Heiße Begegnung

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Marian.b

Mitglied
Das Büro lag im dritten Stock, Sonne flutete durch die vergläserte Fassade. Angelo trug einen marineblauen Anzug, maßgeschneidert. Ihm gegenüber saßen zwei ältere Herren. Sieht fast aus wie ein Gericht, dachte er, mit seiner linken Hand zerknüllte er eine Visitenkarte, die verborgen in seiner Anzugshose war. Er musste sich sein Lächeln verkneifen.
„Sie wissen, um was es hier geht?“, sagte der Mann mit dunklen Ringen unter den Augen, sein Unterton klang aggressiv, wie das Knurren einer Bulldogge vor einem Angriff.
„Ich habe alles im Griff. Alles im Griff“, sagte er, fuhr sich mit der rechten Hand durch sein gestyltes Haar, das nach Zitrone roch. Ein paar schwarze Haare fielen auf den Boden.
„Warum sind dann die Zahlen rot! Was denken Sie sich? Gar nichts haben Sie im Griff! Wenn das so weiter geht, dann feuer ich ihr gesamtes Team. Haben Sie mich verstanden?!“, rief die Bulldogge. Angelo zuckte nicht zusammen. Gleich hab ich dich an den Eiern, dachte er, du bist viel zu berechenbar. Dann wand er sich an den zweiten Herrn, der bislang nichts gesagt hatte. Seine aufrechte Haltung und die randlose Brille, ließen Autorität vermuten. Ihm fiel der Anstecker an der linken Anzugstasche auf, ein kleiner goldener Stern, eingebettet in einem dunkelblauen Kreis. Angelo wusste, mit wem er es zu tun hatte.
„Sir, darf ich etwas mitteilen?“ Der Mann nickte, wobei sich das Licht in seiner Brille kurz spiegelte und auf das Gesicht der Bulldogge reflektierte.
„Wir haben eine Lösung gefunden. In zwei Monaten können wir wieder schwarze Zahlen schreiben“, sagte er an den Herrn mit dem Anstecker gewandt. Dieser schaute ihn aus gefährlich aussehenden Augen an. Der ist zu allem bereit, um zu gewinnen, dachte er, wir verstehen uns.
Es herrschte eine unangenehme Stille, das Gesicht der Bulldogge nahm einen leicht rötlichen Ausdruck an, aber er beherrschte sich. Es stand zu viel für ihn auf dem Spiel.
„Sprechen Sie weiter“, sagte der Herr mit dem Anstecker.
„Ich habe Informationen von unseren Konkurrenten erhalten, fragen Sie nicht wie. Ich kenne die Baupläne. Aber ich habe eine Bedingung.“ Das Zucken der Bulldogge sorgte für ein tiefes Gefühl der Genugtuung, er richtete sich auf.
„Niemand wird entlassen und ich bekomme die Position des technischen Leiters.“
„Aber, das geht nicht! Was fällt Ihnen ein! Das ist meine Position, sie widerlicher…!“, die Bulldogge hatte ihre Fassung verloren.
„Genug.“ Ein Wort reichte, um für Stille zu sorgen. „Das Meeting ist beendet, ich melde mich bei Ihnen.“
Einige Stunden später hatte Angelo den Job. Manchmal muss man eben investieren, dachte er zufrieden, was gibt es Besseres als zu gewinnen?
Als er in das Großraumbüro kam, in dem fünfunddreißig Mitarbeiter saßen, hatte er ein Lächeln auf dem Gesicht. Seine große Gestalt ragte über alle hinaus.
„Wir stellen neue Mitarbeiter ein“, sagte er, „niemand wird entlassen.“ Jubel tönte durch den Raum.
„Wie haben Sie das geschafft?“, fragte eine Frau in Kostüm zu seiner Linken.
„Kontakte schaden nur dem, der keine hat.“ Ein mysteriöser Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, dann zwinkerte er ihr verführerisch zu. Heute Abend muss gefeiert werden und ich weiß auch schon genau wie, dachte er.



