Gipfelrast

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Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Ciconia,

Eine Stimmung
so flüchtig und sanft
wie milchiger Dunst überm Tal

Diese Strophe würde ich weglassen. Hier erklärst du nämlich die schöne Stimmung, die du in den ersten drei Strophen herausbeschwört hast.
Das ist m.E. etwas schade, holt es doch das Gedicht in diesem Moment auf den Boden zurück.

Liebe Grüße
Manfred
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Manfred,

danke für die Beschäftigung mit meinem Text.
Du magst Recht haben, dass die letzte Strophe überflüssig ist. Ein wenig hänge ich allerdings an diesem „Dunst“ und würde die Zeilen auch wegen des formalen Gesamtkonstrukts gern stehen lassen. Aber vielleicht gibt es ja noch weitere Äußerungen und ich lasse mich endgültig überzeugen.

Liebe Grüße
Ciconia
 

anbas

Mitglied
Nur mal so wild ins Grobe gedacht:

"Eine Stimmung" streichen, den Rest stehen lassen (eventuell noch mit einem Gedankenstrich vorweg). Ich finde diese Lösung recht reizvoll. Zumal mir die letzten beiden Zeilen ganz gut gefallen.

Liebe Grüße

Andreas
 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Das ist ein ausgezeichneter Vorschlag!
Dann bleibt auch der Dunst erhalten.

Liebe Grüße
Manfred
 

Ciconia

Mitglied
Moin, Andreas,
moin, Manfred,

ich danke Euch sehr für Eure Kommentare.
Ich hatte da inzwischen noch eine andere Idee: Wenn man "Eine Stimmung" durch "Gedanken" oder "in Gedanken" ersetzen würde, dann bliebe der Bezug zum "Ich" besser erhalten.
Wenn man die Zeile ganz wegließe, wäre der Bezug
mein gelöstes Ich -
so flüchtig und sanft
wie milchiger Dunst überm Tal
meines Erachtens nicht so passend. Und mit "Gedanken" wäre auch das ganze Stimmungsbild nicht beeinträchtigt, wie Du, Manfred, es bemängelt hast. Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Ciconia
 

Ciconia

Mitglied
Schwarzgefiederte Akrobaten
in krächzendem Gezänke
über dem Gipfelkreuz

am Felsvorsprung
mit lauerndem Blick
eine gelbschnäbelige Dohle

vom Sommerwind gestreichelt
im warmen Gras am Hang
mein gelöstes Ich

in Gedanken
so flüchtig und sanft
wie milchiger Dunst überm Tal

 

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Ciconia,

das ist jetzt besser, allerdings bin ich da hartnäckig. Auch die Gedanken könnte man wirklich noch entbehren, da du die dritte Strophe ja mit "Ich" beendest und dadurch bleibt der Ich-Bezug in der letzten Strophe erhalten.

Liebe Grüße
Manfred
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Herbert,

Paragliding – ja, warum nicht? Aber eigentlich wollte ich nur die Gedanken schweben lassen.
Schön, dass Deine Phantasie von diesen Zeilen angeregt werden konnte. Auch wenn ich nicht ganz sicher bin, ob sie Dir nun gefallen haben oder nicht ... :confused:

Liebe Grüße
Ciconia
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Manfred,

Hartnäckigkeit empfinde ich als überaus positive Eigenschaft, deshalb danke für Dein erneutes Vorbeischauen.
da du die dritte Strophe ja mit "Ich" beendest und dadurch bleibt der Ich-Bezug in der letzten Strophe erhalten.
Genau das ist der Punkt – denn dann bezieht sich das „flüchtig und sanft“ auf das „Ich“, und das möchte ich nun wirklich nicht … :eek:

Liebe Grüße
Ciconia
 

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