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Fräulein aus Dahle (Limerick)

5,00 Stern(e) 1 Stimme

wüstenrose

Mitglied
Hallo Ciconia,

bislang werd ich nicht so recht schlau aus deinem Limerick.
Da sie prahlt, ist sie vermutlich stolz darauf, dass sie die finanziellen Möglichkeiten hat, sich den Kerl ggf. zu kaufen. Mir erschließt sich die Pointe (noch) nicht.


lg wüstenrose
 

Tula

Mitglied
Hallo Ciconia

der verwirrt mich jetzt auch.

Vielleicht:
...
doch sollt' ich nur jochen
und kochen ... der Sex? - oh, ich zahle!

Sorry, dass dieser wieder schlüpfrig wurde, aber er käme zu einer Pointe, die Frau zahlt lieber, statt sich um der fleischlichen Lust willen an einen Mann zu hängen. Denn das wäre umgekehrt ja die typische Männersicht!

LG
Tula
 

Ciconia

Mitglied
Moin Wüstenrose, moin Tula,

es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:
1. Ein Limerick ist ohne schlüpfrigen Inhalt gar nicht mehr interessant.
2. Die Pointe ist wirklich zu schwach, was ich nach zwei (Männer-)Kommentaren noch nicht beurteilen kann.

Es könnte sein, dass das Fräulein auch damit prahlt, schon mehrfach die Ehe versprochen bekommen zu haben. Es könnte auch sein, dass das Fräulein dabei gar nicht merkt, dass es sich lächerlich macht, indem es stolz auf das „Zahlen“ ist. Es könnte aber auch sein, dass das Fräulein nur stolz darauf ist, sich einen Mann „leisten“ zu können (wie Wüstenrose schon vermutete). Sucht Euch etwas aus.
Erst mal danke für Eure Überlegungen.

Gruß Ciconia
 

molly

Mitglied
Hallo Ciconia,

ich lese Deine Lim so:
Das Fräulein will Jochen, auch wenn er nicht zu ihren Verehrern gehört, auch wenn er sie nicht liebt und egal, welche materiellen Kosten das für sie bedeutet,(meint sie).
Da sie aber damit prahlt, spielen die Kosten sehr wohl eine Rolle.

Grüßle von molly
 

Ciconia

Mitglied
Danke für Deine Interpretation, liebe Molly. Die kommt meiner Intention doch sehr nahe. ;)

Gruß Ciconia
 

Label

Mitglied
Liebe Ciconia

ich finde deinen Limerick gelungen, möglicherweise ist das einer mit spezifischer Frauensicht.
Aus meiner Sicht war Tula schon auf der richtigen Fährte:
"Denn das wäre umgekehrt ja die typische Männersicht!" hat aber nichts komisches darin sehen können.
und das finde ich jetzt doppelt witzig :D

herzlicher Gruß
Label
 

Tula

Mitglied
Hallo nochmal

Das Jochen wird vielleicht nicht unmittelbar klar (wer unter-jocht wen?) aber gut.

Mir ging er auf dem Weg zur Arbeit nochmal durch den Kopf und dachte dabei an die Perspektive der Karrierefrau. In diesem Fall würde ich 'malochen' nehmen, weiß allerdings nicht, ob der Begriff wirklich allen bekannt ist.

...
doch ich will malochen
So kann ich für Liebe auch zahlen

LG
Tula
 

Ciconia

Mitglied
Och nö, Tula, da hast Du aber etwas gründlich missverstanden. Kennst Du den Namen Jochen nicht?? Oder wird das hier mal wieder so ein Veräppelungsthread?

Gruß Ciconia
 

Label

Mitglied
hallo Tula

Jochen ist doppeldeutig
einmal ist es das Jochen, malochen
und dann ist es der Jochen , Anton, Karl usw.

:)

Ciconia :D
 

Bernd

Foren-Redakteur
Teammitglied
Durch die Großschreibung wird "Jochen" aber klar.
Nur im gesprochenen Text könnte es mehrdeutig sein, sofern man "jochen" als Verb anerkennt.
"Das Jochen" kann es aus grammatisch-syntaktischen Gründen nicht sein.

Insgesamt gesehen ist es ein schöner Limerick mit einer "feinen" versteckten Pointe. (Umkehr der Perspektive, Mann und Frau als Stereotype getauscht.)
 

Tula

Mitglied
sicher doch, Jochen ist nicht jochen, aber lyrisch kann man das 'das' auch weglassen, dann wird es '(das) Jochen'

Ein Tipp: in der letzten Zeile statt 'dafür' lieber 'für ihn' schreiben.

LG
Tula
 

Ciconia

Mitglied
Danke, Bernd!

Kleiner Denkfehler, Tula. Würde es sich um das Verb handeln, dann müsste es (ohne Artikel) heißen: Sie will nur jochen. Also ist bei meiner Schreibweise die Aussage eindeutig.
"Dafür" und "für ihn" haben für mich übrigens unterschiedliche Bedeutungen. Für ihn sind direkte Zuwendungen, dafür beinhaltet auch eventuelle vorherige Ausgaben, wie vielleicht Reisen zu ihm oder dergleichen. Aber das sind nur noch Peanuts.

Gruß Ciconia
 

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