrund der vielen interessanten Details und ihrer Behandlung.

Persönlich ist es für mich kein großes Problem. In der Gegenwart aktiv leben (mit den notwendigen kleinen Konzessionen) und im Kopf die Vergangenheit lebendig halten, so erreicht man ein fast altersloses Bewusstsein. Immer an Einstein denken: "Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist für uns Wissenschaftler eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige."

Freundliche Grüße
Arno Abendschön
 

Tenebrula

Mitglied
Liebe Isbahan,

Ja, oft weiß mensch die Blüte der Jugend erst zu schätzen, wenn die Hagebutte der Reife zerknittert im Wind schaukelt. Aber hat alles seinen Reiz, und wenn nicht, halt seine Zeit :)
möge dein Geist noch lange, lange so frisch und knackig sein und die Lesenden erfreuen!

Liebe Grüße,
Tenebrula
 

Isbahan

Mitglied
Lieber@Arno Abenschön, herzlichen Dank für Deinen Kommentar, schön, dass Du Dich amüsiert hast. Was das Älterwerden betrifft, staune ich immer wieder über dieses "alterslose Bewusstsein", wenn ich meditiere. In diesem Zustand zählt nicht nur das Alter nicht, sondern auch der Körper - und dennoch ist da ein Bewusstsein, ein ich bin.


@Tenebrula: Wenn die Hagebutte der Reife zerknittert im Wind schaukelt, braucht man/frau vor allem eines: Humor.

@Ixolotl: Du verwechselst Ich-Erzählerin mit der Autorin. Dir scheint entgangen zu sein, dass es sich hier nicht um "Betroffenheitsliteratur" handelt, sondern um ein humorvolles Essay, eine satirisch überspitzte Glosse.
Dein Kommentar sagt einiges über Dich aus: Mutmaßungen, Interpretationen und subjektiven Meinungen über die Autorin und ihr Leben.
Leider wenig zum Text.
 
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Ixolotl

Mitglied
Ich verwechsle gar nichts, Tenebrula, sondern habe mich bei meiner Kritik recht präzis auf Deinen Artikel bezogen und ihn, gemessen an den Realitäten, als nicht besonders witzig empfunden. Dass Du zwischen dem, was Du geschrieben hast, und meiner Kritik keinen Zusammenhang erkennen magst, ist nicht das Problem des Kritikers. Sondern das der Ich-Form, die uns in dem Text begegnet.

Trotzdem vielen Dank für deine freundliche Rückantwort.

lg

Ixo
 

Isbahan

Mitglied
@Ixolotl: Eine Ich-Erzählerin ist kein Problem, sondern eine Erzählperspektive.
Niemand wird gezwungen, alles "witzig" zu finden, was ironisch, sarkastisch und humorvoll daherkommt.;)


Michael Mittermeier hat gesagt: "Es gibt immer welche, die in der Vorstellung nicht lachen. Und die sitzen immer in der ersten Reihe."
 
Grüße.





Die Wasser der Zivilisation hast du vermutlich alle „genossen“. Mehr oder weniger waren wir alle in deren Waschmaschinen. Ich habe hier viele Bilder gesehen in deinem Text, und alle glaubhaft und belebend erkannt. Der Text ist richtig gut geschrieben.

Aber,

vermutlich ist die Bindung zur nicht akustisch sprechenden Spezies, der anderen Natur, dir weniger bekannt. Vom starken Geruch der Holunderblüten, (aus denen man gutes Gelee kochen kann) dem Hexenröhling, die Brunnenkresse, usw. davon stand hier nix.

Nein, kein Vorwurf, ich bin selbst erst sehend geworden, und vor allem kein Vorwurf. Man weiß vorher nie, in welchem Bachwasser man zum Endsee gespült wird.

Return:

Ok, ich muss abbrechen. Ich ertappe mich hier schlaue Sätze zu bilden die keiner brauch. (Habe paar Sätze ins Nirwana geschickt.

Wir bleiben beim Resümee und das bleibt beim „sehr gut“.



Tschüss.
 

Isbahan

Mitglied
@Gedankenspringer: Grüße zurück.
Nein, vom Hexenröhrling stand hier nix.
Auch mit den "nicht akustisch sprechenden Spezies" kenne ich mich wirklich nicht aus.
Schön, dass Dir der Text gefallen hat!
 

Isbahan

Mitglied
Nur - warum regst Du Dich dann darüber auf, dass jemand Deine Sprücherln nicht nur nicht witzig findet
@Ixolotl, dass der Text nicht jedermanns Erwartungs-und Anspruchshaltung genügt, bringt mich weder aus der Fassung, noch rege ich mich darüber auf.
Deinen Kommentar habe ich zur Kenntnis genommen. Über Geschmacksfragen und persönliche Ansichten lässt sich diskutieren.
Ich habe weder Zeit noch Lust dazu.
Falls Du ein ehrliches Interesse an Textarbeit hast: Sehr gerne.
 

Ixolotl

Mitglied
Ich bin nicht "Jedermann", liebe Isbahan, und ich stelle auch keine Ansprüche an Dich. Ob Du Dich über meine ausführliche Textkritik aufregst oder nicht, musst Du selber wissen. Persönliche Ansichten habe ich in meiner Kritik nicht geäußert, mich aber an den Ansichten deines lyrischen Ichs aufgehalten.

Wenn Du nicht möchtest, dass solches immer wieder geschieht, solltest Du nichts dieser Art publizieren. Denn Du wirst, wie wir alle, damit rechnen müssen, immer wieder auf Kritik zu stoßen - nicht nur in der (angeblich fiktiven) Lyrikwelt.

lg

Ixo
 

Isbahan

Mitglied
solltest Du nichts dieser Art publizieren.
@Ixolotl: Was, wo, wie, warum ich publiziere, ist hier nicht das Thema. Du wirst, wie wir alle, damit rechnen müssen, den einen oder anderen Text zu lesen, der Dir nicht in den Kram passt. Deine Aufregung darüber ist für mich nicht nachvollziehbar.
Lautstarke "Kann die dat oder kann die dat nich"- Überlegungen sind keine Kritik.
Das ist abschließend alles, was ich dazu zu sagen habe.
 
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atira

Mitglied
Hallo Isbahan,

Also ich finde diesen (Post)-Menopausen-Exhibitionismus auch nicht witzig. Wenn das ein Mann geschrieben hätte dann, na ja ... dann wäre das ein sexistischer Übergriff. Aber du bist eine Frau, oder? Was soll ich also davon halten!? Ich verstehe nicht, warum eine Dichterin ihre Protagonistin zu einer derartige plakativen Groteske reduziert. Wofür? Für ein paar Bierzelt-Lacher!? Meine Meinung ist jedenfalls, dass man als Dichterin mit so einem "Werk" weder der Literatur noch der Sache der Frauen einen Dienst erweist.

LG
atira
 
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