Meeresflüstern IV

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Ciconia

Mitglied
Und manchmal glaubte ich in jenen Tagen,
die Zeit am Meer würd viel zu schnell vergehn.
Zu Neptun drangen meine wehen Klagen,
doch konnt auch er mich leider nicht verstehn.

So schwer die Last, alleine kaum zu tragen,
ich schleppte sie tagtäglich mit zum Strand.
Warum nicht etwas gänzlich Neues wagen,
auf einer fernen Insel Nimmerland?

Ich saß im kühlen Dünensand und lauschte
der sanften Brandung, hörte Möwen schrein,
sah zu, wie sich der Wattehimmel bauschte -
da wusste ich: Es müsst ganz einfach sein.
 

Ciconia

Mitglied
Ich bin dann mal mit dem gesamten Zyklus umgezogen - im Anonymen ist es immer so ruhig ... ;)
Ciconia
 

Sidgrani

Mitglied
Hallo Ciconia,

„Melancholie im September“, so heißt ein alter deutscher Schlager. Dein wehmütige Klage hat mich spontan daran erinnert. Ich sehe das einsame, vor dem weiten Meer und unendlichen Himmel klein und unbedeutend wirkende LI genau vor mir. Aber schließlich weicht die Melancholie einer vagen Zuversicht. Wird sich das LI irgendwann trauen, das Alte und Belastende über Bord zu werfen und etwas völlig Neues und Unbekanntes beginnen?

Deine elegischen Verse gefallen mir richtig gut, Chapeau!

Liebe Sonntagsgrüße
Sidgrani
 

Ciconia

Mitglied
Vielen Dank, Sidgrani! Dann hat es sich ja gelohnt, dass ich diese Gedichte aus dem Abseits geholt habe. :)

Grüße in den sonnigen Sonntag
Ciconia
 

Ciconia

Mitglied
Vielleicht gefallen Dir die anderen drei Gedichte aus dem Meeresflüstern-Zyklus ja auch? ;)

Im Übrigen: Warum scheuen eigentlich viele Leser vor dem anonymen Bereich?

Gruß Cicona
 

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