Im Innern der Stadt

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blackout

Mitglied
Berlin unter gütigem Nebel,
ohne Himmel der Himmel, als sei das Ende
der Stadt gekommen, unbemerkt
Blutspuren vom Pflaster getilgt, schwer,
an die Auferstehung der Märtyrer zu glauben,
vergessen die Taten, die Leiden,
Stolpersteine, gutgemeint, markieren
die Toten. Fernab in Doorn starb der Kaiser,
der Führer im Bunker; ein Kinderspielplatz
Aufforderung und Zeichen.

Der Nebel macht alles gleich, den Kommerz,
den, der Wasser in Wein verwandeln will,
berauscht von Erfolglosigkeit.
Durch weißen Rauch schlurft die Stadt
auf unschuldigen Sohlen, die Absätze schief.
Nebel macht sanft. und Völker
vergessen so leicht.



11.1.15
 

Tula

Mitglied
Moin blackout
Die totale Zerstörung Berlins ist auch nach 75 Jahren noch ein Thema. Du selbst hast sie als Kind miterleben müssen und weißt in dieser Hinsicht wovon du schreibst.
Im Gedicht geht es aber noch um einen zweiten, noch wichtigeren Aspekt. Den des Vergessens wie es ja am Ende nachdrücklich betont wird.
Soweit hast du auch meine Zustimmung.

Etwas bedauernswert finde ich allerdings, dass das Gedicht so wenig Berlin-typische Bilder hat. Denn das wäre der Absicht sehr dienlich. Als Rand-Berliner kenne ich die Stadt sehr gut, fahre im jährlichen Urlaub in der Heimat immer wieder mal gern hin. In kaum einer Stadt Deutschlands dürfte so viel gebaut worden sein wie in Berlin. Besonders der Ostteil (Zentrum) ist überhaupt nicht wiederzuerkennen. Es wimmelt von Touristen aus aller Welt. Der Kommerz, der im Gedicht fast nur beiläufig erwähnt wird (passt die Wasser-Wein-Metapher wirklich?) dominiert bedingungslos das Stadtbild, zur Schau gestellter Reichtum usw.

Ich finde GERADE DARIN liegt die Gefahr des Vergessens. Die Stadt ist heute eine moderne Metropole, auf Konsum und Geschäft ausgerichtet wie jede andere, wobei sie sich meines Erachtens nach noch Ruf und Flair einer "verrückten" Stadt bewahrt hat. Und in diesem Rausch der Modernität wird die Vergangenheit schnell vergessen.

So hätte ich bei Thema und Absicht nicht den alles einhüllenden Nebel (den hat jede Stadt hin und wieder), sondern etwas mehr Ausarbeitung der genannten Widersprüche erwartet. Und, wie erwähnt, auch etwas Berlin-Typisches. Nimm den Titel und das erste Wort weg und lies es jemandem vor; kommt derjenige auf Berlin? -Na gut, im Nachsatz, da wäre noch Hitlers Bunker herauszunehmen.

Was die gutgemeinten Stolpersteine angeht, Berlin hat durchaus eine Reihe von Mahnstätten und Denkmälern. Wen es interessiert

Berlin Gedenkstätten

LG
Tula
 
Zuletzt bearbeitet:

blackout

Mitglied
Danke, Tula, für deinen Kommentar. Wenn ich darüber schreiben wollte, wie sehr sich die Stadt verändert hat - dahingestellt, ob zum Guten oder zum Schlechten - hätte ich das auch geschrieben. Das war aber nicht meine Absicht. Zudem, und da wirst du mir zustimmen, ist in der inneren Stadt nicht allzuviel gebaut worden, und das ist eine Platzfrage, obwohl ja auch etliche DDR-Gebäude abgerissen wurden aus diesem Grund und anderen Gründen. Wo sichtlich gebaut wurde, das sind vorwiegend die Außenbezirke. Dort sind in der Tat viele neue Wohnungen gebaut worden, noch nicht ausreichend, aber es stehen zahlreiche neue Wohnbauten. Und es wird sehr billig gebaut. Die Plattenbauten der DDR kann man dagegen als solide Bauwerke bezeichnen. Aber ich befinde mich mit dem Gedicht in der Innenstadt, es ist genau festzustellen, in welchem Umkreis.