*


Der Wind rauschte leise durch die Blätter, erzeugte ein sanftes Rascheln, so sanft wie eine kühle Meeresbrise. Marie bewegte sich behutsam über den Kiesweg, öffnete das kleine Tor. Das muss dringend geölt werden, dachte sie. Sie ließ ihren Blick über die Steine wandern, während sie gemächlich weiterging. Vergessene Namen tauchten auf, Jahreszahlen und Blumen. Immer wieder Blumen, gelbe Stiefmütterchen, die lang vergangene Kindheitserinnerungen weckten. Damals warst du noch am Leben, dachte sie, aber du hast dich nie für Blumen interessiert. Sie folgte dem Weg, der nach rechts abbog und blieb vor einer Steinwand stehen, sie reichte bis zu ihrem Kopf empor. Innerhalb der Steinwand waren viereckige Felder eingraviert, auf jedem Feld stand ein anderer Name und eine andere Jahreszahl. Ihr Blick wanderte zur Mitte. Schau dich nur an, dachte sie, verbrannt in einer Urne. Der einzige Mann, den ich je geliebt habe, verbrannt in einer Urne. Sie schaute starr auf das quadratische Feld, nicht eine Träne zeigte sich in ihren Augen. Hinter ihr hörte sie das Geräusch von Leder auf Kies, Schritte. Sie drehte sich um, ein kleiner Mann kam ihr entgegen, der Blumen in der Hand hielt. Ihr fielen seine weißen Haare auf.
„Hallo“, sagte er mit einer gutmütigen Stimme, „es ist schön sich an seine Lieben zu erinnern, nicht wahr?“ Marie antwortete nicht, schaute wieder starr zurück auf den Namen, der ihr noch immer so viel bedeutete.
„Ich bringe immer Blumen mit, das gibt mir Hoffnung“, sagte er.
In Maries Gesicht zuckte es unwillkürlich.
„Seien Sie still“, zischte sie leise.
„Wie bitte ich höre nicht mehr so gut?“
Sie drehte sich zu ihm hin und sagte: „Seien Sie still, oder es passiert etwas Schlimmes.“ Die Kälte in ihrer Stimme ließ den Mann erstarren, als wäre sie Medusa. Er sagte kein Wort, machte zwei Schritte rückwärts. Sie sah wie seine Hand mit den Blumen zitterte. Dann drehte er sich eilig um und verschwand. Wie Sodbrennen brannte der Hass in ihr auf, tief aus ihrem Innern kommend. Wie sehr ich euch hasse, ihr seid alle gleich, dachte sie. Eine rote Bettdecke tauchte vor ihrem inneren Auge auf. Sie schüttelte sich wie ein Hund, der nass geworden war. Ihr Blick nahm einen abwesenden Ausdruck an, als wäre sie auf einem anderen Planeten. Sie schaute wieder auf das Grab. Du bist die einzige Ausnahme gewesen, dachte sie, heute Abend brauche ich eine Ablenkung.



*


Aus dem Radio tönte Bonnie Tylers Holding out for a hero. Angelo saß an der Bar, vor ihm ein Whiskey on the rocks. Eine Frau in rotem Kleid betrat die Bar.
„Einen Sex on the beach“, hörte er sie sagen.
Angelo schaute zu ihr rüber, er roch Moschus und Zigarettenrauch. Der Geruch gefiel ihm. Seine Gedanken schweiften ab, etwas regte sich in seiner Hose. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Zeit für meine Belohnung, dachte er. Er stand auf und setzte sich auf den Platz neben der Frau.
„Wartest wohl auf deinen Helden, was?“
„Was willst du?“
„Nur ein bisschen reden. Wie heißt du?“
Sie schaute auf den Boden.
„Marie“, sagte sie unsicher.
„Ich bin Angelo. Lass uns was trinken.“ Er summte leise zur Melodie des Lieds im Radio.

I need a hero.
I’m holding out for a hero ‘til the end of the night.
He’s gotta be strong.
And he’s gotta be fast.
And he's gotta be fresh from the fight.


Angelo schaute den Barkeeper an und sagte: „Einmal Sex on the beach für die Dame und einen Whiskey on the rocks für mich.“ Er dachte daran, wie sich ihre Brüste an ihn schmiegten, die Luft erfüllt von Moschus.
„Hast du Lust auf Spaß? Ich kenn‘ da eine gute Sache“, sagte Angelo.
„Die wäre?“, fragte sie.
„Ein Spiel treiben.“
„Ein Spiel treiben?“
„Ja und am besten sind Spielpartner, die diskret sind und die man nie wiedersieht.“
Angelo fühlte seine Erregung und konnte seinen Blick nicht mehr von ihr wenden, er liebte heiße Begegnungen als Belohnung.



