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Mitternacht

anemone

Mitglied
Gerade, als Eva es sich zwischen den Schenkeln ihres Jens gemütlich gemacht hatte, hörte sie die Kirchturmuhr 12 mal schlagen. Sie dachte sich nichts dabei und aus irgendeinem unerklärlichen Grund fanden sie sich keine fünf Minuten später auf dem Fußboden unter der Wendeltreppe wieder.

Sie registrierte ein Pfeifen oberhalb der Treppe so, als wäre die Türe zum Dachboden nicht verschlossen und ein starker Wind pfiff durch den Türspalt. Aber im Moment interessierte die Beiden das absolut nicht und sie zogen es vor, die Stelle zu verlassen und den Schlafraum aufzusuchen.

Beim Weg durch den Flur bemerkten sie wieder diesen starken Windstoß. Sie beeilten sich ihm zu entkommen. Der Briefkasten an der Eingangstüre klapperte laut. Sie ließen sich nicht stören und setzten ihr Liebesspiel fort. Auch dann noch, als vom Wohnzimmer her ein lauter Knall zu hören war, im Schlafzimmer die Gardine flatterte und sie froren, als befänden sie sich im Freien. Sie krochen tief unter die Decken und achteten nicht darauf.

Nach dem Akt suchte Jens seine Sachen zusammen und verließ den Raum um der Sache auf den Grund zu gehen. Eva steckte den Kopf unter die Bettdecke und seufzte wegen der unliebsamen Unterbrechung. Irgendwann schlief sie einsam ein.

Jens suchte als Erstes den Dachboden auf. Er schaute hinauf und bemerkte ein offenes Dachfenster, schloss es und verriegelte die Tür zum Speicher. Dann schaute er auf seine Uhr. In dem Moment schlug die Kirchturmuhr einmal.

Dann ging er vor die Hintertür um nachzusehen, wie stark der Sturm war. Draußen wehte kein Lüftchen. Es war total windstill. Im Wohnzimmer suchte er nach den Verursacher des Knalls. Er fand einen Blumentopf, der von der Fensterbank gefallen war. Er suchte die Scherben zusammen und fegte sie auf ein Kehrblech.

Dann kam er zurück ins Schlafzimmer. Er sah Eva nicht. Sie lag unter der Bettdecke, aber er fand sie nicht. Er rief nach ihr. Sie verstand das nicht: Sie war doch da! Sie rief zurück: „Aber hier bin ich doch!“

Als er sich mit seiner Hand genau auf der Stelle abstützte, wo sie eigentlich liegen musste, geriet sie in Panik. Sie setzte sich aufrecht und begann zu schreien. „Na, na“ sagte er da mit ruhiger Stimme zu ihr: „Du kannst jetzt ruhig aufhören, schlecht zu träumen, es hat bereits 1 Uhr geschlagen und die Geisterstunde ist vorbei.“
 

Rosentraum

Mitglied
wenig erotische Geisterstunde

Hallo, liebe Anemone

Nach vielversprechendem Beginn habe ich am Ende des Spuks doch ein wenig die Erotik vermisst.
Den klapprigen Spuk in der Geisterstunde hast Du ganz anschaulich dargestellt.

Möge Dir der Spaß an der Freude erhalten bleiben.

mit einem leisen servus - der Rosentraum
 

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