Der Nebel ist mein Protagonist und zugleich Antagonist. Wenn man etwas vernebeln will, geht es meist darum, dass etwas vergessen werden soll. nicht publik gemacht. Insofern hat die DDR tatsächlich fürs Vernebeln gesorgt. Es ist klar, hätte sie diese Gegend nicht mit Wohnbauten und diesem Kinderspielplatz bebaut, wäre diese nach 1990 unweigerlich zur Wallfahrtsstätte der Nazis, ob jung, ob alt, geworden. Das genau hat die DDR damit verhindert, obwohl auch Hitlers Tiefbunkeranlage "historisch" ist, hat die DDR aus gutem Grunde die ganze Anlage (für die Öffentlichkeit) unzugänglich gemacht. Sie hatte ja keinerlei Veranlassung, die Anlage aus der dunkelsten Zeit Deutschlands der Neugier der Nachwelt zu präsentieren. Wie übrigens auch die Schlossruine in der Mitte Berlins zu erhalten, denn es waren keine schönen Zeiten für das Volk, solange die Könige und Kaiser regierten. Wir sehen ja heute, dass die westdeutschen Nostalgiker sehr aktiv geworden sind - gegen den Willen der meisten Ostdeutschen übrigens, als der Palast der Republik abgerissen wurde, um an seiner Stelle ein Phantomschloss zu errichten.

Mir geht es in dem Gedicht um das, was man den '"Geist" einer Stadt nennt. Du hast recht, es gibt unfern die Holocaustgedenkstätte, an der nicht etwa der Shoa gedacht wird, sondern die sich oftmals zum Rummelplatz des Publikums entwickelt hat. Aber wie viele Gedenkstätten des deutschen Widerstandskampfs wurden abgerissen? Ich kann mich an viele Gedenktafeln an Häusern erinnern - sie gibt es nicht mehr, nachdem die Fassade getüncht worden war. Eine Gedenktafel für die Widerstandskämpfer würde ja die ganze Fassade verunzieren, handelte es sich doch meist um Kommunisten, die von den Nazis bestialisch umgebracht wurden. In diesen Zusammenhang gehören auch die umfangreichen Umbenennungen der Ostberliner Straßen. Eine Hans-Beimler-Straße gibt es in Ostberlin nicht mehr, zu Ehren des Kommunisten, der im spanischen Bürgerkrieg gegen den spanischen, den italienischen und auch den deutschen Faschismus gekämpft und sein Leben gegeben hatte, sie gibt es nicht mehr. Aber es gibt in Westberlin noch immer eine Spanische Allee - übrigens von Hitler zu Ehren der Legion Condor persönlich eingeweiht, es gibt den Hindenburgdamm, und im Wedding ein ganzes Viertel. genannt das Afrikanische Viertel, in dem die Namen von Kolonialschlächtern die Straßenschilder zieren. Erst vor kurzem gab es eine Protestdemonstration dagegen. Die natürlich bei den verantwortlichen Regierenden zu keinerlei Überlegungen geführt hat, diese Straßen umzubenennen. Und so weiter, und so weiter. Und die Stolpersteine erinnern an die Opfer der Shoa, was sehr wichtig ist, nicht aber an die kommunistischen Opfer, was ich für symptomatisch halte. Und nun sag nicht, dass diese und andere Vorgänge nicht typisch für Berlin seien. Was mir in der Innenstadt auch auffiel: Ich hatte keine Obdachlosen gesehen. Werden sie aus der Innenstadt verjagt?

In Berlin regiert der Kommerz. Das festzustellen, genügt ein Blick in eine beliebige Berliner Straße. Von den Wänden schreit es an jeder Ecke: "Kauft mich!" Ganz abgesehen von Protzbauten der Banken und sonstigen Geldmachern, die weitflächtig die Innenstadt beherrschen. Und mit dem, der Wasser in Wein verwandeln will, ist nicht Jesus gemeint, auch dies eine Metapher für das Vernebeln der Gehirne, eine Metapher für das umgangssprachliche "aus Scheiße Geld machen". Wer begreift, dass es sich um unser Geld, das Geld des Volkes, handelt?

