Ich hab dir ein Gedicht geschrieben

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KUKU

Mitglied
Hallo Ciconia,
bis auf die Wiederholung in S3 schön.
Außerdem klingt für mich "Drum" nicht vorteilhaft, zu starke Eigenbetonung.


Wie wäre:

Ich werfe, was mein Herz geschrieben,
per Flaschenpost mit Kuss ins Meer

oder
Ich werf, was dir mein Herz geschrieben,
per Flaschenpost mit Kuss ins Meer.


Ob richtig Deutsch, weiß ich nicht.
geschrieben hat?
LG KUKU
 

Ciconia

Mitglied
Hallo KUKU,

danke für Deine Änderungsvorschläge, die allerdings nicht meinem Geschmack entsprechen. Drei Präpositionen in einer Zeile finde ich sprachlich nicht so gelungen.
per Flaschenpost mit Kuss ins Meer
Deinen letzten Absatz verstehe ich leider nicht.

Gruß Ciconia
 

KUKU

Mitglied
Huhu, ich melde mich nochmal.

Der letzte Absatz von mir bezog sich auf meine Deutsch-Schwäche,
ich bin da nicht sehr gut, Grammatik und so.

Habe mal im Internet den "Metricalizer" benutzt. Der meint:
"Drum hab ich" Xxx

Wie sehen das die anderen Leser? Klingt das nicht betont?

Ich möchte dein Gedicht nicht schlecht machen, aber Schwächen sind vorhanden.

Es bleibt bei schön.
Den goldenen Pokal bekommste nicht!

LG KUKU
 

JoteS

Foren-Redakteur - tippende Inquisition
Teammitglied
Kitsch?

Hallo,

schönes Gedicht, vielleicht inhaltlich etwas kitschig aber die klare, schlichte Sprache verbietet dieses Urteil.

Sehr sehr gerne gelesen, nur gegen Ende wirft mich "werf es" ganz leicht aus dem Takt. Ein lässlicher, winziger Makel, für dessen Beseitigung mir gerade kein guter Vorschlag einfällt.

Gruß

Jürgen
 

blackout

Mitglied
Ciconia,

da ist etwas auseinandergegangen, vielleicht sogar nicht allzu freundlich. Die Zeit ist vergangen, und nun kann dein LI als Nachschau ein Gedicht schreiben, es dem Du "hinterherwerfen", darüber, was es auf dem Herzen hat, eingeschlossen ein paar Spitzen. Man spürt, noch tut es weh, weshalb das Gedicht etwas aggressiv auf mich wirkt. Keine Spur von Melancholie.

Das Gedicht ist im Jambus mit vier Hebungen geschrieben, die du sauber durchhältst.

Ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen:
Nicht "werf", sondern "wirf". Es ist eine Aufforderung.

blackout
 

ENachtigall

Mitglied
Liebe Ciconia,

mit "Lummerland" hast Du dem Gedicht eine ungewöhnliche starke Metapher mitten ins Herz gepflanzt, die mich als Leserin mit Leichtigkeit in die fantastische (emotionale) Tiefe zwischen den Zeilen und Strophen (ent)führt.

"Lummerland war nur sehr klein. Es war sogar außerordentlich klein im Vergleich zu anderen Ländern wie zum Beispiel Deutschland oder Afrika oder China. Es war ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung und bestand zum größten Teil aus einem Berg mit zwei Gipfeln, einem hohen und einem, der etwas niedriger war. Um den Berg herum schlängelten sich verschiedene Wege mit kleinen Brücken und Durchfahrten. Außerdem gab es auch noch ein kurvenreiches Eisenbahngleis. Es lief durch fünf Tunnels, die kreuz und quer durch den Berg und seine beiden Gipfel führten."

(aus: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende)

Das Gedicht erinnert mich an Dein wunderbares "Abschied am Fluss", das eben dieses selbe Thema auf andere - nicht minder besondere - Weise erzählt:
Es ist eine schmerzhafte Süße dem Phantomschmerz inne und spürbar, die aus der Gewissheit der Erinnernden rührt, einmal Teil einer Unzertrennlichkeit gewesen zu sein.

Trotz Tränen am Ende: kein Kummerland, in dem Du den Leser zurücklässt.
Ich finde es schlichtweg in seiner Klarheit bravourös konzipiert!


Grüße von Elke
 

molly

Mitglied
Hallo Ciconia,

Dein Gedicht ist wunderschön, ich würde es zum Gedicht des Moats wählen.

Viele Grüße

molly
 

Ciconia

Mitglied
Liebe Kommentatoren und Werter der letzten Wochen - nehmt es mir nicht übel, dass ich erst jetzt darauf eingehen kann. Ich war leider mit einer umfangreichen Recherche im deutschen Gesundheitswesen mit Schwerpunktthema „Reha-Kliniken – Profitgier vor Patientenwohl?“ beschäftigt. Lyrisch eher nicht verwertbar, als Prosa wahrscheinlich für die Meisten zu dröge. :rolleyes:

Die Fehlinterpretation von blackout wurde ja schon von DOSchreiber klargestellt. Danke dafür.

Besonders danke ich Dir, Elke, für deinen feinsinnigen Kommentar. Ich freue mich, dass Du Dich noch an meinen Abschied am Fluss erinnerst.

Danke auch Dir, molly, dass Du dieses Gedicht so hoch ansiedelst.

Über die zahlreichen guten Wertungen habe ich mich selbstverständlich sehr gefreut. Danke!

Gruß Ciconia
 

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