Gewissermaßen ein Sonett (Shakespeare-Sonett)

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blackout

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Das schöne Wort, hör, wie es strömt und fließt.
Doch gibt es manche Verse, die nur tönen,
die schwärmend man in schwacher Stunde liest,
an sie werd ich mich sicher nie gewöhnen.

Nicht, was sich einer künstlich abgequält -
der Dichter muss aus vollem Herzen singen,
das ist es, was am Ende für mich zählt.
Dann werden Verse klar und rein erklingen.

In Versen such ich Wahrheit, Wort für Wort,
des Menschenlebens ungezähmte Fülle,
dann klingt es in mir wie ein Traumakkord,
dann bleibt das schöne Wort nicht bloße Hülle.

Das Wahre und das Echte sind die Kunst,
und, ach, nicht jedermann erweist sie Gunst.
 
Zitat aus einem abgequälten Dichtwerk

Ich will die ungezähmte Fülle,
Ich will das schöne Strömewort,
Ich will (wo ist denn meine Brille?
Ah da! – Was wollt ich?) Butterstülle
Zieht mich als Reim ins Jenseits fort,
Wird dort zum Traumakkord, sogar der Teufel
Greift überwältigt nicht zur Kohlenscheufel,
Um einen schlechten Dichter zu verbrennen,
Man hört ihn singend aus der Hölle rennen,
Mein Dichtwerk schwenkend, hin zur Teufelsbraut,
Die ihm das Werk verliebt um beide Ohren haut.

JF
 

blackout

Mitglied
Dem begnadeten Dichter Fliederstein
ins Poesiealbum

Ihm geht es wie vielen Narren,
Säß einer auch hinten im Winkel,
So hat er doch seinen Sparren
Und seinen aparten Dünkel.


(Wilhelm Busch)

bl
 
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