kaleidoskop

Arthur

Mitglied
he ich schwör alter
hast du die frau gesehen
wo so fett ist wie ne wolke
eingekesselt im himmelblau
sie trottete wie eine kuh
diese straße hinunter
wo so versifft ist wie noch was
an diesen geschäften vorbei
wo so arsch langweilig sind
dann holt sie aus ihrer tasche
einen kotzschwarzen lutscher
wo solche spiralen sind
und gibt ihn diesem kind
wo beinahe seine scheiße
einfach herausgeschrien hat
damit er endlich seine klappe hält


eine frau entzückte sich
die pulsierende straße hinunter
vorbei an den geschäften
mit hellem glamour
vernahm ein leises weinen
das ihren weg kreuzte
sie verfolgte die spur des klagens
bis zu diesem kind
das mit seinen blauen äuglein
die wangen mit tränen schmückte
sie zauberte die milchstraße herbei
zuckersüß eingebettet in karamell
und übergab die köstlichkeit
an winzig kleine händchen
die ihre treue schworen
sogleich wich der tobende orkan
aus dem gesicht des kleinen jungen
und die sonne umstrahlte wieder
einsam verängstigte kumuluswolken
die noch leise säuselnd
von stürmischen zeiten erzählten
 

revilo

Mitglied
he ich schwör alter
hast du die frau gesehen
wo so fett ist wie ne wolke
eingekesselt im himmelblau
sie trottete
diese straße hinunter
wo so versifft ist wie noch was
an diesen geschäften vorbei
wo so arsch langweilig sind
dann holt sie aus ihrer tasche
einen kotzschwarzen lutscher
wo solche spiralen sind
und gibt ihn dem kind
wo beinahe seine scheiße
einfach herausgeschrien hat
damit es endlich seine klappe hält


eine frau entzückte sich
die pulsierende straße hinunter
vorbei an den geschäften
mit hellem glamour
vernahm ein leises weinen
das ihren weg kreuzte
sie verfolgte die spur des klagens
bis zu diesem kind
das mit seinen blauen äuglein
die wangen mit tränen schmückte
sie zauberte die milchstraße herbei
zuckersüß eingebettet in karamell
und übergab die köstlichkeit
an winzig kleine händchen
die ihre treue schworen
sogleich wich der tobende orkan
aus dem gesicht des kleinen jungen
und die sonne umstrahlte wieder
einsam verängstigte kumuluswolken
die noch leise säuselnd
von stürmischen zeiten erzählten
 

revilo

Mitglied
Den 1. Teil finde ich – mit kleinen Änderungen – gelungen. Den 2. Teil leider misslungen. Schönen Sonntag wünscht Oliver
 

Mondnein

Mitglied
Wofür, Arthur,

bedankst Du Dich da?

Wolltest Du etwa die Lesart bestätigen, gemäß der Du hier zwei Versionen zm Bewertungsvergleich eingestellt hast?

Oder geht es nicht vielmehr um die Ambivalenz zweier Sichtweisen, Ästhetiken und Ethiken, die wie ein Wackelbild changieren?

Es können - so lese ich es - nur beide in Gleichgewichtigkeit gleichgelten, jedes Umkippen in eine Wert-Asymmetrie müßte Dir diesen Versuch fehlschlagen lassen.

grusz, hansz
 

Arthur

Mitglied
Nicht jede Mahlzeit, lieber Mondnein, kann man mit einem köstlich braun gebratenem Hummer schmücken. Manchmal muss man sich mit einem Stück trockenen Brot zufrieden geben. Vielleicht hat man noch ein Glas sauberes Wasser, damit der Gaumen nicht aufgeschürft wird.

Nicht jeder Tag enthält ein strahlendes Blau, verziert mit ein paar Kumuluswolken, und die Strahlen nutzen jede Lücke zwischen den Blättern, die die Bäume mit einem Weiß übergießen. Manchmal freut man sich über den Nebel, der für einen winzigen Augenblick nicht mehr bedrohlich ist und etwas Helligkeit passieren läßt.

Manchmal ist ein Schritt zurück viel wichtiger als eine ungebremste Häftigkeit, die im Ungewissen ihr Ende findet.

Manchmal ist die Angst wohltuend.
Manchmal ist der Hass heilend.
Manchmal ist die Trauer das größte Geschenk und jede Träne ein goldener Tropfen.

....Dein Stecken und Stab trösten mich...

LG
Arthur
 

Arthur

Mitglied
Deine Meinung, lieber Mondnein, ist eine von über 8 Milliarden. Sie geht zwischen so vielen, wenn auch sehr leisen, Atemzügen unter.
 

Oben Unten