Man schaukelt sich so durch

blackout

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Im Leben gibt es so Momente,
da möchte man von gar nichts wissen,
da steht man rum und tritt zur Seite
und fühlt sich seelisch ernstlich pleite,
als hätte man Geschirr zerschmissen,
und wünscht sich vorzeitig in Rente.

Es will und will partout nichts klappen.
Das Leben scheint davonzulaufen,
man kommt so langsam in die Jahre
und sieht sich selbst fast auf der Bahre.
Man müsste, denkt man, sich mal kaufen
vom großen Glück den größten Happen.

Doch kommt man endlich auf den Trichter,
packt sich am Kragen, man hat Ehre
und doch noch mit sich selbst Erbarmen,
will jetzt die ganze Welt umarmen,
als ob da nichts gewesen wäre.
Schon wird das Leben wieder lichter.

Man pfeift aufs Pech und die Propheten,
fühlt sich gebettet schier auf Rosen,
man kostet von dem Stückchen Leben,
das einem Glück und Geld gegeben,
verwirft mit kühnem Schwung Prognosen,
ist nun ganz Herr von dem Planeten.

Doch plötzlich wieder die Momente.
Was nun? Vorbei die schönen Tage.
Das soll der Mensch erst mal begreifen!
Bis dann die nächsten Rosen reifen,
die knospen bald, ganz ohne Frage.
Der Dorn zeigt schon die Instrumente.
 

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