*


Marie betrat die Bar, sie war auf der Suche nach einem geeigneten Mann.
„Einen Sex on the beach“, sagte sie zum Barkeeper. Der Barkeeper war es nicht, das wusste sie sofort – zu androgyn. Ihr gefielen Gewinnertypen, die von sich selbst überzeugt waren. Die hatte sie besonders gerne. Aus den Augenwinkeln registrierte sie einen großen Mann. Er sah muskulös aus. Er kam zu ihr herüber und setzte sich auf den Platz neben ihr.
„Wartest wohl auf deinen Helden, was?“
Vor ihrem inneren Auge tauchte wieder die rote Bettdecke auf. Er war perfekt.
„Was willst du?“
„Nur ein bisschen reden. Wie heißt du?“
Diese Typen bekam man am besten, wenn man sich schutzlos und schüchtern stellte. Dann konnte er sie beschützen und sich aufspielen. „Marie.“
„Ich bin Angelo. Lass uns was trinken.“
Während er leise zum Lied summte, dachte sie an den Refrain.

And he's gotta be fresh from the fight.

Das Wort „fresh“ ließ sie an ein hilfloses Lamm denken. Ihre Gedanken wanderten weiter und sie dachte an eine Spritze, verborgen hinter ihrem Rücken.
„Hast du Lust auf Spaß? Ich kenn‘ da eine gute Sache“, sagte Angelo.
Wenn du wüsstest, dachte sie.
„Die wäre?“, fragte sie.
„Ein Spiel treiben.“
„Ein Spiel treiben?“
„Ja und am besten sind dafür Spielpartner, die diskret sind und die man nie wiedersieht.“
Innerlich lachte sie über die Doppeldeutigkeit dieses Satzes.
Ich bin diskret und du wirst mich nie wiedersehen, dachte sie bei sich. Er konnte nicht wissen, was sie vor hatte.
 

tobys

Mitglied
puh, wie böse ;-)
Schade, dass man die Geschichte nicht in zwei Spalten nebeneinander schreiben kann... Oder doch?
 

ahorn

Mitglied
Hallo Marian.b,
deine Geschichte ist als Liebesgeschichte langweilig, aber als Krimi geil.
Die Pointe ist super.
Wenn du in der Friedhof-Szene ein bisschen Dämonie hineinbringen würdest ...
Der erste Teil ist grottig. Vom Ansatz aber gut. Den Leser auf eine Fährte zu führen, im vorzugaukeln, es ginge um Angelo, forttrefflich.

Es sind aber Kleinigkeiten.
Am meisten störten mich deine Sprünge vom Erzähler zu Angelo. Dieses Ewige dachte.
Warum nicht eine Gestik? Wie »Er zupfte sich an der Nase«. Ist zwar platt, aber allemal besser.

Das Büro lag im dritten Stock, Sonne flutete durch die vergläserte Fassade.
Ein Büro liegt nicht, es befindet sich irgendwo. Die Sonne kann maximal, wenn sie flutetet, dieses in schwarzes Loch tun.
Das Büro befand sich im dritten Stock. Sonnenstrahlen schienen durch die verglaste Fassade.

Angelo trug einen maßgeschneidert marineblauen Anzug , maßgeschneidert.
ihm gegenüber saßen zwei ältere Herren. Sieht fast aus wie ein Gericht, dachte er, mit seiner linken Hand zerknüllte er eine Visitenkarte, die verborgen in seiner Anzugshose war. Er musste sich sein Lächeln verkneifen.
Nachdem Herren würde ich einen Zeilenumbruch spendieren. Denken ist wie indirekte Rede!
Deshalb konnt nach »dachte er« ein Punkt, es sei denn er dachte, dass er knüllte.

„Sie wissen, um was es hier geht?“, sagte der Mann mit dunklen Ringen unter den Augen, sein Unterton klang aggressiv, wie das Knurren einer Bulldogge vor einem Angriff.
Reihenfolge: Sprach zu Sprache. Aussehen zu aussehen.
„Sie wissen, um was es hier geht?“, sagte der Mann, mit einem aggressiv klingenden Unterton, wie das Knurren einer Bulldogge vor einem Angriff.
Seine mit dunklen Ringen untermalten Augen unterstrichen seine Stimme.

