Lernstunde

blackout

Mitglied
Dinge benennen, die
noch keinen Namen haben, die
aus dem Nichts Geborenen,
immer befürchten, dass eines Tages
die Wörter fliehen.

Die Zeilen und du
auf dem Glatteis der Verse,
bereit zum Gespräch,
ewige Suche nach der Balance zwischen
Himmel und Abgrund.

Worte sind Worte nur;
unversehens erkennst du dich,
wenn zwischen den Zeilen etwas
wie Vernunft aufscheint im Morast
des täglichen Irrsinns.
 

Baskerville

Mitglied
Eindrucksvoll wird hier die Innenwelt des Dichters während des kreativen Prozesses selbst zum Kunstwerk und alle Ferse münden im Drahtseilakt zwischen Schaffenskraft und Versagensangst.
Vermutlich braucht es dieses fragile Gleichgewicht.....
 

blackout

Mitglied
Danke, Baskerville. Ja, das geht mir bei jedem Gedicht so. Aus dem Ärmel schüttelt sich da nichts. Aber jeder Schreiber findet seine eigene Methode, das ist normal.

Gruß, blackout
 

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