Hölderlin

blackout

Mitglied
Unterm Himmel
des Mittags die Gärten und Häuschen
des Städtchens.

Plaudernd saßen wir
auf den Stufen der übermächtigen
Schinkelkathedrale.

Drinnen
Gedenken an die Opfer des Krieges,
den verehrten SS-Obersturmbannführer,
den Ortsbauernführer, den Nazibürgermeister,
auch an den schuldlosen Landser,
allesamt "von hier" einstmals.
Ich hatt einen Kameraden. Sozusagen.
Unvergessen.

Nachts kommen die Wildschweine,
sagten höflich die Einheimischen.

Wir saßen und dankten,
schwiegen in die Sonne und dachten
an den armen Hölderlin.
 

revilo

Mitglied
Guten Morgen, das Gedicht gefällt mir. Leider weiß ich nicht viel über Hölderlin. Kannst du mir bitte den Hintergrund des Gedichts erklären?
 

blackout

Mitglied
Welchen Hintergrund meinst du denn? Wegen Hölderlin geh mal in Wikipedia rein. Am besten aber ist, erst mal seine Gedichte zu lesen. Und dann nochmal, nachdem du ein bisschen was über sein Leben weisst.

Gruß, blackout
 

Oben Unten