Nach Mitternacht

4,00 Stern(e) 4 Bewertungen

Ciconia

Mitglied
Vom nahen Kirchturm schlägt es Mitternacht,
der volle Mond macht hinter Wolken Pause.
Aus wilden Träumen bin ich aufgewacht:
Du kamst von See zurück zu mir nach Hause.

Vergeblich taste ich nach deiner Hand,
und während ich mich schlafestrunken winde,
verschwimmt das Traumbild unsrer Spur‘n im Sand,
die ich seit Jahren nicht mehr wiederfinde.

Verhalten tönt die Glocke einmal nur,
am Firmament sind Sterne aufgezogen.
Vielleicht verfolgte ich die falsche Spur,
mag sein, ich hab mich selbst zu lang belogen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Franke

Foren-Redakteur
Teammitglied
Hallo Ciconia,

die ersten beiden Strophen gefallen mir sehr gut.

Mit der dritten Strophe habe ich ein kleines Problem wegen "belogen". Das kommt einfach zu oft in Gedichten vor.

Wenn du den Reim beibehalten und das Bild mit der Spur weiter verfolgen willst, fällt mir jetzt spontan irgendwas mit "abgebogen" ein. Ich hab jetzt leider nicht mehr Zeit, meine Schüler kommen gleich!

Liebe Grüße
Manfred
 

Ciconia

Mitglied
Hallo Manfred, danke für Deine Gedanken zu diesem Gedicht.

In einer früheren Version lauteten die letzten beiden Zeilen:
Vielleicht zeigt mir ein Zufall diese Spur,
mag sein, ich bin zu früh schon abgebogen.
Bei der Überarbeitung bin dann zu der jetzigen Version gelangt. Nun bin ich wieder ein wenig unschlüssig, was besser ist.

Gruß Ciconia
 

molly

Mitglied
Die erste Version gefiel mir besser.

Was mich belustigt? Aber nicht negativ!
Ich fand das gut, dachte an den Disput "Margot".

Viele Grüße

molly
 

Ciconia

Mitglied
Danke, molly! ;)

Dann sind es ja schon zwei, die die erste Version besser finden.
Ich tendiere nun zu einer Mischung aus ersten und zweiter Version:
Vielleicht verfolgte ich die falsche Spur,
mag sein, ich bin zu früh schon abgebogen.
Was meint Ihr?

Gruß Ciconia
 

Ciconia

Mitglied
[ 4]Vom nahen Kirchturm schlägt es Mitternacht,
[ 4]der volle Mond macht hinter Wolken Pause.
[ 4]Aus wilden Träumen bin ich aufgewacht:
[ 4]Du kamst von See zurück zu mir nach Hause.
[ 4]
[ 4]Vergeblich taste ich nach deiner Hand,
[ 4]und während ich mich schlafestrunken winde,
[ 4]verschwimmt das Traumbild unsrer Spur‘n im Sand,
[ 4]die ich seit Jahren nicht mehr wiederfinde.
[ 4]
[ 4]Verhalten tönt die Glocke einmal nur,
[ 4]am Firmament sind Sterne aufgezogen.
[ 4]Vielleicht verfolgte ich die falsche Spur,
[ 4]mag sein, ich hab mich selbst zu lang belogen.
 

Ciconia

Mitglied
[ 4]Vom nahen Kirchturm schlägt es Mitternacht,
[ 4]der volle Mond macht hinter Wolken Pause.
[ 4]Aus wilden Träumen bin ich aufgewacht:
[ 4]Du kamst von See zurück zu mir nach Hause.
[ 4]
[ 4]Vergeblich taste ich nach deiner Hand,
[ 4]und während ich mich schlafestrunken winde,
[ 4]verschwimmt das Traumbild unsrer Spur‘n im Sand,
[ 4]die ich seit Jahren nicht mehr wiederfinde.
[ 4]
[ 4]Verhalten tönt die Glocke einmal nur,
[ 4]am Firmament sind Sterne aufgezogen.
[ 4]Vielleicht verfolgte ich die falsche Spur,
[ 4]mag sein, ich bin zu früh schon abgebogen.
 

kad sgard

Mitglied
bitteschön :)

da hatte der franke ein richtig gute idee ... so konnte dein gedicht noch einen kleinen gewinn einstreichen

aber mir hatte es auch so gefallen



lg
kad
 

Oben Unten