Das ist der Geist der Stadt Berlin, und du, Tula, scheinst wie ein westlicher Tourist durch Berlin zu wandern. Du siehst nur das, was du sehen willst.
Dass in Berlin gebaut wird, ist eine lange angemahnte Sache. Aber geh mal durch Ostberlin und zähl die Wohnungen, die von der DDR gebaut wurden, in allen Stadtbezirken, dann hast du eine Vergleichsmöglichkeit.

Gruß, blackout









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lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
Naja, Berlin ist vielleicht das, aber vielleicht auch nicht. Was Du Tula vorwirfst, geb ich Dir zurück, Du kennst nicht alle Ecken der Stadt und es gibt hier die Hippie-Kommune wie die Fußball-Fahrgemeinschaft, den Häkelkurs und die Lesebühne. Alles fernab des Mammons.
Soweit zu Deiner Interpretation.

Das erstaunliche an unserem Dorf ist, dass es auch Tage gibt, da Deine Beobachtungen stimmen und der 11.1.XX15 mag solch ein Tag gewesen sein. Aber mir ist das Gedicht zu launisch, zu herablassend ohne die Grundlage dieses ethischen Werturteils zu begründen. Alles über einen Kamm zu scheren, geht zu schnell, zu einfach.

cu
lap
 

Tula

Mitglied
Hallo nochmal

Um nicht missverstanden zu werden: natürlich geht es im Gedicht nicht vordergründig um die Veränderung der Stadt, als Thema für sich, sondern, der letzten Zeile entsprechend, um das Vergessen der Vergangenheit, der totalen Zerstörung der Stadt. In dieser Hinsicht beschleunigt die rasante Veränderung des Stadtbildes diesen Prozess des Vergessens. Deshalb sind Mahnstätten sehr wichtig, für den Touristen UND den Berliner selbst, die junge Generation. Beide vergegenwärtigen sich nicht bzw. selten, dass sich ein Meter unter ihren Füßen die Trümmer von 1945 befinden.

Richtig ist, dass die Stadt viele Gesichter hat, nicht nur die Prunk-Fassade. Aber auch dieses "dein Berlin" könntest du ins Gedicht einbauen, um es für den Leser zugänglicher zu machen. Zum Beispiel sind Blutspuren auf dem Pflaster weniger anschaulich (im Kontext des Gedichts und seiner Absicht) als ein verwahrloster Kinderspielplatz im Plattenbau-Viertel, der obendrein von pubertärenden Jung-Nazis als Treffpunkt missbraucht wird. Es sind diese Anhaltspunkte, die mir hier irgendwie fehlen, um das Gedicht authentischer wirken zu lassen.

Vielleicht dazu noch ein weiterer Vermerk: Details haben stets mehr Wirkung als Verallgemeinerungen. Auch in einem Gedicht. Oft reicht ein kleines, typisches bzw. symbolträchtiges Bild und jeder versteht 'the big picture'. Könnte man hier einsetzen, z.B. um den Leser selbst auf den Schluss kommen zu lassen.

LG
Tula
 

blackout

Mitglied
Lapismont, wenn ich über die Mitte Berlins schreibe, kann ich nicht über Häkelkurse schreiben, das verstehst du wohl. Du hast ja recht, überall versammeln sich Leute mit Spezialinteressen und sind da auch sehr aktiv. Meine Absicht war es aber keinesfalls, das Berliner Vereinsleben zu bedichten, sondern Dinge, die mir beim Spaziergang in Ostberlins Innenstadt aufgefallen sind. Und es ist eine ganze Menge, was mir aufgefallen ist, will mir scheinen. Tula kritisiert mich ja schon heftig, also muss ich annehmen, ich habe mit diesem Gedicht wieder mal ins Schlimme getroffen und Tula den Vormittag versaut. Es ist meine Aufgabe als Autorin, meinen Finger in die Wunden zu legen. Tut mir leid, dass ich deine speziellen Wünsche nicht erfüllen konnte mit dem Gedicht. Das Thema war, wie du unschwer am Titel erkennen kannst, ein anderes. Aber danke fürs Reinsehen.

