Mein Freund, der Schmerz

4,20 Stern(e) 9 Bewertungen

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Mein Freund, der Schmerz

Bitte strafe mich
mit einem Lächeln
Lege Verachtung
in deiner süßen Falten
Herrlichkeit
Zeig mir
mit deinem Blick
mein liebestrunknes
Schwächeln
dass ich nur
Trost war
auf unbestimmte Zeit
Ich möchte leiden
wissend um das Ende
gierig greifend
nach meinem Seelenschmerz
Zerschmettre mich
ich möchte Liebe lösen
Vergehen
in meinem Untergang
Oh Liebesleid
dein Fühlen ist so groß
Die Liebe selbst
verblasst
im Angefühl der Trauer
der Qualen
die so tief sind
wie unsre ganze Wesenheit
Drum bohre deine Kälte
tief in mein Herz hinein
Gefroren Blut bist du
Vereist
der Schmetterlinge Flügel
bin seelig leidend
ein Kind von Traurigkeit
 
M

Minds Eye

Gast
Hurra. Das ist großartig. Mein Abo lohnt sich.
Aber... müßte es nicht DEINE! süßen Falten heißen?
Gruß,
ME.
 
L

Lonelysoul

Gast
hallo otto,

verzeih, aber manchmal
fehlen mir einfach die worte.
ich bin tief berührt von
deinem text.

herzliche grüße

lisa
 
K

Klopfstock

Gast
Hallo, Minds Eye,
das heißt "In deiner süßen Falten Herrlichkeit" - und ist
so richtig;)
Hallo, Otto,
da kann ich den anderen nur voll zustimmen, einfach klasse!!!!!!!!

Liebe Grüße:)
 
K

kaffeehausintellektuelle

Gast
lieber otto

natürlich ist es schön geschrieben, keine frage, aber in seiner fülle erschlägt es mich. eine spur zu viel, eine spur zu süß, eine spur zu melodramatisch, zu leidend.

die k.
 
R

Ramona Linke

Gast
Lieber Otto Lenk,

es ist abgrundtieftraurig,
es macht Gänsehaut und es
ist einfach wunderschön.
Es gefällt mir sehr.
Herzlich RL :)
 

blaustrumpf

Mitglied
Hallo, Otto Lenk

Sehr schön, wieviel Zustimmung du mit diesem Gedicht erntest. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht von deinen Zeilen überwältigt bin.

Auch mir ist es ein bisschen "zuviel", ganz als hätte sich dein Protagonist an seinem eigenen Leid besoffen geschrieben (mir fällt just kein eleganterer Vergleich ein.).

So etwas kann natürlich seine Wirkung haben. Allerdings mag ich mich halt nicht immer mit allen betrinken (um nicht mitten im Fluß die Metapher zu wechseln).

Das sagt natürlich nichts über die Qualitäten deines Gedichtes aus. Es spricht halt einfach nicht zu mir. Aber auch das muss nicht immer sein.

Schöne Grüße von blaustrumpf
 

lapismont

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Otto Lenk,

der Titel deutet ja schon auf eine lustvolle Auseinandersetzung mit dem Schmerz hin.
Und er enttäuscht da nicht.
Liest man ihn als Satire - ist er sogar noch besser, als hier schon gesagt.

Aus meiner Sicht könnte er noch eine graphische Strukturierung vertragen. Du hast ja schon inhaltliche Absätze drin.

cu
lap
 

wondering

Mitglied
....

die grafische Strukturierung ist ja schon da...durch die eigenwillig eingesetzte Groß-und Kleinschreibung. Eine Idee, die mir nicht behagt. Sie ist recht ähnlich der Kursivschrift an markanten Stellen, der Vervielfachung von Vokalen und nicht zuletzt dem Einsetzten von Emoticons.
Am Ende bleibt für mich hier bei erdachter, korrekten Orthografie, was meine persönliche Vorliebe ist,
ein toller Text.
wondering
 

Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich freue mich sehr über eure Interesse an meinem Text. Euer Lob tut gut, die Kritik ist hilfreich. Ich habe eine Änderung vorgenommen bzg. der Orthografie.
Mein Protagonist war übrigens besoffen, und konnte nur noch in dieser süßen, melodramatischen Sprache schreiben.
:)
In diesem Sinne.......Ich danke euch Gruß Otto
 

Vera-Lena

Mitglied
mit Volldampf

Lieber Otto Lenk,

das kenne ich auch, dass man sich wünscht so tief wie möglich in den Schmerz hineinzugehen, weil er dann schneller vorüber ist. Man kann einen Kelch nur einmal austrinken, aber dann muss man es gründlich gemacht haben. Aus dieser Sicht finde ich Deinen Text einleuchtend und nicht übertrieben. Das ist einfach eine Sache des persönlichen Temperaments.

Liebe Grüsse Vera-Lena
 
S

Stoffel

Gast
lieber Otto,

dann hatten wir ja richtig Glück, daß der arme besoffen war...kämen wir SONST in den Genuss diesen wunderbaren Text SO lesen zu können, wie er dasteht?;)

Gefällt mir super, tiefer könnt ich den Schmerz nicht ausdrücken und es liefrt das beschriebene Gefühl...:)

lG
Susanne
 

george

Mitglied
Einsame Klasse Otto, Klasse formuliert.
Lass es Dir dennoch gut gehen, auch wenn Dein Protagonist leidet.
Herzliche Grüsse
 

Oben Unten