„Ich habe alles im Griff. Alles im Griff“, sagte er, fuhr sich mit der rechten Hand durch sein gestyltes Haar, das nach Zitrone roch. Ein paar schwarze Haare fielen auf den Boden.
Wer? Meinst du Angelo? Warum Zitronen? Haare fallen?
Angelo fuhr sich mit der rechten Hand durch sein gestyltes Haar, dabei fielen schwarze Haare auf den Boden. „Ich habe alles im Griff. Alles im Griff.“

Angelo zuckte nicht zusammen.
Was tat er dafür? In der Nase ...?

Gleich hab ich dich an den Eiern, dachte er, du bist viel zu berechenbar.
Dann wandte er sich an den zweiten Herrn, der bislang nichts gesagt hatte.
Es sind zwei Männer, die ihm gegenüber sitzen. Der Zweite hat nichts gesagt. Somit schreibst du Etwas auf, was der Leser weiß.

Seine aufrechte Haltung und die randlose Brille, ließen Autorität vermuten.
Wer sagt das? Angelo oder der Erzähler? Hört sich an wie vom Erzähler, aber dieser hat keine Meinung zu haben, vermutet nichts. Er weiß! Außerdem strahlen alle Menschen mit randlosen Brillen Autorität aus?

Ihm fiel der Anstecker an der linken Anzugstasche auf, ein kleiner goldener Stern, eingebettet in einem dunkelblauen Kreis.
Ihm? Dem andern Herren. Ein kleiner Stern. Wie groß ist die Anstecknadel?

Angelo wusste, mit wem er es zu tun hatte.
Ah! Du meintest im letzten Satz Angelo. Oder habe ich mich vertan?


ZEILENUMBRUCH Der Mann nickte, wobei sich das Licht in seiner Brille kurz spiegelte und auf das Gesicht der Bulldogge reflektierte.
Welches Licht? Ich kann es mir vorstellen, aber vielleicht bist du anderen Meinung.
Ein bisschen Physik!
Spiegelung – Reflexion.
Spiegelung: Wie in der Mathematik Bild – Abbild.
Reflexion: Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel. Ein Gegenstand oder ein Lichtstrahl wird an einer Oberfläche reflektiert.
Nehmen wir uns eine Kerzenflamme, diese ist sowohl Bild wie auch Lichtquelle. Die Lichtstrahlen der Flamme werden an einem Spiegel reflektiert und das Abbild auf deiner Netzhaut projektiert.
Der Mann nickte, wobei sich das Sonnenlicht an-auf seinen Brillengläsern reflektierte und auf das Gesicht der Bulldogge fiel.
Der Mann nickte, wobei sich die Sonne an-auf seinen Brillengläsern spiegelte und auf das Gesicht der Bulldogge erleuchtete.

„Wir haben eine Lösung gefunden. In zwei Monaten können wir wieder schwarze Zahlen schreiben“, sagte er an den Herrn mit dem Anstecker gewandt.
Das geht einfacher.
Er wandte sich an den Herrn. „Wir haben eine Lösung gefunden. In zwei Monaten können wir wieder schwarze Zahlen schreiben.“

Dieser schaute ihn aus gefährlich aussehenden Augen an. Der ist zu allem bereit, um zu gewinnen, dachte er, wir verstehen uns.
Er schaute ihn aus gefährlich aussehenden Augen an??
Erstens schaut man mit den Augen und zweitens was sind gefährlich aussehenden Augen und für wen?
Warum Verstehen sie sich, das verstehe ich nicht.

Es herrschte eine unangenehme Stille, das Gesicht der Bulldogge nahm einen leicht rötlichen Ausdruck an, aber er beherrschte sich.
Für wen herrschte eine unangenehme Stille? Was ist ein leicht rötlichen Ausdruck. Lief es vielleicht rot an. Wer beherrscht sich?

Es stand zu viel für ihn auf dem Spiel.
Wiederum. Für wen?

ZEILENUMBRUCH Das Zucken der Bulldogge sorgte für ein tiefes Gefühl der Genugtuung, er richtete sich auf.
Wer hat das Gefühl und wer steht auf?

„Aber, das geht nicht! Was fällt Ihnen ein! Das ist meine Position, sie widerlicher…!“, die Bulldogge hatte ihre Fassung verloren.
Warum hat die Bulldocke seine Fassung verloren. Weil er widerlich gesagt hat.

„Genug.“ Ein Wort reichte, um für Stille zu sorgen. „Das Meeting ist beendet, ich melde mich bei Ihnen.“
Wer?
»Ein Wort reichte, um für Stille zu sorgen.« Ist kürzbar. Stille!