Gruß, blackout
 

blackout

Mitglied
Tula, es geht mir in diesem Gedicht doch nicht darum, protzige Berliner Neubauten zu bedichten, in deren Hinterzimmern die Preise für unser Überleben ausgekungelt werden. Sondern ich habe mich auf ein ganz bestimmtes Thema konzentriert, und das müsstest du auch erkennen können. Wenn du die Gedenkstätten, auf denen du so beharrst, erwähnt wissen willst, schreib doch selber darüber, liste sie auf, aber vergiss keine. Mein Thema war es nicht.
Ich schreib hier doch nicht für eine Hochglanzbroschüre. Das Zeug kannst du dir in Touristik-Berlin tonnenweise umsonst mitnehmen.

Ja, da habe ich wohl Pech gehabt, als ich auf dem Kinderspielplatz direkt über Hitlers letztem Hauptquartier stand, mir waren leider keine pubertierenden Jung-Nazis über den Weg gelaufen, ich hätte sie mir sicher nicht entgehen lassen. Auch hier die Empfehlung, schreib es selber auf, du scheinst dich auf diesem Gebiet ja auszukennen.

Vielen Dank für die Belehrung hinsichtlich Details. Ich denke aber, die wenigen, die ich in diesem Gedicht erwähnt habe, reichen dir schon. Und wenn du das blutige Berliner Pflaster nicht einordnen kannst, denk dir einfach, es ist eine Metapher. Ich denke schon, dass sie anschaulich genug ist für den, der wirklich wissen will. Übrigens, du hast es drauf: Kannst prima ausländisch schreiben. Ich bin so konservativ, auf meiner Muttersprache zu bestehen.

Nun denn, mach dich an die Arbeit und leg uns mal ein Gedicht zu Berlin hin, an dem wir uns alle zehn Finger lecken können. Aber vergiss bitte keine Gedenkstätte, da kann es schweren Ärger geben.

Gruß, blackout
 
G

Gelöschtes Mitglied 20370

Gast
Ich weiß nicht, welche urbane Chimäre hier beschrieben wird ... Meine Heimatstadt Berlin kann es nicht sein!
 

Tula

Mitglied
Blackout
Danke auch dir für eine weitere Entstellung und inhaltliche Umkehrung eines konstruktiv gemeinten Kommentars. Aber ich habe es wohl verstanden, dein Gedicht ist keine Mahnung an Krieg und Zerstörung, du meinst mit Märtyrer auch nicht jene, an welche durch die von dir beschmunzelten "gutgemeinten Stolpersteine" erinnert wird. Nein, du meinst, wie nicht aus deinem Gedicht, sondern aus dem von dir erstellten Kommentar ersichtlich wird, ausschließlich Kommunisten, die selbstverständlich Opfer waren wie viele andere. Das Gedicht behandelt das Vergessen, aber nur aus dieser Perspektive: Strassennamen und Gedenktafeln. Nicht unbedingt verkehrt, aber als Beschreibung einer großartigen und vielseitigen Stadt doch etwas dürftig.

Einige Überlebende errichteten übrigens eine Gesellschaft, die mit Kritik genauso umging, wie du mit der anderer Leser. Sie wurde nicht geduldet. Da wundert mich immer weniger.

