Gebet auf Vorrat für die Silvesternacht

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klauskuckuck

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Gebet auf Vorrat für die Silvesternacht

Du, warum – ich wüsst es wirklich gern –
Hast du mich in diese Welt geschickt?
Jagst mich runter von dem Glitzerstern,
Hast mich aus dem Hort der Seligen gekickt,

Treibst mich durch die Jahre, machst mich alt,
Schweigst, wenn ich nach Hauptgewinnen frage,
Lässt mich, wie ich bin, auch zugeknallt
Rotweinmäßig – du, entschuldige, ich schlage

Vor, ich geh dir künftig aus dem Blick,
Dein Gelauer oben runter stört mich sehr,
Hockst mir, alles besser wissend, im Genick,
Lässt mir keine Luft zur Gegenwehr.

Ja, ich werde mich von nun an wehren,
Gegen dich und deine Vormundschaft.
Meine Pläne reifen noch im Ungefähren,
Aber bald erlebst du sie als dauerhaft.

Losgelassen streif ich dann durchs Leben
(insofern hat sich der Kick ja doch gelohnt),
Ich benehme mich aus eigner Kraft daneben,
Denn der Himmel ist für mich jetzt unbewohnt.

Na? Nun sag! Was hältst du von der Sache?
Lässt du mich aus allen Fesseln frei?
Bleibst du mir gewogen, wenn ichs mache?
Bleib ich auf Verdacht in der Kartei?
 

hein

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Hallo Klaus,

das trifft genau die heutige Mentalität: absolute Freiheit, aber mit Vollkasko und Rückkehrrecht!

LG
hein
 

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