Einige Stunden später hatte Angelo den Job.
Welchen Job? Ich dachte immer, er wird gefeuert!

Manchmal muss man eben investieren, dachte er zufrieden, was gibt es Besseres KOMMA als zu gewinnen?
Als er in das Großraumbüro kam, in dem fünfunddreißig Mitarbeiter saßen, hatte er ein Lächeln auf dem Gesicht.
In welches Großraumbüro? Somit nicht das, sondern ein.

Seine große Gestalt ragte über alle hinaus.
Große Gestalt möglich. Aber in den meisten Büros sitzen die Leute, was ist dann groß?

ein mysteriöser Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, dann zwinkerte er ihr verführerisch zu. Heute Abend muss gefeiert werden und ich weiß auch schon genau wie, dachte er.
Mysteriös? Wie meinst du das?

Der Wind rauschte leise durch die Blätter, erzeugte ein sanftes Rascheln, so sanft wie eine kühle Meeresbrise.
Leises Rauschen verursacht ein sanftes Rascheln, wie eine Meeresbrise?
Der Wind blies, wie eine sanfte Meeresbrise durch die Blätter und erzeugte ein leises Rascheln.

Marie bewegte sich behutsam über den Kiesweg, öffnete das kleine Tor. Das muss dringend geölt werden, dachte sie.
Was hältst du von »schlich«
Marie schlich über den Kiesweg. Sie öffnete das Gartentor.
Warum muss das Tor geölt werden?

Sie ließ ihren Blick über die Steine wandern, während sie gemächlich weiterging.
Ihr Blick wanderte über die Steine.

Vergessene Namen tauchten auf, Jahreszahlen und Blumen.
Wo? Aus einem Busch.

Immer wieder Lauter Blumen, gelbe Stiefmütterchen, die lang vergangene Kindheitserinnerungen weckten.


Damals warst du noch am Leben, dachte sie, aber du hast dich nie für Blumen interessiert.
Sie folgte dem Weg, der nach rechts abbog und blieb vor einer Steinwand stehen, sie reichte bis zu ihrem Kopf empor welche bis zu ihrem Kopf empor reichte..
Ihr Blick wanderte zur Mitte.
Welche Mitte?

Schau dich nur an, dachte sie, verbrannt in einer Urne. Der einzige Mann, den ich je geliebt habe, verbrannt in einer Urne. Sie schaute starr auf das quadratische Feld, nicht eine Träne zeigte sich in ihren Augen. Hinter ihr hörte sie das Geräusch von Leder auf Kies, Schritte. Sie drehte sich um, ein kleiner Mann kam ihr entgegen, der Blumen in der Hand hielt.
Du springst vom Erzähler zur Frau. Dies verwirrt.
Nach Urne, Zeilenumbruch.
Geräusch von Leder auf Kies erklangen. Schritte.
Sie steht, somit kann er ihr nicht entgegenkommen, sondern nur auf sie zu.

Ihr fielen seine weißen Haare auf.
Zu umständlich. Ein weißhaariger Mann kam auf sie zu.

„Hallo“, sagte er mit einer gutmütigen Stimme, „es ist schön KOMMA sich an seine Lieben zu erinnern, nicht wahr?“
Marie antwortete nicht, schaute wieder starr zurück auf den Namen, der ihr noch immer so weiterhin viel bedeutete.
Wen sie nichts sagt, dann sagt sie nichts, somit antwortet sie nicht.

In Maries Gesicht zuckte es unwillkürlich.
„Seien Sie still“, zischte sie leise.
Lautes zischen wäre blöd!

Sie sah KOMMA wie seine Hand mit den Blumen zitterte.
Seine Hand, in der er seine Blumen hielt, zitterte.

Dann drehte er sich eilig um und verschwand. ZEILENUMBRUCH
Sie schüttelte sich wie ein nasser Hund , der nass geworden war .

„Einen Sex on the beach“, hörte er sie sagen.
Entweder: Einen Sex on the Beach, hörte er sie sagen.
Oder: „Einen Sex on the Beach“, sagte sie.
Angelo schaute zu ihr rüber, er roch Moschus und Zigarettenrauch.
Wie kann er sie riechen, wenn er zu ihr überschaut. Es sei denn sie derart eingedieselt das der gesamte Raum mit ihrem Duft erfüllt ist.

Nehm, was du willst, schmeiß weg, was dir missfällt.

Gruß
Ahorn
 

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