LG
Tula
 

blackout

Mitglied
Tula, wenn ich dich richtig verstehe, ärgert es dich, dass ich benenne, was ich gesehen habe: Es gibt eine Hierarchie der Opfer. Willst du behaupten, dass die kommunistischen Opfer keine Opfer waren? Sie waren die einzigen, die gegen die Nazis wirklich gekämpft haben, neben Stauffenbergs Putschversuch. Die Nazis rächten sich an ihnen bestialisch. Sie waren die ersten, die von den Nazis verfolgt wurden. Ich bin der Ansicht, wenn man Stolpersteine anbringt, sollte aller Opfer gedacht werden, und da ist es egal, ob sie Juden waren, durch Euthanasie ermordet wurden, im Stauffenberg-Kreis waren, ob sie bürgerliche oder christliche Demokraten waren. Und das fiel mir auf: Ich habe nur Stolpersteine zu jüdischen Opfern der Shoa gefunden. Die DDR hatte an die kommunistischen Widerstandskämpfer mit Gedenktafeln an ihren Wohnhäusern erinnert. Diese Gedenktafeln sind spurlos verschwunden, genauso spurlos wie jedes Gedächtnis an die Ermordeten durch Straßennamen. Welche Schlussfolgerung lässt sich deiner Ansicht nach daraus ziehen? Und dass mir die völlige Auslöschung des Gedenkens an Kommunisten aus dem Berliner Straßenbild aufgefallen ist, was glaubst du daraus orakeln zu müssen? Ich komme aus der DDR, der antifaschistischen DDR. Und da ist es doch wohl ganz natürlich, dass mir aufgefallen ist, dass in meinem Berlin etwas fehlt.

Und noch eine Bitte: Belästige mich nicht fortwährend mit Unsinn.

Gruß, blackout
 
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Keram

Mitglied
Dieses Gedicht beschreibt nunmal eine subjektive Sicht auf Berlin, aus einer eigens gewählten Perspektive und Intention heraus.
Gerade dieser literarischen Gattung sollte man die Subjektivität zugestehen.
Das von mir - zum Werk.

Gruß,
keram
 
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Tula

Mitglied
Blackout
Ich denke ganz offen, dass beides falsch ist:
1. das Verschweigen kommunistischer Widerstandskämpfer, da stimme ich mit deiner Kritik überein
2. die Behauptung, jene wären die einzigen gewesen, die Widerstand geleistet hätten

Das zu diskutieren würde den Rahmen hier sprengen. Ich denke dennoch, du hast ein Problem mit Kritik. Ich hatte dich in keiner Weise angegriffen, du solltest vielleicht mal etwas genauer die Kommentare lesen, ohne Vorurteile, weil sie von A oder B kommen. Ich hatte mich hier gemeldet, weil das Gedicht insgesamt meinen Zuspruch hatte.

Lassen wir's auch dieses Mal

Tula
 
Hallo blackout!

Übrigens, du hast es drauf: Kannst prima ausländisch schreiben. Ich bin so konservativ, auf meiner Muttersprache zu bestehen.
Deswegen verwendest du ja auch einen Anglizismus als Pseudonym ... sehr kongruent, deine Worte und dein Handeln.;).

P.S. Ich finde, Tula gehört zur Gruppe der fairsten Kritiker. Er streckt dir in seinen ausführlichen Analysen immer wieder die Hand aus. Aber insgeheim weißt du bestimmt seine Beiträge zu schätzen, hoffe ich zumindest.

Einen schönen Abend noch, blackout - oder sollte ich “Filmriss“ sagen?


Gruß,
Artbeck
 
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Keram

Mitglied
Gegensätzliche Ansichten sind das natürlichste, doch es kam hier leider eine ungeheure Schärfe rein. Warum wohl?

Ich finde auch, dass die Kommentare von Tula sich keineswegs im Ton vergriffen haben usw. - im Gegenteil: es waren Darlegungen, die ein tiefes Auseinandersetzen mit dem Gedicht und seinen konzentrischen Kreisen beweisen - ausgestattet mit dem Willen, sich miteinander zu verständigen.
Und das impliziert ja nicht zwangsweise eine gedankliche Übereinstimmung mit dem Autor.
Somit kann man nicht von Belästigung seitens Tula sprechen!

Sollte eine respektvolle Verständigung (auch innerhalb von Differenzen!) etwa nicht angestrebt werden, blackout?

Die Gefahr, auf genau diesem Wege das eigene Gesicht, die persönliche Eigenart oder gar die inhaltliche Position verlieren zu müssen - sehe ich mitnichten.


Gruß, keram
 
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lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
M O D E R A T I O N

So, nun bitte zurück zum Text. Für die Metaebene gibt es eigene Forenbereiche.
 

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